Ketozolin® 2 % Shampoo: Anwendungsgebiete und Wirksamkeit

Ketozolin® 2 % Shampoo ist ein medizinisches Anti-Pilz-Shampoo, das erfolgreich zur Behandlung und Vorbeugung von Kopfschuppen mit Juckreiz und Rötungen (seborrhoisches Ekzem) und Kleienpilzflechte eingesetzt wird.

Was sind die Anwendungsgebiete von Ketozolin® 2 % Shampoo?

Ketozolin® 2 % Shampoo ist ein sogenanntes Antimykotikum, ein Arzneimittel zur Behandlung von Hauterkrankungen, die durch Pilzinfektionen verursacht werden. Es wird hauptsächlich bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Seborrhoisches Ekzem: Auch seborrhoische Dermatitis genannt, erkennbar an weiß-gelblichen und oft fettigen Schuppen, unter denen die Haut gerötet und entzündet ist. Das Ekzem tritt meist im Gesicht oder am Haaransatz auf und sorgt für stark juckende Kopfhaut.
  • Kleienpilzflechte: Auch Pityriasis versicolor genannt, tritt meist an der Brust, am Rücken oder am Hals in Form kreisförmiger, gelblich-brauner Flecken auf.

Hinter unangenehmem Juckreiz, entzündeter Haut und lästigen Schuppen können das seborrhoische Ekzem oder eine Kleienpilzflechte stecken. Ketozolin® 2 % Shampoo zur Anwendung auf Kopf und Haut hilft dabei, die Symptome schnell in den Griff zu bekommen.

Wie wirkt Ketozolin® 2 % Shampoo?

Der enthaltene Wirkstoff Ketoconazol hat sich als äußerst wirksam gegen diese Pilzinfektionen erwiesen. Ketozolin® 2% enthält den lange erprobten, pilzhemmenden Wirkstoff Ketoconazol. Er bekämpft den Hautpilz, der bei beiden Hauterkrankungen zugrunde liegt und drängt so die Pilzinfektion effektiv zurück. Auf diese Weise werden auch der Juckreiz und die Entzündung gelindert.

Ketozolin® 2 % Shampoo gelangt nicht in den Körper, sondern entfaltet seine Wirkung in der obersten Hautschicht, wo es für eine Veränderung der Zellmembranen des Pilzes sorgt und die Pilzinfektion effektiv zurückdrängt. Bei äußerlicher Anwendung schädigt der Wirkstoff Ketoconazol die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von auf der Haut wachsenden Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert.

Dank der bewährten 4+1-Wirkung von Ketozolin® 2 % Shampoo sehen und spüren Sie oft schon nach wenigen Anwendungen eine deutliche Besserung.

  • Juckreizlindernd - Schnelle Linderung des Juckreizes
  • Schuppenlösend - löst und entfernt Schuppen & überschüssiges Fett
  • Anti-mykotisch - Pilzinfektion wird gezielt bekämpft
  • Anti-entzündlich - Entzündung wird erfolgreich behandelt
  • Präventiv - vorbeugend gegen erneute Schübe

Anwendung von Ketozolin® 2 % Shampoo

Ketozolin® 2 % Shampoo ist ein medizinisches Anti-Pilz Shampoo, das effektiv zur Behandlung des seborrhoischen Ekzems und von Kleienpilzflechte eingesetzt wird:

Anwendung bei seborrhoischem Ekzem

Bei Kopfschuppen mit Juckreiz und Rötungen empfiehlt sich die zwei- bis vierwöchige Akuttherapie: Massieren Sie zwei Mal pro Woche eine walnussgroße Menge Ketozolin® 2 % Shampoo in das feuchte Haar und in die Kopfhaut ein. Für optimale Ergebnisse massieren Sie zweimal pro Woche eine walnussgroße Portion Ketozolin® 2 % Shampoo in das feuchte Haar und in die Kopfhaut ein, lassen Sie es einige Minuten einwirken und spülen Sie es anschließend gründlich aus.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine Anwendung nach der Akuttherapie über drei bis sechs Monate alle ein bis zwei Wochen.

Anwendung bei Kleienpilzflechte

Für die Akuttherapie einer Kleienpilzflechte kann Ketozolin® 2 % Shampoo am gesamten Körper angewendet werden: Über einen Zeitraum von maximal 5 aufeinanderfolgenden Tagen tragen Sie eine ausreichende Menge auf die betroffenen Hautstellen auf und behandeln Sie gleichzeitig Ihre Kopfhaut. Tragen Sie täglich an maximal 5 aufeinanderfolgenden Tagen eine ausreichende Menge auf die betroffenen Hautpartien auf und behandeln Sie auch Ihre Kopfhaut mit.

Zur Vorbeugung können Sie das Shampoo vor dem Sommer einmal täglich an drei aufeinanderfolgenden Tagen anwenden.

Wichtiger Hinweis: Bei Unsicherheit, ob es sich um ein seborrhoisches Ekzem oder eine Kleienpilzflechte handelt, oder falls sich die Symptome nach der Anwendung von Ketozolin® 2 % Shampoo nicht verbessern oder sogar verschlechtern, ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Dosierung von Ketozolin 2% Shampoo

Die empfohlene Dosierung variiert je nach Anwendungsgebiet:

Anwendungsgebiet Behandlung Vorbeugung
Kopfschuppen (seborrhoische Dermatitis) 2-mal wöchentlich (im Abstand von 3-4 Tagen) über 2-4 Wochen 1-mal wöchentlich oder alle 2 Wochen über 3-6 Monate
Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor) 1-mal täglich über maximal 5 Tage 1-mal täglich über maximal 3 Tage vor der Sommerzeit

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden. Die allgemeine Anwendungsdauer bei Kopfschuppen (seborrhoische Dermatitis) beträgt zur Behandlung 2-4 Wochen und zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten 3-6 Monate. Die Anwendungsdauer bei Hautflechte durch Kleienpilz (Pityriasis versicolor) beträgt zur Behandlung maximal 5 Tage und zur Vorbeugung gegen ein Wiederauftreten maximal 3 Tage.

Art der Anwendung:

Waschen Sie mit den Arzneimittel Haare und Kopfhaut. Oder: Reiben Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) ein. Zuvor feuchten Sie die betroffene(n) Stelle(n) mit Wasser an. Das Arzneimittel sollte 3-5 Minuten auf der Haut einwirken. Danach spülen Sie es mit viel Wasser aus. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit den Augen.

Wann sollte Ketozolin® 2 % Shampoo nicht angewendet werden?

Sie sollten Ketozolin® 2 % Shampoo nicht verwenden, wenn Sie allergisch oder überempfindlich gegen Ketoconazol oder einen weiteren Bestandteil des Arzneimittels sind. Ebenso sollte bei Kindern Ketozolin® 2 % Shampoo keine Anwendung finden, da bisher keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen.

Vermeiden Sie den Kontakt von Ketozolin® 2 % Shampoo mit den Augen. Sollte das Shampoo dennoch in die Augen gelangen, spülen Sie diese mit kaltem Wasser gründlich aus.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?

  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?

  • Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
  • Konservierungsstoffe (z.B. Sorbinsäure und Sorbate, E 200, E 201, E 202, E 203) können (Schleim-)Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.

OFT nervig, SELTEN schlechtes Omen: Seborrhoische Dermatitis (Achtung: ausführliches Video)

Ursachen von seborrhoischer Dermatitis und Kleienpilzflechte

Ursachen der Kopfschuppen bei seborrhoischer Dermatitis

Der Hefepilz Malassezia furfur besiedelt die Haut und gehört zu den natürlich vorkommenden Hautkeimen. Bei Menschen, die eine entsprechende Veranlagung besitzen, kann sich dieser Mikroorganismus jedoch besonders stark vermehren. Die Haut reagiert in der Folge mit einer ausgeprägten Entzündungsreaktion, die Krankheitszeichen wie Rötung, Schuppung und eventuell auch Juckreiz hervorrufen kann. Ob ein Zusammenhang zwischen einer gestörten Funktion der Talgdrüsen und dem Auftreten der Hautkrankheit besteht, konnten Wissenschaftler noch nicht abschließend klären. Doch die Drüsen kommen zum Beispiel vermehrt auf Kopfhaut, Stirn und Rücken vor - genau an den Stellen, an denen sich eine seborrhoische Dermatitis entwickelt.

Betroffene, die aufgrund ihrer genetischen Veranlagung immer wieder Schuppen bekommen, stellen häufig fest, dass sich die Krankheit bei Stress verschlechtert. Vermutlich wirkt sich die Psyche dabei negativ auf Entzündungsvorgänge in der Haut aus. Zudem beeinflussen klimatische Faktoren die Krankheit. Die Betroffenen leiden im Winter mehr unter Schuppen als im Sommer. Auch der Feuchtigkeits gehalt der Luft spielt offensichtlich eine Rolle: Meeresklima und Sonnenlicht haben einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf.

Ursachen der Kleienpilzflechte

Der Erreger der Kleienpilzflechte findet sich auf fast jeder gesunden Haut und es ist bis heute nicht restlos geklärt, warum sich der Hefepilz bei manchen Menschen plötzlich übermäßig stark vermehrt. Obwohl die genauen Ursachen der Kleienpilzflechte noch unbekannt sind, gibt es Risikofaktoren, welche die Umwandlung vom harmlosen Hautpilz zum pathogenen Organismus begünstigen.

Die Verwendung von fettenden Hautcremes, welche die Produktion von Talg in der Haut anregen, ist eine mögliche Ursache für die Entwicklung einer Kleienpilzflechte. Auch sind Menschen, welche stark schwitzen und übergewichtig sind, besonders häufig von einer Kleienpilzflechte betroffen, sowie Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, die ebenso einen Risikofaktor für Kleienpilzflechte darstellen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Entstehung einer Kleienpilzflechte begünstigen. Der größte Risikofaktor in Bezug auf die Kleienpilzflechte ist jedoch ein feuchtwarmes Klima in Zusammenhang mit starkem Schwitzen, da dies eine ideale Basis zur Vermehrung der Hefepilze darstellt.

Pflichtangaben:

Ketozolin® Wirkstoff: Ketoconazol. Anwendungsgebiete: Behandlung und Prophylaxe von seborrhoischer Dermatitis der Kopfhaut, Pityriasis versicolor bei Erwachsenen und Jugendlichen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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