Kartoffeln richtig lagern im Schuppen: Eine umfassende Anleitung

Im Anbau sind Kartoffeln relativ anspruchslos, aber nicht was ihre Lagerung angeht. Falsch gelagert können Kartoffeln schrumpeln, vergrünen und Keime ansetzen. Um die Haltbarkeit von Kartoffeln zu garantieren, müssen im Lager bestimmte Bedingungen herrschen.

Früher, als Gärtnern in erster Linie der Selbstversorgung mit Lebensmitteln diente, war es notwendig, das Gemüse möglichst lange ohne Verluste zu lagern. Denn faulte das Gemüse im Lager, hungerten die Menschen den Winter über. Deshalb kannte man damals viele Kniffe, wie man die Vorräte vor Fraß und Fäulnis schützt.

Die idealen Bedingungen für die Kartoffellagerung

Die Knollen brauchen es dunkel und kühl, aber auch nicht zu kalt, denn bei Temperaturen unter 4 Grad wandeln sie ihre Stärke in Zucker um und werden ungenießbar. Die Temperatur im Lager sollte zwischen 5-10 °C liegen. Das Lager muss möglichst dunkel sein. Bei Helligkeit keimen die Knollen und bilden das giftige grüne Solanin.

Im Lager sollte eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen (ideal sind 85-90 %). Achten Sie darauf, dass das Lager regelmäßig gelüftet wird. Bewahren Sie Kartoffeln nicht in Plastikbeuteln auf, dort bildet sich Schwitzwasser und die Knollen faulen. Die Knollen sollten nach Sorten getrennt gelagert werden, denn je nach Sorte lassen sie sich unterschiedlich lange lagern. Frühe Sorten lassen sich nur bis zum Herbst lagern. Ausgereifte Kartoffeln lassen sich länger lagern.

Lagern Sie die Knollen nicht in Räumen, in denen auch Äpfel, Zwiebeln und anderes Gemüse liegen, denn reifende Früchte regen die Knollen zum Keimen an.

Die Menschen kalkten Wände und Decken der Lagerräume jedes Jahr, um sie zu desinfizieren. Als Abwehrmittel legten sie den Obst- und Gemüsekeller mit Wurmfarn und Rainfarn aus, um Mäuse fernzuhalten. Damit keine Krankheiten wie die Krautfäule bei Kartoffeln vom Acker in die Lagerräume eingeschleppt wurden, sortierte man krankes Gemüse aus. Sie nutzten zusätzlich Kräuter wie Kümmel, Salbei, Lavendel, Knoblauch, Pfefferminze, Thymian, Basilikum und Rosmarin.

Umgang mit keimenden Kartoffeln

Wenn Kartoffeln im Lager keimen, muss das nicht unbedingt heißen, dass sie verdorben sind und entsorgt werden müssen. Wenn jedoch grüne Stellen sichtbar sind, dann sollten Sie die Knollen nicht mehr essen, denn dann hat sich giftiges Solanin gebildet. Hat die Knolle aber nur einige kurze Keime, ist sie noch essbar. Keimtriebe bis zu 1 cm können einfach entfernt werden. Hat die Knolle längere Keime, sollten Sie die Kartoffel besser in den Biomüll werfen.

Grundsätzlich kann man Kartoffeln auch im Kühlschrank lagern, wenn dort Temperaturen von 5 °C nicht unterschritten werden. Im Gemüsefach sollten die Kartoffeln sicher sein. Bei einigen Geräten treten jedoch gerne mal Temperaturschwankungen auf. Wird es im Kühlschrank kälter als 5 °C, dann werden die Kartoffeln schnell ungenießbar.

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Kartoffeln werden geerntet, wenn das Laub der Kartoffelstauden welk geworden ist und freiwillig umfällt. Bei leichten Böden können die Knollen dann mit der Hand ausgegraben werden oder es wird eine Grabegabel oder besser noch einer Kartoffelgabe zur Hilfe genommen. Die Kartoffeln sollen möglichst unverletzt ans Tageslicht geholt werden.

Wer seine Kartoffeln unmittelbar verzehren möchte, braucht keine weiteren Vorkehrungen zu treffen (außer waschen und zum Essen zubereiten). Zur Einlagerung sollten die Kartoffeln in einem trockenen Schuppen noch etwas abtrocknen. Viele sortieren ihre Kartoffeln auch nach Größe, gleichzeitig können Saatkartoffeln für das nächste Jahr ausgewählt werden. Wenn die Erde an den Kartoffeln angetrocknet ist, können die Kartoffeln eingelagert werden.

Am besten deckt man die Kartoffeln während der Trocknung auch noch mit Stroh, Laub, Leinen oder Brettern ab, damit kein Sonnenlicht an sie dringt. Kartoffeln, die Licht abbekommen werden grün, und grün heißt für uns: Jetzt sind sie giftig und müssen entsorgt werden.

Für eine bessere Schalenfestigkeit sollte man die Knollen nach Absterben des Krauts noch etwa zwei bis drei Wochen im Boden belassen und dann an einem trockenen Tag ernten.

Beim Ernten bzw. Roden der Kartoffeln wird die eine oder andere Knolle angehackt, oft sind es die schönsten und größten. Kleinere Verletzungen und Risse können heilen und verkorken, wenn man die Knollen etwa eine Woche lang nach der Ernte dunkel und relativ warm (14 bis 18 °C) aufbewahrt.

Willst du die Kartoffeln jedoch lagern, warte, bis die Triebe komplett abgestorben sind und darüber hinaus noch mindestens zwei weitere Wochen. Während dieser Zeit härtet die Schale aus. Lagerkartoffeln solltest du daher ab Mitte September ernten. Laub und Stängel entfernst du nicht selbst, sondern wartest, bis sie von selbst absterben. Das gilt auch für Blätter, die von der Kraut- und Knollenfäule befallen sind.

Auf die Lagerfähigkeit von Kartoffeln wirkt sich auch die Erntetechnik aus. Am besten hebst du die Knollen schonend und vorsichtig mit einer Grabegabel aus dem Beet.

Kartoffel-Sorten wie „Linda“, „Algria“ oder „Bamberger Hörnchen“ solltest du erst ernten, wenn sich die Blätter der Kartoffelpflanzen gelb oder braun verfärben und absterben.

Spezialfall: Wann erntest du Frühkartoffeln?

Von der Ernte der Kartoffel hängt ab, wie gut sie sich später lagern lässt. Passe die Ernte daher der Sorte entsprechend an.

Die richtige Lagerung im Detail

Die Einlagerung der Kartoffeln selbst kann unterschiedlich erfolgen.

Mäusesichere Aufbewahrung: Sie sind nicht die einzigen, denen das frische Obst und Gemüse im Winterlager gut schmeckt! Vor allem Mäuse machen sich gerne über die mühsam geernteten Vorräte her. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie ihr Gemüse mäusesicher lagern.

Bekannt ist, dass selbst geerntetes Gemüse (wie z. B. Möhren und fast alle Kohlsorten) in einem kühlen, leicht feuchten Sandbett am längsten frisch und knackig bleibt. Jetzt müssen Sie nur noch die ungebetenen Mitesser aussperren - so geht’s:

Damit Ihr Lager nicht zum Schlaraffenland für hungrige Besucher wird, stellen Sie Ihre Kisten und Körbe möglichst hoch und schützen Sie alles am besten mit einem engmaschigen Hasendraht. Wann immer möglich legen Sie einen Deckel auf. Eine recht mäusesichere Kammer ist etwa eine alte Waschmaschinentrommel mit Klappe, die in die Erde eingegraben wird.

So halten sich Kartoffeln ewig

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Die Lagerstätte sollte möglichst dunkel sein. Ist es zu hell, keimen die Kartoffeln schneller. Darüber hinaus färbt die Helligkeit die Schale der Kartoffeln grün. Das Grün ist eingelagertes Solanin. Das ist ein Giftstoff, der in allen Blättern von Nachtschattengewächsen zu finden ist. Verzehrst du lediglich kleine Mengen, ist das Solanin unbedenklich. Trotzdem solltest du alle grünen Teile beim Schälen entfernen. Schmecken die Knollen bitter, ist das ein Zeichen für eine hohe Konzentration von Solanin.

Die Keimung verhinderst du mit der richtigen Lagertemperatur. Du kannst die Kartoffeln außerdem mit Jute oder Papier abdecken.

Hast du keinen Keller oder ist er ungeeignet, kannst du Kartoffeln auch in der Wohnung lagern. Doch auch hier gilt: Es muss dunkel und kühl sein. Ideal ist eine unbeheizte Vorratskammer. Damit die Knollen nicht vorzeitig keimen, bedeckst du sie mit Jute oder Papier. Achte dabei trotzdem auf eine gute Lüftung. Der Kühlschrank eignet sich als Lagerstätte nur für sehr kurze Zeit. Eine weitere Alternative zur Kellerlagerung ist es, die Kartoffeln draußen in einer abgedeckten und mit Stroh ausgelegten Kiste frostfrei zu lagern. Die kann etwa auf dem Balkon oder der Terrasse stehen.

Äpfel verströmen nach ihrer Ernte das Reifegas Ethylen. Kommen Kartoffeln damit in Kontakt, regt das ihre Keimung an. Nach einem langen Winter haben fast alle gelagerten Kartoffeln Austriebe gebildet. Das ist nicht weiter bedenklich. Runzelige Kartoffeln haben übrigens einen Großteil der eingelagerten Stärke in Zucker umgewandelt.

Wer auch im Frühjahr noch selbst angebaute Kartoffeln essen möchte, muss seine Kartoffeln richtig lagern. Mit diesen fünf Tipps bleiben die Erdäpfel lange frisch.

Reife Kartoffeln nach Bedarf ernten kann man nur bis zum Herbst. Bevor der erste Bodenfrost kommt, müssen die Knollen alle gerodet und frostfrei gelagert werden, denn das Gemüse ist extrem kälteempfindlich. Schon leichte Minusgrade zerstören die Zellstruktur - die Kartoffeln werden dann weich und beginnen zu faulen. Daher sollte man Kartoffeln nur einfrieren, wenn sie vorher gekocht wurden. Mit den folgenden Profi-Tipps zur Lagerung schmecken Ihre Kartoffeln auch im nächsten Frühjahr noch gut.

Kartoffeln lagern: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ernten Sie Lagerkartoffeln nicht zu früh, damit die Schale gut aushärten kann.
  • Lassen Sie die Knollen an einem luftigen, regengeschützten Ort nachtrocknen.
  • Wichtig ist ein kühler Lagerort. Ideal ist eine Kartoffelhorde in einem unbeheizten, luftigen, frostfreien Keller.
  • Eine dunkle Lagerung verhindert, dass die Knollen vorzeitig keimen und giftiges Solanin einlagern.
  • Kartoffeln nicht neben Äpfel lagern - das fördert den Austrieb.

Tipp 1: Lagerkartoffeln nicht zu früh ernten

Schon bevor das Laub der Kartoffel komplett abgestorben ist, kann man die ersten Knollen für die Küche ernten. Mit der Ernte der Kartoffeln, die über den Winter eingelagert werden sollen, sollte man jedoch nach dem Absterben der Triebe noch mindestens zwei Wochen warten. In diesem Zeitraum härtet die Schale aus. Sie wird so widerstandsfähiger gegen Fäulniserreger und das Gemüse bleibt beim Lagern länger frisch. Der früheste Erntezeitpunkt für Lagerkartoffeln ist je nach Klima und Witterung meist Mitte September.

Tipp 2: Kartoffeln nur abgetrocknet ins Lager bringen

Wichtig für das Lagern von Kartoffeln ist eine schonende Erntetechnik. Am besten hebt man die Knollen vorsichtig mit der Grabegabel aus dem Beet. Ernten Sie Ihre Kartoffeln möglichst nur bei trockenem Wetter. Lassen Sie die Knollen vor dem Lagern an einem luftigen, regengeschützten Ort etwas nachtrocknen. Wichtig: Sortieren Sie die beschädigten Knollen aus - sie eignen sich nur für den Sofortverzehr. Die übrigen sollten nicht gereinigt werden, denn die anhaftende trockene Erde ist ein natürlicher Schutz vor Fäulnis.

Tipp 3: Die richtige Lagertemperatur für Kartoffeln

Wer Kartoffeln aufbewahren möchte, muss wissen, dass die Knollen eine natürliche Keimhemmung besitzen. Je nach Umgebungstemperatur baut sie sich innerhalb von fünf bis neun Wochen nach der Ernte ab. Nach diesem Zeitraum ist eine Temperatur unter fünf Grad erforderlich, damit die Knollen nicht vorzeitig keimen. Ideal für das Lagern von Kartoffeln ist eine sogenannte Kartoffelhorde in einem unbeheizten, frostfreien und luftigen Keller. Zur Not eignet sich aber auch eine Garage. Hier sollten die Knollen in einer mit trockenem Stroh isolierten Kiste gelagert werden. Die Isolierung ist wichtig, damit die Kartoffeln nicht erfrieren und auch keinen allzu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Tipp 4: Kartoffeln dunkel lagern

Halten Sie den Lagerort für die Kartoffeln immer trocken und vor allem dunkel! Eine zu helle Lagerung fördert nicht nur das vorzeitige Keimen der Kartoffeln. Auch die Schale wird bei Dauerbeleuchtung grün und lagert Solanin ein. Der Giftstoff ist in den Blättern und teilweise auch in den Früchten fast aller Nachtschattengewächse zu finden. Kleine Mengen sind zwar nicht bedenklich, dennoch sollte man alle vergrünten Teile der Knollen beim Schälen abschneiden. Hohe Solanin-Konzentrationen äußern sich in einem bitteren Geschmack der Knollen.

Wo kann man Kartoffeln in der Wohnung lagern?

Nicht immer steht ein kühler, dunkler und luftiger Keller zur Verfügung, um Kartoffeln zu lagern. Möchten Sie das Gemüse in der Wohnung richtig aufbewahren, muss es auch dort vor Wärme und Licht geschützt werden. Als Lagerort bietet sich eine unbeheizte Vorrats- oder Abstellkammer an. Um eine vorzeitige Keimung zu verhindern, decken Sie die Kartoffeln mit Papier oder einem Jutestoff ab. Eine gute Durchlüftung verhindert, dass sich Schimmel bildet. Im Kühlschrank sollten Kartoffeln höchstens kurzfristig bei einer Temperatur zwischen vier und sechs Grad Celsius liegen. Wer über einen Balkon oder eine Terrasse verfügt, lagert die Kartoffeln dunkel in einer abgedeckten und mit Stroh isolierten Holzkiste im Freien.

Tipp 5: Kartoffeln und Äpfel nicht zusammen lagern

Äpfel strömen im Winterlager Ethylen aus, ein sogenanntes Reifegas. Dieses fördert auch bei Kartoffeln und anderen Früchten die Reifung beziehungsweise den Austrieb. Aus diesem Grund sollten Sie Kartoffeln und Äpfel im Keller auf keinen Fall zusammen lagern, nach Möglichkeit sogar in getrennten Räumen. Bis zum Frühling zeigen dennoch fast alle Lagerkartoffeln mehr oder weniger lange Keime. Gleichzeitig wird die im Speichergewebe der Knollen eingelagerte Stärke abgebaut und in Zuckerstoffe umgewandelt. Daher werden keimende Kartoffeln langsam runzelig, weich und verlieren an Volumen.

Vorräte lagern: Welcher Erdkeller darf’s denn sein?

Hast du schon mal über einen eignen Erdkeller nachgedacht? All das sollte bereits bei der Planung des Erdkellers berücksichtigt werden. Egal, ob du dein Gartenhaus unterkellern möchtest oder einen zusätzlichen unterirdischen Raum in deinem Garten schaffen willst.

Erdkeller, die aus vorgefertigten Betonteilen, wie beispielsweise aus Betonringen gebaut werden, sollten auf der Grundlage eines Kiesbettes angelegt werden. Zuerst wird hierfür eine Grube ausgehoben, die mindestens ein Drittel so tief sein sollte wie der Durchmesser der Betonringe. Der hintere Teil des Kellers sollte mit einem Betonelement abgedeckt werden, das im Baumarkt erhältlich ist. Dort, wo die Eingangstür angepasst werden soll, wird mit einem Holzrahmen oder einem Mauerwerk die Öffnung verschlossen. Dann kann der so entstandene Hügel nach Belieben bepflanzt werden. Wer etwas mehr investieren möchte und wenig Zeit hat, kann beim Fachhändler auch fertige Betonraumzellen bestellen und aufstellen lassen.

Mit einer Schaufel, einer Bohrmaschine und dem Topf bewaffnet, kann dann im Handumdrehen ein kleiner Lagerraum für Gemüse geschaffen werden. Der Topfdeckel sollte anständig schließen, damit kein Regen hineinlaufen kann.

Sollte dein „Lagerraum“ keinen eigenen Boden haben, ist es hierbei wichtig, diesen mit Betonplatten oder Maschendraht zu schaffen, da sich sonst vielleicht Wühlmäuse und andere Gartenbewohner über deine Vorräte freuen.

Ob für die Unterkellerung eine Baugenehmigung erforderlich ist, solltest du beim zuständigen Gemeindeamt abklären lassen.

Die Seitenwände können aus Kalksandstein bestehen, die helfen, das Raumklima zu regulieren und nach oben hin kann der Keller durch Holzschichten und Dämmmaterial abgedichtet werden. Auch die Möglichkeit eines Erdkellerbaus mit einem glasfaserverstärkten Polyesterrahmen besteht. Ein Tiefbauunternehmen kann hierbei je nach Bedarf den Erdaushub, die Platzierung mit drainierter Unterlage sowie Auffüllung und Gestaltung übernehmen.

Die Tiefe des Erdkellers muss in jedem Fall noch über dem Grundwasserspiegel liegen. Ebenso sollte frisches Obst von bereits länger eingelagertem Gemüse und Früchten getrennt aufbewahrt werden.

„Äpfel müssen frostfrei gelagert werden. Eine Temperatur zwischen 2o und 6o Grad sollte es sein. Ein Natursteinkeller wäre da wohl ideal, da viele unserer heutigen Keller viel zu warm sind. Eine Alternative ist da schon eher der Vorraum eines Kellerfensters. Auch sollten die Äpfel keinerlei Druck- oder Faulstellen, Bohrlöcher und Fraßstellen aufweisen und nicht übereinandergestapelt werden. „In den ersten 2 Monaten sollte man die Äpfel einmal pro Woche kontrollieren und angefaulte Äpfel aussortieren. Ideal für die Lagerung sind einlagige Regale“, so Hennebrüder.

Das A und O bei jedem Erdkeller der Marke Eigenbau ist die Planung.

Zur Isolierung kann Isolierplane, Vlies oder anderes dämmendes Material verwendet werden, welches dann betoniert oder mit Steinen belegt werden kann.

Jeder Erdkeller, der als Lagerraum benutzt wird, braucht eine anständige Belüftung. Frischluft-Ventile in der Tür oder dem Innenraum können ebenfalls dazu beitragen.

Das Bild zeigt eine mögliche Variante einen Erdkeller zu belüften. Es gibt auch noch weitere. Zum Beispiel kann die Belüftung ebenso durch ein unterirdisch verlegtes Rohr im Boden erfolgen.

Durch die konstante Temperaturspanne im Erdkeller (je nach Bau zwischen 2 bis 8 Grad Celsius) eignet sich dieser besonders gut zur Lagerung von Gemüse, Obst und Wein. Aber Vorsicht - nur im Winter geeignet!

Du kannst auch ganz einfach dein Gartenhaus zu einem Gewächshaus umbauen und dieses ganzjährig optimal für die Bepflanzung deiner liebsten Gemüse- und Obstsorten nutzen.

Speziell im Herbst und Winter gehört die Kartoffel zu den beliebtesten Nährstofflieferanten, welche die Natur zu bieten hat. Als Püree, im Eintopf oder gebraten mit Speck und Zwiebeln, ist das Knollengemüse ein Dauerbrenner in der hiesigen Küche. Das Praktische an Kartoffeln: Sie lassen sich über mehrere Monate im Vorratszimmer aufbewahren - vorausgesetzt, ihr beachtet ein paar Regeln.

7 Regeln für die Kartoffellagerung

  1. Bevor euer Kartoffelvorrat in der Speisekammer verschwindet, solltet ihr die Knollen gründlich untersuchen. Gekeimte Kartoffeln enthalten unter Umständen eine hohe Konzentration sogenannter Glykoalkaloide. Ihr Verzehr kann zu leichten Vergiftungserscheinungen führen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen. Leicht beschädigte Kartoffeln solltet ihr zügig verzehren. Gekeimte Kartoffeln solltet ihr nicht einlagern.
  2. Kartoffeln lagern am besten an kühlen Plätzen. Am wohlsten fühlt sich das Knollengemüse bei Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius. Über 10 Grad steigt das Risiko, dass die Kartoffeln keimen. Bei Werten unter 4 Grad, zum Beispiel im Kühlschrank, können die Knollen ihren Geschmack verändern und ungenießbar werden.
  3. Kartoffeln bevorzugen nicht nur kühle Temperaturen, sondern auch Dunkelheit. Bei Tageslicht besteht die Gefahr, dass der Glykoalkaloidgehalt steigt. Das erkennt ihr an Keimstellen oder grünen Verfärbungen. Achtet also darauf, die Knollen vor Licht geschützt zu lagern.
  4. Eine Kartoffelkiste aus Holz ist der ideale Platz für das Knollengemüse. Der Behälter sollte in jedem Fall luftdurchlässig sein. Ausrangierte Wein- oder Obstkisten bieten sich ebenso an wie Haushaltsregale aus Holzlatten.
  5. Lagern die Kartoffeln dicht an dicht, steigt das Risiko, dass sie Druckstellen bekommen oder faulen. Anstatt die Knollen unachtsam auszukippen, legt sie vorsichtig Schicht für Schicht in euren Vorratsbehälter.
  6. Auf dem Teller landen Kartoffelpüree und Apfelkompott gerne mal nebeneinander. Im Vorratszimmer hingegen sollten die Nahrungsmittel mit ausreichend Abstand gelagert werden. Kartoffeln vertragen sich nicht mit Früchten wie Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Bananen und Pfirsichen.
  7. Behaltet eure Kartoffeln gut im Blick, insbesondere wenn sie über mehrere Monate im Vorratszimmer lagern sollen. Überprüft regelmäßig, ob sich Schimmel gebildet hat oder einige Knollen keimen. Beschädigte Exemplare solltet ihr aussortieren und möglichst zeitnah verzehren.

Im Jutebeutel liegen Kartoffeln meist dichter als in Kisten.

Einlagern von Gemüse

Wer eine gute Ernte einfährt, kann unmöglich alles sofort essen. In den Gemüsegärten ist die Ernte im Herbst in vollem Gange. Aber wie bleibt das Gemüse möglichst lange frisch? Am einfachsten ist es natürlich, es so lange wie möglich im Beet zu lassen. Kohl beispielsweise verträgt leichte Minusgrade und kann, bis es strenge Nachtfröste gibt, im Beet stehen bleiben. Schwarzwurzeln und Topinambur können sogar den ganzen Winter in der Erde bleiben und bei Bedarf ausgegraben werden. Möhren und Sellerie sind dagegen beliebtes Futter von Wühlmäusen. Sie sollten, wenn sie erntereif sind, aus dem Beet genommen werden. Anderes Wurzel- und Knollengemüse spätestens ernten, sobald erste starke Nachtfröste angesagt sind.

Um das Gemüse haltbar zu machen, eignet sich neben Einwecken und Einfrieren das Einlagern am besten, denn dabei bleiben die meisten Inhaltsstoffe erhalten. Aber Vorsicht beim Ernten: Beschädigtes Gemüse ist nicht lange lagerfähig. Am besten behutsam eine Grabegabel verwenden und die Erde nur leicht abklopfen.

Knollen- und Wurzelgemüse wie Möhren, Rettich, Steckrüben, Rote Bete, Pastinaken, Petersilienwurzel oder Sellerie eignen sich bestens zum Einlagern, zum Beispiel in einer sogenannten Erdmiete. Diese funktioniert wie ein natürlicher Kühlschrank. Hierfür werden Behälter wie große Töpfe, Fässer oder Milchkannen bis zum Rand in der Erde eingegraben und mit kleinen Löchern versehen. Alternativ kann Wurzelgemüse auch in einer Kiste lagern: Diese mit etwas Gartenvlies oder Folie auslegen und mit Sand füllen. Das Gemüse in Schichten einlagern und mit einer weiteren Sandschicht bedecken.

Kartoffeln lassen sich leicht einlagern: Sie können ebenfalls in eine Erdmiete gegeben werden, aber ohne Sand. Sie vertragen allerdings keinen Frost und sollten möglichst weit unten im Behälter liegen. Alternativ können sie samt Erdresten einfach in einer Kiste im Keller, in der Garage oder in einem Schuppen gelagert werden. Die Kiste sollte einen Deckel haben, denn die Knolle mag es trocken, kühl und dunkel.

Auch Kürbisse können einfach in einer Holzkiste eingelagert werden.

Weitere Tipps zur Lagerung:

LagerortBedingungenGeeignet fürVorteileNachteile
Verschließbare Behälter aus Glas, Metall, Plastik
Küche (mit Abluft)Küchenabluft z.B. Abzugshaube oder Kleinraumventilator einbauen gedämmte KammerVerpacktes: Mehl, Salz, Zucker, Konserven, Trockenprodukte, Reis, NudelnOft neben warmer, feuchter Küche.Es herrscht Zimmertemperatur, Kühlung nur mit Energieaufwand möglich.
Abstellraum, Hauswirtschaftsraum, VorratsschrankAbluftgerät oder Lüftungskanal mit Blechklappe, Lochklinker, Mauerkasten mit Gitter etc. Außenwand ggf. Richtig Lüften: Fenster nicht dauerhaft kippenPutzmittel, Elektrogeräte, HausratVorteilhaft Ausrichtung Nordseite. Getränkekisten
Luftzirkulation gewährleisten durch Gitterböden (nicht zu tief bepacken)Rohrlüfter mit Außenverschlussklappe Deckenventilator bzw.

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