Kreisrunder Haarausfall: Ursachen, Behandlung und Zusammenhang mit Impfungen

Der "kreisrunde Haarausfall" (Alopecia areata, AA) ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung und kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei das 2. und 3. Lebensjahrzehnt bevorzugt sind. Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Jeder Haarfollikel des Körpers kann betroffen sein, auch Augenbrauen, Wimpern, Achsel- und Schamhaare.

Was genau ist kreisrunder Haarausfall? Die sogenannte Alopecia areata oder auch kreisrunder Haarausfall setzt sich aus dem griechischen Wort alopekia für „krankhaften Haarausfall“ und dem lateinischen Wort area für „freier Platz“ zusammen. Der Begriff bezeichnet vereinfacht ausgedrückt das Auftreten mehrerer kreisrunder haarloser Bereiche, zumeist an der Kopfhaut. Prinzipiell kann die Erkrankung allerdings an allen behaarten Körperstellen auftreten.

Typisch für den kreisrunden Haarausfall ist, dass in diesen Bereichen Entzündungsreaktionen nachgewiesen werden können. Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten follikulären Entzündungen, da sie Strukturen betreffen, die die Haarwurzeln umgeben. Der kreisrunde Haarausfall wird zu den nicht-vernarbenden Formen des Haarausfalls gezählt. Das bedeutet, die Haarwurzeln selbst werden nicht zerstört und ein erneutes Wachsen der Haare ist möglich.

Der Haarausfall setzt hierbei plötzlich ein und zeigt einen sehr variablen Verlauf. In ca. 20% der Fälle bleibt der Haarausfall bestehen, meist bildet er sich jedoch wieder zurück. Sehr häufig kommt es allerdings zu Rezidiven, also einem erneuten Auftreten der Erkrankung. Auch die Schwere des Haarausfalls kann variieren, weshalb man verschiedene Formen voneinander unterscheidet. Alopecia areata kann Personen verschiedenen Geschlechts betreffen und in jedem Alter auftreten. Sie lässt sich aber vor allem bei Kindern im Alter zwischen 3 und 12 Jahren sowie bei jungen Erwachsenen beobachten.

Ursachen von kreisrundem Haarausfall

Niemand kennt bisher die genauen Ursachen dieser Erkrankung. Als Ursache für den kreisrunden Haarausfall werden Autoimmunreaktionen vermutet. Dies bedeutet vereinfacht, dass der Erkrankung eine Störung des Immunsystems zugrunde liegt. Der Körper bildet Antikörper gegen eigene Strukturen und ruft so eine Entzündung hervor. Dieser Abwehrmechanismus richtet sich in diesem Fall gegen die Haarfollikel, welche zwar nicht zerstört, aber am Wachstum gehindert werden.

In ca. 20% der Fälle lässt sich ein familiär gehäuftes Auftreten beobachten und auch ein möglicher Zusammenhang mit Stressbelastungen wird in der medizinischen Forschung diskutiert.

Die genaue Ursache der AA ist noch nicht vollständig geklärt, doch ist es allgemein anerkannt, dass der Kollaps des Immunprivilegs des Haarfollikels eine entscheidende Rolle in der Entstehung der Krankheit spielt. Der Entzündungsprozess der Erkrankung wird über das Einwandern von Immunzellen in und um den Haarfollikel vermittelt. Dadurch kommt es zu einem Bienenschwarm-ähnlichen Infiltrat. Daran sind Lymphozyten wie T-Zellen und NK-Zellen sowie Mastzellen und dendritische Zellen beteiligt. Die Entzündungsreaktion ist auch über Botenstoffe (Zytokine) vermittelt. Entscheidende Zytokine bei AA sind Interferon-γ-, Interleukin-2- und Interleukin-15. Das Aufflammen einer AA führt zu einer deutlich verkürzten Anagen (Wachstums)-Phase des Haarwachstumszyklus. Es wird vermutet, dass auch genetische Faktoren einen Einfluss haben.

Typisches Bild von Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall)

Diagnose von kreisrundem Haarausfall

Um den kreisrunden Haarausfall zu diagnostizieren, dient einem Haarspezialisten in erster Linie eine ausführliche Anamnese sowie das individuelle klinische Erscheinungsbild als Anhaltspunkt.

Die Alopecia areata zeigt ein sehr breites klinisches Bild. Der Haarverlust kann alle behaarten Bereiche des Kopfes und Körpers betreffen. Bei einer Alopecia areata zeigen sich hier in meisten Fällen die typischen kreisrunden haarlosen Areale an der Kopfhaut. Sie kann sich aber auch durch teilweisen oder kompletten Verlust der Augenbrauen, Wimpern oder Barthaare, oder auch an anderen behaarten Arealen zeigen.

Die klinische Untersuchung gemeinsam mit der Dermatoskopie der Kopfhaut sind die wichtigsten Schritte und, in meisten Fällen, ausreichend um die Diagnose Alopecia areata zu stellen. Sehr hilfreicher Test zur Einschätzung der Aktivität der Alopecia areata, aber auch zum Ausschluss anderer Haarerkrankungen, so wie der Trichotillomanie. Der Test wird am Randbereich der haarlosen Areale sowie an klinisch unauffälligen Haaren durchgeführt. Hierbei wird ein dickes Haarbüschel (ca. 20-50 Haare) zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger am Haaransatz nahe der Kopfhaut fest gefasst, und dann fest, aber nicht gewaltsam von der Kopfhaut weggezogen. Wenn mehr als 10 % der erfassten Haare zwischen den Fingern am Ende verbleiben, gilt dies als positiver Zupftest und deutet auf aktiven Haarausfall hin.

Für einen gültigen Test sollten die Haare mindestens einen Tag lang nicht gewaschen werden. Das „Severity of Alopecia Tool’’ oder der sog. SALT Score ist ein sehr hilfreiches, visuelles Mittel zur Bestimmung des prozentualen Kopfhaarausfalls bei Alopecia areata.

Zur tiefergehenden Diagnostik & Haaranalyse bei Haarausfall kann außerdem eine Probe aus den haarlosen Bereichen entnommen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht werden. Auf diese Weise kann ein Entzündungsgeschehen nachgewiesen werden.

Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Aktuell gibt es noch keine Möglichkeit, den kreisrunden Haarausfall ursächlich zu heilen. Daher haben die Therapiemöglichkeiten vor allem das Ziel, die Symptome der Krankheit zu lindern, also den Haarausfall zu bekämpfen. Nach Absetzen der Therapie kann es daher häufig zu einem erneuten Haarverlust kommen. Eine kosmetische Behandlungsmöglichkeit stellt die Haarpigmentierung dar.

Es gibt verschiedene Optionen, um kreisrunden Haarausfall zu behandeln. Der Arzt entscheidet gemeinsam mit dem Patienten, welche Maßnahme sich individuell am besten eignet.

Medikamente bei kreisrundem Haarausfall

Da die genaue Entstehung noch nicht abschließend geklärt ist, lässt sich kreisrunder Haarausfall bisher nicht ursächlich behandeln. Es gibt jedoch Therapien, die darauf ausgerichtet sind, die Symptome zu lindern. Dafür kann der Arzt bei kreisrundem Haarausfall Medikamente verschreiben:

  • Kortikosteroide (Kortison): Verringern die Entzündungsreaktion an den Haarfollikeln. Dazu wird die kahle Kopfhaut mit kortisonhaltigen Cremes oder Salben eingerieben. Bei stark ausgeprägtem Haarverlust kann der Arzt das Kortison in mehreren Sitzungen über eine Spritze direkt in die Kopfhaut verabreichen. Zudem gibt es Kortisontabletten, die der Patient selbstständig einnimmt - meist über mehrere Monate hinweg, wobei sich Einnahmephasen mit tablettenfreien Zeiten abwechseln.
  • Diphenylcyclopropenon: Löst eine kontrollierte allergische Reaktion (z.B. mit Juckreiz und Rötung) auf der Kopfhaut aus. Diese Reaktion soll das Immunsystem gezielt „ablenken” und dadurch verhindern, dass es die Haarfollikel weiter angreift. Für die Behandlung wird eine Lösung mit Diphenylcyclopropenon auf die Kopfhaut gegeben.
  • Dithranol: Wird in Form einer Salbe auf der kahlen Haut verteilt. Die genaue Wirkung ist unklar, vermutlich führt es zu einer leichten Reizung der Kopfhaut, wodurch sich die Immunreaktion umlenkt.
  • Baricitinib: Kann das Immunsystem abschwächen und entzündungshemmend wirken. Da der Wirkstoff zu vielen Nebenwirkungen führen kann, kommt er nur selten und nur bei stark ausgeprägter Alopecia areata zum Einsatz. Patienten nehmen Baricitinib als Tabletten ein.
  • Minoxidil: Verstärkt die Durchblutung der Haarwurzeln und regt so das Haarwachstum an. Minoxidil wird hier in Tablettenform angewendet.

Generell fällt die Wirksamkeit der Medikamente gegen kreisrunden Haarausfall individuell sehr verschieden aus. Eventuell verordnet der Arzt daher nacheinander unterschiedliche Arzneimittel oder kombiniert sie, um herauszufinden, was beim jeweiligen Patienten am besten funktioniert.

Weitere Behandlungsansätze

  • Zink- oder Vitamin D-Präparate: Es gibt Hinweise darauf, dass die Einnahme von Zink- oder Vitamin D-Präparaten bei kreisrundem Haarausfall hilfreich sein kann, wenn gleichzeitig ein entsprechender Mangel besteht. Das ist allerdings nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Wer probieren möchte, die Behandlung über die Einnahme von Zink oder Vitamin D zu unterstützen, sollte vorab einen Bluttest machen lassen. Der Arzt kann dann zur passenden Dosierung beraten.
  • Lichttherapien: Auch Lichttherapien sollen einen positiven Effekt bei kreisrundem Haarausfall haben. Jedoch gibt es hierfür bislang keine medizinische Empfehlung, da die Wirksamkeit ebenfalls nicht hinreichend bewiesen ist.
  • Immunsuppressive Therapie: Bei dieser Therapie wird das Immunsystem unterdrückt, sodass die Haarwurzeln nicht länger von den Abwehrkräften des Körpers angegriffen werden. Typischerweise wird hier mit Kortison bzw. wirkungsgleichen Medikamenten agiert.
  • Regenerative Therapie: Durch die Injektion von PRP (Plättchenreiches Blutplasma) und zytokin-reichem Plasma kann die schwere Entzündungsreaktion behandelt und die Haarwurzeln wieder regeneriert und ggf. reaktiviert werden. Es handelt sich also um eine gezielte Unterstützung der Haarfollikel, damit diese wieder genesen können.
  • Haartransplantation: Wenn Haarfollikel absterben, können kahle Stellen entstehen. Sind die Follikel bereits abgestorben, dann kann dort kein Haarwachstum mehr stattfinden.

Hausmittel

Hausmittel haben bei kreisrundem Haarausfall in der Regel keinen oder nur einen sehr geringen Effekt. Möchten Betroffene dennoch Hausmittel verwenden, können sie zum Beispiel die Kopfhaut mit hochwertigem Argan- oder Kokosöl massieren, um die Durchblutung anzuregen. Das schadet nicht (vorausgesetzt es besteht keine Überempfindlichkeit gegen das Öl) und trägt zur Entspannung bei: Obwohl noch unklar ist, ob Stress kreisrunden Haarausfall begünstigt, kann mehr Entspannung doch das allgemeine Wohlbefinden verbessern und die psychische Belastung durch den Haarverlust reduzieren.

Alopecia areata - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon

Kreisrunder Haarausfall und Corona

Haarausfall wurde bei Corona-Infektionen häufig bemerkt, neben mitunter lebensgefährlichen Symptomen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Fieber, Stress und die körperliche Belastung bei Erkrankung Haarausfall begünstigt. Jedoch steckt bei Corona mehr als das dahinter. Corona beschädigt Gefäße, aktuellen Erkenntnissen zufolge greifen Autoantikörper die innere Haut der Gefäße an (Endothel). Woraufhin die Versorgung von Zellen und Organen nicht mehr optimal funktioniert. Durch eine Unterversorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen werden sie geschädigt und funktionieren nicht mehr richtig bzw. sterben ab.

Wir stellen immer wieder fest, dass Corona Autoimmunerkrankungen auslöst bzw. reaktiviert. Die Professorin und Leiterin der Immundefekt-Ambulanz, Carmen Scheibenbogen der Charité Universitätsklinik in Berlin stellte treffend fest: “Long-COVID hat alle Anzeichen einer Autoimmunkrankheit.” Corona führt also zumindest bei manchen Erkrankten dazu, dass das Immunsystem fehlgesteuert reagiert. Dabei werden körpereigene Zellen und Organe als Fremdkörper bzw. Und dieses Muster sehen wir bei den Haarfollikeln ebenfalls, in Form von Alopecia Areata (kreisrundem Haarausfall). Diese Haarwurzeln werden also von den eigenen Abwehrkräften angegriffen.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Studien, die den Zusammenhang von Corona-Erkrankungen bzw. Long COVID und Haarausfall belegen.

In einer im Mai 2022 veröffentlichen Studie wurde die Häufigkeit von Haarausfall (telogen effluvium) bei COVID-19-Patienten untersucht. Die Studie ergab, dass von 198 Patienten, die wegen COVID-19 behandelt wurden, 48 (also 24%) unter Haarausfall litten.

Eine im Oktober 2022 veröffentliche Studie untersuchte die Häufigkeit von Haarausfall nach COVID-19-Infektion in Saudi-Arabien und die damit verbundenen Faktoren. Von den 806 Teilnehmern berichteten 52,7 % über Haarausfall nach einer COVID-19-Infektion.

Einige häufige Symptome von Long COVID sind Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Husten, Brustschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Auch Haarausfall wird als Symptom von Long Covid gemeldet.

In den meisten Fällen heilt der Haarausfall durch Corona von selbst. Denn je nach Art des Haarausfalls stellen die Haarfollikel “nur” vorübergehend ihre Funktion ein oder werden irreversibel geschädigt, so dass sie keine Haare mehr produzieren werden.

Kreisrunder Haarausfall und Impfung

Auch nach einer Corona Impfung kann es zu Haarausfall kommen. Wir haben beobachtet, dass Impfungen mit Haarausfall-Erkrankungen einhergehen können. Die Inkubationszeit beträgt bei nicht-vernarbenden Alopezien etwa 4 bis 6 Wochen, nach Ansteckung bzw. Impfung.

Es ist der Albtraum vieler Menschen: sich das eigene Haar büschelweise vom Kopf zu kämmen oder morgens beim Aufstehen ganze Strähnen auf dem Kis- sen zurückzulassen. Der Verlust der Haarpracht ist für gewöhnlich eine Al- terserscheinung - aber neuerdings auch eine Nebenwirkung der COVID-19-Impf- fung? Dieser Verdacht steht im Raum und wird in Internetforen rege disku- tiert. Zahlreiche Betroffene berichten von signifikanten Haarverlusten kurz nach ihrem Impftermin.

„Tatsächlich finden sich in der wissen- schaftlichen Literatur Einzelfälle, bei denen kreisrunder Haarausfall nach ei- ner COVID-19-Impfung beschrieben wird“, sagt Prof. Dr. Carola Berking, Di- rektorin der Hautklinik des Uni-Klini- kums Erlangen. „Da dieses Phänomen allerdings sowohl nach Immunisierun- gen mit mRNA-Impfstoffen als auch nach solchen mit Vektorimpfstoffen auftritt, können wir festhalten, dass nicht das Vakzin selbst die Ursache ist.“

Mit einer Impfung wird das Immunsystem gezielt aktiviert: Die Injektion simuliert eine Infektion und löst so bewusst eine Immunantwort aus. „Jede Impfung kann allerdings auch genau der Trigger sein, der

Da die Autoimmunerkrankung Alopecia areata sich jedoch nur auf die Haarwurzeln bezieht, und hier nicht wie z.B. beim Lupus erythematodes oder bei der multiplen Sklerose lebenswichtige Organe Schaden nehmen können, sehen wir grundsätzlich kein Problem mit der Impfung. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung muss jedoch letztendlich gemeinsam mit dem Patienten und dem behandelndem Arzt getroffen werden.

Was tun bei Haarausfall?

Dass Haare am Tag verlorengehen, ist nicht ungewöhnlich, sondern ganz normal. Zwischen 70 und 100 Haare fallen pro Tag aus. Mit steigendem Alter wird auch das Haar in der Regel etwas lichter. Von Haarausfall ist dann die Rede, wenn der Betroffene kontinuierlich Haare verliert, diese nicht nachwachsen und das Haar somit ausdünnt oder an einigen Stellen gänzlich verschwindet.

Die Patientinnen und Patienten sollten zunächst Ruhe bewahren und sich ärztlichen Rat einholen. Mediziner gehen davon aus, dass der coronabedingte Haarausfall in vielen Fällen reversibel ist, sobald sich die Haarwurzeln wieder etwas erholt haben. Anti-Haarausfall-Shampoos oder ähnliche Produkte helfen dabei in der Regel nicht. Stattdessen können sich die Betroffenen jedoch darauf konzentrieren, die Versorgung der Haarwurzeln zu unterstützen und optimale Voraussetzungen für das gesunde Haarwachstum zu schaffen.

PRP-Therapie

Die modernste Möglichkeit zur Verjüngung der Haut und zur Behandlung von Haarausfall ist die sogenannte PRP-Therapie. Sie ist auch unter den Bezeichnungen Eigenblutbehandlung, Vampire Lift und Plasmabehandlung bekannt. Bei der Therapie wird dem Patienten zunächst eine kleine Menge Blut entnommen, die dann speziell aufbereitet wird. Durch Zentrifugation wird das Blutplasma isoliert. Dabei handelt es sich um das PRP (platelet-rich plasma; plättchenreiches Plasma). Das PRP wird anschließend unter die Haut beziehungsweise in die Kopfhaut injiziert. Dort entfaltet es seine positive Wirkung: Die körpereigenen Regenerationsprozesse und die Neubildung von Zellen werden angeregt.

Die PRP-Therapie findet ambulant statt und dauert etwa eine Stunde. Eine örtliche Betäubung sorgt dafür, dass die Behandlung ohne Schmerzen verläuft. Mit Einschränkungen oder Ausfallzeiten ist in der Regel nicht zu rechnen. PRP ist reich an Stammzellen und Wachstumsfaktoren. Es unterstützt gezielt die Reparaturmechanismen des Körpers. Da es sich ausschließlich um natürliche Substanzen handelt, ist die PRP-Therapie zudem sehr gut verträglich und belastet den Körper nicht. Sie kann mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert werden. Vor allem die Verbindung aus Microneedling und PRP-Therapie hat sich in der ästhetischen Medizin als effektiv erwiesen.

Verlauf von kreisrundem Haarausfall

Der zeitliche Verlauf ist unterschiedlich. Bei manchen Betroffenen fallen über einen kurzen oder einen längeren Zeitraum nur wenige Haare aus. Bei anderen Menschen werden schon nach wenigen Wochen deutliche Lücken sichtbar. Bei mehr als der Hälfte der Patientinnen und Patienten wachsen die Haare innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wieder nach.

Sind die Haare wieder nachgewachsen, hinterlässt die Erkrankung keine Narben auf der Haut. In der Regel dauert das vollständige Nachwachsen der Haare mehrere Monate. Mitunter weist das nachgewachsene Haar eine veränderte Pigmentierung auf, die Haarfarbe hat sich also verändert. In einigen Fällen haben Betroffene zusätzliche Veränderungen der Fingernägel mit Dellen, Rillen oder schleifpapierartigen rauen Stellen.

Der stellenweise auftretende Haarverlust kann auch erneut vorkommen oder einen chronischen Verlauf nehmen, sodass die Haare nicht mehr vollständig nachwachsen. Bei kreisrundem Haarausfall, der länger als ein Jahr andauert, vor der Pubertät einsetzt oder sehr stark ausgebreitet ist, sind die Aussichten auf eine Besserung geringer. Außerdem erleben insgesamt etwa 30 bis 50 Prozent der zunächst geheilten Personen einen Rückfall. Mitunter haben einige Betroffene für mehrere Jahre haarlose Stellen.

Komorbidität

Gleichzeitig zum kreisrunden Haarausfall leiden manche Menschen unter anderen an Autoimmunerkrankungen wie einem erblich bedingt gestörten Zuckerstoffwechsel (Diabetes mellitus Typ 1), der Weißfleckenkrankheit Vitiligo (pigmentlosen Hautflecken) oder autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Informationen auf dieser Seite keine Beratung bei einem Arzt ersetzen. Wir bitten Sie, sich an Ihren behandelnden Arzt oder Ärztin zu wenden, um die passende Therapie für Sie zu finden.

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