Wenn Männer unter Bartausfall leiden, steckt dahinter häufig mehr als bloß ein kosmetisches Problem. Mediziner sprechen in solchen Fällen von „Alopecia barbae“, einer Form von Haarausfall, die den Bartbereich betrifft. Haarausfall betrifft nicht nur den Kopf - auch im Gesicht kann es zu kahlen Stellen kommen. Die Gründe dafür ähneln oft denen des Kopfhaarverlusts. Genetik, Hormone und Autoimmunprozesse spielen auch hier eine zentrale Rolle.
Der Bart folgt - wie das Kopfhaar - einem biologischen Wachstumszyklus. Haarfollikel, die tief in der Haut liegen, sind für das Haarwachstum verantwortlich. Hormone wie DHT beeinflussen sie stark. Auch die Blutversorgung der Haut spielt eine wichtige Rolle. Wenn Follikel nicht ausreichend durchblutet werden, fehlt es an Nährstoffen.
Es ist völlig normal, dass täglich einige Barthaare ausfallen - schließlich durchlaufen sie, genau wie Kopfhaare, einen ständigen Zyklus aus Wachstum, Ruhe und Erneuerung. Solange täglich etwa 20 bis 30 Haare verloren gehen, besteht kein Grund zur Sorge. Problematisch wird es jedoch, wenn plötzlich kahle Stellen sichtbar werden oder sich einzelne Bereiche des Bartes nicht mehr richtig schließen.
Ein gesunder Bart fühlt sich dicht, gleichmäßig und gepflegt an. Doch manchmal sendet die Haut unter dem Bart Warnsignale, die auf ein Ungleichgewicht oder eine beginnende Störung hindeuten können.
Ursachen von Bartausfall
Die Ursachen für Bartausfall können vielfältig sein. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
- Genetische Veranlagung: Diese erbliche Form des Haarausfalls betrifft viele Männer - auch im Bartbereich. Der Körper produziert DHT, ein Hormon, das bestimmte Haarfollikel empfindlich macht.
- Autoimmunreaktionen: Eine Überreaktion des Immunsystems kann plötzlich dazu führen, dass Barthaare ausfallen. Mediziner nennen das Alopecia areata. Diese Variante beschränkt sich ausschließlich auf den Bart. Besonders das Kinn, die Wangen und die Oberlippe sind betroffen. Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) bilden sich kahle runde Stellen im Kopfhaar, mitunter an den Augenbrauen, dem Bart oder dem Körperhaar. Solch ein Haarausfall kommt bei Frauen und Männern vor: Etwa eine von 50 Personen erlebt ihn im Lauf ihres Lebens. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber oft im Kindes- und jungen Erwachsenenalter. Grund für den Haarausfall sind wahrscheinlich Autoimmunreaktionen. Dabei erkennt das Immunsystem die Haarwurzeln fälschlicherweise als fremd, greift sie an und schädigt sie. Je nach Schwere der Erkrankung können die Haare nachwachsen oder dauerhaft ausgehen. Oft wachsen die Haare allmählich von allein nach. Passiert das nicht, können Ärztinnen und Ärzte zum Beispiel Medikamente einsetzen.
- Hormonelle Einflüsse: Hormone beeinflussen, wie kräftig oder lückenhaft ein Bart wächst. Besonders Testosteron und sein Abbauprodukt DHT sind hier entscheidend. Auch die Schilddrüse hat ein Wörtchen mitzureden: Arbeitet sie zu langsam, verlangsamt sich auch der Zellstoffwechsel in den Follikeln. Die Haare regenerieren sich schlechter.
- Stress: Dauerhafter Stress beeinflusst den Körper ebenfalls negativ. Wer ständig unter Druck steht, produziert zu viel Cortisol. Das schwächt die Wirkung der männlichen Hormone, bringt den Haarzyklus durcheinander - Barthaare geraten zu früh in die Ruhephase. Auch Hormonpräparate und Anabolika stören den natürlichen Ablauf.
- Infektionen: Wenn plötzlich Juckreiz, Schuppen oder Rötungen im Bart auftreten, denken viele nicht gleich an eine Infektion. Doch Pilzerkrankungen wie Tinea barbae sind im Bartbereich keine Seltenheit. Die typischen Symptome sind lästig - und manchmal fällt das Haar gleich mit aus. Auch Bakterien machen dem Bart zu schaffen. Gerade nach der Rasur können Keime wie Staphylococcus aureus über winzige Schnitte eindringen. Das Ergebnis: entzündete Haarfollikel, kleine Pickelchen - und mit etwas Pech: kahle Stellen.
- Hauterkrankungen: Was viele nicht wissen: Auch chronische Hautprobleme wie Psoriasis oder seborrhoische Dermatitis zeigen sich häufig im Bartbereich. Schuppige, gerötete Haut ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig auch zu Bartausfall führen.
- Ernährung: Die Basis eines dichten Bartes liegt in der Ernährung - insbesondere Eiweiß spielt dabei eine Schlüsselrolle. Ohne genügend Protein wird weniger Keratin gebildet, das wichtigste Strukturprotein des Haars. Fehlt dieses Fundament, schwächeln die Haarwurzeln. Studien weisen darauf hin, dass ein Mangel an Nährstoffen bei vielen Männern eine direkte Ursache für Bartausfall darstellt.
- Genussmittel: Hinzu kommen Genussmittel wie Nikotin und Alkohol, die ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben. Während Rauchen die Durchblutung der Haut verschlechtert, stört Alkohol die Aufnahme wichtiger Spurenelemente.
Alopecia barbae stellt für viele Männer eine ebenso große Herausforderung dar wie die erblich bedingte Glatzenbildung. Was jedoch sicher ist: An den betroffenen Stellen fallen alle Haare aus, sodass die Haut glatt wie nach einer Rasur erscheint. Alopecia barbae, bekannt als kreisrunder Bartausfall, ist eine spezielle Form der Alopecia areata, die spezifisch den Bart betrifft. Der medizinische Ausdruck „Alopecia“ steht für Haarausfall, während „barba“ auf den Bartbereich hinweist.
Diese Erkrankung kennzeichnet sich durch plötzliches Ausfallen der Barthaare in Schüben, wobei deutlich sichtbare, kreisförmige und etwa münzgroße Kahlstellen entstehen. Diese Kahlstellen können an verschiedenen Stellen wie den Schläfen, Wangen, der Oberlippe, dem Kinn oder im Halsbereich auftreten. Von einem medizinischen Standpunkt aus betrachtet, ist Alopecia barbae eine spezifische Unterart der Alopecia areata. Diese umfassendere Erkrankung ist durch scharf abgegrenzte, runde oder oval längliche kahle Flecken gekennzeichnet, die jedoch nicht nur auf den Bart beschränkt sind, sondern sämtliche Körperregionen, insbesondere den Kopfbereich, einschließen können.
Das markante Auftreten von haarlosen „Löchern“ im ansonsten dichten Bart bei Alopecia barbae weist auf ein autoimmunes Geschehen hin. Die genauen Ursachen dieses unerwarteten Haarausfalls sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird diskutiert, dass erst das Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren eine Störung in der Immunabwehr auslöst, was letztendlich zu diesen markanten kahlen Stellen führt. Im Gegensatz zu genetischen Faktoren sind psychische Faktoren und diverse äußere Einflüsse als maßgebliche Krankheitsauslöser umstritten.
Diese spezifische Form des kreisrunden Haarausfalls kann theoretisch Personen beiderlei Geschlechts und in jedem Lebensalter betreffen. Gelegentlich wird diese Diagnose sogar bei Kleinkindern gestellt. Allerdings ist die Alopezie, die speziell den Bart betrifft, relativ unbekannt. Fleckförmiger Bartausfall tritt vor allem bei jüngeren Männern auf. Diejenigen, die bis zum Alter von 40 Jahren noch keine Symptome gezeigt haben, haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, dauerhaft von dieser unvorhersehbaren Immunstörung verschont zu bleiben.
Wenn Sie plötzlich fingernagelgroße, haarlose Flecken in Ihrem Bart bemerken, die sich auf Münzgröße ausweiten und eventuell sogar zu einer größeren Kahlstelle verschmelzen, ist sofortiges Handeln gefordert. Dies gilt für alle Barttypen, sei es ein Vollbart, Dreitagebart, Schifferkrause, Koteletten oder Moustache.
Typische Symptome von Alopecia barbae: kreisrunde, kahle Stellen im Bartbereich.
Diagnose von Bartausfall
Die Diagnose der kreisrunden Alopecia am Bart erfolgt üblicherweise schnell und eindeutig. Eine einfache Sichtdiagnose reicht oft aus, um Klarheit zu schaffen. Zupftests an den Rändern der kahlen Stellen zeigen in der Regel, dass die Haare leicht herausziehbar sind, was typisch für diese Erkrankung ist. Aufwendigere Verfahren wie eine Kopfhautbiopsie sind normalerweise nicht notwendig, um die Diagnose zu bestätigen.
Diagnose von Alopecia barbae durch Zupftest.
Behandlung von Bartausfall
Die gute Nachricht für Betroffene von Alopecia barbae ist die relativ hohe Spontanheilungsrate. Sollte jedoch keine spontane Besserung eintreten, gibt es mehrere Behandlungsmethoden. Zinkpräparate können effektiv das Immunsystem regulieren und dessen Überreaktionen mildern. Für Fälle, in denen diese Ansätze nicht greifen, bietet die topische Immuntherapie eine weitere Möglichkeit.
Hier sind einige der gängigen Behandlungsansätze:
- Minoxidil: Minoxidil ist eines der am häufigsten verwendeten Produkte, wenn es um Bartausfall geht. Es erweitert die Gefäße und sorgt dafür, dass Haarwurzeln wieder besser arbeiten können. Zusätzlich setzen viele auf Microneedling, um die Wirkung zu verstärken. Mit feinen Nadeln werden gezielte Mikrokanäle in die Haut gesetzt, die die Kollagenbildung anregen und das Einwirken von Minoxidil verbessern. Wichtig ist die richtige Anwendung: Zuerst gründlich reinigen, dann die Lösung auftragen und vorsichtig einmassieren. In den ersten Stunden nach dem Auftragen sollte man die Haut trocken lassen. Wer empfindlich reagiert, kann die Häufigkeit der Anwendung anpassen oder ärztlichen Rat einholen.
- Kortison: Zu Beginn einer Therapie kommen üblicherweise Präparate mit entzündungshemmendem Kortison zum Einsatz - meist zum Auftragen auf die kahlen Stellen. Um sicher sagen zu können, ob die äußerliche Behandlung anschlägt, muss man die Präparate für mindestens drei Monate anwenden, maximal für fünf bis sechs Monate. Solange dauert es, bis die Entzündung nachlässt, die Haarwurzeln sich erholen und ein neues Haar nachwachsen kann. Ein nächster Schritt in der Therapie kann darin bestehen, Kortison in die Haut der haarlosen Stellen zu spritzen. Da manche Menschen diese Maßnahme als sehr schmerzhaft empfinden können, eignet sie sich nicht für jede Person. Ist der Haarausfall stärker ausgeprägt, können Ärztinnen und Ärzte Kortison als Tabletten in Form einer Stoß- oder Pulstherapie einsetzen. Das Medikament kommt dabei in abnehmender Dosierung und über einen kurzen Zeitraum zum Einsatz oder in einem On-Off-Schema - also einem Wechsel von Einnehmen („On“) und Absetzen („Off“). Mitunter wird die äußerliche Anwendung oder das Spritzen von Kortison mit der Einnahme von Kortison-Tabletten kombiniert.
- Minoxidil und Kortison in Kombination: Grundsätzlich ist es möglich, unterstützend Minoxidil als Lösung, Spray oder Schaum anzuwenden. Dieser Wirkstoff soll die Durchblutung der Kopfhaut fördern und somit das Haarwachstum anregen. Setzt man Minoxidil nach der Kortison-Behandlung ein oder parallel dazu, könnte sich das positiv auf das Haarwachstum auswirken. Minoxidil-Präparate sind frei verkäuflich und für die Anwendung beim anlagebedingten Haarausfall bestimmt. Für den Einsatz bei Alopecia areata sind sie nicht zugelassen. Lassen Sie sich ärztlich zur richtigen Anwendung und den möglichen Nebenwirkungen beraten.
- Lichttherapien: Lichtbehandlungen mit UV-B-Licht, mitunter auch als Excimer-Laser bezeichnet, haben einen gewissen therapeutischen Stellenwert und können mit anderen Behandlungen kombiniert werden. Der Nachteil ist, dass mehrere Therapiesitzungen nötig sind und man sich dafür regelmäßig in der ärztlichen Praxis einfinden muss. Hinzu kommt, dass sich durch das Bestrahlen der Haut mit UV-Licht das Hautkrebs-Risiko erhöht. Dieses steigt umso eher, je länger die Therapie dauert.
- Immuntherapie mit DCP: Falls nach Therapieversuchen mit Kortison nicht zu erkennen ist, dass Haare nachwachsen, besteht die Möglichkeit einer Behandlung mit Diphenylcyclopropenon (DCP). Die Substanz wird auf die Kopfhaut gepinselt und löst an den behandelten Stellen gezielt eine Allergie aus. Mit dieser Maßnahme möchte man das Immunsystem dazu bringen, den „Angriff“ auf die Haarwurzeln zu unterlassen. Vereinfacht gesagt, wird das Immunsystem durch die künstlich hervorgerufene allergische Reaktion von der Entzündung an den Haarwurzeln abgelenkt. Wichtig: Die Therapie mit DCP bei Alopecia areata ist in Deutschland nicht zugelassen, kann aber ärztlich verordnet werden. Medizinerinnen und Mediziner bezeichnen das als Off-Lable-Use - was so viel heißt wie „Verwendung, die nicht auf dem Etikett steht“. Erwägt man solch eine Therapie, sollte man sich an ein dafür spezialisiertes Zentrum, beispielsweise an einer Universitätsklinik, wenden.
- Reiztherapie mit Dithranol: Alternativ zur DCP-Behandlung kommt eine Reiz-Therapie mit Dithranol infrage. Fachleuten zufolge birgt diese Behandlung weniger Risiken und eignet sich daher vor allem bei Kindern. Hierbei handelt es sich um Präparate, die zur äußerlichen Anwendung bei Menschen mit Schuppenflechte zugelassen sind. Ärztinnen und Ärzte dürfen sie aber bei kreisrundem Haarausfall verordnen („Off-Label-Use“).
- JAK-Inhibitoren: JAK steht für Januskinasen. Inhibitor bedeutet Hemmstoff. Januskinasen sind Enzyme, die Entzündungsprozesse fördern, die mit kreisrundem Haarausfall in Zusammenhang stehen. JAK-Inhibitoren, also Hemmstoffe gegen diese Kinasen, ermöglichen es, die Entzündungsprozesse zu unterdrücken. In der Folge erholen sich die Haare und können wieder nachwachsen. Im Juni 2022 hat die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) den Wirkstoff Baricitinib als ersten JAK-Inhibitor zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerem kreisrundem Haarausfall zugelassen. Die Hemmstoffe werden als Tabletten eingenommen. Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, die Kosten für die bisher noch teure Behandlung zu übernehmen. Es ist daher sinnvoll, sich vor Therapiebeginn eine Zusage zur Kostenübernahme einzuholen. Eine Behandlung mit JAK-Inhibitoren vermag es ebenfalls nicht, den Haarausfall zu heilen. Bereits einige Wochen nach Absetzen der Tabletten können die Haare wieder ausfallen. Zudem birgt die Einnahme Nebenwirkungen, sodass Untersuchungen vor der ersten Einnahme und regelmäßig während der Therapie notwendig sind. Da JAK-Inhibitoren das Immunsystem leicht unterdrücken, ist es sinnvoll, vor Beginn der Therapie den Impfstatus zu prüfen und wichtige fehlende Impfungen nachzuholen.
Trotz dieser vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten sind die Erfolgsquoten oft vergleichbar mit der Spontanheilungsrate. Wenn traditionelle Therapien versagen, wird zunehmend die Haarverpflanzung als Option betrachtet, um kahle Stellen effektiv und dauerhaft mit Eigenhaar zu bedecken.
Sollte keine Spontanheilung eintreten und herkömmliche Therapieformen fehlschlagen, bietet die Barthaartransplantation eine effektive Lösung. Egal ob durch den Einsatz von Zink, topische Immuntherapie oder Haarimplantation: Die kreisrunde Alopecia barbae ist kein unausweichliches Schicksal. Als Betroffener haben Sie mehrere Möglichkeiten zur Behandlung und sollten sich nicht entmutigen lassen.
Ergebnis einer erfolgreichen Barthaartransplantation.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Ein plötzlicher, schneller Verlust von Barthaaren ist häufig ein Symptom, das ernst genommen werden sollte. Neben rein ästhetischen Gründen können medizinische Ursachen dahinterstecken - wie Erkrankungen des Immunsystems oder der Schilddrüse. Wenn der Bartausfall mit weiteren Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit oder entzündlichen Hautreaktionen auftritt, ist eine dermatologische Abklärung dringend notwendig. Auch Rötungen, Schmerzen oder Schuppung im Bartbereich sind Hinweise auf Infektionen, die gezielt behandelt werden müssen.
Bleiben alle Behandlungsversuche ohne Ergebnis, lohnt sich ein tieferer Blick in den Hormon- und Immunstatus. Bei langfristigem, therapieresistentem Bartausfall wurden in der Hälfte der Fälle ernsthafte Störungen festgestellt - etwa Autoimmunreaktionen oder hormonelle Dysbalancen.
Umgang mit dem Haarausfall
Jeder Mensch geht unterschiedlich damit um, Haare zu verlieren. Manche kommen gut damit klar, für andere ist es ein einschneidendes Erlebnis.
Kreisrunder Haarausfall fällt leicht auf und kann dazu führen, dass sich Betroffene unwohl fühlen.
Tritt der Haarverlust sehr plötzlich auf oder ist er sehr stark ausgeprägt, kann das emotional enorm belasten. Mitunter passiert es, dass Menschen aufgrund des Haarausfalls gemobbt und sozial ausgegrenzt werden - vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist dieses Risiko groß.
In solchen Fällen lässt sich einiges tun, um den Leidensdruck zu mindern.
Kosmetische Maßnahmen
- Manchen hilft es, den Kopf zu rasieren - viele Männer greifen zu dieser Maßnahme.
- Andere tragen lieber eine Perücke oder ein Haarteil. Man bekommt den Haarersatz ärztlich verordnet. Die Krankenkassen übernehmen dafür unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise die Kosten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse zu den genauen Konditionen.
- Wer kreisrunden Haarausfall an den Wimpern hat, kann erwägen, künstliche Wimpern zu tragen.
- Sind die Augenbrauen betroffen, kann man künstliche Augenbrauen aufkleben, die Augenbrauen mit Schminke nachzeichnen oder tätowieren lassen (Permanent-Make-up). Bevor man sich für die eine oder andere Maßnahme entscheidet, ist eine Beratung zu den Kosten sowie zu den Vor- und Nachteilen der Methode sinnvoll.
Psychotherapeutische Betreuung
Wenn der Haarausfall trotz kosmetischer Maßnahmen sehr stark belastet und psychische Symptome wie Depressivität oder Ängstlichkeit hinzukommen, ist professionelle psychotherapeutische Hilfe sinnvoll.
Wo finde ich außerdem Unterstützung?
Vielen Menschen mit kreisrundem Haarausfall hilft es, sich in Selbsthilfegruppen auszutauschen. Das Gespräch mit Menschen, die selbst mit Haarausfall zu tun haben und die Probleme und Herausforderungen kennen, bewirkt oft schon viel.
Zudem bieten sie eine Plattform, um einen besseren Umgang mit der Erkrankung zu finden.
Alopecia areata - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon
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