Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, von dem viele Menschen betroffen sind. Rund 40 Prozent aller Deutschen leiden mehrmals im Monat unter Kopfschmerzen, wie eine Erhebung des Portals „Statista“ aus dem Jahr 2017 zeigt. Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen, jede mit ihren eigenen Ursachen und Symptomen. In diesem Artikel werden wir uns auf die Ursachen von Kopfschmerzen konzentrieren, insbesondere im Zusammenhang mit hohen Augenbrauen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Kopfschmerzen vielfältige Ursachen haben können, und die Verbindung zu hohen Augenbrauen ist nur ein Aspekt von vielen. Hier sind einige der häufigsten Arten von Kopfschmerzen und ihre möglichen Ursachen:
Weit verbreitet sind vor allem Spannungskopfschmerzen, die vorwiegend im erwerbsfähigen Alter auftreten und zu den häufigsten Kopfschmerzen gehören. Spannungskopfschmerzen stehen nicht in Verbindung mit einer Erkrankung, sondern treten als sogenannte „primäre“ Kopfschmerzen ohne eine spezifische Ursache auf. Sekundäre Kopfschmerzen hängen mit einer anderen Erkrankung zusammen.
Für den Kopfschmerz gibt es typische Symptome:
Multitasking ist Stress für das Gehirn und kann Spannungskopfschmerzen auslösen.
Bisher sind die genauen Ursachen für die Kopfschmerzen noch nicht geklärt. Vermutlich sind muskuläre Verspannungen im Nacken, der Halswirbelsäule und der Schultermuskulatur an der Entstehung beteiligt. Durch eine erhöhte Anspannung der Muskulatur in diesem Bereich, wird die Schmerzempfindlichkeit erhöht. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die den unangenehmen Kopfschmerz begünstigen:
Die Diagnose stellt der Arzt nach einer umfangreichen Anamnese, auch indem er andere Erkrankungen und Ursachen für die Kopfschmerzen ausschließt. Unter Umständen sind weitergehende Untersuchungen wie ein MRT sinnvoll. Art, Dauer und Häufigkeit spielen bei der Diagnose eine wichtige Rolle. Eventuell ist die Einschaltung eines Facharztes für eine neurologische Untersuchung sinnvoll.
Bei akuten mittelschweren Kopfschmerzen sind rezeptfreie Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure eine gute Wahl. Die Profis empfehlen, nur zu Medikamenten zu greifen, wenn es nicht anders geht. Es gibt verschiedene schonende Methoden, um die Spannungskopfschmerzen zu lindern:
Bei Cluster-Kopfschmerzen kommt es zu häufigen Attacken mit heftigen, immer einseitigen Kopfschmerzen, meist im Bereich des Auges oder der Schläfe. Cluster-Kopfschmerzen unterscheiden sich von anderen Kopfschmerzen auch durch ihre typischen Begleitsymptome wie Augentränen, eine laufende Nase oder ein leicht hängendes Augenlid. Bei einer Cluster-Kopfschmerzattacke bauen sich in kurzer Zeit sehr starke bohrende, stechende oder brennende Schmerzen im Bereich eines Auges auf. Auch die Schläfe und die angrenzende Stirnpartie können sehr weh tun. Manche Menschen beschreiben den Schmerz, als ob ein Nagel durch das Auge sticht.
Häufige Symptome sind:
Nach 15 Minuten bis 3 Stunden verschwinden die Schmerzen meist so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Was dazu führt, dass ein Mensch an Cluster-Kopfschmerzen erkrankt, ist nicht bekannt. Fachleute vermuten unter anderem, dass die Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns, die auch für die Regulation des Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich sind, „überaktiv“ sind. Weil in manchen Familien Cluster-Kopfschmerzen gehäuft vorkommen, könnte auch Vererbung eine Rolle spielen.
Ähnlich wie bei der Migräne gibt es auch bei Cluster-Kopfschmerzen bestimmte Auslöser (Trigger) - also unterschiedliche Stoffe oder Situationen, die eine Schmerzattacke hervorrufen können. Viele Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen bekommen zum Beispiel eine Schmerzattacke, wenn sie Alkohol getrunken haben. Weitere Trigger können sein:
Diese Trigger lösen jedoch nur dann Attacken aus, wenn sich die Betroffenen in einer aktiven Phase der Erkrankung befinden, in denen es generell häufig zu Attacken kommt. Einige Menschen berichten, dass bestimmte Gerüche bei ihnen Cluster-Kopfschmerzen auslösen können. Häufig werden auch Nahrungsmittel wie bestimmte Käsesorten oder Wurstwaren mit Cluster-Kopfschmerzen in Verbindung gebracht.
Nur etwa 1 von 1000 Menschen hat Cluster-Kopfschmerzen. Damit ist diese Kopfschmerzform im Vergleich zu Spannungskopfschmerzen und Migräne sehr selten. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. Typischerweise treten die Cluster-Kopfschmerzattacken meist nur in bestimmten Phasen auf. Diese auch Cluster genannten Episoden dauern einige Tage bis Wochen. Zwischen zwei Episoden vergeht oft eine längere Zeit - manchmal sogar Jahre - ohne Beschwerden. Häufig fallen die Schmerzepisoden ins Frühjahr oder den Herbst.
Während einer Episode können die Attacken alle zwei Tage bis mehrmals pro Tag auftreten. Oft setzen sie jeweils zur selben Uhrzeit ein, vor allem in den frühen Morgenstunden oder 1 bis 2 Stunden nach dem Einschlafen. Bei 15 von 100 Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen sind die Beschwerden besonders häufig: Die Episoden dauern bei ihnen ein Jahr - oder die beschwerdefreie Zeit zwischen zwei Episoden ist kürzer als ein Monat. Dann spricht man von chronischen Cluster-Kopfschmerzen. Manchmal geht ein episodischer in einen chronischen Verlauf über, vor allem wenn die Erkrankung erst in einem höheren Alter beginnt.
Die Diagnose ergibt sich aus einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden unter anderem im Rahmen einer neurologischen Untersuchung die Wahrnehmung von Berührung und die Muskelkraft geprüft.
Mittel, die grundsätzlich verhindern können, an Cluster-Kopfschmerzen zu erkranken, sind nicht bekannt. Eine Möglichkeit, Attacken vorzubeugen, ist jedoch herauszufinden, was sie auslöst und diese Auslöser dann zu vermeiden. Dazu ist es hilfreich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, in das man unter anderem einträgt, was man vor einer Attacke gegessen, getrunken oder unternommen hat.
Es gibt auch einige Medikamente, die häufigen Attacken vorbeugen können: Manchmal werden dazu Lithium oder Kortison eingesetzt - am häufigsten aber der Wirkstoff Verapamil. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können akute Cluster-Kopfschmerzen nicht lindern. Vielen Menschen hilft es aber, reinen Sauerstoff einzuatmen. Dazu benötigt man ein Sauerstoffgerät mit Atemmaske. Wichtig ist, dass eine ausreichende Sauerstoffkonzentration erreicht wird.
Cluster-Kopfschmerzen können so heftig sein, dass sie oft als unerträglich beschrieben werden. Während einer Attacke ist es meist nicht möglich, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, Alltagstätigkeiten nachzugehen oder am Straßenverkehr teilzunehmen. Während eines Clusters ist das Berufs- und Familienleben in Mitleidenschaft gezogen, auch Freizeitaktivitäten sind erschwert. Belastend ist auch, dass die Attacken häufig in der Nacht auftreten und den Schlaf stören. Hinzu kommt, dass viele Betroffene lange Zeit nicht wissen, was mit ihnen los ist. Manche befürchten, lebensbedrohlich erkrankt zu sein. Einige Menschen verlieren durch die Cluster-Kopfschmerzen sogar ihren Lebenswillen.
Viele sind erleichtert, wenn sie erfahren, dass sie eine Kopfschmerzerkrankung haben und dass es wirksame Behandlungen gibt.
Es gibt Hinweise, die auf eine Verwandtschaft der Migräne mit Epilepsie hindeuten. Vielfach wird auf die genetische Komponente der Erkrankung hingewiesen, die allerdings nicht bewiesen ist. Grundsätzlich gilt: Obwohl es verbindende Kriterien gibt, sieht die Migräne bei jedem Patienten anders aus. Auch die Auslöser von Migräneattacken sind von Patient zu Patient verschieden und treten oft kombiniert auf. So gibt es z.B. viele Betroffene, die normalerweise Alkohol in kleinen Mengen tolerieren, bei denen Sekt aber eine Migräneattacke auslöst. Es gibt Patientinnen, deren Migräneverlauf stark hormonabhängig ist, bei anderen ist dies überhaupt nicht der Fall. Bestimmte Nahrungsmittel werden als Auslöser angesehen, jedoch lässt sich dies nicht für alle Migränepatienten verallgemeinern. Bei wieder anderen Patienten kann ein einfacher Wechsel der Lebensgewohnheiten, z. B. zu wenig oder zu viel Schlaf, der Auslöser sein. Stress kann sicherlich eine Migräne auslösen, dieser Faktor ist jedoch im Alltag nur schwer zu fassen und noch schwieriger in den Griff zu bekommen.
Seit einigen Jahren sind so genannte Trigger-Bereiche an Kopf und Hals bekannt, die entscheidende Bedeutung für das Auslösen der Migräne haben können. Die Mehrheit der Betroffenen kann zudem in der Anfangsphase der Attacke durch Druck oder Massage im Bereich der Nasenwurzel und der Augenbrauenregion die Symptome verzögern, aber nicht verhindern. In diesem Bereich der Augenbraue zieht ein Ast des Trigeminus-Nerven durch einen Muskel. Der Muskel heißt Corrugator und bewirkt die Faltenbildung zwischen den Brauen.
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Bei gesundheitlichen Problemen sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
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