Laser-Haarentfernung: Risiken und Nebenwirkungen

Die Laser-Haarentfernung gilt als moderne und effektive Methode, um unerwünschte Körperbehaarung langfristig zu reduzieren. Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte = Intense Pulsed Light, auch als "Blitzlampen" bezeichnet) verwendet. Viele Menschen entscheiden sich für diese Behandlung, weil sie als bequemere Alternative zum Rasieren oder Wachsen angesehen wird.

Dennoch ist es wichtig, neben den Vorteilen auch die möglichen Risiken und Nachteile zu kennen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. So schön die Vorstellung von ewig glatten Beinen in der Theorie ist, die Haarentfernung durch Laser kann in der Praxis - wie alle Therapien im medizinischen und ästhetischen Bereich - mit normalen Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen verbunden sein. Wenn du dich für eine dauerhafte Haarentfernung entscheidest, solltest du dir die Laser-Haarentfernung Risiken vor der Behandlung auf jeden Fall bewusst machen.

Haarentfernung mit Laser: So gut ist die Methode wirklich I ARD Gesund

Wie funktioniert die Laser-Haarentfernung?

Bei einer dauerhaften Laser-Haarentfernung werden störende Haare per Nadel- und Laserepilation von geschultem Fachpersonal zuverlässig entfernt. Unsere Laser-Haarentfernung basiert beispielsweise auf einem patentierten System, das mit einem 3-Wellen-Diodenlaser arbeitet. Dieser bündelt Licht, das so gezielt in deine Haut eindringen kann - und so die Haarwurzel zerstört.

Genauer gesagt dringt das Licht des Lasers in deine oberflächlichen Hautschichten ein, worauf das Melanin deiner Haare die Energie absorbiert. Dadurch wird die Lichtenergie in Wärme umgewandelt und die umgebenden Zellstrukturen, die für das Nachwachsen deiner Haare verantwortlich sind, geschädigt. Das sorgt für dauerhaft haarfreie Haut.

Die dauerhafte Haarentfernung per Laser basiert auf kurzen und intensiven Laser- sowie Lichtimpulsen, die gezielt an die Haarwurzel abgegeben werden. Diese Impulse durchdringen die Haut, ohne sie zu schädigen und werden im Gewebe von der Haarwurzel sowie den Haarfollikeln aufgenommen. Daraufhin kommt es zu einer starken Temperaturerhöhung. Die Wärme schädigt die Haarwachstumszellen, woraufhin das Haar nicht mehr wachsen kann.

Einige Zeit nach der Behandlung fällt das Haar unbemerkt aus. Durch die gezielte Schädigung der Haarwachstumszellen ist es dem Körper zudem nicht möglich, neue Haare an den behandelten Arealen zu bilden.

Allerdings sind verschiedene Mythen und Missverständnisse weit verbreitet. Manche Patienten, die sich zum ersten Mal für eine Laserhaarentfernung entscheiden, fragen sich, ob diese die Gesundheit des Körpers beeinträchtigen oder Krebs auslösen kann. Studien zeigen, dass diese Befürchtungen unbegründet sind. Es besteht kein Risiko bei diesem Verfahren. In der weltweiten Praxis gibt es keine Hinweise auf onkologische Erkrankungen, die durch Laserbehandlungen in der Kosmetologie oder Medizin verursacht wurden.

Die Laser-Haarentfernung hingegen kann keinen Krebs verursachen. Natürlich können einige kleinere Probleme auftreten, aber das Auftreten einer bösartigen Wucherung ist definitiv ausgeschlossen.

Risiken und Nebenwirkungen der Laser-Haarentfernung

Ein zentrales Risiko bei der Laser-Haarentfernung ist die mögliche Hautreizung, die während oder nach der Behandlung auftreten kann. Rötungen, Schwellungen oder ein leichtes Brennen sind keine Seltenheit und können einige Stunden bis Tage anhalten. Für Personen mit sehr empfindlicher Haut oder bestimmten Hauterkrankungen kann dies besonders unangenehm werden. Auch nach diesem Verfahren können Nebenwirkungen auftreten, die jedoch relativ gering sind.

Diese sind in der Regel auf die Nichteinhaltung der Empfehlungen des Spezialisten nach dem Eingriff oder auf individuelle Haut- und Haartypen zurückzuführen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind folgende: Diese Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Ein weiteres Risiko stellen Pigmentveränderungen dar, die sich in Form von heller oder dunkler verfärbter Haut äußern können. Dies tritt häufiger bei Menschen mit dunklerem Hauttyp oder bei einer Behandlung von gebräunter Haut auf. Solche Veränderungen sind meist vorübergehend, können aber in seltenen Fällen auch dauerhaft bestehen bleiben, was die ästhetische Wirkung negativ beeinflusst.

Schließlich besteht die Möglichkeit, dass der Laser in ungeschulten Händen unsachgemäß eingesetzt wird. Bei falscher Wellenlänge oder zu hoher Intensität kann es zu Hautschäden oder sogar leichten Verbrennungen kommen. Deshalb ist es entscheidend, die Behandlung von qualifiziertem Fachpersonal durchführen zu lassen, um diese Risiken so gering wie möglich zu halten.

Auch das Verhalten der Kunden*innen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen beitragen, beispielsweise wenn Vorsichtsmaßnahmen oder Pflegehinweise nicht beachtet oder Substanzen eingenommen oder aufgetragen werden, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. So sollte die Haut vor der Behandlung nicht gebräunt sein. Pigmentierte Hautveränderungen wie sogenannte Muttermale oder Leberflecken dürfen nicht einfach mit Lasern oder IPL-Geräten oberflächlich verändert oder abgetragen werden. Hier besteht das Risiko, dass eine Hautkrebsdiagnose erschwert oder verhindert wird. Empfohlen wird eine vorherige diagnostische Abklärung durch einen Dermatologen/eine Dermatologin.

Weitere Risiken und Einschränkungen

  • Hautrötungen, Bläschenbildung und Narben: Die typischen Begleiterscheinungen einer Laserbehandlung wie Schmerzen, Rötungen, Blasen, Ödeme, Krusten, Blutungen, temporäre Hypo- und Hyperpigmentierungen und unerwünschter Haarverlust können auch bei dir auftreten.
  • Lasern mit Muttermalen: Muttermale enthalten grundsätzlich viel Melanin - daher absorbieren sie genauso wie die Haarwurzel, die das eigentliche Ziel der Behandlung sein sollte, das gebündelte Licht des Lasers. Da das zu schweren Verbrennungen führen kann, ist eine Laser-Haarentfernung auf stark pigmentierten Hautarealen wie Leberflecken nicht möglich.
  • Kontraindikationen: In einigen Fällen ist es sinnvoll, besser keine dauerhafte Haarentfernung in Betracht zu ziehen - beispielsweise ist eine Laserbehandlung nicht zu empfehlen, wenn du unter schweren Durchblutungsstörungen oder Venenerkrankungen leidest. Daneben gilt die regelmäßige Einnahme von Kortison oder Anabolika als Kontraindikation. Auch wenn du gerade schwanger oder auf einen Herzschrittmacher angewiesen bist, solltest du vorsichtshalber auf eine Laserbehandlung verzichten.

Vor- und Nachteile der Laser-Haarentfernung

Neben den gesundheitlichen Aspekten bringt die Laser-Haarentfernung auch praktische Einschränkungen mit sich. Eine vollständige Haarentfernung erfolgt in der Regel nicht in nur einer Sitzung, sondern erfordert mehrere Behandlungen im Abstand von Wochen. Dies bedeutet, dass man sowohl Zeit als auch finanzielle Ressourcen einplanen muss, da die Kosten je nach Behandlungsareal relativ hoch sein können.

Darüber hinaus ist der Effekt der Laserbehandlung nicht bei jedem Haartyp gleich gut. Helle, graue oder sehr feine Haare sprechen oft nicht so effektiv auf die Behandlung an, da die Technologie in erster Linie dunkle Haarpigmente erkennt. Dies kann dazu führen, dass in manchen Fällen das gewünschte Ergebnis ausbleibt oder nach einigen Monaten ein Nachwachsen einzelner Haare sichtbar wird.

Ein weiterer Nachteil sind Einschränkungen im Alltag während der Behandlungszeit. Vor und nach den Sitzungen sollte man direkte Sonneneinstrahlung oder Solariumbesuche vermeiden, um Hautschäden zu verhindern. Auch das Epilieren oder Wachsen ist nicht erlaubt, da die Haarwurzeln für den Laser intakt sein müssen. Diese Regeln erfordern Disziplin und können für manche Menschen störend oder unpraktisch sein.

IPL-Technologie

IPL-Geräte werden von Dermatologen für ähnliche Zwecke wie Laser eingesetzt. Im Gegensatz zu Lasern emittieren sie nicht Licht einer definierten Wellenlänge, sondern ein breites Lichtspektrum. Solch eine strenge Regulierung für IPL-Blitzlampen gibt es nicht. Sie können auch an Laien verkauft werden, obwohl ihre Anwendung gefährlicher und aufgrund des breiten Lichtspektrums bzw. der verschiedenen Filter schwieriger als die Anwendung von Lasern sein kann.

Worauf Sie achten sollten

Wer Laser oder starke optische Strahlenquellen wie IPL-Geräte am Menschen einsetzt, benötigt solide Fach- und Sachkenntnisse, um mögliche Risiken vermeiden zu können. Er oder sie muss die eingesetzten Geräte und die Wirkung optischer Strahlung gut kennen und in der Lage sein, die Behandlung an die individuellen Besonderheiten der Kund*innen oder Patient*innen anzupassen. Er oder sie muss zudem in der Lage sein, Umstände auf Seiten der Kund*innen oder Patien*innen zu erkennen, die die gewünschte Anwendung ausschließen oder nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung zulassen (Kontraindikation).

Beispiele für solche Kontraindikationen sind Hautkrebserkrankungen oder Erkrankungen, die die Haut besonders lichtempfindlich machen. Informieren Sie sich vor der Behandlung über die fachliche Qualifikation des Anwenders sowie über Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken der Behandlung. Seit dem 31.12.2022 müssen professionelle Anwender*innen bei der Epilation definierte Anforderungen an die Fachkunde erfüllen. Dies ergibt sich aus der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV).

Wenn Sie selbst Geräte für die Haarentfernung verwenden, beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und die Herstellerempfehlungen. Die Ärztezeitung hat eine eindringliche Warnung vor unsachgemäßer Handhabung veröffentlicht. Zentrales Problem bei solchen Heimgeräten ist, dass jede Kontrolle fehlt. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer zu Unterdosierung als auch einer Überdosierung.

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
Langfristige Reduktion der Körperbehaarung Mögliche Hautreizungen und Rötungen
Bequemere Alternative zu Rasieren und Wachsen Risiko von Pigmentveränderungen
Zeitersparnis Mehrere Sitzungen erforderlich
Schonend für die Haut Hohe Kosten
Geringe Schmerzen Nicht für jeden Haartyp geeignet

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