Der Ausbilderschein, auch bekannt als AEVO (Ausbildereignung nach der Ausbildereignungsverordnung), ist eine qualifizierende Prüfung, die Ihre Fähigkeiten als Ausbilder bestätigt. Mit dem Erwerb der Ausbildereignung werden berufs- und funktionsübergreifende Qualifikationen erworben, die für die Steuerung von Lernprozessen in Unternehmen von übergeordneter Bedeutung sind. Die Ausbildung im Unternehmen kann so verantwortlich durchgeführt werden. Wer im Handwerk ausbilden möchte, benötigt nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch pädagogische Fähigkeiten. Diese können bei einer Ausbildung zum Ausbilder nach der AEVO erworben werden. Der Ausbilderschein dient als Nachweis der erworbenen Kenntnisse.
Die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) regelt, über welche persönlichen und fachlichen Kenntnisse Ausbilder verfügen müssen und wie diese nachzuweisen sind. Die AEVO wurde am 28. April 1972 auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes erlassen. Damit erfolgte die erste bundesweite gesetzliche Basis für die berufs- und arbeitspädagogische Qualifizierung der Ausbildung.
Um den Ausbilderschein zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. In der Regel wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation verlangt. Zudem ist in vielen Fällen eine bestimmte Berufserfahrung notwendig, die je nach Ausbildungsberuf variieren kann. Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Idealerweise ist Ihr Abschluss in dem Beruf, in dem Sie die Fachkräfte von morgen ausbilden möchten, da Sie die entsprechenden fachlichen Kompetenzen nachweisen müssen.
Im Berufsbildungsgesetz (BBiG) heißt es hierzu in § 30, Absatz 1: "Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind." Worin diese Kenntnisse konkret bestehen und wie der Nachweis dafür erbracht werden kann, gibt die AEVO vor.
Um den Ausbilderschein zu erlangen, müssen bestimmte Nachweise erbracht werden. Diese Nachweise variieren je nachdem, in welchem Bereich und nach welchem Gesetz die Ausbildung stattfindet:
Personen mit dem Ausbilderschein haben bestimmte Rechte und Pflichten, die ihnen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Ausbilder auferlegt werden. Zu den Rechten der Personen mit dem Ausbilderschein gehört vor allem das Recht, Auszubildende anzuleiten und zu bewerten. Sie haben das Recht, den Ausbildungsplan zu erstellen und die Ausbildungsinhalte festzulegen. Zudem dürfen sie die Auszubildenden in den relevanten Fachbereichen anweisen und ihnen das erforderliche Wissen und die Fähigkeiten vermitteln. Mit diesen Rechten gehen jedoch auch bestimmte Pflichten einher. Personen mit dem Ausbilderschein müssen sicherstellen, dass die Ausbildung den rechtlichen Vorgaben entspricht und den Qualitätsstandards genügt.
Die Ausbildereignungsprüfung wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgenommen. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Auch der Ablauf und der Umfang der Ausbildereignungsprüfung ist in der AEVO festgelegt.
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil der Prüfung sind fallbezogene Aufgaben aus den folgenden Handlungsfeldern zu bearbeiten:
Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der Unterweisung/Präsentation einer Ausbildungssituation und einem Fachgespräch mit einer Dauer von insgesamt höchstens 30 Minuten. Hierfür wählen Sie eine berufstypische Ausbildungssituation aus. Die Unterweisung/Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten. Die Auswahl und die Gestaltung der Ausbildungssituation sind im anschließenden Fachgespräch zu erläutern.
Wer eine gute und sichere Vorbereitung auf die Prüfung möchte, sollte unbedingt einen Vorbereitungskurs belegen. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil wird die Theorie abgefragt. Im praktischen Teil wird die methodischen und pädagogischen Kompetenzen geprüft.
Um die Prüfung zu bestehen, muss der Prüfling in den beiden Prüfungsteilen jeweils mindestens 50 Prozent der Punkte erreichen. Sollte er durchfallen, kann er die Prüfung zweimal wiederholen.
Nachdem die Voraussetzungen erfüllt sind, kann man sich zur Prüfung anmelden. Die Dauer der Vorbereitung auf die Prüfung variiert je nach individuellem Lernfortschritt. In der Regel sollte man jedoch mit einer Vorbereitungszeit von einigen Monaten rechnen. Die Prüfung selbst dauert in der Regel einen Tag.
Wenn Sie den Ausbilderschein erwerben möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um dies zu tun:
Die Frage nach den Ausbilderschein Kosten ist sicherlich die häufigste Frage. Dabei fällt eine konkrete Antwort nicht leicht. Anders als beispielsweise beim Universitätsabschluss, für den Du nur schwerlich an einer Hochschule vorbeikommst, gibt es nämlich viele verschiedene Organisationen und Anbieter auf dem Markt.
Es fallen verschiedene Kosten für den Ausbilderschein, auch bekannt als AEVO (Ausbildereignungsprüfung), an. Diese Kosten können je nach Anbieter und Region variieren.
Alles in allem sollten die Ausbilderschein Kosten für den Ausbilder-Vorbereitungskurs bei der Kammer zwischen 500 und 700 Euro liegen. Meistens spielt es dabei - bezüglich der Kosten für den Ausbilderschein - keine Rolle, ob Du einen zweiwöchigen Intensivkurs in Anspruch nimmst oder lieber einen ungefähr dreimonatigen Teilzeitkurs besuchst. In beiden Fällen musst Du zusätzlich noch eine Prüfungsgebühr entrichten.
Bei einer Fernlernschule musst Du mit Preisen von ca. Ganz ohne Pflichtveranstaltungen (meistens in Großstädten) geht es hier aber auch nicht. Je nach Anbieter kann es passieren, dass die Prüfungsgebühr noch nicht im Ausbilderschein Preis enthalten ist.
Bei dem reichhaltigen Angebot an privaten Anbietern, auf das man in den Tiefen des World Wide Webs stoßen kann, findest Du in der Regel Präsenzkurse vor Ort. Aber auch Online-Kurse oder Lernkonzepte mit Karteikarten und dazugehörigen Systemen. Selbst bei den günstigsten Angeboten können schon Endpreise um die 400 Euro zusammenkommen. Und auch da wird Dir viel eigenverantwortliches Arbeiten abverlangt. Was Du allerdings hier auf keinen Fall vergessen darfst, ist die Tatsache, dass die Ausbilderprüfung später dann trotzdem bei der Kammer abgelegt wird.
Übrigens besteht auch die Möglichkeit, dass Dein Arbeitgeber sich an den Ausbilderschein Kosten beteiligt. Oder diese sogar komplett für Dich übernimmt. Wer bei den Kosten für die Meisterausbildung - und damit auch für den AdA-Schein - Unterstützung braucht, kann das Meister-BaföG - bzw. Aufstiegs-BaföG - beantragen. Der Staat bezuschusst die Ausbildung mit 50 Prozent (Lehrgangsgebühren, Prüfungsgebühren, Meisterstück).
Die Handwerkskammer Berlin berät Sie zu den im Rahmen der Fortbildungsprüfungen möglichen Förderungen. Im Bereich Fördermöglichkeiten haben wir die entsprechenden Informationen für Sie zusammengestellt.
Eine Förderung kann auf verschiedenen Fortbildungsstufen einmal pro Stufe erfolgen, wenn das angestrebte Fortbildungsziel auf dem bereits erreichten aufbaut. 50 % der Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren erhalten Sie als Zuschuss vom Staat, der nicht zurückgezahlt werden muss. 50 % der Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren können als zinsgünstiges Darlehen bei der KfW-Bank abgeschlossen werden. Bei Vollzeitmaßnahmen kann zusätzlich Unterhalt beantragt werden. Dieser wird als Vollzuschuss gewährt.
Seit dem 01. In vielen Bundesländern gibt es zusätzlich auch noch besondere Förderungen - wie etwa den Meisterbonus.
Beantragen Sie die Zulassung und melden Sie sich zur Prüfung an. Nutzen Sie dazu das Online-Formular und fügen die erforderlichen Dokumente an. Füllen Sie den Antrag auf Zulassung zur Fortbildungsprüfung AEVO vollständig aus. Geben Sie Ihren kompletten Namen (wie im Ausweisdokument), Ihr Geburtsdatum, Ihren Geburtsort und Ihre Meldeadresse (Postanschrift) an.
Ausbildung der Ausbilder, Ada, Teil 4, Teil IV, AdA-Schein, Meistervorbereitungskurs Teil IV, Ausbilderschein, AEVO
Der Ausbilderschein ist ein wichtiger Schritt für Friseure, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben möchten. Durch die Erfüllung der Voraussetzungen, die erfolgreiche Teilnahme an einem Vorbereitungskurs und das Bestehen der AEVO-Prüfung können Sie Ihre Karrierechancen verbessern und einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung junger Fachkräfte leisten.
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