Schuppen bei Katzen: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Schuppen bei Katzen sind ein häufiges Problem und können verschiedene Ursachen haben. Einerseits können harmlose Gründe Schuppen bei Katzen hervorrufen. In anderen Fällen sind es Erkrankungen, die bei der Katze für schuppiges Fell sorgen. Daher ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Symptome: Was sind Anzeichen für Schuppen bei Katzen?

Katzenschuppen fallen optisch in Form von kleinen, weißen Punkten auf. Meist befinden sie sich auf Ihrer Kleidung oder der Schlafstelle und damit an Orten, an denen sich die Katze häufig reibt oder hinlegt. Auf schwarzem Fell fallen Schuppen meist schneller auf als auf weißem Haar. Wenn beim Bürsten vermehrt abgestorbene Hautzellen aus dem Fell Ihrer Katze rieseln, kann man ebenfalls von Schuppenbildung ausgehen. Darüber hinaus werden Sie feststellen, dass sich Ihre Katze ungewöhnlich oft putzt oder kratzt. Denn mit der Entstehung von Schuppen geht häufig auch ein starker Juckreiz einher. Die Haut ist an der betroffenen Stelle trocken und möglicherweise entzündet. Mitunter können Sie auch unregelmäßige kahle Stellen oder allgemeinen Haarausfall feststellen.

Schuppen kommen selten alleine daher. Denn genau genommen sind die kleinen weißen Hautschüppchen lediglich ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Zu unterscheiden ist zudem eine generalisierte sowie lokale Schuppenbildung. Finden Sie die Schuppen im Fell, auf dem Rücken oder am Schwanzansatz der Katze, handelt es sich sehr wahrscheinlich um lokale Schuppen. Letztere tritt bei Katzen an typischen Prädilektionsstellen auf, etwa am Schwanzansatz. Kommen die Schuppen insbesondere im Bereich der Ohren und des Kopfes vor, ist dies wiederum ein Zeichen für einen Milbenbefall.

Ursachen: Was sind Auslöser von Schuppen bei Katzen?

Wenn Ihre Katze Schuppen hat, kann das verschiedene Ursachen haben. Die Ursachen können harmlos sein, aber auch auf Krankheiten basieren. In jedem Fall erfordern sie Ihr schnelles Eingreifen.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Schuppen bei Katzen:

  • Trockene Haut: Genau wie Menschen können Katzen an trockener Haut und infolgedessen an vermehrter Schuppenbildung leiden. Bevorzugt die Katze Plätze auf der Heizung oder liegt gerne in der Sonne, kann die Haut austrocknen. Vor allem trockene Heizungsluft in den Wintermonaten ist ein echtes Problem. Denn ist die nähere Umgebung zu warm und zu trocken, kann die Haut schnell austrocknen.
  • Fellwechsel: Beim Fellwechsel kommt es häufiger vor, dass die Katze Schuppen hat. Machen sich Schuppen bei Katzen auf dem Rücken bemerkbar und verliert das Tier mehr Haare als sonst, durchlebt sie vermutlich einen Fellwechsel. Dieser findet bei Katzen im Frühjahr und Herbst statt.
  • Ernährung: Hautprobleme bei Katzen können außerdem durch minderwertiges Futter entstehen. Die ausbalancierte Ernährung ist für das gesunde Funktionieren der Haut unerlässlich. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann daher ein Auslöser für Schuppenbildung sein. Bekommen Katzen aufgrund von Übergewicht oder bestimmten Erkrankungen ein neues Futter, kann das Auswirkungen auf die Haut haben. Einige Diätfuttermittel enthalten nicht genügend Fettsäuren.
  • Allergien: Des Weiteren sind Allergien ein Grund für schuppiges Fell. Katzen können gegen Pollen oder Hausstaubmilben allergisch sein. Eine allergische Reaktion kann zu trockener Haut bei Katzen führen.
  • Parasiten: Zudem können Infektionen mit Ektoparasiten der Auslöser für Schuppen bei der Katze sein. Ein Befall mit Milben, Flöhen oder Haarlingen ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.
  • Pilzinfektionen: Eine weitere Krankheit, die bei der Katze für Schuppen sorgen kann, ist eine Erkrankung mit Hautpilzen (Dermatophytose). Bei bestimmten Pilzen können z. B. Sporen durch einen Biss oder Kratzer in die Haut Ihrer Katze eindringen und die äußerste Hautschicht angreifen. Pilzinfektionen treten häufig auch in Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem der Katze auf.
  • Andere Erkrankungen: Systemische Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Niereninsuffizienz können das Hautbild Ihrer Katze wesentlich beeinflussen.

Es gibt viele Gründe, aus denen es bei Katzen zur Bildung von Schuppen kommen kann. Oft sind diese harmlos. Es ist allerdings durchaus auch möglich, dass Parasiten oder Krankheiten für die Schuppen bei Ihrer Katze verantwortlich sind.

Diagnose: Wie werden Schuppen bei Katzen erkannt?

Hautschuppen fallen den meisten Katzenbesitzern recht schnell auf - insbesondere, wenn die eigene Katze dunkles Fell hat. Doch spätestens wenn die betroffene Katze sich wie verrückt am Ohr kratzt oder erste Haarbüschel ausfallen, ist der Weg zum Tierarzt angebracht.

Angekommen in der Tierarztpraxis verfolgt Ihr Tierarzt in der Regel einen bestimmten Untersuchungsplan. Nach diesem schaut er sich den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Katze genauer an. Dabei befragt er Sie, ob Ihre Katze noch weitere Auffälligkeiten zeigt oder welchen Parasitenschutz Sie verwenden. Um die Haut weiterführend zu untersuchen, kann Ihr Tierarzt anschließend verschiedene Untersuchungsmaßnahmen durchführen:

  • Hautgeschabsel: Indem Ihr Tierarzt vorsichtig mithilfe eines Skalpells ein Hautgeschabsel entnimmt, kann er dieses anschließend kulturell unter einem Mikroskop beurteilen. Hierbei ist es wichtig, dass Ihr Tierarzt alle Hautschichten erwischt.
  • Klebeband-Abklatsch: Zusätzlich kann er ein Klebeband-Abklatsch durchführen, das ebenfalls mikroskopisch Hinweise auf Milben oder Läuse gibt. Dazu drückt Ihr Tierarzt ein Streifen Klebeband von der Länge eines Objektträgers mehrfach auf die Schuppen Ihrer Katze. Dieses klebt er anschließend auf den Objektträger, den er unter dem Mikroskop durchmustert.
  • Blutuntersuchung: Des Weiteren ist es möglich, eine Blutuntersuchung durchzuführen.

Bei Symptomen wie Juckreiz und Haarausfall sollten Sie auf jeden Fall schnell in die Praxis!

Therapie: Wie werden Schuppen bei Katzen behandelt?

Um die Schuppen langfristig loszuwerden, müssen Sie das zugrunde liegende Problem lösen. Abhängig von der durch Ihren Tierarzt gestellten Diagnose kommen unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung infrage. So erfordert ein Befall durch Ektoparasiten die Gabe spezieller Parasitenmittel. Sollten mehrere Samtpfoten im Haushalt leben, sollten Sie diese ebenfalls mit behandeln. Nach der Behandlungszeit ist es aus Gründen des Therapieerfolgs zudem ratsam, Ihre Katze erneut auf die Parasiten untersuchen zu lassen.

Ebenso können Sie eine symptomatische Therapie einschlagen. Diese lindert die Symptome und damit die Schuppen Ihrer Katze. Beispielsweise können Sie Ihre Katze mit einem rückfettenden Katzenshampoo baden.

Je nachdem welcher Parasit gefunden wird, kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.

Ernährung als wichtiger Faktor

Ein ausgewogenes Futter gilt als wichtige Grundlage für die Gesundheit der Katzenhaut. Mit der richtigen Ernährung können Sie einen aktiven Beitrag zur Vorbeugung von Erkrankungen wie Schuppen leisten. Wenn Ihre Katze zu Hautkrankheiten neigt, können Sie ein Futter wählen, das speziell zur Unterstützung und Erhaltung der Hautgesundheit entwickelt wurde.

Therapeutische Diäten tragen dazu bei, Ihre Katze bei diagnostizierter Dermatose und übermäßigem Haarausfall durch die richtige Ernährung zu unterstützen.

Essentielle Nährstoffe für gesunde Haut:

  • Hochwertige, leicht verdauliche Proteine
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
  • Bestimmte Vitamine (z. B. A und E)

Vorbeugung: So beugen Sie Schuppen bei Ihrer Katze vor

Die Hautgesundheit Ihrer Katze können Sie durch verschiedenste Faktoren beeinflussen. So können Sie Ihre Katze mit einem wirksamen Parasitenschutz (z.B. Spot-on-Präparate) vor Flöhen und Co. schützen. Auch eine falsche Ernährung mit einem unzureichenden Gehalt an Nährstoffen kann schuppige Haut verursachen. Deshalb sollte Ihre Katze nur hochwertiges Katzenfutter fressen.

Regelmäßige Check-ups beim Tierarzt führen zudem dazu, dass Sie Krankheiten nicht nur früher erkennen, sondern diese auch frühzeitiger bekämpfen können. Kann Ihr Stubentiger selber keine ausreichende Fellpflege mehr betreiben, können Sie ihn durch Bürsten unterstützen. Gegen trockene Heizungsluft hilft zudem ein Luftbefeuchter.

Weitere Tipps zur Vorbeugung:

  • Regelmäßige Fellpflege (Bürsten)
  • Luftbefeuchter verwenden
  • Stress vermeiden

Flöhe bei Katzen - Das musst du SOFORT tun!

Ursache Symptome Behandlung Vorbeugung
Trockene Haut Kleine, weiße Schuppen, Juckreiz Luftbefeuchter, rückfettendes Shampoo Regelmäßige Fellpflege, ausgewogene Ernährung
Fellwechsel Vermehrter Haarausfall, Schuppen Regelmäßiges Bürsten -
Parasiten Starker Juckreiz, Haarausfall, Schuppen Parasitenmittel (Spot-on, Spray) Regelmäßige Parasitenprophylaxe
Pilzinfektion Haarausfall, Juckreiz, Schuppen Antimykotische Medikamente Gute Hygiene, Stärkung des Immunsystems
Allergie Juckreiz, Hautrötungen, Schuppen Allergene vermeiden, hypoallergenes Futter -

Schuppiges Fell bei Katzen kann verschiedene Verursacher haben. Verschwinden die weißen Punkte nicht nach einiger Zeit von allein, ist eine Abklärung beim Tierarzt sinnvoll. Unter'm Strich können diese, werden sie frühzeitig erkannt, gut und schnell behandelt werden.

Freigänger, also Katzen, die draußen herumlaufen, sollten mit vorbeugenden Maßnahmen wie Spot-On-Präparaten gegen Parasiten geschützt werden.

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