Taubheitsgefühl nach Haartransplantation: Ursachen, Verlauf und was Sie wissen sollten

Eine Haartransplantation ist ein minimalinvasiver Eingriff, der jedoch Wunden hinterlässt. Nach einer Haartransplantation können Schmerzen durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Viele Patienten spüren in den ersten ein- bis zwei Wochen nach der Haartransplantation ein unangenehmes Spannungsgefühl auf der Kopfhaut. Das Gefühl der Taubheit gehört zu den üblichen Nebenwirkungen nach einer Haartransplantation.

Ursachen für Taubheitsgefühl

Bei der FUE-Haartransplantation sticht der Arzt mit einer Hohlnadel kleine Kanäle in die Kopfhaut, aus denen die Grafts entnommen bzw. im Empfängerbereich wieder eingesetzt werden. Diese kleinen Wunden brauchen Zeit, um zu heilen. In den Bereichen, in denen die Haare entnommen oder eingepflanzt wurden, kann es in seltenen Fällen zu Wundheilungsstörungen kommen. Der OP-Bereich am Kopf ist besonders gut durchblutet.

Wie lange dauert die Taubheit?

Etwa nach drei Monaten sollten alle unangenehmen Nebenwirkungen verschwunden sein und Sie können sich auf das Endergebnis freuen. Die Haare werden wieder wachsen, mit den neu verpflanzten, nach 3 Monaten. Auch das Taubheitsgefühl ist nach 3-6 Monaten spätestens wieder verschwunden.

Der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation

Für die Heilung nach einer Haartransplantation sollten Sie einige Geduld aufbringen. Die frühe Heilungsphase ist sehr wichtig, damit die Grafts gut anwachsen können und das Ergebnis nach Ihren Vorstellungen ausfällt. Diese Phase ist die wichtigste für gute Anwachsraten.

Die Phasen der Heilung

  1. Die ersten Stunden: In den ersten Stunden nach der Haartransplantation wirkt das Narkosemittel noch nach und Sie sollten keine Schmerzen verspüren.
  2. Die ersten Tage: In den Tagen nach der Haarverpflanzung kann es zu Schwellungen auf der Stirn kommen, die sich bis in das Gesicht ziehen. Der Grund dafür ist das Narkosemittel, das zusammen mit einer Trägerflüssigkeit am Tag der OP in die Kopfhaut gespritzt wird.
  3. Nach 48 Stunden: Etwa 48 Stunden nach dem Eingriff sind die Haarwurzeln in der Kopfhaut verankert. Über den Einstichkanälen bilden sich kleine Blutkrusten, die Sie auf keinen Fall entfernen dürfen. Sie schützen die Kopfhaut von Keimen und Entzündungen.
  4. Nach 14 Tagen: Etwa 14 Tage nach der Haartransplantation lösen sich die Blutkrusten von der Kopfhaut. Dies kann einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Auch hierbei helfen wieder spezielle, juckreizlindernde Lotionen.
  5. Zwei bis vier Wochen: Zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff fallen die transplantierten Haare - aber nicht die eingesetzten Haarzwiebeln - wieder aus. Haarausfall nach Haartransplantation & Shockloss sind bekannte Phänomene während der Heilung nach einer Haartransplantation, auf die Sie sich einstellen müssen.
  6. Nach drei Monaten: Bei den meisten Patienten wachsen die Haare nach etwa drei Monaten wieder.

Wie lange die Rötung auf der Kopfhaut nach einer Haartransplantation dauert, ist von individuellen Faktoren abhängig. Je nachdem, wie groß das Areal ist und auch wie gut sich der Patient an die Ruhephase hält, beeinflusst den Heilungsverlauf. Auch der Hauttyp spielt dabei eine Rolle. Bei sehr hellhäutigen Menschen sind Rötungen länger sichtbar als beispielsweise bei südländischen Hauttypen.

Haartransplantation - Was muss ich nach einer Haartransplantation beachten?

Verhalten nach der Haartransplantation

Damit der Heilungsprozess nach der Haarverpflanzung für Sie so angenehm wie möglich wird, müssen Sie auf Ihr Verhalten nach der Haartransplantation achten. Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben des Arztes, vermeiden Sie Alkohol und Zigaretten sowie schweißtreibende Aktivitäten. Außerdem sollten Sie auf Sauna, Solarium und Schwimmbäder nach einer Haartransplantation verzichten.

Wichtige Verhaltensregeln

  • Schmerzmittel einnehmen: Ibuprofen (Advil) oder Paracetamol (Tylenol) können helfen.
  • Kopfbedeckungen tragen: Sie können in dieser Zeit Kopfbedeckungen tragen.
  • Vorsicht vor Stößen: Es ist problematisch, wenn Patienten sich nach einer Haartransplantation den Kopf gestoßen haben. Äußerste Vorsicht ist in den ersten Tagen nach der Haarimplantation unverzichtbar.

Umgang mit Komplikationen

Wenn Sie die Eigenhaarverpflanzung von einem erfahrenen Haarchirurgen durchführen lassen, dann sind Nebenwirkungen sehr selten. Bei einigen Patienten bilden sich unschöne, rote Pickel während der Heilung nach einer Haartransplantation.

Was tun bei einem Stoß auf den Kopf?

Wenn Sie sich den Kopf stoßen nach der Haartransplantation, finden Sie keine allgemeine Diagnose für alle Fälle. Dabei sollten Sie Haarspezialisten über die Stärke des Stoßes aufklären. Im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung müssen transplantierte Haarfollikel zunächst anwachsen. Insofern Sie sich nur leicht den Kopf stoßen nach der Haartransplantation, müssen später verlorene Haare somit nicht zwingend Anzeichen einer Katastrophe sein. Sie sollten mindestens sechs Wochen lang ganz besonders vorsichtig sein, damit Sie sich nicht den Kopf stoßen nach der Haartransplantation.

Haartransplantation und Cochlea-Implantate (CI)

Einige Patienten mit Cochlea-Implantaten (CI) haben Bedenken bezüglich Haartransplantationen. Bei einer Haartransplantation werden die einzelnen Haare vom hinteren Kopfbereich ausgestanzt. Sitzt das Magnet direkt unter der Kopfhaut? Bei einer haartransplantation werden die einzelnen haare vom hinteren kopfbereich ausgestanzt nicht das dadurch das Magnet beschädigt wird? Bei dem Haartransplantation werden die Haare im hinteren kofbereich mit einem Mikromotor entnommen.

Wichtige Hinweise für CI-Träger

Es dürfen keine elektrischen Geräte, die monopolar sind, zum Einsatz kommen. Da könnte das Implantat Schaden nehmen. Das sollte man auch dringend dem Zahnarzt sagen, der ja oft zum Zahnziehen ein elektrisches Messer benutzt, damit es nicht so blutet. Es geht da auch nicht um den Magneten, sondern um den Strom der da fließt. Ultraschalluntersuchungen oberhalb des Halses sind ebenfalls zu vermeiden. Auch Nervenmessungen dürfen nicht gemacht werden. Reizstrom geht auch nicht, ist monopolar. Elektrotherapietechniken mit hoher Spannung dürfen niemals an Personen mit einem Cochlea-Implantat angewendet werden, da sie das Implantatsystem schädigen. Allerdings kann eine Elektrotherapie mit Niederspannung in Betracht gezogen werden, wenn die Elektroden nicht im Bereich des Kopfes oder des Nackens angebracht werden.

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