Der Mop-Top und die Dauerwelle: Ein Comeback der Frisurenklassiker

In der Welt der Mode und Schönheit erleben wir oft die Wiederkehr von Trends aus vergangenen Jahrzehnten. So ist es auch mit der Dauerwelle und dem Mop-Top, zwei Frisuren, die in den 1960er bis 1980er Jahren Kultstatus erreichten und nun ein überraschendes Comeback feiern.

Die Dauerwelle: Von altbacken zum Trend

Dauerwelle ist ein altbackenes Wort, und wie das so ist in einer Konsumgesellschaft, hat man sich ein paar andere Worte ausgedacht; "beach waves", Strandwellen. Oder "new waves", "digital perm", "think curl" oder "chemical waves". Alles englische Ausdrücke, Beauty-Sprech, der in Wirklichkeit nichts anderes meint als: die Dauerwelle. Bei Models wie die Argentinierin Mica Argañaraz und in der Werbung ist der neue-alte Look schon quasi längst wieder da. Charlotte Gainsbourg lief im Mai mit Strandmähne über den roten Teppich in Cannes. Und die Schauspielerin Emma Stone postete ein Foto von sich mit Lockenwicklern. Glaubt man Modezeitschriften, glaubt man Instagram, und glaubt man den Haartollen in deutschen Innenstädten, ist die Dauerwelle wieder da. So was von da.

Bei Kindern der Achtziger tauchen hier sofort einschlägige Bilder vor dem inneren Auge auf. Etwa von Jennifer Grey, wie sie in "Dirty Dancing" Patrick Swayze antanzt, mit Unschuldsgesicht und gelocktem Stufenschnitt. Oder Meg Ryan, die den Mann in "Harry & Sally" nicht nur, wie oft geglaubt, mit einem gespielten Orgasmus im Restaurant erobert, sondern wahrscheinlich auch mit ihrer veritablen Dauerwelle. Die US-amerikanische Sängerin Cher im Jahr 1989: In den Achtzigerjahren trug man noch kleine Locken als Dauerwelle. Und dann war da noch Cher, klar. Die Haarpracht so groß wie die Stimme. Und auch "Sex in the City"-Stilikone Sarah Jessica Parker hatte mal eine, na ja, Frisur kann man das fast nicht nennen, eher einen blondierten Wischmopp auf dem Kopf. Aber so ist das ja mit vielen Dingen. Was früher mal sehr angesagt war, gilt heute als Geschmacksverirrung, für die man sich nachhaltig schämt; ein Perpetuum mobile von gut-schlechtem Geschmack, von Mode-Erscheinungen. Man selbst versteckt ja auch das Teenagerfoto mit der besten Freundin, weil die Haarkrause damals so schlimm aussah.

Die moderne Dauerwelle: Natürliche Wellen statt Mini-Locken

Umso verwunderlicher ist das Comeback derjenigen Frisur, die dem Kopf manchmal mehr Größe verlieh, als unbedingt angebracht. Aber ganz genau wie früher soll es heute natürlich auch nicht sein; in der Instagram-Ära, in der alles, was das Gesicht einrahmt, Ohrringe, Haarschmuck, Haare, wieder sehr wichtig ist.

"Heute trägt man keine Mini-Löckchen mehr auf dem Haupt, sondern große Locken, eher Wellen eben", sagt Antonio Weinitschke. Der Hair-Stylist aus Aachen ist Art Director beim Zentralverband des Friseurhandwerks. "Es geht darum, Bewegung ins Haar zu bringen und mehr Volumen", erklärt er. Heute benutzt man mehr Pflegestoffe und größere Lockenwickler, aber der Prozess ist im Prinzip immer noch der gleiche: Die Haare auf Wickler aufdrehen und Chemie draufgeben.

Auch bei den Männern ist die Dauerwelle stark im Kommen, aber nicht als Auferstehung des Miniplis, wie ihn seinerzeit Rudi Völler trug. Im Gegenteil: kurzer Nacken und die Locken im langen Pony. Es sollen die "lässigen Naturlocken der Südländer" imitiert werden. Sagt Weinitschke. Den Damen rät er, die Welle auf keinen Fall mit einer Blondierung zu kombinieren. "Sieht sonst aus wie Sauerkraut, Sie kennen das ja von früher, furchtbar."

Einen Vorteil hat die Dauerwelle noch: Mit den permanenten Locken gibt es eigentlich keinen Bad-Hair-Day mehr. "Durch die Dauerwelle werden die Frisuren pflegeleichter", sagt Weinitschke.

Als Zielgruppe für die neue Welle haben die Friseure im Übrigen die Jüngeren im Blick. Millennials, welche die Haarmode von damals nur aus Fotos und Filmen und irgendwelchen Netflix-Serien kennen und Lust zum Experimentieren haben. "Leute, die die Achtziger miterlebt haben, werden sich wahrscheinlich keine Dauerwelle mehr machen lassen", sagt Weinitschke.

Der Trend zur Locke kommt aus den USA. Seit einiger Zeit ist es bei Afro-Amerikanerinnen wieder in, die Haare natürlich zu tragen und sie nicht mehr zu glätten. Es ist die Rückkehr der Naturkrause, des sogenannten "Afro-Looks", und ist Teil einer Emanzipationsbewegung, mit der schwarze Frauen die Anpassung an die Schönheitsideale der Weißen ablehnen. Solange Knowles, die Schwester von Beyoncé, ist hier eine Vorreiterin. Es ist deshalb fast schon ironisch, dass jetzt ausgerechnet Frauen mit den glatten Haaren nun wieder anfangen, sich Locken zu wünschen.

DAUERWELLE FÜR MÄNNER - So gehts 😳

Der Mop-Top: Ein zeitloser Klassiker durch die Beatles

Der Pilzkopf ist eine ikonische Frisur, die vor allem durch die Beatles in den 1960er Jahren populär wurde. Der Pilzkopf, auch „Mop-Top“ genannt, wurde in den frühen 1960er Jahren populär. Die Beatles, insbesondere John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, machten diesen Stil berühmt. Die Beatles trugen maßgeblich zur weltweiten Verbreitung des Pilzkopfes bei. Ihre Auftritte in den USA und weltweit machten die Frisur zu einem Symbol der Jugendkultur und der Musikrevolution der 1960er Jahre. Der Pilzkopf wurde zu einem Symbol der 1960er Jahre und der damit verbundenen kulturellen und sozialen Veränderungen. Der Pilzkopf beeinflusste nicht nur die Frisurenmode, sondern auch die allgemeine Mode und Ästhetik dieser Zeit.

Die Fab Four trugen ihre Haare in den frühen 1960er‑Jahren nicht länger zurückgekämmt, sondern glatt nach vorn. Der Beatles‑Haarschnitt ist ein mittellanger Schnitt, bei dem die Haare über der Stirn und dem Nacken liegen. Zeitgenössische Berichte beschrieben ihn als „mop effect“, der die Stirn, einen Teil der Ohren und den Nacken bedeckt. GQ bezeichnete die Frisur als einen strukturierten Mop‑Top mit seitlich geschwungener Stirnpartie. Gerade Strähnen werden nach unten gebürstet, damit kein Scheitel zu sehen ist.

Die Geschichte des Mop-Tops

In ihren Anfangsjahren trugen die Beatles slick‑back‑Frisuren im Stil von Elvis Presley. Auf Tourneen in Hamburg trafen sie jedoch die deutschen Kunststudenten Astrid Kirchherr, Klaus Voormann und Jürgen Vollmer. Kirchherr schnitt Bassist Stu Sutcliffe die Haare glatt nach vorn; später bat George Harrison sie um denselben Schnitt. Im Herbst 1961 reisten John Lennon und Paul McCartney nach Paris und besuchten ihren Freund Jürgen Vollmer. Vollmer trug sein Haar modisch flach mit einem Pony, und Lennon sowie McCartney baten ihn, ihnen dieselbe Frisur zu verpassen. Vollmer schnitt ihnen den später als Beatle cut bekannten Haarschnitt in seinem Hotelzimmer; danach bürsteten sie ihre Haare nie wieder zurück. Zurück in England übernahm George den Look, und kurz darauf war der Mop‑Top das Markenzeichen der Gruppe.

Als die Beatles 1964 in die USA reisten, löste ihre Frisur eine Welle aus: Die Presse nannte sie die „Moptops“, während schwedische Medien von einem „Hamlet‑Schnitt“ und deutsche Medien vom „Pilz‑Schnitt“ sprachen. Witzige Fragen nach möglichen Haarschnitten gehörten nun zu jeder Pressekonferenz.

Verschiedene Namen für den Beatles-Haarschnitt

  • Mop‑Top: Wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Wischmopp und dem vollen Pony prägten Journalisten diesen Namen.
  • Arthur: In dem Beatles‑Film A Hard Day’s Night antwortet George Harrison auf die Frage, wie er seine Frisur nenne, schlicht: „Arthur“.

Obwohl die vier Beatles denselben Grundschnitt trugen, gab es feine Unterschiede. GQ beschreibt, dass Paul McCartneys Mop‑Top dünner und leichter auslief, während John Lennon die volle, stärker geschichtete Variante bevorzugte. George Harrison brachte den humorvollen Namen „Arthur“ ins Spiel und trug eine weniger durchgestufte Version, die seitlich länger auslief.

So stylen Sie den Mop-Top

Der Mop‑Top funktioniert bei glatten oder leicht gewellten Haaren gleichermaßen. Achte auf mittlere Länge und einen sauberen Schnitt - mit Schere statt Rasierer.

  1. Länge am Oberkopf: Lasse das Haar auf dem Oberkopf auf etwa 10-12 cm (3-5 Zoll) wachsen. Der Pony sollte auf Augenbrauenhöhe enden.
  2. Seiten und Nacken: Schneide die Seiten und den Hinterkopf mit einer leichten Stufung. Laut dem Ratgeber von Manly Curls werden am Nacken etwa 1 cm Länge gelassen und am oberen Hinterkopf bis zu 7-8 cm erreicht - die Stufen sorgen für einen sanften Übergang.
  3. Koteletten: Kürze die Sideburns bis auf Ohrläppchenhöhe.
  4. Layering für glattes Haar: Bitte deinen Friseur, die oberen Schichten länger zu lassen und sanft zu stufen. GQ empfiehlt, das Haar etwa vier Zentimeter lang wachsen zu lassen und die Seiten leicht zu kürzen.
  5. Stil mit Gel oder Wachs: Für lockiges Haar empfiehlt Manly Curls, eine Fingerspitze Gel in den Handflächen zu verreiben und in das feuchte Haar einzuarbeiten. Dann mit einem grobzinkigen Kamm den Pony nach vorn und leicht zur Seite kämmen. Für glattes Haar rät GQ zu einer matten Pomade: Mit einem groben Kamm alle Haare nach vorn bürsten und die vordere Partie leicht zur Seite legen.
  6. Pflegeleicht: Der Mop‑Top verträgt tägliches Waschen und föhnen.
  7. Werkzeug: Ein breitzinkiger Kamm und eine kleine Menge Gel oder Pomade reichen aus.

Die Auswirkungen des Beatles-Haarschnitts

Die Beatles waren nicht nur musikalische Pioniere, sie setzten auch modische Trends. Ihr Haarschnitt galt zunächst als provokant, wurde in der britischen Presse als „französischer Stil mit nach vorn gebürsteter Stirn“ bezeichnet und löste in den USA eine regelrechte „Wigmania“ aus: Tausende von Perücken wurden verkauft, und junge Männer ließen ihre Haare länger wachsen.

Der Mop‑Top stand für Nonkonformismus, Jugendkultur und den Aufbruch in eine neue Ära. Der Beatles‑Haarschnitt - ob Mop‑Top, Arthur oder Pilz‑Schnitt genannt - ist mehr als nur eine Frisur. Er erzählt die Geschichte von Freundschaften in Hamburg und Paris, einem spontanen Haarschnitt im Hotelzimmer und einem weltweiten Kulturphänomen. Wer heute einen Retro‑Look mit moderner Note sucht, liegt mit dem Beatles haircut goldrichtig.

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Weitere angesagte Herrenfrisuren

Neben dem Mop-Top gibt es auch andere Herrenfrisuren, die im Trend liegen und für Männer mit dünnem Haar geeignet sind:

  1. Buzzcut: Das Haar wird hier sehr kurz getragen, wodurch es dichter wirkt.
  2. Slick Back: Ein zeitloser Stil, bei dem das Haar nach hinten gekämmt und mit einem leichten Produkt fixiert wird.
  3. Quiff: Diese Frisur verleiht Volumen am Oberkopf und lässt das Haar insgesamt dichter erscheinen.
  4. Fringe: Ein Fringe kann dem Haar sichtbar mehr Volumen geben, da es nach vorne fällt und so Haarausfall an der Stirnpartie kaschiert.
  5. Pompadour: Hier wird das Haar am Oberkopf nach hinten gestylt und dabei höher getragen, um Fülle zu erzeugen.
  6. Undercut: Der Kontrast zwischen den kurzen Seiten und dem längeren Oberkopf verstärkt das Volumen oben und sorgt für einen frischen, markanten Look.
  7. Skin Fade: Die Seiten sind dicht an die Kopfhaut geschnitten und werden zur oberen Partie hin etwas länger.
  8. Faux Hawk: Lässt das Haar in der Mitte des Kopfes länger, während die Seiten kürzer gehalten werden.
  9. Crew Cut: Ist an den Seiten kürzer und oben länger, ohne dass die Seiten vom Oberkopf abgetrennt werden.

Der Pompadour-Haarschnitt: Ein vielseitiger Klassiker

Der Pompadour-Haarschnitt ist zurück! Sind Sie auf der Suche nach diesem glänzenden Greaser-Stil im Barbershop oder dem zurückgekämmten Pompadour-Scumbag-Look? Nur weil Sie den Schnitt haben, heißt das noch lange nicht, dass Sie auch den Stil haben. Ihr Friseur kennt die Styling-Tricks und Produkte, die für eine tolle Pompadour-Frisur unerlässlich sind, aber die Chancen stehen gut, dass Sie nicht in der Kunst ausgebildet sind, Ihren Haarwurzeln wieder eine gewisse Attitüde zu verleihen. Es ist alles gut. Pompadour-Frisuren variieren je nach Gesichtsform. Beim klassischen Pompadour sind die Haare oben länger und werden nach oben und hinten gestylt, um ein voluminöses Aussehen zu erzielen, während die Seiten nach hinten gekämmt sind.

Tipps zum Stylen einer Pompadour

Zunächst einmal brauchen Sie einige grundlegende Utensilien. Um Ihr Haar zu einer Pompadour zu stylen, brauchen Sie die richtigen Werkzeuge, hochwertige Pomade oder ein anderes Produkt und Haarspray. Besorgen Sie sich eine gute Denman-Bürste und einen ordentlichen Kamm. Ein Föhn ist der Schlüssel zum höchsten Pomp im Moor. Es braucht etwas Übung, um das Stylen einer Pompadour zu meistern. Beginnen Sie mit handtuchtrockenem Haar und bürsten oder kämmen Sie Ihr Haar nach hinten. Um Volumen zu erzeugen, benötigen Sie einen Pre-Styler oder ein Pflegetonikum, bevor Sie die Hitze erhöhen. Sprühen Sie das Tonikum auf Ihr Haar oder arbeiten Sie es mit den Fingern ein. Um die Höhe und Struktur zu erhalten, ist ein weiterer wichtiger Schritt erforderlich, der über Erfolg oder Misserfolg einer Pompadour entscheidet. Das ist die richtige Pomade für den Job. Tragen Sie das Produkt auf das Haar auf Ihrem Kopf auf und verteilen Sie es mit Ihren Fingern gleichmäßig in jeder Strähne. Kämmen Sie das Haar dann in die perfekte Position oder rauhen Sie es auf und lassen Sie es einwirken.

Verschiedene Pompadour-Varianten

Mit dem Klassiker, den Elvis berühmt gemacht hat, kann man nichts falsch machen. Die Seiten und die Rückseite müssen mit der Schere geschnitten sein und etwas kürzer als die Oberseite sein. Das Stylen einer klassischen Pompadour ist einfach, wenn Sie mit handtuchtrockenem Haar beginnen und unser Grooming Tonic auftragen, um den klassischen Elvis-Look zu erzielen. Als nächstes föhnen Sie Ihr Haar, indem Sie an den Seiten beginnen und diese nach hinten trocknen. Sobald alles vollständig getrocknet ist, vollenden Sie Ihren Badass-Look mit unserer Extreme Hold Matte Pomade . Sagen Sie Ihrem Friseur oder Stylisten, dass Sie eine traditionelle Pomp-Frisur ohne klare Trennung oder Unterschnitt möchten. Wenn Sie gefragt werden, welchen Haarschneideschutz Sie möchten, sagen Sie, dass Sie mindestens einen 1,5-Zoll-Schutz möchten oder besser noch, dass Sie stattdessen die Schere herausholen.

Pompadour-Variante Beschreibung Styling-Tipps
Klassischer Pompadour Die Haare oben länger und nach oben und hinten gestylt, Seiten nach hinten gekämmt. Mit Grooming Tonic und Extreme Hold Matte Pomade stylen.
Mittlerer Pompadour Viel Volumen oben mit engen Seiten. Reuzel Blue Pomade für glänzenden Rockabilly-Look verwenden.
Low Fade Pompadour Fade verläuft etwa einen Zentimeter über den Ohren. Reuzel Grooming Tonic und Denman-Bürste verwenden.
Langer Pompadour Längeres Haar auf der Rückseite und an den Seiten. Extreme Hold Matte Pomade für dauerhaften Halt verwenden.

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