Lamotrigin und Haarausfall: Ursachen und Lösungen

Lamotrigin ist ein Wirkstoff, der in erster Linie zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird. Das Mittel zählt zu den Antikonvulsiva, also Medikamenten, die im zentralen Nervensystem wirken und die Botenstoffe beeinflussen. Bei epileptischen Anfällen hilft das Medikament, überaktive Nervenzellen zu beruhigen. Aber auch bei bipolaren Störungen, besonders in der Phase, in der man in eine depressive Episode rutscht, kann der Wirkstoff stabilisierend und unterstützend wirken. Für viele Menschen ist Lamotrigin eine echte Unterstützung im Alltag.

Lamictal wird in Form von Tabletten eingenommen, meist ein- oder zweimal täglich. Der Körper muss sich langsam an den Wirkstoff gewöhnen.

Wie bei jedem anderen Medikament können jedoch auch Nebenwirkungen auftreten.

Haarausfall gehört zu den gelegentlichen Nebenwirkungen von Lamotrigin.

Eine häufige Nebenwirkung von Lamotrigin ist Haarausfall, der auftritt, da die Zufuhr von Natrium und Calcium durch die Einnahme des Medikaments gestört wird.

Die Häufigkeit des Haarausfalls als Nebenwirkung kann variieren und ist oft individuell unterschiedlich.

Es gibt alternative Medikamente zur Behandlung von Epilepsie und affektiven Störungen, die möglicherweise weniger Haarausfall verursachen.

In vielen Fällen kann der Haarausfall gestoppt und teilweise rückgängig gemacht werden, wenn das Medikament abgesetzt wird.

Wenn Du vermutest, dass Dein Haarverlust mit der Einnahme von Lamotrigin zusammenhängt, solltest Du das ärztlich abklären lassen. Setze das Mittel niemals eigenständig ab. Manchmal kann eine geringere Dosis oder ein anderes Präparat helfen, die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Gerade weil Haarausfall viele Ursachen haben kann, ist es wichtig, den genauen Auslöser zu kennen. Solltest Du während der Einnahme Veränderungen an Deinem Haar feststellen, solltest Du Deinen Arzt um Rat fragen. Wichtig ist, den Unterschied zu anderen Ursachen zu kennen. Auch hormonelle Veränderungen, zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder durch Schilddrüsenerkrankungen, können das Haarwachstum beeinflussen.

Was man nicht unterschätzen darf: Haarausfall belastet psychisch. Durch Stress, der durch die Grunderkrankung oder durch mögliche andere Nebenwirkungen entstehen kann, könnte der Haarzyklus aus dem Gleichgewicht geraten.

Was tun bei Haarausfall durch Lamotrigin?

Wenn Dein Haarverlust durch Lamictal verschlimmert wird, kannst Du Deinen Arzt darum bitten, gemeinsam eine passende Lösung zu finden. Gerade deshalb ist es wichtig, offen mit Deinem Arzt zu sprechen.

Zusätzlich kannst Du selbst etwas tun, um Deine Haare zu unterstützen. Achte auf eine gesunde Ernährung mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen.

  • Optimale Ernährung: Ausreichend Proteine sind der Grundbaustein für kräftiges Haar.
  • Stress reduzieren: Dauerhafter Stress kann den Haarverlust verstärken.

Es gibt jedoch eine effektive Lösung, um auch an diesen Stellen der Kopfhaut neues Haarwachstum entstehen zu lassen: eine Haartransplantation.

Haartransplantation:Bei diesem operativen Eingriff werden Ihnen eigene follikuläre Einheiten aus einem Spenderbereich entnommen. Das Team von Elithair rund um Dr. Der Einsatz von sehr feinen Hohlnadeln bei der Entnahme ermöglicht, dass später nur sehr winzige Narben zurückbleiben.

Für eine Haarverpflanzung ist es wichtig, dass Dein Haarausfall stabil ist. Das heißt, dass der Verlust der Haare nicht weiterhin täglich ansteigt. Außerdem ist es wichtig, dass Du körperlich gesund bist und Du mit Lamictal gut eingestellt bist.

Bemerken Sie einen Haarausfall durch Lamotrigin, müssen Sie den Eingriff nicht sofort durchführen lassen. Eine Eigenhaarverpflanzung ist möglich, wenn Sie durch die Behandlung mit Lamotrigin unter Haarverlust leiden.

Die Haartransplantation wird unter lokaler Betäubung vorgenommen und ist ein schmerzfreier Eingriff. Nach etwa drei bis sechs Monaten bilden die frisch verpflanzten Follikel neue Haare aus und sichtbar kahle Stellen auf Ihrer Kopfhaut werden verschlossen.

Weitere Hinweise und Informationen

Lamotrigin hilft, schwere Erkrankungen wie Epilepsie oder bipolare Störungen in den Griff zu bekommen. Besonders dann, wenn Haarausfall auftritt, kann das zusätzlich belastend sein.

Es gibt Menschen, die Nebenwirkungen einfach „wegstecken“, während andere gewissermaßen schon beim Anblick einer Tablette einen Hautausschlag bekommen.

Andere Antiepileptika wie Carbamazepin, Phenytoin und Phenobarbital können den Abbau von Lamotrigin im Körper beschleunigen und somit die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Lamotrigin gehören Kopfschmerzen, Hautausschlag, Schwindel und Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Bei einer Einnahme während der Schwangerschaft brauchst Du eine engmaschige ärztliche Betreuung. Wende Dich bezüglich der Dosierung und der Einnahme bitte immer an Deinen behandelnden Arzt. Bei einer vergessenen Einnahme kann die Dosis übersprungen oder aber nachgeholt werden.

Die Einnahme des Medikaments ist für die meisten Personen unerlässlich.

Das Präparat kann jedoch verursachen, dass die Wurzeln der Haare irreversibel geschädigt werden.

AllgemeinesLamotrigin hat bei Epilepsien eine breite Wirksamkeit.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Lamotrigin sind vertiefende Informationen verfügbar:

  • Depressionen
  • Epilepsien

Der Wirkmechanismus von Lamotrigin ist interessant, weil es der erste Wirkstoff ist, der über eine Dämpfung erregender Impulse antiepileptisch wirkt.

Bei Auftreten von Unverträglichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Hautausschläge, Fieber, Lymphknotenerkrankungen, Gesichtwassereinlagerungen muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Während der Behandlung mit dem Medikament werden regelmäßige ärztliche Kontrollen von Blutbild und Gerinnungswerten empfohlen.

Die Schwangerschaftsverhütung durch die "Pille" kann in ihrer Wirkung durch das Medikament beeinträchtigt sein. Es sollten daher zusätzliche Verhütungsmaßnahmen ergriffen werden.

Für Kinder unter zwei Jahren ist das Medikament nicht geeignet.

Die erstmalige Anwendung des Medikaments sollte nur durch einen spezialisierten und in der Behandlung von Epilepsien erfahrenen Arzt erfolgen.Bei Leberkranken und Nierenkranken muss eventuell die Dosierung vom Arzt um etwa die Hälfte bis drei Viertel verringert werden.

Das Medikament darf nicht plötzlich abgesetzt werden, sondern die Therapie ist mit langsam verminderten Dosierungen "auszuschleichen".

Ist während der Behandlung mit dem Medikament ein Hautausschlag aufgetreten, sollte die Therapie nur auf ärztliches Anraten fortgesetzt werden.

Anscheinend erhöht die Einnahme des Medikaments die Selbstmordneigung, deshalb sind die Patienten vom Arzt und den Angehörigen sorgfältig zu überwachen.

Das Medikament erhöht bei Langzeitbehandlung das Risiko für eine Osteoporose. Dies gilt besonders bei Vorbestehen der Erkrankung oder gleichzeitiger Einnahme von Kortison.

Bei Auftreten zunehmender Hautausschläge, auch mit Blasenbildung, muss die Behandlung mit dem Medikament sofort beendet und darf nie wieder begonnen werden.

Das Reaktionsvermögen kann durch das Medikament so weit eingeschränkt sein, dass die Teilnahme am Strassenverkehr oder das Führen von Maschinen beeinträchtigt sind. Dies gilt insbesondere bei gleichzeitigem Alkoholkonsum.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus.

Häufige Nebenwirkungen von Lamotrigin

Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente.

  • Sehr häufige Nebenwirkungen: Hautausschläge mit Fleckenbildung, Juckreiz, Kopfschmerzen, Schwindel, Doppeltsehen, Verschwommensehen, sexuelle Erregbarkeitssteigerung.
  • Häufige Nebenwirkungen: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Augenzittern (Nystagmus), Zittern (Tremor), Bewegungsunsicherheit, unwillkürliche Bewegungsstörungen wie Muskelzuckungen, Tics und Ataxien, Gelenkschmerzen (Arthralgien), Rückenschmerzen.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen: Aggressivität.
  • Seltene Nebenwirkungen: Schwerwiegende, lebensbedrohliche allergische Haut- und Schleimhautreaktionen wie Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom, Bindehautentzündungen.
  • Sehr seltene und vereinzelte auftretende Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge mit Fieber, Lymphknotenerkrankungen (Lymphadenopathie) und Gesichtwassereinlagerungen (Gesichtsödeme), Leberwerteerhöhungen, Leberfunktionsstörungen, Leberversagen, Bewegungsablaufsstörungen (extrapyramidale Wirkungen), Bewegungsunruhe, Blutbildveränderungen wie (Neutropenie, Leukopenie, Blutarmut, Thrombozytopenie, Panzytopenie), übersteigerter Bewegungsdrang, Verwirrtheit, Halluzinationen, Standunsicherheit, Bewegungsstörungen wie Choreoathetose, Verschlimmerung eines Parkinson-Syndroms, Anfallszunahme, Haarausfall, Psychosen, Depression, Angststörungen, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse).

Das Risiko für das Auftreten schwerer Hautreaktionen wie dem Stevens-Johnson-Syndrom und der toxisch epidermalen Nekrolyse ist in den ersten Behandlungswochen am höchsten. Treten zunehmender Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautwunden auf, muss die Therapie mit Lamotrigin beendet werden. Der Patient darf in der Folge nie wieder mit dem Wirkstoff behandelt werden.

Anscheinend erhöht die Einnahme von Lamotrigin bei Kindern und Jugendlichen mit einer depressiven Störung (Major Depression) und anderenseelischen Erkrankungen das Risiko von Selbstmordgedanken und -Handlungen. Deshalb sind die Patienten sorgfältig von den Angehörigen zu überwachen.

Lamotrigin scheint eine gewisse Anfälligkeit für eine nicht-bakterielle Gehirnhautentzündung zu erhöhen. Sie ist nach Ansicht der amerikanischen Food an Drug Association (FDA) als sehr seltene Nebenwirkung anzusehen.

Eine Langzeitbehandlung mit Antiepileptika wie Lamotrigin erhöht das Risiko für eine Osteoporose. Sollte diese Krankheit schon bestehen oder werden gleichzeitig Hydrocortison oder andere Glukokortikoide eingenommen, sollte ein Arzt befragt werden.

Wechselwirkungen von Lamotrigin

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

In Kombination von Lamotrigin mit Antiepileptika wie Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon oder Phenytoin sowie Rifampicin (Tuberkulose-Mittel) wird die Wirkung von Lamotrigin verringert. In der Regel muss die Lamotrigin-Dosis daher vom Arzt erhöht werden.

Zusammen mit dem Antiepileptikum Valproinsäure wird die Wirkung von Lamotrigin hingegen verstärkt. Der Arzt muss hier die Lamotrigin-Dosis verringern.

Bei gleichzeitiger Gabe von Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung verringert sich die Lamotrigin-Wirkung. Auch kann eine Beeinträchtigung der empfängnisverhütenden Wirkung solcher oraler Kontrazeptiva ("Pille") nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten zusätzliche schwangerschaftsverhütende Maßnahmen während der Behandlung mit Lamotrigin ergriffen werden.

Das nicht-opioide Schmerzmittel Paracetamol verkürzt bei gleichzeitiger Verabreichung die Wirkdauer von Lamotrigin.

Disclaimer: Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen.

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Nebenwirkungen von Antiepileptika und die am häufigsten beteiligten Wirkstoffe zusammenfasst:
Nebenwirkung Medikamente, bei denen dies häufiger möglich ist
Blutbildveränderungen besonders Carbamazepin, Felbamat, Phenytoin, Primidon, Valproat / Valproinsäure
Brechreiz, Erbrechen besonders Ethosuximid, Felbamat und Valproat / Valproinsäure
Doppelbilder praktisch alle Antiepileptika
Fehlbildung (Kind) besonders Valproat / Valproinsäure, verstärkt in der Kombination mit Lamotrigin, daneben fast alle anderen Kombinatiosntherapien
Gangunsicherheit praktisch alle Antiepileptika (besonders bei hohen Dosen)
Gesichtsfeldausfälle Vigabatrin
Gewichtsabnahme Felbamat, Topiramat
Gewichtszunahme Gabapentin, Pregabalin, Valproat / Valproinsäure, weniger auch Carbamazepin
Gleichgewichtsstörungen praktisch alle Medikamente
Haarausfall Valproat / Valproinsäure
Hautverfärbung (blau) Retigabin
Harnverhalt Retigabin
Hautausschlag, Juckreiz besonders Carbamazepin, Kaliumbromid und Lamotrigin, daneben auch Oxcarbazepin, Phenobarbital, Primidon und Phenytoin
Hyponatriämie Carbamazepin, Eslicarbazepin, Oxcarbazepin
Knöchelödeme Pregabalin
Knochenschädigung Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Valproat / Valproinsäure
Konzentrationsstörungen praktisch alle Antiepileptika
Kopfschmerzen praktisch alle Antiepileptika, besonders bei Carbamazepin und Oxcarbazepin
Kribbeln („Ameisenlaufen“) Topiramat, Zonisamid
Leberschäden Carbamazepin, Felbamat, Valproat / Valproinsäure
Lymphknotenschwellung besonders Phenytoin, aber auch Carbamazepin
Müdigkeit alle Antiepileptika (Felbamat und Lamotrigin weniger oder nicht; Primidon und Phenobarbital besonders)
Nierensteine Topiramat, Zonisamid
psychische Störungen(u.a. besonders Ethosuximid, Gabapentin, Levetiracetam, Mesuximid,

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