Elektrorasierer machen Schluss mit den Umständen, die Sie bei einer Rasur mit einem Nassrasierer haben.
Kein Einweichen und Einschäumen der Barthaare mehr, kein Warten, bis der Bart weich genug für die Rasur ist.
Sie schalten den Rasierer einfach an - und los.
Weiterer Vorteil, der maßgeblich zum Erfolg elektrischer Rasierer beigetragen hat: Die Verletzungsgefahr sinkt quasi auf Null.
Schnittverletzungen wie bei der Rasur mit einer scharfen Klinge, die Sie mühsam mit Taschentuch-Fetzen oder mit einem Alaunstift stillen müssen, sind gewesen.
Keiner muss sich das Herumsäbeln im Gesicht mit Klingen mehr antun.
Bleibt die Frage, warum sich manche Nassrasierer trotzdem keinen Rasierapparat kaufen.
Selbst die besten Elektrorasierer rasieren schlechter als eine Klinge: Was ist dran an diesem Argument?
Bei einem klassischen Nassrasierer ziehen Sie die blanke Klinge direkt über die Haut und schaben die Barthaare unmittelbar dort ab, wo sie aus der Haut sprießen. Dieser direkte Hautkontakt macht die Rasur so effektiv und gründlich.
Bei einem Elektrorasierer dagegen schiebt sich zwischen Haut und Klinge ein Stück Metall.
Konzeptbedingt kann die Rasur daher gar nicht genauso gründlich sein.
Doch die Hersteller haben sich dieser Herausforderung gestellt und die Folien immer dünner gewalzt.
Konsequenz: Die besten Rasierer können in puncto Gründlichkeit einer Nassrasur mittlerweile fast das Wasser reichen.
Dazu beigetragen hat der Umstand, dass sich Elektrorasierer einen Trick der Nassrasierer abgeschaut haben.
Denn durch das Einschäumen der Barthaare strecken sich diese ein paar Millimeter mehr aus der Haut als normal, bevor sie sich nach der Rasur, bei trockener Haut, wieder leicht zurückziehen.
Aus diesem Grund hält eine gründliche Nassrasur auch länger an.
Die Antwort der Elektrorasierer auf die Überlegenheit der Nassrasierer lautet daher: Akku-Betrieb.
Wasserdichte Geräte arbeiten sich - wie bei der Nassrasur - durch das eingeschäumte Gesicht und holen so bei der Rasur noch ein paar Millimeter mehr heraus. Kein Wunder also, dass akkubetriebene Rasierer den Markt dominieren.
Ein weiterer Vorteil ist die bequemere Handhabung, weil beim Rasieren kein Kabel stört.
Nicht so gründlich wie eine Trockenrasur, so lautet das Urteil der meisten Probanden zur elektrischen Nassrasur in einem früheren Vergleich von 14 Rasierapparaten für Männer.
„Oft so gründlich wie trocken“ fanden die Testenden dagegen die Rasur im Test vom Mai 2017.
Mit eingeschäumtem Gesicht lassen sich allerdings schwer präzise Konturen rasieren.
Mit Rasieröl gelingt das leichter, so die These einiger Käufer.
Bis Tests sie belegen, können Sie sich mit unseren Tipps zur Rasur mit Rasierölen kundig machen.
Was rasiert denn nun besser: vibrierende Scherblätter oder rotierende Scherköpfe?
Diese beiden Systeme teilen sich den Markt untereinander auf.
Zuerst ein Blick auf die unterschiedlichen Funktionsweisen der zwei Gerätetypen:
Bei einem Folienrasierer spannen sich über den Klingenblock perforierte Metallfolien, unter deren winzigen Löchern Schermesser die Haare abschneiden.
Weil sich die Folien wie Walzen durch die Barthaare schieben, erfassen sie gerade wachsende Barthaare am besten.
Demnach sind Folienrasierer ideal für Männer, deren Bart hauptsächlich in eine Richtung wächst.
Laut Stiftung Warentest bieten Folienrasierer aber auch Vorteile beim Schneiden von Konturen, und sie rasieren gründlich an engen Gesichtspartien wie unter der Nase.
Aber klappt das auch mit den immer größeren, immer mächtigeren Scherköpfen?
Denn um die Hautkontaktfläche zu vergrößern und für noch gründlichere Rasurergebnisse in kürzerer Zeit haben manche Hersteller die Klingenanzahl erhöht.
Mit fünf bis sechs Scherfolien sind beispielsweise die Modelle aus den Topserien von Braun und Panasonic bestückt.
Diese Aufrüstung folgt einer raffinierten Logik: Einigen der Folien kommt die Aufgabe zu, widerspenstige Haare aufrichten und auf Linie zu bringen, damit die eigentlichen Scherfolien leichtere Arbeit haben.
Der Nutzen der zusätzlichen Scherfolien ist nicht beliebig skalierbar.
Heißt: Ob sechs Folien wie z. B. beim Panasonic Series 900+ ES-LS9A in Reihe geschaltet tatsächlich besser sind als nur drei, ist zu einem Großteil auch Glaubenssache.
In Tests jedenfalls schneiden nicht immer zwingend die hochaufgerüsteten Rasierer am besten ab.
Drei Folien sollten es aber, das lässt sich festhalten, für eine zügige und schnelle sowie gründliche Rasur schon sein.
Rotationsrasierer sind leicht an den - meist drei - kreisenden Klingensätzen zu erkennen.
Auch hier schützt eine Metallfolie die Haut vor dem unmittelbaren Kontakt mit den Messern.
Der entscheidende Unterschied im Vergleich zu einem Folienrasierer erklärt sich aber durch den Aufbau.
Der perforierte Schutzwall ist kreisrund konstruiert, das heißt, die winzigen Öffnungen erfassen die Barthaare von allen Seiten und aus allen Richtungen.
Wildwuchs-Bärte sind daher das Revier der Rotationsrasierer, zumal die Klingensätze auch nicht nebeneinander angeordnet sind und keine gerade Fläche formen, sondern ein Dreieck.
Ferner kommt kaum noch ein neues Modell ohne einen flexibel gelagerten Scherkopf daher.
Das bedeutet, sowohl die einzelnen runden Klingensätze als auch der Scherkopf selbst sind so beweglich gelagert, dass sie sich den Gesichtskonturen möglichst optimal anpassen.
Kurzum: Wenn Sie eher ein kantiges Gesicht und einen „Go-Wild-Bart“ haben, sind Sie mit einem Rotationsrasierer ehrlicher aufgehoben.
Wenn Sie Teile Ihres Barts stehen lassen wollen und diese Partien mit sauberen Konturen versehen möchten, sollten Sie darauf achten, dass der Rotationsrasierer mit einem zusätzlichen Trimmer ausgestattet ist.
Die runden Klingen lassen keine präzisen Kantenschnitte zu.
Diese Trimmer sind im Falle der Rotationsrasierer in der Regel zum Aufstecken.
Bei den Folienrasierern dagegen befinden sie sich an der Rückseite des Geräts zum Ausschieben oder Ausklappen.
Laut Stiftung Warentest züchtet man sich einen 3-Tage-Bart relativ komfortabel mit speziellen Aufsatzköpfen, wie sie etwa Philips in den Series 7000 und 9000 vorlegt.
Leichter ans Ziel gelangen Männer mit längerem Bart, wenn sie das Gestrüpp erst mit dem Trimmer kürzen und für den Rest den Scherkopf einsetzen.
Die eingangs gestellt Frage, welches System denn nun das bessere sei, lässt sich kaum neutral beantworten.
In beiden Geräteklassen finden sich, wie Tests unter anderem von Stiftung Warentest zeigen, sehr gute Rasierer.
Die qualitativen Unterschiede unter den Bestplatzierten in Tests sind minimal, und auch die oben genannten unterschiedlichen Zielgruppen werden mittlerweile von beiden Systemen fast gleichermaßen bedient.
Folienrasierer setzen nämlich meist ebenfalls auf flexible Lagerung der Klingensätze sowie, wie schon erwähnt, raffinierte Folien zur Ausrichtung der Barthaare.
Nicht zu vergessen die Vibrationen, durch die die Haare in die bestmögliche Ausgangslage für die perforierten Folien geschüttelt werden.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung bleibt Einsteigern in die Elektrorasur also nichts anderes übrig, als beiden Arten von Rasierern einfach mal zu testen.
Denn selbst das ehemalige Alleinstellungsmerkmal der rotierenden Herrenrasierer, die geringere Lautstärke, stimmt so nicht mehr.
Folienrasierer haben in dieser Hinsicht aufgeholt.
Prüfen Sie beim Kauf, ob der Rasierer gut in der Hand liegt und sein Summen angenehm ist.
Achten Sie auf die Ausstattung, ob sich etwa der Trimmer für Ihre Bedürfnisse eignet, ein Langhaarschneider integriert oder eine Nassrasur möglich ist.
Braun setzt auf Folienrasierer, Philips auf Rotationsrasierer - eine Entscheidung zwischen den beiden Herstellern ist daher in erster Linie eine Frage des Rasursystems.
In den Tests der Stiftung Warentest haben die Braun-Modelle seit einigen Jahren die Nase knapp vorn, die entsprechenden Testgeräte von Philips aber sitzen ihnen in Schlagdistanz im Nacken.
Bei anderen Fachmagazinen wie z. B. Haus & Garten Test führen stattdessen meist die Philips-Rasierer das Feld an und die Braungeräte reihen sich hinter ihnen ein.
Aber auch hier ist zu beobachten, dass die Unterschiede, was die Testnoten betrifft, marginal sind.
Unterm Strich muss daher, wenn Sie den aktuellen Markt an Testberichten zu Elektrorasierern in den Blick nehmen, die Antwort salomonisch ausfallen: Braun und Philips bilden zusammen das führende Doppelgestirn unter den Elektrorasierern und dominieren zudem eindeutig den Markt.
Das Rennen um die Krone ist knapp, die Spitzenposition mal mit einer der Series von Braun, kurz darauf wieder mit einer von Philips besetzt.
Übrigens: Die Kunden geben den Ergebnissen der Testmagazine oft Recht, was für Sie konkret bedeutet, dass Sie am besten eines der getesteten Top-Modelle der beiden Hersteller wählen sollten, wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen.
Seit einigen Jahren mischt auch der japanische Hersteller Panasonic im Kräftemessen um die besten Rasierer mit.
Anfangs nur ein Geheimtipp für preisbewusste Kunden, hat sich der Marktführer in Asien mittlerweile zu einer respektablen Marktgröße gemausert.
Die besten Geräte des Herstellers schaffen es in Tests, sich unter die oberen Ränge und sogar vor die Modelle von Braun und Philips zu schieben.
Kaum ein Elektrorasierer besitzt noch ein Netzkabel; die überwiegende Mehrzahl zieht sich den Strom aus einem Akku.
Der Komfort eines solchen Rasierers ist einfach höher.
Parallel dazu ist auch die Laufzeit eines Akkus für viele Männer zu einem wichtigen Kaufkriterium aufgestiegen.
Die gute Nachricht: Dank moderner Akkutechnologie, insbesondere jener von Lithium-Ionen-Akkus, sind Laufzeiten von bis zu 60 Minuten mittlerweile fast zur Norm geworden.
Selbst wenn Sie sich täglich rasieren, muss Ihr Rasierer maximal einmal die Woche ans Netz.
Brauns Top-Modell der Serie 7 hängt in diesem Punkt sogar alle anderen ab: Der Rasierapparat läuft im Test mit einer Ladung fast drei Stunden.
Praktisch für alle, die auf Reisen das Netzteil nicht mitschleppen wollen.
Die Akku-Rasierer spalten sich jedoch in zwei Gruppen auf - weswegen Vorsicht angebracht ist.
Geräte, die ausschließlich mit geladenem Akku funktionstüchtig sind, lassen in der Regel keinen Netzbetrieb zu.
Das heißt: Während das Gerät lädt, muss die Rasur warten.
Der Vorteil dieses Typs liegt darin, dass die Elektrorasierer wasserdicht sind und z. B. auch unter der Dusche zum Einsatz kommen können.
Im Gegensatz dazu sind Rasierer mit kombiniertem Akku-/Netzbetrieb nicht zu hundert Prozent wasserdicht.
Auf dieses Detail sollten Sie daher vor dem Kauf achten.
Eine regelmäßige Reinigung Ihres Elektrorasierers ist entscheidend für dessen Langlebigkeit und optimale Leistung.
Nach jeder Rasur sollten Sie den Scherkopf abnehmen und lose Haare mit der beiliegenden Bürste entfernen.
Viele moderne Rasierer sind wasserdicht, sodass Sie die Scherköpfe unter fließendem Wasser abspülen können.
Einmal pro Woche empfiehlt es sich, eine gründlichere Reinigung durchzuführen, indem Sie den Scherkopf auseinandernehmen und alle Teile sorgfältig säubern.
Einige Modelle verfügen über spezielle Reinigungsstationen die den Rasierer automatisch reinigen, desinfizieren und aufladen.
Achten Sie darauf, die Klingen regelmäßig zu ölen um ihre Schneidleistung zu erhalten.
Viele moderne Elektrorasierer sind als 'Wet & Dry'-Modelle konzipiert und somit für die Verwendung unter der Dusche geeignet.
Achten Sie darauf, dass Ihr Rasierer ausdrücklich als wasserdicht oder für Nassanwendungen gekennzeichnet ist.
Bei der Nutzung unter der Dusche sollten Sie darauf achten, den Rasierer nicht fallen zu lassen, da dies die Mechanik beschädigen kann.
Zudem ist es wichtig, den Rasierer nach der Nassanwendung gründlich zu trocknen um die Lebensdauer zu verlängern.
Die Austauschfrequenz der Scherköpfe oder Klingen hängt von der Nutzungshäufigkeit und dem spezifischen Modell ab.
Allgemein empfehlen Hersteller, die Scherteile alle 12 bis 18 Monate zu ersetzen, um eine optimale Rasurleistung sicherzustellen.
Einige Rasierer verfügen über eine Anzeige, die signalisiert, wann ein Austausch erforderlich ist.
Regelmäßige Reinigung und Pflege können die Lebensdauer der Scherköpfe verlängern.
| Eigenschaft | Folienrasierer | Rotationsrasierer |
|---|---|---|
| Bartwuchs | Gleichmäßig | Wildwuchs |
| Gesichtspartien | Enge Partien | Viele Falten |
| Konturen | Präzise | Weniger präzise (Trimmer erforderlich) |
| Haut | Empfindliche Haut | Weniger geeignet für empfindliche Haut |
Die Verwendung von Rasierschaum oder -gel kann die Gleitfähigkeit des Rasierers auf der Haut verbessern und somit für eine sanftere Rasur sorgen.
Zudem wird die Haut befeuchtet und die Haare werden aufgeweicht, was das Schneiden erleichtert und Hautirritationen reduziert.
Besonders bei empfindlicher Haut kann die Nassrasur mit Schaum oder Gel vorteilhaft sein.
Eine korrekte Rasiertechnik ist wichtig, um Hautirritationen wie Rasurbrand und eingewachsene Haare zu vermeiden.
Achten Sie darauf, mit leichtem Druck und in Haarwuchsrichtung zu rasieren.
Straffen Sie die Haut mit der freien Hand, um eine glattere Oberfläche zu erzielen.
Vermeiden Sie es, mehrfach über dieselbe Stelle zu rasieren, und spülen Sie den Rasierer regelmäßig während der Rasur aus, um abgeschnittene Haare zu entfernen.
Nach der Rasur empfiehlt es sich, die Haut mit einem milden Aftershave oder einer Feuchtigkeitscreme zu pflegen, um sie zu beruhigen.
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