Kokosöl lässt sich vielseitig einsetzen: beim Kochen, als Mundspülung zum Ölziehen, oder auch zur Hautpflege. Aber auch zur Haarpflege kann Kokosöl benutzt werden - wenn man ein paar Dinge bei der Anwendung beachtet. Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst. Das Öl ist fest und weiß, ab einer bestimmten Temperatur wird es dann flüssig und klar.
Reines Kokosnussöl lässt sich vielfältig für die Haarpflege anwenden. Sie können während der Haarwäsche das Öl in Ihren Handflächen erwärmen, es dann ins feuchte Haar und auf der Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen und anschließend mit Shampoo ausspülen. Oder ein gebrauchsfertiges Kokosöl aus der Drogerie direkt nach der Haarwäsche als Spülung benutzen. Dafür sollten Sie eine etwa haselnussgroße Menge in den Längen und Spitzen verteilen, und es zwei bis drei Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser auswaschen.
Bei der Frage, ob Kokosöl gut für die Haare ist, gehen die Meinungen auseinander. Wir zeigen hier auf, welche Vor- und welche Nachteile Kokosöl für die Haare haben kann.
Kokosöl für die Haare sollte qualitativ hochwertig sein. Am besten verwendet man kalt gepresstes, nicht raffiniertes, ungebleichtes Öl aus biologischem Anbau. Bei einem schonenden Herstellungsverfahren gehen die Vitamine und Mineralien nicht verloren. Durch Hitze hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.
In Bio- oder Drogeriemärkten gibt es passendes Kokosöl für die Haare. Dort lassen sich zahlreiche vorgefertigte Produkte finden. Der Vorteil ist einerseits die einfache und unkomplizierte Anwendung.
So können sie sich eine Haarmaske ganz einfach selbst machen, für eine natürliche Pflege:
Weil Kokosöl der Kopfhaut aufgrund der antibakteriellen Laurinsäure guttut, profitieren Menschen mit juckender oder schuppender Kopfhaut. Wer zu spröden Haaren neigt, dem verleiht Kokosöl frische und gesunde Spitzen. Das Öl wirkt aufgrund der Antioxidantien wie Vitamin E wie eine Schutzschicht und macht das Haar widerstandsfähiger.
Wer unter Haarausfall leidet, dem kann das Öl ebenfalls helfen. Denn durch die enthaltenen Vitamine und Mineralien kann das Haarwachstum angeregt werden. Nicht zu Kokosöl für die Haare greifen sollte, wer feines Haar hat. Das Öl beschwert nämlich. Hier gibt es bessere Öl-Alternativen für die Haarpflege. Aber auch lockige, sehr poröse oder proteinempfindliche Haare können durch Kokosöl eher trocken und spröde werden.
Die Einwirkzeit einer Kokosöl-Kur hängt vom gewünschten Pflegeeffekt und dem Haartyp ab. Für eine schnelle Pflege reicht es aus, das Öl 30 bis 60 Minuten einwirken zu lassen - ideal für normales oder leicht trockenes Haar. Wer eine intensivere Wirkung erzielen möchte, lässt die Kur ein bis zwei Stunden im Haar. Bei stark strapaziertem, krausem oder sehr trockenem Haar kann Kokosöl auch über Nacht einwirken, um die maximale Pflegewirkung zu entfalten. Dabei sollte man das Öl jedoch nur in die Längen und Spitzen geben und das Kopfkissen schützen.
Aber: Kann man Kokosöl auch in trockene Haare geben? Durchaus, denn das Öl eignet sich auch als Leave-In-Produkt für die Spitzen. Dazu einfach eine kleine Menge in den Händen erwärmen, in den trockenen Haarspitzen verteilen und nicht auswaschen. Wichtig ist, nicht zu viel Öl zu verwenden, weil die Haare sonst fettig wirken.
Klingt erstmal nach einem Widerspruch, kann aber passieren - Kokosöl kann bei porösem Haar austrocknend wirken, weil es die Feuchtigkeit im Haar zwar einschließt, aber selbst keine Feuchtigkeit spendet. Hochporöses Haar hat geöffnete Schuppenschichten und verliert schnell Feuchtigkeit. Wenn Kokosöl auf trockenes Haar aufgetragen wird, versiegelt es diese Trockenheit und verhindert, dass pflegende Feuchtigkeit von außen eindringen kann - das Haar wirkt danach oft noch spröder. Zusätzlich kann Kokosöl den Proteinverlust im Haar reduzieren, was bei proteinempfindlichem oder bereits proteinreichem Haar zu einem Ungleichgewicht führen kann: Das Haar fühlt sich dann hart, stumpf oder strohig an. Besonders bei geschädigtem oder chemisch behandeltem Haar ist es deshalb wichtig, zuerst Feuchtigkeit zuzuführen und dann nur sparsam ein Öl wie Kokosöl zu verwenden - oder auf leichtere Öle wie Argan- oder Jojobaöl auszuweichen.
Nicht nur Kokosöl ist gut für die Haare. Auch andere Öle wie Olivenöl, Arganöl oder Rizinusöl eignen sich zur Haarpflege. Welches Öl am besten ist, hängt von der individuellen Haarstruktur ab. Bei sehr feinen Haaren ist Kokosöl eher kontraproduktiv. Jojobaöl oder Arganöl pflegen feines und dünnes Haar besonders gut und verleihen ihm sogar zusätzlich Volumen. Oft werden Oliven- und Kokosöl auch gemischt. Welches Öl dem eigenen Haar am meisten nutzt, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Vor allem bei einer Kurzhaarfrisur kann Haarwachs den nötigen Schwung verleihen, damit dein Haar nicht platt aussieht. Bei Haarwachs sind das natürliche (wie Kokosöl, Carnaubaöl) oder erdölbasierte (Paraffin, Vaseline) Wachse. Haargel dagegen ist wasserbasiert und macht das geformte Haar fest.
Gewusst? Laut Ökotest liegt die Hauptproblematik von handelsüblichem Haarwachs darin, dass es mineralölbasierte Fette und Wachse enthalten kann. Dazu zählen Stoffe wie Vaseline oder Paraffin. Diese Fette und Wachse können Verunreinigungen von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) haben. Darüber hinaus ist noch unklar, ob sie auch krebserregend sind.
Mit Sheabutter, Kokosöl und Rosenwachs kannst du Haarwachs selber machen. Was du dafür brauchst? Lediglich zwei Zutaten: Rosenwachs (zu kaufen z.B. bei **Amazon) und raffinierte Sheabutter (**Avocadostore). Hinweis: Raffinierte Sheabutter ist länger haltbar als unraffinierte.
Mit ätherischen Ölen kannst du deinem Haarwachs eine Duftnote geben. Nimm für dein Haarstyling mit der Spitze des Zeigefingers etwas Haarwachs aus dem Tiegel. Verreibe es kurz in deiner Hand, damit es warm und formbar wird.
Alternativ zur Sheabutter kannst du Kokosöl (**Avocadostore) verwenden. Auch das Rosenwachs kannst du ersetzen. Eine weitere vegane Variante ist Carnaubawachs (**Amazon). Für eine nicht-vegane Variante kannst du auf Bienenwachs-Pellets (**Avocadostore) ausweichen.
Mit fünf Tropen eines ätherischen Öls, das du nach dem Wasserbad in die Haarwachs-Masse hineinmischst, verleihst du deinem Haarwachs eine erfrischende Duftnote. Gut eignen sich Lavendelöl, Rosenöl oder Zitronenöl.
Kokosöl ist vielseitig einsetzbar. Hier sind einige zusätzliche Anwendungen:
Kokosöl ist ein wahrer Beauty-Allrounder und kann sowohl für die innere als auch äußere Anwendung genutzt werden. Probieren Sie es selbst aus und erleben Sie die vielfältigen Vorteile für Haut und Haar!
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Spendet Feuchtigkeit und speichert sie | Kann das Haar beschweren |
| Stärkt die Haarstruktur durch Laurinsäure | Kann schwer auszuwaschen sein und Rückstände hinterlassen |
| Schützt vor Proteinverlust | Kann bei fettiger Kopfhaut Poren verstopfen |
| Wirkt antibakteriell und beruhigt die Kopfhaut | Heilt keine strukturellen Schäden wie Spliss dauerhaft |
| Natürlich und frei von Chemikalien | Kann poröses Haar austrocknen |
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