Augenbrauen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Gesichts. Sie formen den Ausdruck, betonen die Augen und geben dem gesamten Look Struktur.
In Deutschland färben sich viele Menschen regelmäßig die Haare. Laut Statistika 2021 sind es etwa zwei Drittel der Frauen und 19 Prozent der Männer mindestens halbjährlich. Mindestens einmal pro Monat sind es immer noch 23 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Männer.
Viele greifen daher regelmäßig zur Farbe, um ihre Brauen zu betonen oder Lücken optisch auszugleichen. Doch wie wirkt sich das wiederholte Färben tatsächlich auf die Struktur der feinen Härchen aus? Und wie lässt sich ein gepflegter Look erreichen, ohne das Haar dauerhaft zu schädigen?
Die meisten Augenbrauenfarben funktionieren chemisch: Sie öffnen die Schuppenschicht (Cuticula) des Haares, um Farbpigmente in das Innere des Haarschafts einzulagern. Genau dieser Prozess kann die Struktur der feinen Augenbrauenhaare verändern.
Im Gegensatz zum kräftigen Kopfhaar sind Brauenhaare dünner, empfindlicher und wachsen langsamer - dadurch sind sie anfälliger für:
Besonders aggressive oder falsch angewendete Produkte können diese Effekte verstärken.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Augenbrauen beim Färben schützen können:
Grundsätzlich empfehlen wir, die Augenbrauen maximal alle 4-6 Wochen zu färben - je nach Hauttyp, Haarzustand und verwendeter Farbe. Wer häufiger nachfärben möchte (z. B. bei sehr hellen Haaren), sollte auf schonende Produkte und intensive Pflege achten.
Achten Sie auf folgende Anzeichen, die auf strukturgeschädigte Brauenhaare hindeuten können:
Wenn Sie diese Veränderungen bemerken, ist eine Färbepause und gezielte Regenerationspflege ratsam.
Hier sind einige zusätzliche Pflege-Tipps für gesunde Augenbrauen:
Haarfärbemittel gehören zu Produkten, die für mehr farbliche Abwechslung auf dem Kopf sorgen. Sie werden häufig jedoch mit gemischten Gefühlen von Verbraucherinnen und Verbrauchern betrachtet. Insbesondere Allergiker:innen fragen nach Verträglichkeit der synthetischen Produkte und auch nach natürlichen Alternativen, die als unbedenklichere Färbemittel beworben werden.
Wer die eigene Haarfarbe langweilig empfindet, sie aufpeppen möchte oder radikal auf neue Farbakzente setzt bzw. nur die grauen Strähnen überdecken möchte, dem oder der steht ein großes Produktsortiment mit einer immensen Farbvielfalt zur Verfügung. Ob rot, schwarz, blond oder pink und grün - fast kein Wunsch bleibt offen. Auch die Langlebigkeit der Farbveränderung kann scheinbar frei gewählt werden. Mit einer Haartönung ist das Ergebnis bereits nach wenigen Haarwäschen wieder weg. Die sogenannten Oxidationshaarfarben sorgen dagegen für eine dauerhafte Farbveränderung, die entweder auswachsen muss und mit einem Haarschnitt behoben wird oder eine erneute Färbung notwendig macht.
Doch wer färbt, geht auch ein gewisses Risiko ein und muss mit Reizungen und sogar mit Kontaktallergien rechnen, denn die Farbveränderung ist ohne Risiken kaum machbar. Bedenkliche Inhaltsstoffe in den Haarfärbemitteln können die Farbstoffe sein, aber auch Hilfsstoffe wie Resorcin, Wasserstoffperoxid oder Ammoniak, die zwar nicht sensibilisierend sind, aber zum Teil stark reizende Wirkung zeigen.
Das aromatische Amin PPD ist bekannt durch seine hohe Sensibilisierungspotenz, es gehört zu den 10 häufigsten Auslösern einer Kontaktallergie (Hitliste der Kontaktallergene, IVDK, 2009). Der Einsatz dieser Haarfarben-Vorstufe ist in Oxidationsfarben durch die Kosmetikverordnung geregelt und ihre Höchstkonzentration auf 2 % im Anwendungsprodukt begrenzt.
Notwendige Voraussetzung für das Färben mit PPD ist die Anwesenheit einer Kupplersubstanz wie z. B. Resorcin im Produkt. Fehlt hier ein Kuppler, so kann PPD unter oxidativen Bedingungen mit sich selber reagieren zu einer stark sensibilisierenden Verbindung - der sogenannten Bandrowski-Base, die zudem erbgutverändernde Eigenschaften zeigt.
Bei entsprechender Disposition können Oxidationsfarben zu schweren allergischen Reaktionen führen. Nach einer Haarfärbung treten die Symptome im Gesicht und an den Augen, die anschwellen und sich schmerzhaft entzünden. Ursache hierfür ist meistens das PPD.
Beschrieben sind auch schwere allergische Schocks auf PPD, die zwar sehr selten, aber lebensbedrohlich sein können. Eine PPD-Kontaktallergie ist wie bereits dargestellt vergleichsweise häufig, der Auslöser muss nicht zwangsläufig die Anwendung von oxidativen Haarfarben sein, auch andere Produkte, die diese Chemikalie enthalten, können eine Sensibilisierung hervorrufen.
Pflanzenfarben gelten als relativ schonende und besser verträgliche Alternative zu den synthetischen Färbemitteln. Für die Farbveränderung kommen hier folgende Naturstoffe zum Einsatz:
Henna hat die weit größte Bedeutung. Beispielsweise ist Färbung mit Henna von Dauer, allerdings kann sich der Farbton mit der Zeit verändern und verblassen. Die Farbvielfalt, die mit den Naturstoffen erreicht werden kann, ist etwas eingeschränkt, doch auch hier ist eine allergische Reaktion nicht ausgeschlossen.
Wer eine Farbveränderung der Haare wünscht, sollte dies sorgfältig abwägen. Gründe, die gegen eine Färbung sprechen, sind beispielsweise Beschwerden wie juckende Entzündung, Hautbläschen oder ein Ausschlag an der Stelle, wo im Urlaub ein Henna-Tattoo angebracht war. Die Ursache sollte nicht bagatellisiert, sondern beim Hautarzt abklärt werden.
Das Färben der Haare mit Naturfarben ist im Trend. Doch nicht alle Produkte halten, was sie versprechen. Gerade bei Henna-basierten Farben aus dem Internet ist Vorsicht geboten.
Viele Farbstoffe, die zur chemischen Färbung der Haare eingesetzt werden, sind starke Allergene (d. h. sie können Kontaktallergien auslösen). Dies gilt insbesondere für zahlreiche Amine wie PPD oder p-Aminophenol, die zur oxidativen Farbstoffbildung im %-Bereich in den Färbemitteln enthalten sind.
Werden die Grenzwerte deutlich überschritten, so sind allergische Reaktionen bis hin zu Sensibilisierungen der Verbraucherinnen und Verbraucher, die ein Leben lang bestehen bleiben, die Folge.
Insbesondere Henna-Haarfärbemittel aus Drittländern enthalten häufig PPD (sog. Entwickler) ohne Reaktionspartner (sog. Kuppler), so dass es durch die Reaktion mit sich selbst zur Bildung einer erbgutverändernden und stark sensibilisierenden Verbindung, der sogenannten Bandrowski-Base, kommen kann.
Haarmittel im Sinne der EU-Kosmetikverordnung sind nicht nur zum Auftragen auf das Haupthaar, sondern auch auf die Gesichtsbehaarung - wie Augenbrauen - bestimmt. Wimpern sind dabei ausgenommen, da hier ein erhöhtes Risiko des Augenkontakts besteht.
Einzelne Farbmittel wie z. B. PPD oder o-, m- oder p-Toluendiamin dürfen aufgrund ihres sensibilisierenden Potentials zur Färbung der Augenbrauen nur gewerblich (z. B. im Kosmetikstudio) verwendet werden; in den Anwendungs- und Warnhinweisen ist dann bei Produkten der allgemeinen Verwendung z. B. der Hinweis „Nicht zur Färbung von Augenbrauen und Wimpern verwenden“ vorgeschrieben.
Verbraucherinnen und Verbrauchern wird ans Herz gelegt, die Inhaltsstoffliste der Pflanzenfarben genau zu lesen. Versprechen Naturfarben-basierte Produkte eine starke Färbung, so sind immer weitere semipermanente oder permanente Farbmittel enthalten.
Insbesondere bei schwarzen oder dunkelbraunen Henna-basierten Farben aus Drittländern ist Vorsicht geboten, da diese häufig PPD in hohen Gehalten ohne geeignete Reaktionspartner oder unerlaubtes Bariumperoxid sowie nicht zugelassene Farbstoffe enthalten.
Haarfarben stehen laut Presse und Medien immer wieder im Verdacht, krebserregend zu sein. Laut Fachleuten sind moderne Haarfarben nicht krebserregend.
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht jedoch bei Anwendung der heute in Deutschland verfügbaren chemischen Haarfarben kein erhöhtes Krebsrisiko.
Verschiedene Institutionen bewerten regelmäßig das Krebsrisiko von Produkten, mit denen Menschen in Kontakt kommen. Dazu gehören auch kosmetische Mittel wie Haarfarben. In Deutschland ist dafür beispielsweise das BfR zuständig.
Auf internationaler Ebene bewertet die Internationale Krebsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Krebsrisiken von Substanzen. Dabei verwendet die IARC andere Kriterien und eine andere Datengrundlage für ihre Risikoeinschätzung als das BfR.
Mitte der 1980er-Jahre wurde eine Vielzahl an Haarfarben verboten. Der Grund: Es bestand der Verdacht, dass diese Produkte das Risiko für Blasenkrebs oder Brustkrebs erhöhen. Zweifelsfrei belegen konnten Forschende den Verdacht allerdings nicht. Die Verbote dienten daher dem vorbeugenden Verbraucherschutz.
Ihre Augenbrauen können Sie bei Friseur:innen oder Kosmetiker:innen färben lassen, mit ein bisschen Übung funktioniert es aber auch zu Hause gut.
Wer sich den regelmäßigen Gang zum Profi sparen möchte, kann sich die Augenbrauen auch zu Hause färben. Das wichtigste hierbei ist die richtige Farbauswahl: Greifen Sie zu einer zu hellen Farbe, erhalten Sie womöglich nicht die gewünschte Intensität. Bei einem zu dunklen Ton hingegen wirkt das Ergebnis oft unnatürlich.
Hierbei gilt: Probieren geht über Studieren. Sie können sich schrittweise an Ihre perfekte Farbe herantasten oder sie sich gegebenenfalls aus zwei Tönen selbst zusammenmischen. Im Zweifel sollten Sie lieber zu einer helleren Variante greifen und Ihre Augenbrauen in kleinen Schritten dunkler färben.
Bei der Auswahl des Tons sollten Sie unbedingt auf Produkte zurückgreifen, die speziell zum Färben der Augenbrauen entwickelt wurden. Farben oder Tönungen, die für die Kopf-Haare bestimmt sind, sind für die Härchen im Gesicht ungeeignet, da sie meist zu aggressiv wirken und die dünne Haut um die Augenbrauen herum schädigen können.
Bevor Sie mit dem Färben ihrer Augenbrauen beginnen, sollten Sie einen Allergietest durchführen. Das gilt besonders dann, wenn Sie ein Produkt zum ersten Mal verwenden, aber auch, wenn Sie ihre Augenbrauen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr gefärbt haben.
Achten Sie darauf, Ihre Augenbrauen und die darum liegende Haut nicht durch zu viele Vorgänge zu strapazieren. Außerdem wirkt die Farbe in den ersten Stunden nach dem Auftrag noch sehr stark.
Wie lange das Ergebnis anhält, ist von Hersteller, Farbton und gewünschter Intensität abhängig. Meistens hält die Farbe zwischen zwei bis sechs Wochen und kann dann aufgefrischt werden.
Das Färben der Augenbrauen bringt viele Vorzüge mit sich:
Haarfarbe für die Kopf-Haare und Augenbrauen gilt als gesundheitlich gut verträglich. Trotzdem sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Amerikanische Forscher der Harvard Universität haben nun im Rahmen einer über 36 Jahre andauernden Langzeitstudie, an der fast 120 Tausend Krankenschwestern teilnehmen, u.a. untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen dem Färben der Haare und dem Risiko, an Krebs zu erkranken besteht.
Die Teilnehmerinnen der Studie wurden 36 Jahre lang nach unterschiedlichen Lebensumständen und Lebensgewohnheiten befragt.
Das Basalzellkarzinom (auch Basaliom genannt) ist die häufigste Art von Hautkrebs in Deutschland.
Zwar ist das Basalzellkarzinom auch bei jüngeren Patienten keine Seltenheit, aber ab dem 50. Lebensjahr zeigt sich eine deutlich steigendes Risiko, daran zu erkranken.
Menschen mit hellem Hauttyp raten wir Dermatologen - aufgrund deren ohnehin deutlich erhöhten Risiko an Hautkrebs zu erkranken, grundsätzlich dazu, sich mindestens einmal im Jahr einer Hautkrebsvorsorge zu unterziehen.
Haben sich Menschen mit hellen Haaren/ heller Haut früher die Haare gefärbt oder tun sie dies heute, sollten sie umso größeren Wert darauf legen, regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge mit Auflichtdermatoskopie zu gehen.
Sprechen Sie ggf. ihren Hautarzt auch darauf an, ob sie sich aufgrund des erhöhten Risikos möglicherweise sogar häufiger untersuchen lassen sollten.
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