Kopfläuse sind lästig, aber mit der richtigen Behandlung gut in den Griff zu bekommen. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist die Anwendung von Läuseshampoos. Doch was gilt es dabei zu beachten, und wie oft sollte man ein solches Shampoo verwenden? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Egal welches Kopflauspräparat Sie verwenden: Es ist stets wichtig, dass Sie bei der Anwendung die Packungsbeilage genau beachten. Nur dann erzielen Sie den gewünschten Behandlungserfolg.
Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie bei der Anwendung von Läuseshampoos beachten sollten:
Besonders eine zu niedrig gewählte Dosierung, also eine zu geringe Menge des Kopflausmittels im Haar scheint der Grund zu sein, wenn eine Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt und Läuse überleben. Darauf weist das Umweltbundesamt in einer neueren Stellungnahme hin. Demnach habe man in Laborversuchen sowohl bei Arzneimitteln gegen Kopflausbefall als auch bei Medizinprodukten feststellen können, dass die abtötende Wirkung variiert, wenn die Mittel in unterschiedlichen Mengen (Dosierungen) in das Haar ausgebracht werden.
Wichtig ist, dass Sie den Therapieerfolg nach jeder Mittelanwendung und unbedingt noch einmal nach etwa neun Tagen sorgfältig kontrollieren. Jedes Läuseweibchen legt im Laufe seines Lebens rund 100 Eier. Etwa neun Tage dauert es, bis aus den Eiern junge Läuse, die Larven, schlüpfen.
Ohne ausreichende Behandlung würden diese Larven geschlechtsreif werden und ca. elf Tage nach ihrem Schlupf die ersten Eier legen. Ziel der Kopflaustherapie ist es daher, nicht nur die erwachsenen Läuse abzutöten, sondern idealerweise auch die bereits gelegten Eier (Nissen). Nicht alle Kopflausmittel besitzen einen solchen Effekt unmittelbar gegen die Nissen (Wirkstoffe). Alternativ können sie auch gegen die aus den Eiern schlüpfenden Larven wirken. In diesem Fall verbleiben Wirkstoffreste nach dem Auswaschen noch über mehrere Tage im Haar.
Bei grundsätzlich allen Mitteln besteht also immer ein Restrisiko, dass nach der ersten Anwendung einige Eier und die daraus schlüpfenden Larven überleben. Um zu verhindern, dass sich der Lausbefall fortsetzt, muss der Behandlungserfolg deshalb gemäß den Angaben der Packungsbeilage zumindest sorgfältig kontrolliert werden. Dabei kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Die Nachkontrolle sollte nach der Behandlung und noch einmal nach ca. neun Tagen erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind nämlich alle potenziellen Larven geschlüpft, haben aber selbst noch keine neuen Eier gelegt.
Lassen sich bei der Nachkontrolle noch lebende Läuse oder Larven feststellen, muss die Behandlung umgehend wiederholt werden. Dabei sollte die Behandlung korrigiert, also zum Beispiel die Dosierung erhöht werden. Behörden wie das Robert-Koch-Institut und das Umweltbundesamt empfehlen sogar, diese Zweitbehandlung grundsätzlich immer und bei allen Mitteln durchzuführen.
Als ergänzende Maßnahme zur insektiziden Kopflausbehandlung empfiehlt das Robert-Koch-Institut, dass unmittelbar nach der Behandlung sowie in drei weiteren Sitzungen die Haare nass ausgekämmt werden sollten. Wie die Nachkontrolle mit Wiederholungsbehandlung dient diese Maßnahme dazu, eventuell überlebende Läuse zu eliminieren. Eine herkömmliche Pflegespülung erleichtert dabei das Auskämmen und schränkt darüber hinaus die Bewegungsfähigkeit der Läuse ein.
Vorsicht: Nicht bei allen Wirkstoffen dürfen die Haare mit Spülung nachbehandelt werden. Bei Permethrin zum Beispiel dürfen die Haare während der ersten drei Tage nach der Behandlung nicht mit kosmetischen Shampoos gewaschen werden.
Alle Mittel, die Läuse abtöten, werden auch chemische Insektizide genannt. Sie enthalten je nach Produkt auch Wirkstoffe, die auf das Nervensystem der Laus einwirken - zum Beispiel Pyrethrumextrakt (gewonnen aus getrockneten Chrysanthemen) oder synthetische Pyrethroide („Pyrethrum-ähnlich“). Die Mittel wirken neurotoxisch - heißt, sie schädigen das Nervensystem der Läuse.
Von einer physikalischen Wirkweise sprechen Experten, wenn bei der Behandlung von Läusen und deren Eiern (auch Nissen genannt) nicht das Nervensystem vergiftet wird, sondern die Parasiten erstickt werden. Dafür kommen auch aus der Kosmetik bekannte Silikonöle (sogenannte Dimeticone) zum Einsatz. Diese machen sich den anatomischen Aufbau der Kopflaus zunutze. Die kleinen Krabbler besitzen an jeder Körperseite sieben Atemöffnungen, sogenannte Stigmen. Genau diese werden durch die Silikonöle angegriffen, die sich durch ihre besonders hohe Spreit- und Kriechfähigkeit auszeichnen. Das bedeutet, dass sich die Öle nach dem Auftragen des Läusemittels sehr gut auf dem gesamten Kopfhaar verteilen.
Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel und Gerüchte, die angeblich gegen Kopfläuse helfen sollen. Doch Vorsicht: Nicht alle Tipps sind wirksam, und manche können sogar schädlich sein. Bei vielen frei verkäuflichen Mitteln sowie Hausmitteln gegen Kopfläuse sind Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht ausreichend untersucht und bestätigt. Daher ist es wichtig, nur Produkte zu verwenden, die in ihrer Wirkung getestet und belegt wurden.
Kopfläuse kannst du zumindest zu einem Teil auch mechanisch loswerden. Die Parasiten kämmst du in diesem Fall mit einem Läuse- und Nissenkamm aus deinem Haar heraus. Als alleinige Methode zur Behandlung der Kopfläuse ist der Kamm allerdings ungeeignet. Denn das Risiko, nicht gründlich genug vorzugehen und einzelne Läuse oder Eier zu übersehen, ist dabei sehr hoch. Außerdem bewegen sich Läuse auch während des Kämmens. Ein Läusekamm eignet sich jedoch hervorragend zur Diagnose von Läusen. Außerdem ergänzt er die physikalische Methode perfekt.
Auch NYDA® bekämpft Kopfläuse durch eine physikalische Wirkweise. Sowohl das NYDA® Läusespray als auch NYDA® express enthalten das sogenannte 2-Stufen-Dimeticon - ein Gemisch aus dünn- und dickflüssigem Silikonöl mit hervorragenden Spreit- und Kriecheigenschaften.
Anwendung von NYDA®:
Auch nach der Behandlung und dem Auskämmen können abgestorbene Nissen im Haar verbleiben. Da diese Nissen tot sind, schlüpfen daraus keine Läuse mehr. Da Läuse ihre Eier fest an den Haaren verkleben, lassen sie sich oft nur schwer entfernen. Wenn du die Behandlung des Kopflausbefalls korrekt und gemäß der Gebrauchsanweisung durchführst, ist es, als wären die Läuse »nie da gewesen«. Bereits nach der ersten Behandlung können Kinder wieder unbeschwert kuscheln, spielen und die Kindertagesstätte oder Schule besuchen. Denke trotzdem an die Wiederholungsbehandlung nach 8-10 Tagen.
Kopfläuse verlassen nicht freiwillig ihren Wirt und sie fallen auch nicht einfach so aus dem Haar. Die Übertragung erfolgt von Kopf zu Kopf durch Haarkontakt. In einer australischen Studie wurden in einer Grundschule 1000 Mützen untersucht und keine einzige Laus gefunden. Auf den Köpfen der Kinder fand man hingegen 4500 Läuse. In einer anderen Studie wurden keine Läuse auf dem Boden und den Möbeln der Klassenzimmer gefunden, jedoch 14000 Läuse auf den Köpfen der 2200 Schüler. In der gleichen Studie wurden bei 48 stark befallenen Schülern die Kopfkissen untersucht und man hat nur bei zweien Läuse auf dem Kopfkissen gefunden. Haben Läuse den Kopf erstmal verlassen, werden sie schnell träge und unbeweglich. Sie verhungern nach spätestens 3 Tagen.
Es ist natürlich nicht völlig auszuschließen, dass es auch andere Übertragungswege gibt, als den von Kopf zu Kopf. Vieles ist vorstellbar. Die Forschungsergebnisse legen jedoch nahe, dass diese anderen Wege praktisch keine Rolle spielen. Abgesehen davon, sind die Läuse und ihre Eier mit bloßem Auge sichtbar. Sie können also Ihre Kopfkissen und Kuscheltiere auch einer Sichtkontrolle unterziehen, wenn Sie Zweifel haben. Die Anwendung von Insektensprays ist überflüssig.
Kämme und Bürsten sollten Sie reinigen und wenn möglich jedem Familienmitglied ein eigenes Exemplar zuweisen. Kopfläuse können beim Kämmen zwischen den Zinken eingeklemmt und danach wieder ausgestrichen werden.
Nein. Die Wirkstoffe zur Kopflausbehandlung sind nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen. Deswegen sollen sie nur eingesetzt werden, wenn auch Kopfläuse vorhanden sind. Untersuchen Sie Familienmitglieder (auch die Eltern) mit der Methode “Auskämmen mit Pflegespülung” und entscheiden Sie dann, ob eine Behandlung nötig ist.
Nein. Kopfläuse sind äußerst wirtspezifisch und können das Blut der Haustiere nicht verdauen. Wenn also auf dem Fiffi, der Mietze, dem Kaninchen, Hamster oder anderen tierischen Freunden etwas kreucht und fleucht, sind das tierspezifische Läuse oder Flöhe.
Ja, verschiedene Studien zeigen: Mädchen sind häufiger betroffen.
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