Das Plattieren von Fleisch ist eine einfache, aber effektive Methode, um aus dicken Filets zarte, dünne Stücke zu machen. Diese Technik, die oft beim Zubereiten von Schnitzeln verwendet wird, kann auch mit Alternativen zum klassischen Fleischklopfer durchgeführt werden. Hier erfahren Sie, warum das Plattieren wichtig ist, welche Hausmittel/Werkzeuge Sie nutzen können und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.
Fleisch plattieren hat nicht nur den Vorteil, dass es die Stücke dünner und gleichmäßiger macht, sondern auch, dass es die Garzeit verkürzt und das Fleisch zarter wird. Beim Plattieren wird das Gewebe aufgelockert, was dazu führt, dass das Fleisch saftiger bleibt und sich leichter verarbeiten lässt. Gerade für Gerichte wie Schnitzel, Rouladen oder dünne Filets ist diese Methode unerlässlich, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Nicht jeder hat einen Fleischklopfer zu Hause, aber das bedeutet nicht, dass Sie auf das Plattieren verzichten müssen. Es gibt verschiedene Alternativen, die Sie stattdessen nutzen können. Viele dieser Werkzeuge sind in fast jedem Haushalt zu finden und können problemlos verwendet werden.
Ein flaches Hackmesser eignet sich hervorragend, um Fleisch platt zu klopfen. Die breite Klinge bietet eine ähnliche Fläche wie ein Plattiereisen und ermöglicht ein gleichmäßiges Plattieren.
Mit dem flachen Boden eines schweren Topfes oder einer Pfanne können Sie das Fleisch ebenfalls platt drücken. Diese Methode erfordert zwar etwas mehr Kraft, ist aber genauso effektiv.
In der Profiküche wird oft ein Plattiereisen verwendet, das optisch einem alten Bügeleisen ähnelt. Es ermöglicht ein besonders gleichmäßiges und schonendes Plattieren. Eine praktische Wahl, wenn es um das Thema Fleisch klopfen geht, da du damit die Zellstruktur des Fleisches nicht so leicht zerstörst. Das Plattiereisen hat eine deutlich größere, ausschließlich flache Plattierfläche und ist damit für empfindliches Fleisch bestens geeignet.
Wichtig: Grundsätzlich gilt dabei eine ganz wichtige Regel: die vorherige intensive Reinigung. Stellt Euch einfach die Frage: Würdet Ihr das Fleisch darauf legen, wo die Alternative vorher stand?
Das Plattieren von Fleisch erfordert etwas Übung, aber mit den richtigen Schritten gelingt es Ihnen schnell:
Waschen Sie das Fleisch unter kaltem Wasser ab und tupfen Sie es anschließend mit einem Küchentuch trocken.
Legen Sie das Fleisch auf ein stabiles Schneidebrett und bedecken Sie es mit Frischhaltefolie. Die Folie schützt die Fleischstruktur vor Beschädigungen. Wer das Fleisch dabei zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legt, und vorsichtig mit der Unterseite des Topfes klopft, erspart sich beim Plattieren des Schnitzels nicht nur das Herumspritzen von Fleischsaft, sondern verhindert außerdem, dass das Fleisch zu mürbe wird.
Beginnen Sie in der Mitte des Fleischstücks und arbeiten Sie sich vorsichtig nach außen vor. Klopfen Sie das Fleisch sanft, um es gleichmäßig zu plattieren. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu klopfen, um das Gewebe nicht zu beschädigen. Das erreichst du, indem du die vorbereiteten Stücke gleichmäßig von der Mitte nach außen hin klopfst, was auch plattieren genannt wird.
Wenn du bei Kalbsschnitzeln an die gezackte Seite des Fleischklopfers gedacht hast - Kalbsfleisch ist dafür zu empfindlich. Du würdest die Zellstruktur so zerstören, dass du den gegenteiligen Effekt erreichst und das Schnitzel zäh wird. Bearbeite es lieber vorsichtig mit der glatten Seite oder einem Plattiereisen, wie oben beschrieben, bis es ca. 5 mm dünn ist.
Schweinefleisch ist deutlich unempfindlicher und kann, je nachdem, wie weich es ist, ruhig auch mit der zackigen Seite des Fleischklopfers bearbeitet werden. Dennoch ist es wichtig, das Fleisch mit Frischhaltefolie abzudecken, damit es nicht in den Spitzen des Fleischklopfers festhängt.
Hähnchen- und Putenfleisch sind recht empfindlich, weshalb du sie nur mit der flachen Seite des Fleischklopfers oder mit einem Plattiereisen bearbeiten solltest. Solltest du eine Hühner- oder Putenbrust statt eines fertigen Schnitzelfleisches gekauft haben, kannst du diese zunächst mit einem horizontalen Schnitt soweit aufschneiden, dass du sie auseinander klappen kannst. Danach kannst du das Fleisch dann klopfen.
Ein klassisches Gericht, das von der Plattiertechnik profitiert, ist das Paillard vom Rind. Dieses Gericht ist schnell zubereitet und bietet ein zartes, schmackhaftes Erlebnis.
Dazu passt: Ein frischer Salat, wie ein italienischer Brotsalat.
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