Soderm Plus Lösung: Anwendung und Informationen bei Haarausfall und Hauterkrankungen

Soderm plus Lösung ist ein Kombinationspräparat zur Anwendung auf der Haut, das bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt wird. Es enthält zwei Hauptwirkstoffe: Betamethasondipropionat (Ph.Eur.), ein Kortikosteroid, und Salicylsäure, ein hornhautlösendes Mittel.

Wirkungsweise von Soderm Plus

Betamethasondipropionat verringert Entzündungserscheinungen und allergische Reaktionen der Haut, sowie Reaktionen, die mit übermäßiger Zellteilung einhergehen. Salicylsäure lockert die verhornten oberen Hautschichten und erleichtert das Eindringen des Kortikosteroids.

Anwendungsgebiete

Soderm plus Lösung wird zur Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt:

  • Chronische oder nicht akut verlaufende trockene Dermatosen
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Chronische Ekzeme bzw. allergische Dermatitiden
  • Seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut
  • Dyshidrosis lamellosa sicca
  • Symmetrisch lokalisierte chronische Ekzeme
  • Zur Behandlung der Psoriasis der Kopfhaut und weiterer nichtinfektiöser entzündlicher, allergischer oder juckender Kopfhauterkrankungen, bei denen die symptomatische Anwendung von stark wirksamen Kortikoiden angezeigt ist.

Kontraindikationen

Soderm plus Lösung darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Betamethasondipropionat, Salicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei bestimmten virusbedingten Erkrankungen (z.B. Windpocken, Herpes)
  • Bei bakteriellen Erkrankungen (wie z.B. Tuberkulose der Haut, Erysipel oder syphilitische Hautmanifestationen)
  • Bei bakteriellen Erkrankungen oder Pilzerkrankungen der Haut (es sei denn, sie werden entsprechend behandelt)
  • Auf Hautbereichen, die eine Impfreaktion aufweisen
  • Auf Hautbereichen, die von Akne, Rosazea (Hautentzündung, die rot/rosig ist), perioraler Dermatitis (Hautentzündung im Bereich von Oberlippe und Kinn) betroffen sind
  • Am Auge, auf Schleimhäuten, im Genitalbereich und auf tiefen offenen Wunden
  • Bei wiederholter Anwendung: Wenn Sie an Magen- oder Darmentzündungen leiden oder bei einer bestimmten Form von Blutgerinnungsstörung (Hypokoagulabilität)
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Unter Okklusivbedingungen (Pflaster/Verbände usw.)

Anwendungshinweise und Dosierung

Wenden Sie Soderm plus Lösung immer genau nach der Anweisung des Arztes oder Apothekers an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Tragen Sie Soderm plus Lösung ein- bis zweimal täglich auf die erkrankten Hautstellen auf. Für manche Krankheitsbilder ist die einmal tägliche Anwendung ausreichend.

Dosierung: Im Allgemeinen werden die zu behandelnden Stellen anfangs morgens und abends mit der Lösung befeuchtet. Sobald eine Wirkung festzustellen ist, kann die tägliche Anwendung auf einmal morgens oder abends, später auf etwa 3 -4mal wöchentlich herabgesetzt werden.

Dauer der Anwendung: Die Anwendungsdauer beträgt 2 bis 4 Wochen. Bei Erwachsenen nicht länger als 3 Wochen, max. Tagesdosis von 2 g Salicylsäure nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei Kindern Tagesdosis von 0,2 g Salicylsäure und 10% behandelte KOF nicht überschreiten und nicht länger als 1 Woche anwenden.

Die Lösung eignet sich besonders zur Anwendung auf dem behaarten Kopf. Das Präparat wird in Flaschen mit Tropfeinsatz geliefert. Es lässt sich so direkt auf die zu behandelnde Stelle der Kopfhaut auftragen, ohne das Haar vollständig zu benetzen.

Aufgrund der Entflammbarkeit sollten Sie während und unmittelbar nach der Anwendung offene Flammen und Hitze (einschließlich des Gebrauchs von Haartrocknern) meiden und nicht rauchen.

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Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Soderm plus Lösung anwenden. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn Hautreizung oder Sensibilisierung während der Anwendung auftreten. Entzündungshemmende Wirkstoffe (Kortikosteroide) wie Betamethasondipropionat in Soderm plus Lösung zeigen starke Auswirkungen auf den Körper.

Um die Gefahr von Nebenwirkungen zu verringern:

  • Verwenden Sie so wenig wie möglich, besonders bei Kindern.
  • Wenden Sie die Lösung nur so lange wie unbedingt nötig an, um die Hauterkrankung zu lindern.
  • Bei Erwachsenen sollte die Anwendungsdauer 3 Wochen nicht überschreiten; Kinder dürfen nicht länger als 1 Woche mit Soderm plus Lösung behandelt werden.
  • Sollten Sie Soderm plus Lösung nicht in die Augen oder den Mund, auf offene Wunden oder Schleimhäute bringen (z.B. im Anal- und Genitalbereich).
  • Sollten Sie die Lösung nicht auf großen Körperflächen anwenden; bei Kindern darf der maximal behandelte Bereich nicht größer sein als 10% der Körperoberfläche.
  • Sollten Sie die Lösung nicht anwenden unter luft- und wasserdichten Materialien einschließlich Verbänden, wenig atmungsaktiven Wundauflagen, Kleidung oder Windeln.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, wenden Sie Soderm plus Lösung nicht weiter an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Hautreizung
  • Dünnerwerden der Haut (Atrophie)
  • Hautstreifenbildung
  • Bläschenbildung
  • Steroidakne
  • Entstehung von hellen Flecken auf der Haut (Hypopigmentierung)
  • Besenreiser
  • Hautbrennen
  • Jucken
  • Trockenheit der Haut
  • Haarbalgentzündung (Follikulitis) und veränderter Haarwuchs
  • Sensibilisierung
  • Periorale Dermatitis (Hautentzündung im Bereich von Oberlippe und Kinn)
  • Allergische Hautreaktion (Kontaktdermatitis)
  • Hautaufweichung
  • Verzögerte Wundheilung
  • Schuppung
  • Sekundärinfektionen (zusätzliche durch Keime verursachte Infektionen)
  • Verschwommenes Sehen

Folgende Nebenwirkungen können häufiger auftreten, wenn die Anwendung unter Okklusivverbänden (Windeln, Pflaster) erfolgt: Hautaufweichung, zusätzliche durch Keime verursachte Infektionen (Sekundärinfektionen), Dünnerwerden der Haut, Hautstreifenbildung und Bläschenbildung.

Nebenwirkungen können nicht nur am Behandlungsort auftreten, sondern auch an vollkommen anderen Körperstellen (d.h. systemische Nebenwirkungen). Dies geschieht, wenn der Wirkstoff (Kortikosteroid) durch die Haut in den Körper aufgenommen wird. Dies kann z.B. zum sogenannten Cushing-Syndrom führen.

Bei Kindern wurden verzögertes Wachstum, verringerte Gewichtszunahme und Hirndrucksteigerung beobachtet.

Häufigkeit Nebenwirkungen
Nicht bekannt Hautreizung, Atrophie, Hautstreifenbildung, Bläschenbildung, Steroidakne, Hypopigmentierung, Besenreiser, Hautbrennen, Jucken, Trockenheit, Follikulitis, veränderter Haarwuchs, Sensibilisierung, periorale Dermatitis, Kontaktdermatitis, Hautaufweichung, verzögerte Wundheilung, Schuppung, Sekundärinfektionen, verschwommenes Sehen
Häufig (bei Okklusivverbänden) Hautaufweichung, Sekundärinfektionen, Dünnerwerden der Haut, Hautstreifenbildung, Bläschenbildung

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Um jegliches Risiko für Ihr Kind zu vermeiden, dürfen Sie Soderm plus Lösung nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen so verordnet. Wenn Ihnen Ihr Arzt empfiehlt, Soderm plus Lösung während der Stillzeit anzuwenden, tragen Sie dieses Arzneimittel nicht auf die Brust auf.

Wichtige Hinweise für Kinder

Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern mit Soderm plus Lösung erhöhte Vorsicht geboten, da es zu einer erhöhten Aufnahme des Kortikosteroids und der Salicylsäure durch die kindliche Haut kommen könnte. Bei der Behandlung von Kindern darf die tägliche Dosis von 0,2 g Salicylsäure nicht überschritten werden.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Lagerung und Haltbarkeit

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach «Verwendbar bis» angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Nach dem ersten Öffnen der Flasche ist Soderm plus Lösung 3 Monate haltbar. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden.

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