Krause Haare: Ursachen und effektive Lösungen gegen Frizz

Wenn sich Ihre Haare bei jeder Gelegenheit kräuseln oder in alle Richtungen abstehen, leiden Sie unter Frizz. Übersetzt bedeutet der Begriff übrigens "krauses Haar". Statistisch gesehen haben Menschen mit lockigen oder welligen Haaren häufiger Frizz.

Das heißt jedoch noch lange nicht, dass sich Ihre Mähne niemals verselbstständigt, wenn Sie glatte Haare haben - ganz im Gegenteil: Es gibt viele äußere Faktoren, die Ihre Haarstruktur angreifen und diese austrocknen können. Infolgedessen sehen Haare nicht nur spröde aus, sondern verlieren ihren Glanz. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, beginnen sie sich zu kräuseln und/oder stehen vom Kopf ab. Spätestens jetzt sollten Sie sich eingestehen, dass Sie unter Frizz leiden.

Kraus, glanzlos und kaum zu bändigen - Frizz sorgt dafür, dass Dir wortwörtlich die Haare zu Berge stehen. Dabei ist es ganz einfach, die störrische Mähne mit der richtigen Haarpflege schnell in seidiges, glänzendes Haar zu verwandeln.

Was ist Frizz und woran erkennst Du es?

Der englische Begriff „Frizz”, der übersetzt so viel wie „Krause” bedeutet, bezeichnet das unkontrollierte Abstehen oder das Kräuseln der Haare. Ob Dein Haar betroffen ist, erkennst Du daran, wenn sich einzelne Haare kräuseln, abstehen oder verformen. Entdeckst Du auch ständig kleine „Antennen” in Deinem Scheitelbereich?

Wie entsteht Frizz?

Um zu begreifen, wie Frizz entsteht, solltest Du zuerst einen Blick auf den Aufbau Deiner Haare werfen. Jedes Haar besteht aus drei Schichten: Cuticula, Cortex und Medulla. Die äußerste Schicht (Cuticula) wird auch Schuppenschicht genannt und schützt das gesunde Haar vor äußeren Einflüssen, indem ihre Schuppen bis zu den Spitzen eng zusammenliegen und übereinander greifen.

Bei „Frizzy Hair” ist die Schuppenschicht, die Du Dir wie „Dachschindeln” vorstellen kannst, aufgeraut. Folge: Die „Dachschindeln” stehen ab, Feuchtigkeit geht verloren und das Haar trocknet aus. Gleichzeitig brechen die Wasserstoffbrücken im Inneren Deiner Haare auf.

Ist das Haar jedoch beschädigt oder spröde, raut die Schuppenschicht auf - infolgedessen trocknet das Haar aus und es versucht den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen, indem es Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt. Gelangt diese Luftfeuchtigkeit jedoch unter die Schuppenschicht, beginnt sich das Haar zu kräuseln.

Sprich: Frizz ist eine Folge trockener oder spröder Haare.

Welche Ursachen für Frizz gibt es?

Die häufigste Ursache für frizzige Haare ist ein gestörter Feuchtigkeitshaushalt. Zu den häufigsten Gründen für trockene Haare gehören Heizungsluft, Sonnenbaden und regelmäßiges Haare färben. Aber auch die häufige Verwendung von Glätteisen greift die Schuppenschicht an. Und selbst Mützen oder Rollkragenpullover können Frizz begünstigen - das liegt in der elektrostatischen Aufladung begründet. Hinzu kommt, dass Menschen mit naturkrausen oder gewellten Haaren bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich anfälliger für Frizz sind als Menschen mit glatten Haaren.

Hast Du naturkrause oder lockige Haare, bist Du mit dem Problem bestimmt vertraut, da diese häufig zu Trockenheit neigen. Aber Achtung: Zu häufiges Haarewaschen ist kontraproduktiv, da Du so natürliche Fette und Öle ausspülst, die Dein Haar vor dem Austrocknen bewahren.

Ein großer (und wiederholter!!) Fehler ist, den Einfluss der richtigen Ernährung zu unterschätzen. Denn was wir zu uns nehmen, hat IMMER auch einen Einfluss auf Haut und Haare. Denn das braucht eine Menge dieser wichtigen Nährstoffe, um sich richtig reproduzieren zu können. Wer also einen entsprechenden Mangel durch eine einseitige Ernährung vorweist, kann mit plattem, feinem, sprödem Haar dafür die Quittung bekommen. Wichtig ist demnach eine proteinreiche Ernährung.

Ob wir nun in der Großstadt leben, dem Rauch durchs Rauchen ausgesetzt oder viel mit dem Auto unterwegs sind - die Luftverschmutzung kann sich in den Proteinhaushalt unseres Körpers einmischen… und (wie wir gerade erfahren haben) damit auch unsere Haarstruktur verändern. Und auch unser Leitungswasser kann ein entscheidender Umwelteinfluss sein und die Schäden durch Luftverschmutzung sogar bedingen.

„Das Problem ist, dass unsere Haare alle Produktreste absorbieren und speichern. Während der Zeit, in der wir unsere Haare nicht waschen, lagern sich also tote Zellen, Stylingprodukte und Umweltverschmutzungen an. Seltenes Haarewaschen ist trotzallem empfehlenswert… es ist nur notwendig, den Ablagerungen der vielen Produkte und Einflüsse vorzubeugen. Dafür eignet sich generell die Reduktion zu vieler Produkte. Und eine wöchentliche Reset-Kur, die alle Ablagerungen aus dem Haar lösen kann. Am besten wird dafür ein klärendes Shampoo genutzt, das eine tiefenreinigende Wirkung verspricht. So können Rückstände effektiv gelöst und abgetragen werden.

Gute Neuigkeiten: Du siehst schon - die meisten Ursachen kannst Du verhindern und Frizz einfach vorbeugen.

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Was hilft gegen Frizz? Die richtige Pflege

Umso wichtiger ist die Nutzung der richtigen Pflegemittel, die Ihre Haare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Dein Schlüssel für die erfolgreiche Haarpflege gegen Frizz besteht darin, den Feuchtigkeitshaushalt des Haares in Balance zu halten. Starte mit einem feuchtigkeitsspendenden Shampoo und massiere es gründlich in Deine Kopfhaut ein.

Greife bei jeder Haarwäsche zu einem nährenden Conditioner, der die zuvor aufgeraute Haarstruktur wieder schließt. Das wirkt nicht nur Frizz entgegen, sondern sorgt außerdem für ordentlich Glanz. Nährende Haarfluids und Leave-in-Cremes kannst Du dagegen nach jeder Haarwäsche anwenden. Als Finish versiegelst Du Deine gestylten, trockenen Haare mit einem Haaröl oder Anti-Frizz-Haarspray, um die Haaroberfläche zusätzlich zu glätten und das Haar zum Glänzen zu bringen.

Gönne Dir und Deinem Haar mit einer Haarmaske einmal pro Woche eine Extraportion an Pflege. Arbeite Sie diese Strähne für Strähne ein und lasse sie für mindestens drei bis fünf Minuten einwirken.

Deine Haare bestehen zum größten Teil aus Proteinen, die ihnen Stärke verleihen. Daher ist ein Shampoo mit aktiven pflanzlichen Proteinen die beste Wahl für eine glättende Wirkung. Ein Pflegeshampoo mit Zitrus-Extrakt und pflanzlichen Proteinen wirkt Frizz entgegen, versorgt sprödes Haar mit intensiver Feuchtigkeit und reinigt bis in die Spitzen.

Trockenes, sprödes Haar gilt als Grundübel für Frizz. Mit einem reichhaltigen, nährenden Shampoo verwöhnst Du Dein Haar intensiv vom Ansatz bis in die Spitzen und schenkst strahlenden Glanz und Geschmeidigkeit.

Neben dem passenden Anti-Frizz-Shampoo und -Conditioner kannst Du die wiederkehrenden, abstehenden Härchen mit der richtigen Pflege bändigen. Feuchtigkeit satt - genau das ist es, was Dein Haar benötigt, um sich nicht in ein frizzy Chaos zu verwandeln. Besonders gut eignen sich leichte Haarfluids, die Du nach der Haarwäsche auf den Längen verteilst, für einige Sekunden einwirken lässt und gründlich ausspülst.

Ein echtes Multitalent ist unser Garnier Fructis Wunder-Öl, welches Du sowohl im feuchten als auch trockenen Haar anwenden kannst. Das Haaröl für stark geschädigtes Haar schützt zuverlässig vor Temperaturen bis zu 230 Grad Celsius, sorgt dafür, dass Dein Haar schneller trocknet und gibt Frizz erst keine Chance. Hitzeschutz ist ein Must-have für gesund aussehendes Haar.

Auch mit Dingen aus Deinem Vorratsschrank, wie Olivenöl, Kokosöl oder Honig, kannst Du Deinen trockenen, spröden Haaren einen Feuchtigkeits-Boost verpassen.

Damit Ihre Haare erst gar nicht austrocknen und sich anfangen zu kräuseln, können Sie einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Zum einen zählt das regelmäßige Bürsten Ihrer Haare dazu. Verwenden Sie am besten einen Kamm mit groben Zinken oder einen sogenannten Tangle Teezer: Beide sind besser geeignet als feine Haarbürsten, um die natürlichen Öle Ihrer Haare auf dem Kopf zu verteilen. Zum anderen ist es besser, wenn Sie Ihre Haare nicht zu oft waschen, sondern nur alle zwei bis drei Tage.

Normalerweise heißt es immer, man solle seine Haare besser an der Luft trocknen lassen. Für Menschen mit krausem oder gewelltem Haar oder jenen, die ebenfalls unter Frizz leiden, ist es tatsächlich besser, einen Haartrockner zu verwenden. Durch die Hitze verschließen sich die Schuppenschichten schneller und nehmen somit keine Feuchtigkeit aus der Luft auf und beginnen sich aufzuplustern.

Trocknest Du Deine Haare nach der Wäsche mit Frottee-Handtüchern, kann dies die Schuppenschicht aufrauen. Beauty-Blogger und Haar-Experten raten oft dazu, die Haare lufttrocknen zu lassen. Bei Lockenköpfen ist das absolut richtig, nicht jedoch bei glatten oder leicht welligen Haaren. Dank der Hitze kann sich die Schuppenschicht schneller schließen.

Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt und das Wetter trocken bleibt, verwandeln sich viele Locken in ein frizziges Durcheinander. Doch mit den besten Pflegeprodukten und einem besonders hochwertigen Conditioner können Sie krauses Haar bei feuchtem Wetter effektiv zähmen. Entdecken Sie, wie spezifische Shampoos und innovative Produkte nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch Ihre gesamten Haare stärken und schützen.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Frizz

  • Verwenden Sie sulfatfreie Shampoos, um das Haar nicht auszutrocknen.
  • Integrieren Sie Leave-in-Conditioner in Ihre Routine, um langanhaltende Feuchtigkeit zu spenden.
  • Nutzen Sie Anti-Frizz-Seren mit Silikonen, um die Haaroberfläche temporär zu glätten.
  • Führen Sie regelmäßige Proteinbehandlungen durch, um geschädigtes Haar zu stärken.
  • Trocknen Sie Ihr Haar mit Mikrofasertüchern, um Reibung und Frizz zu reduzieren.
  • Bevorzugen Sie Lufttrocknung, da sie schonender als Föhnen ist.

Was tun, wenn der Frizz schon da ist?

Oh nein, der Frizz hat Deine Haare bereits voll unter Kontrolle? Mit der richtigen Pflegeroutine, passenden Tools und feuchtigkeitsspendender Haarpflege hat Frizz bei Deinen Haaren keine Chance mehr.

Wenn sich feuchtes Wetter ankündigt, verzichte auf offene Haare. Perfekte Frisuren bei Frizz sind ein Messy Bun oder eine lockere Flechtfrisur. Bei offenen Haaren helfen folgende Tricks, um krauses Haar zu bändigen: Um die Schuppenschicht zu glätten, gebt ein wenig Haaröl in Eure Hände und streicht damit so lange über die Haare, bis der Frizz nachlässt. Auch Haarspray hilft.

Wenn du unvorhergesehen in eine Frizz-Falle wie Regen oder einen überheizten Raum gerätst, kann Handcreme zum S.O.S-Helfer werden: Creme deine Hände damit ein und fahre mit den Handflächen vorsichtig einmal über deine offenen Haare oder den Ansatz. Die enthaltenen Öle können fliegende Haare anlegen und leichte Kringel bändigen.

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