Viele Menschen leiden unter einer juckenden Kopfhaut, Spannungsgefühlen oder sogar Haarausfall. Es ist wichtig, die Ursachen zu verstehen, um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Ursachen von Kopfhautspannungen und Haarausfall untersuchen und mögliche Lösungen aufzeigen.
Die Kopfhaut ist täglich vielen Belastungen ausgesetzt: Häufiges Haarewaschen, aggressive Pflegeprodukte, aber auch Sonnenlicht, Staub und Schweiß fordern eine hohe Widerstandskraft des eigentlich empfindlichen Organs. Auch eine dichte Behaarung ist nicht ganz unproblematisch. Sie schützt zwar gut vor Sonneneinstrahlung, ist aber gleichzeitig Eintrittspforte für Bakterien und Pilze.
Neben Hitzewallungen und Schlafstörungen sind Haarausfall und dünner werdendes Haar ein typisches Symptom der Wechseljahre. In den Wechseljahren sinkt die Produktion des Östrogens, das bisher das Haarwachstum angeregt hat. In der Folge der hormonellen Veränderung können vermehrt Haare ausfallen. Es wächst weniger Haar nach, vor allem am Oberkopf, rund um den Scheitelbereich.
Denn die Wurzeln der Haare reagieren bei vielen Frauen empfindlich auf Hormone, gerade auf Östrogene und Testosterone. Zudem dauert die Ruhephase der Haarwurzel länger und die nachwachsenden Haare sind dünner. In extremen Fällen kommt es dann zu gänzlich kahlen Stellen auf dem Kopf. Ärzte sprechen von androgenetischer Alopezie, wenn sich der Haarausfall dadurch erklären lässt, dass die Haarwurzeln erblich bedingt besonders empfindlich auf die Hormonumstellung reagieren.
Viele vermuten auch psychischen Stress als Auslöser von diffusem Haarausfall: Ständige Anspannung durch zu viel Arbeit oder Problemen zu Hause führen zu einer Verspannung der Muskulatur unter der Kopfhaut. Diese kann das Haarwachstum stören. Stress wirkt sich zudem auch auf den Hormonhaushalt aus und kann diesen durch eine stetig erhöhte Produktion von Adrenalin und Cortisol ins Ungleichgewicht bringen. Stress entsteht gerade in den Wechseljahren auch durch Schlafmangel, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen.
Körperlicher und psychischer Stress sind eine der Hauptursachen für androgenetisch bedingten Haarausfall. Dabei wird häufig die obere Schädelmuskulatur angespannt und steht somit unter großer Spannung. Die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, werden zusammengepresst und somit die Blutzirkulation deutlich reduziert. Die Kopfhaut insgesamt und die Haarfollikel werden schlechter mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Daraus resultiert eine zunehmende Verkümmerung der Haarwurzel.
Das Hormon DHT (Dihydrotestosteron) lagert sich in den Haarwurzeln an. Das Haar fällt aus, weil die Aktivität der Haarwurzel gestoppt wird.
Trockene Heizungsluft im Winter, zu viel Sonne im Sommer: Haut und Haar sind über das ganze Jahr gestresst. Die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren kann zusätzlich belasten.
Shampoos und Spülungen, die nicht gründlich genug ausgespült werden, können ebenfalls Juckreiz auslösen, genauso Stylingprodukte wie Gels, Festiger oder Trockenshampoo, die Rückstände auf der Haut zurücklassen.
Ein deutlicher Hinweis ist es, wenn die Beschwerden bei einem neuen Pflegeprodukt auftreten. Es können aber auch andere Ursachen dahinterstecken.
Einige Krankheiten der Kopfhaut werden auch vererbt und sind besonders schwer zu therapieren. Dazu zählen Autoimmunerkrankungen wie die Schuppenflechte und der Lupus erythematodes.
Schuppen sind eine Begleiterscheinung vieler Erkrankungen an der Kopfhaut. Eine geringe Schuppenbildung ist normal und fällt nicht weiter auf. Schuppen sind einfach größere Ansammlungen abgestorbener Hornzellen, die sich durch Kratzen oder von selbst von der Kopfhaut lösen.
Die empfindliche Kopfhaut ist meist sichtbar angegriffen, eine Behandlung muss mit größter Sorgfalt erfolgen.
Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Haarfollikel und Haarwurzelzellen. Sie werden „irrtümlich“ bekämpft wie gefährliche Eindringlinge. Die Symptome ähneln mitunter allergischen Reaktionen. Bei manchen Ausprägungen spielen Viren, Bakterien oder Pilze eine Rolle. Sie besiedeln die Kopfhaut oder dringen in offene Haarwurzelkanäle ein. Der Körper reagiert darauf mit entzündlichen Abwehrvorgängen.
Die spürbaren Symptome sind ein „Spannen“, „Brennen“, „Kribbeln“ oder „Jucken“ der Kopfhaut. Zum Teil werden diese Symptome als schmerzhaft bzw. als störend für die Konzentration empfunden.
Durch die verminderte Durchblutung können sich die Haare in ihrer Struktur verändern, sie wirken „strohig“, lassen sich nicht mehr so gut kämmen.
Bei manchen Menschen schmerzt die Kopfhaut sogar schon bei normalen Berührungen oder beim Kämmen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Trichodynie (auch "Haarschmerzsyndrom" oder "Haarwurzelschmerz" genannt).
Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.
Ein weiterer Tipp: Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.
Diese Tipps tragen zu einer gesunden Kopfhaut bei und helfen langfristig gegen Juckreiz:
Schönes Haar braucht eine gesunde Ernährung:
Um Haut, Nägel und Haare insgesamt zu stärken, lohnt sich eine Haut- & Haar-Kur mit DHU Schüßler-Salzen Nr. 1, Nr. 8 und Nr. Nr. 1 Calcium fluoratum ist wichtig für die Haut, Sehen, Blutgefäße und Nägel. Nr. 8 Natrium chloratum wirkt positiv auf den Wasserhaushalt Ihres Körpers. Nr. 11 Silicea ist das DHU Schüßler-Salz für schöne Haut, Haare und Nägel. Anwendung: Eine Kur führen Sie mindestens sechs bis acht Wochen durch.
Auch dünnes Haar kann toll aussehen. Mit der richtigen Pflege, ein paar Kniffen und einem cleveren Haarschnitt können Sie den verstärkten Haarausfall gut kaschieren.
Diese Art des Haarausfalls wird auch als Spannungshaarausfall (Alopecia Contentionalis) bezeichnet.
Bei rechtzeitiger Behandlung mit frühzeitigem Beginn kann dieser Haarausfall gestoppt werden. Das Haar kann wieder wachsen.
Bei der ursachenorientierten Therapie des Spannungshaarausfalls oder Alopecia Contentionalis wird erstmals eine konsequente Verminderung der muskulären Spannung als primär auslösendem Faktor angestrebt.
Bei der Spannungshaarausfall-Therapie (Alopecia Contentionalis) führt die Entspannung der Kopfhaut zu einer Normalisierung der örtlich behinderten Durchblutung mit Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung.
Hierdurch kann das in den Haarfollikeln angesammelte DHT (Dihydrotestosteron) abtransportiert werden. Die Stoffwechsellage kann sich wieder normalisieren und das Haar kann wieder in die Wachstumsphase eintreten.
Eine konsequente Muskelrelaxation wird bei der Spannungshaarausfall-Therapie z. B. durch die gezielte Anwendung eines peripher wirkenden Muskelrelaxans (Vistabel) erreicht. Das verwendete Präparat besitzt eine starke muskelentspannende Wirkung.
In der Medizin wird dieses Verfahren schon seit Jahren erfolgreich angewandt, um verkrampfte Muskeln bei einem Schiefhals zu lösen, zur Lockerung der Spastik bei Schlaganfall (Apoplex), in der Schmerztherapie, z. B. bei Spannungs- und vasomotorischem Kopfschmerz und in der Schönheitschirurgie, um tiefe Gesichtsfalten einfach und anhaltend zu „glätten“.
Bei der Spannungshaarausfall-Therapie handelt es sich um eine einmalige Behandlung, mit einer Wirkdauer von 6 bis 9 Monaten. Die Kopfhautspannung wird nach etwa 3 bis 14 Tagen reduziert und entspannt. Bestehen Kopf- oder Nackenverspannungen können ebenfalls reduziert werden.
Direkt unter der Kopfhaut verlaufen, kranzförmig, rund um den oberen Schädelbereich, flache Muskelbänder.
Die Blut- und Sauerstoffzufuhr zu den Haarwurzeln und den Haarmatrixzellen wird einschränkt.
Durch diesen Sauerstoffmangel sammelt sich in den betroffenen Schädelarealen verstärkt das androgene Hormon DHT (DiHydroTestosteron) an. Die Haarwurzeln verkümmern.
Diese Kausalkette kann sowohl bei Damen wie bei Herren beobachtet werden.
Die Haare fallen immer in den Arealen der Kopfhaut aus, in denen die stärkste Verspannung vorliegt bzw. die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Kopfhaut am stärksten gestört sind.
Begleitend zu der nach vorne gespannten Kopfhaut liegt bei starker Anspannung die Stirn in Falten.
Bei starker Neigung zu muskulärer Verspannung liegen häufig auch Nackenverspannungen bzw. Durch die verminderte Durchblutung können sich die Haare in ihrer Struktur verändern, sie wirken „strohig“, lassen sich nicht mehr so gut kämmen.
Neben einer umfassenden Individual- und Familienanamnese erfolgt eine Messung der Verspannung der oberen Schädelmuskulatur mit einem EMG-Gerät (ElektroMyoGraphie). Dadurch kann die Ursache „Verspannung der Schädelmuskulatur“ sehr gut eingegrenzt oder auch ausgegrenzt werden.
Eine wirksame medizinische Therapie muss an der Ursache, also der lokalen Verspannung der Schädelmuskulatur, ansetzen.
Bei der AC-Therapie gegen Haarausfall wird, nach der entsprechenden Untersuchung und Indikationsstellung ein bewährtes Muskelrelaxans lokal in die verspannte Kopfhautmuskulatur injiziert.
Bereits innerhalb weniger Tage entspannt sich die zuvor angespannte Muskulatur. Die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln kann schon innerhalb von wenigen Wochen wieder normalisiert werden.
Dadurch kann der Haarausfall gestoppt werden und, bei rechtzeitiger Behandlung, auch ausgefallenes Haar wieder nachwachsen.
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können.
Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:
Diese Erscheinung wird auch als androgenetischer Haarausfall bezeichnet. Auslöser ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das männliche Geschlechtshormon. Es kommt in größerem Umfang im männlichen, aber auch im weiblichen Körper vor. Bei Männern zeigen sich typischerweise Geheimratsecken, ein allmählicher Rückgang der Haarlinie und zunehmende Kahlheit am Oberkopf und an der Stirn.
Bei Frauen ist ein solcher Ausfall von Haaren eher diffus, vornehmlich ausgehend von der Scheitelzone. Sichtbare Entzündungsherde oder gerötete Stellen treten normalerweise nicht auf.
Haarwurzeln, die durch solchen anlagebedingten Haarausfall zerstört wurden, sind für immer verloren.
Dieser kann Männer wie Frauen betreffen und sehr verschiedene Ursachen haben. Die Haare gehen nicht in fest umrissenen Zonen aus, sondern dünnen sich in größeren Bereichen der Kopfhaut aus.
Beginnend mit münzgroßen kahlen Flecken, können die Ausfallzonen sich allmählich erweitern. Ursache des kreisrunden Haarausfalls ist womöglich eine Störung der Immunabwehr.
Wenn Sie mit Haarproblemen zu S-thetic Hair kommen, untersucht einer unserer erfahrenen Ärzte Sie sehr genau. Er kann Ihnen sagen, ob eine ästhetisch-medizinische Haarbehandlung in Ihrem Fall erfolgversprechend ist.
Eine gründliche Diagnose ist Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung einer Kopfhautentzündung. Gewöhnlich dauert die Therapie längere Zeit, Rückfälle sind möglich. Die Behandlungsmaßnahmen richten sich nach dem individuellen Verlauf. Starker Juckreiz soll ebenso unterbunden werden wie optische Beeinträchtigungen.
Bei Haarverlust, der auf Kopfhautentzündungen zurückgeht, sind Hautärzte oder Allgemeinmediziner gewöhnlich die ersten Ansprechpartner. Nicht immer lässt sich der Anlass für den Haarausfall gleich bestimmen.
Bei Haarproblemen unklarer Natur helfen die erfahrenen Ärzte gerne weiter. Ihren persönlichen Termin können Sie telefonisch oder per Kontaktformular vereinbaren.
Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, Trichodynie genannt. Kopfhaut oder Haarwurzeln schmerzen, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, auch schmerzhaftes Brennen der Kopfhaut wird häufig geschildert. Sehr oft wird auch das Kämmen der Haare und/oder jede Lageveränderung der Haare als sehr unangenehm empfunden.
Allein die Tatsache, dass man seine Haare und Kopfhaut ständig spürt, ist schon belastend für die Patienten.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Wie immer steht vor der Behandlung die Ursachenklärung. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache.
Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten. Es gibt aber auch für schwierige Fälle viele gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass fast immer eine gute Besserung der Beschwerden erzielen werden kann.
Der erste Gang bei Kopfhautschmerzen und Trichodynie sollte immer zum Hautarzt führen. Er sollte mögliche krankhafte Ursachen abklären, denn jedes "Selbsthilfeprogramm" sollte sich an der Ursache der Beschwerden ausrichten.
Meiden Sie bis zur Ursachenklärung soweit möglich jede äußere Reizung der Kopfhaut.
Die Therapie der Trichodynie richtet sich, soweit möglich, nach den Ursachen. Es wird sich immer zuerste genau das Aussehen von Haaren und Kopfhaut angesehen. Danach sind unter Umständen verschiedene Untersuchungen notwendig. Nach deren Ergebnis richtet sich die Behandlung.
Neben den bereits genannten Maßnahmen ist es wichtig, auf folgende Punkte zu achten:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kopfhautspannungen und Haarausfall vielfältige Ursachen haben können. Eine genaue Diagnose und eine darauf abgestimmte Behandlung sind entscheidend für den Erfolg. Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise, vermeiden Sie Stress und pflegen Sie Ihre Kopfhaut schonend.
| Ursache | Symptome | Behandlung |
|---|---|---|
| Hormonelle Veränderungen | Haarausfall, dünner werdendes Haar | Hormontherapie, gesunde Ernährung |
| Stress und Anspannung | Verspannung der Kopfhautmuskulatur, Haarausfall | Entspannungstechniken, Muskelrelaxantien |
| Äußere Einflüsse | Juckreiz, Rötungen, trockene Kopfhaut | Milde Shampoos, Vermeidung von Reizstoffen |
| Erkrankungen der Kopfhaut | Schuppenbildung, Entzündungen, Haarausfall | Medikamentöse Behandlung, spezielle Shampoos |
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