Können transplantierte Haare ausfallen? Ursachen und Lösungen

Eine Haartransplantation ist heutzutage kein ungewöhnlicher schönheitschirurgischer Eingriff mehr. Schönes, volles und gesundes Haar steht auch in unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft immer noch für Erfolg und Jugendlichkeit. Bei schütterem Haar oder kahlen Stellen auf dem Kopf gilt das eher nicht. Viele Patienten erschrecken, wenn nach einer Haartransplantation plötzlich Haare ausfallen.

Doch stimmt die Information überhaupt und können die implantierten Haare unmittelbar nach der Verpflanzung wieder ausfallen? In diesem Artikel erfahren Sie, warum dieser Haarverlust auftritt, wann er unbedenklich ist und welche Maßnahmen den Heilungsprozess unterstützen.

Nach einer Haartransplantation ist es durchaus ein normaler Prozess, wenn die implantierten Haare nach einigen Wochen wieder ausfallen.

Shock Loss vs. Shedding

Wenn die transplantierten Haare nach dem Eingriff ausfallen, sprechen die meisten vom Shock Loss. Das ist aber so nicht ganz richtig, die richtige Bezeichnung ist „Shedding“.

Shock Loss nach einer Haar-OP ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Shedding. Denn Shedding ist ein normaler Vorgang nach einer Haartransplantation, der bei den allermeisten Patienten auftritt. Nur etwas 5% sind nach der Haar-OP nicht davon betroffen.

Als Shedding wird der Haarausfall im Empfängerbereich bezeichnet, der nach zwei bis sechs Wochen nach der Haartransplantation auftritt. Shedding wird durch den vorübergehenden Nähr- und Sauerstoffmangel verursacht, dem die Haarfollikel im Zeitraum zwischen der Entnahme und dem Einsetzen ausgesetzt sind. Dadurch geht die Haarwurzel in eine Ruhephase über und die verpflanzten Haare fallen wieder aus. Wie bereits erwähnt, ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Denn die Haarfollikel selbst sind bereits angewachsen und produzieren nach etwa zwei bis drei Monaten wieder neue Haare.

Ursachen für Haarausfall nach der Haartransplantation

Es gibt mehrere Gründe, warum Haare nach einer Haarverpflanzung ausfallen. Nach dem Eingriff fallen die verpflanzten Haare oft zunächst aus, bevor sie dauerhaft nachwachsen. Die Kopfhaut wird während des Eingriffs belastet - sowohl durch die Entnahme als auch durch die Implantation der Grafts.

Viele Patienten bemerken einige Wochen nach ihrem Eingriff verstärkten Haarverlust - ein Phänomen, das als „Shock Loss“ bekannt ist. Der temporäre Haarverlust nach einer Verpflanzung ist sehr häufig und betrifft 60-80 % der Patienten. Dieser Zustand ist meist harmlos und wächst sich von selbst wieder aus.

All das sind unbedenkliche Gründe dafür, dass es zu Haarausfall nach der Haartransplantation kommen kann. Ebenso kann es durch den sogenannten “Shock Loss” zu temporärem Haarschwund im Implantationsbereich kommen. In Folge der Haarbehandlung kann es teilweise vorkommen, dass man einen Teil des ursprünglichen Haarwuchses im Spenderbereich verliert, da die Haarbehandlung die Kopfhaut beansprucht und es somit zu einem temporären Ungleichgewicht führen kann.

Haare, die mit der modernen FUE Technik beziehungsweise den weiterentwickelten Methoden wie der DHI Saphir Methode verpflanzt worden sind, wachsen nach der Haartransplantation zunächst weiter. Nach etwa zwei bis vier Wochen fallen die frisch verpflanzten Haare dann allerdings wieder aus. Das liegt daran, dass die Haare - egal mit welcher Technik die verpflanzt wurden - kurz von der Nährstoffversorgung des Körpers abgeschnitten sind.

Es besteht allerdings keinerlei Grund zur Panik. Die Haarfollikel sind in der Kopfhaut verblieben und fangen nach etwa 3 Monaten (je nach Veranlagung) wieder an zu wachsen.

In der Regel, nach 9 bis 12 Monaten kann der Patient sich dann wieder über volles und schönes Haar freuen. Manchmal kann dies jedoch auch bis zu 18 Monaten dauern. Die verpflanzten Haare verfügen über die richtigen genetischen Informationen, so dass sie in der Regel bis ans Lebensende weiterwachsen.

Übrigens: Nicht immer fallen die Haare einige Wochen nach einer Haartransplantation aus.

Haarverlust nach dem Eingriff ist in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Wichtig ist es, zwischen diesem normalen Haarverlust und möglichen Komplikationen wie anhaltendem oder ungleichmäßigem Haarschwund zu unterscheiden.

Dense Packing

Etwas anders sieht es aus, wenn die Haare im Empfängerbereich wegen des sogenannten Dense Packing ausfallen. Davon spricht man, wenn die Grafts zu nah nebeneinander eingesetzt wurden. Dadurch kann das umliegende Gewebe so traumatisiert werden, dass die umliegenden Haare gleich noch mit ausfallen.

Eine andere Folge des Dense Packing ist ein extrem unnatürliches Ergebnis. Die verpflanzten Haare sehen struppig aus und stehen vom Kopf ab. Deswegen spricht man auch vom „Puppenkopfeffekt“.

Das Risiko eines Shock Loss durch Dense Packing ist dann besonders groß, wenn der behandelnde Arzt und sein Team noch sehr unerfahren ist.

Dr. Levent Acar, Inhaber der Cosmedica Clinic, verfügt über eine jahrzehntelange Berufserfahrung.

Tumeszenz-Lokalanästhesie

Bei der Lokalanästhesie wird das Gewebe unter anderem mit Kochsalz unterspritzt, um die Kopfhaut leicht anzuheben. Wird allerdings zu viel Lösung gespritzt, entsteht erhöhter Gewebsdruck. Dadurch werden wiederum die Haarwurzeln nicht mehr durchblutet.

Eine zu umfangreiche Unterspritzung der Kopfhaut mit Kochsalzlösung führt zu erhöhtem Gewebsdruck, welcher zur temporären Unterbrechung der Durchblutung der Haarwurzeln (Haarfollikel) führen kann.

FUT Technik

Neben der modernen und schonenden FUE Technik, bei der die Grafts einzeln entnommen werden, gibt es auch noch die FUT Technik. Hier wird ein schmaler Hautstreifen aus dem Spenderbereich entnommen, aus dem später die Grafts extrahiert werden.

Wird der Schnitt falsch gesetzt, kann unter Umständen das umliegende Gewebe so traumatisiert werden, dass dort die Haare ausfallen.

Selbst wenn die Haare im Spenderbereich noch dicht und voll wachsen, die Entnahmemöglichkeiten der Grafts bleiben trotzdem begrenzt.

Was tun gegen Shock Loss?

In nahezu allen Fällen ist der Shock Loss nach einer Haartransplantation reversibel. Lediglich in Fällen, wo das Gewebe außergewöhnlich stark geschädigt ist (beispielsweise nach einem Unfall), kann es sein, dass die Haare nicht wieder vollständig nachwachsen. Alle anderen von Shock Loss Betroffenen können das Wachstum ihrer Haare unterstützen, indem sie Stress vermeiden und auf Rauchen sowie ungesunde Ernährung verzichten.

Zudem können Sie Ihr Haarwachstum nach einer Haar OP mit der Anwendung bestimmter Wirkstoffe unterstützen. Besonders hervorzuheben sind hier Minoxidil und Redensyl. Redensyl hat gegenüber Minoxidil den großen Vorteil, dass es keine der Nebenwirkungen aufweist, die bei Minoxidil auftreten können, z. B.

Die beste Lösung ist selbstverständlich, die Gefahr für einen Shock Loss zu minimieren. Daher sollten Sie sich für Ihre Haartransplantation für eine gute Fachklinik entscheiden, in der die Haar OP ausschließlich von erfahrenen Haarchirurgen durchgeführt wird. Wir empfehlen daher eine seriöse Haarfachklinik in Deutschland für Ihre Haartransplantation aufzusuchen.

Haartransplantation - Fallen die Haare nach einer Behandlung wieder aus?

Nachsorge und Pflege

Eine Haartransplantation kann nur gelingen, wenn der Patient auch einiges dafür tut.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind die Grafts noch extrem empfindlich. Die Kopfhaut sollte also auf gar keinen Fall berührt werden - außer bei der Haarwäsche - und sollte ebenso vor Stößen und Schlägen geschützt werden. Ebenso sollten ALLE körperlichen Anstrengungen vermieden werden. Steigt der Blutdruck, beziehungsweise der Puls, besteht die Gefahr, dass die Wunden wieder anfangen zu bluten und dass die frisch verpflanzten Grafts gleich wieder ausgeschwemmt werden.

Nach etwa 15 Tagen sollte der Heilungsprozess abgeschlossen sein.

Sauna, Solarium und Schwimmbad sind etwa drei Wochen nach dem Eingriff wieder möglich. Leichtes Training ist etwa nach 20 Tagen wieder drin.

Nach einer Eigenhaarverpflanzung kann gezielte Pflege das Haarwachstum fördern und den Heilungsprozess positiv beeinflussen.

Wichtig ist natürlich, dass der Patient die Anweisungen zur Nachsorge befolgt und sich in den ersten Monaten an die Empfehlungen des Behandlungsteams hält.

Dr. Levent Acar gibt seinen Patienten genaueste Anweisungen zum Verhalten nach der Haartransplantation. Das Team steht auch bei weiteren Fragen gerne zu Verfügung.

Wann ist eine Nachkontrolle notwendig?

Starke und anhaltende Rötungen oder Schwellungen: Eine leichte Rötung ist nach dem Eingriff normal, sollte jedoch nach einigen Tagen abklingen.

Eitrige Entzündungen oder ungewöhnliche Krustenbildung: Kleine Krusten auf der Kopfhaut sind in den ersten Tagen normal.

Eine Nachkontrolle ist notwendig, wenn die Symptome länger als zwei Wochen anhalten oder sich verschlimmern.

Was tun bei Haarausfall 2 Jahre nach der Haartransplantation?

TL;DR: Wenn 2 Jahre nach der Haartransplantation wieder Haarausfall auftritt, steckt dahinter meist kein Behandlungsfehler, sondern hormonelle, genetische oder pflegebedingte Ursachen. Entscheidend ist, zwischen natürlichen Haarwechsel und echtem Haarausfall zu unterscheiden und frühzeitig gegenzusteuern.

Nach einer Haartransplantation kann es auch Jahre später Phasen geben, in denen Haare ausfallen, das bedeutet aber nicht immer, dass das Ergebnis verloren geht.

Tipp: Wenn der Verlust länger als 2-3 Monate anhält oder neue kahle Stellen entstehen, sollten Sie sich ärztlich beraten lassen.

Viele Fälle von „Haarausfall 2 Jahre nach der Haartransplantation“ entstehen, weil die Nachsorge vernachlässigt wird.

Wenn Sie 2 Jahre nach Ihrer Haartransplantation feststellen, dass die Haare dünner werden oder kahle Stellen entstehen, sollten Sie nicht abwarten.

Nicht unbedingt. Nach zwei Jahren sollte das Ergebnis stabil sein. Wenn Haare erneut ausfallen, kann das hormonelle oder pflegebedingte Ursachen haben.

Mögliche Ursachen für erneuten Haarausfall

  • Genetische Veranlagung: Nicht alle Bereiche der Kopfhaut sind resistent gegen hormonellen Haarausfall.
  • Hormonelle Veränderungen: Psychische Belastung oder hormonelle Umstellungen.
  • Unrealistische Erwartungen: Auch bei perfekter Operation bleiben natürliche Grenzen der Dichte bestehen.

Nachsorge

  • Waschen: Ab dem dritten Tag darf mit einem milden, pH-neutralen Shampoo gewaschen werden.
  • Nachsorgekontrollen: Regelmäßige Check-ups.

FAQ: Haarausfall nach Haartransplantation - häufige Fragen

  1. Ist Haarausfall 2 Jahre nach einer Haartransplantation normal?
  2. Kann der genetische Haarausfall nach einer Transplantation zurückkehren?
  3. Wann sollte man nach der Transplantation eine Nachkontrolle machen?

Idealerweise nach 1, 3, 6, 12 und 24 Monaten.

Wie man das Scheitern einer Haartransplantation verhindern kann

  • Wählen Sie einen qualifizierten Chirurgen
  • Halten Sie sich an die Richtlinien für die postoperative Versorgung
  • Behalten Sie einen gesunden Lebensstil bei
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung
  • Folgetermine wahrnehmen

Wo Sie sich beraten lassen können

Wenn Sie sich für eine Haartransplantation interessieren, stehen Ihnen die Experten der KÖ-HAIR Fachklinik sehr gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Dazu stehen wir Ihnen neben unserer Klinik in Düsseldorf auch an weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Nutzen Sie gerne unsere kostenlose Online-Terminvereinbarung oder rufen Sie uns an unter 0211-93672290. Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular.

Erfahren Sie alles über KÖ-HAIR, bleiben Sie auf dem neusten Stand der Entwicklung! Wir sind ein internationales Team, das sich mit Leidenschaft der Bereitstellung erstklassiger Haartransplantationspflege widmet.

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