Wer keine Lust mehr auf seine Haarfarbe hat, greift einfach zur Coloration und färbt sich seine Haare in eine neue Wunschfarbe um. Doch wem sein blondiertes Haar nicht mehr gefällt, sollte vor dem Griff zur Haarfarbe so einiges beachten, um den großen Färbe-Fauxpas zu vermeiden. Zu dunkles Haar oder ein ungewollter Grünstich sind oftmals die Resultate von Haarfärbe-Experimenten in den eigenen vier Wänden.
Die Antwort lautet Ja, aber es gibt dabei einige Dinge zu beachten. Blondiertes Haar ist beanspruchter, als alle anderen. Grund dafür ist, dass die natürlichen Pigmente nicht einfach schonend entzogen und neue eingelagert wurden, wie es bei einer Coloration der Fall ist. Bei einer Blondierung werden die Haarpigmente vollständig zerstört. Und zwar nicht nur die natürlichen, sondern auch die künstlichen Pigmente.
Während die Blondierung damit beschäftigt ist, das Melanin in deinen Haaren zu zerstören, kann es dazu kommen, dass dein Haar sich hartnäckig zeigt und der Anteil deiner Rotpigmente (Phäomelanin) so hoch ist, dass dein Haar einfach nicht weißblond werden will. Oftmals ist ein weiterer Blondier-Schritt nötig, der deine Haare zusätzlich beansprucht und bei gutem Gelingen im Nachhinein viel Pflege zum Strukturaufbau benötigt.
Färbt man dieses strukturgeschädigte und pigmentlose - oder auch einmalig blondiertes und gesträhntes - Haar einfach über, kann dies zu unerwünschten Resultaten führen. So kann es sein, dass dein Haar kein künstliches Pigment mehr einlagern kann und die Farbe direkt mit dem Rauswaschen der Farbcreme noch immer blond ist. Bei stark porösem Haar kann die Farbe insgesamt sogar absacken, was bedeutet, dass das Ergebnis viel dunkler als erwartet ausfällt. Und zu guter Letzt kann es zum Grünstich in den Haaren kommen, der wesentlich schwerer aus den Haaren zu entfernen ist als ein ungeliebter Goldstich.
Doch keine Sorge, all dies kann verhindert werden, wenn du auf einige wichtige Details Acht gibst!
Wer aktuell noch ein strahlendes Blond auf dem Kopf trägt und sich seine Haare dunkler färben möchte, sollte bei der Farbwahl vor allem an die Struktur der eigenen Haare denken. Blondierst du schon seit Jahren deine Haare oder hast du sie gerade erst frisch aufgehellt, ist dein Haar meist aufgerauter, vielleicht sogar stark geschädigt. Ist dies der Fall, solltest du etwas mehr Zeit einplanen. Nicht nur ein paar Stunden, sondern einige Wochen.
In diesen baust du dein Haar mit protein- oder keratinhaltiger Pflege wieder auf, sodass die Struktur beim Haare von blond auf braun färben wieder repariert ist und die Kraft besitzt, die neuen Pigmente nicht nur einzulagern, sondern dauerhaft zu halten. Baust du deine Haarstruktur nicht genügend auf, kann es nämlich dazu führen, dass dein Haar die Farbe entweder gar nicht oder zu stark annimmt.
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Hast du deine Haarstruktur aufgebaut, kann es an die Farbwahl gehen. Grundsätzlich ist es hier empfehlenswert, einen nicht zu dunklen Farbton zu wählen. Auch wenn du dir braunes Haar wünschst, taste dich langsam heran, denn wer jahrelang hellblondes oder sogar platinblondes Haar hatte, könnte bereits bei dunkelblonden oder hellbraunen Colorationen das Gefühl bekommen, plötzlich schwarzes Haar zu haben.
Neben der Tontiefe gilt es jedoch auch die Nuance zu beachten. Auch wenn du dir ein natürliches Braun wünschst und als Blondine immer gegen den Gold- und Rotstich angekämpft hast, wirst du nun stark sein müssen: Wer blondiertes Haar dunkler färben möchte, muss zu goldenen und roten Pigmenten greifen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Colorationen in natürlichen oder kalten Tönen enthalten oftmals grüne Pigmente. Gibst du diese Haarfarben auf dein Haar, hat das Resultat den berühmten Grünstich!
Wer sich also gerade auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage „Wie bekomme ich Grün aus den Haaren?“ befindet, hat nun seine Antwort darauf gefunden! Wer sehr hellblondes Haar hat, sollte sein Haar auf jeden Fall vorpigmentieren.
Übrigens: Wir haben sowohl die beliebtesten Haartönungen aus der Drogerie als auch aus dem Friseurfachhandel für dich getestet und verraten dir mit ein paar Tipps vom Haarprofi, welche Tönungen uns mit ihrem Farbergebnis überzeugen konnten! Mit dabei ist auch L'Oréal Professionnel Dialight, unser absoluter Favorit für blondierte Haare, denn diese Tönung liefert dir sowohl goldige als auch aschige Farbnuancen:
Damit du lang genug etwas von deiner neuen Haarfarbe hast, solltest du dein Haar auch nach dem Haarefärben weiterhin pflegen. Zusätzlich zu deinem Shampoo für blondierte Haare, das deine Haarstruktur aufbaut, solltest du zu einem Farbschutz-Shampoo greifen, das dafür sorgt, dass deine Farbe nicht an Brillanz verliert.
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Wer sich die Haare schon einmal selbst blondiert hat, weiß, dass im heimischen Bad so einiges schief gehen kann. Damit ist nicht nur gemeint, dass die Blondierung deine Haare beschädigen, sondern im schlimmsten Fall sogar den von platinblonden Damen gefürchteten Gelb- oder Orangestich verursachen kann. Wenn Silbershampoo nicht mehr genügt, kann man diese jedoch ganz leicht korrigieren.
Jedoch musst du einen Gelbstich nicht mit einer Coloration überfärben, sondern kannst ihn mit der schonenderen Variante ganz leicht verschwinden lassen: mit einer Tönung gegen Gelbstich!
Um diesen abmattieren oder neutralisieren zu können, arbeiten Friseure nämlich mit Tönungen, die Komplementärfarben enthalten. In diesem Fall wären es also lila Nuancen, die gegen die gelben Töne ankämpfen und deine blondierten Haare aschblond färben. Die aschigen Tönungen sind also das ultimative Mittel gegen einen Gelbstich und perfekt geeignet, um komplett gefärbtes oder gesträhntes Haar in ein wunderschönes dunkleres Blond zu tönen.
Ein Profi-Tipp zum Schluss: Wer bei dem gar nicht so leichten Farbwechsel lieber auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für den Weg zum Friseur und lässt sich sein blondiertes Haar färben oder tönen. Denn niemand kennt sich besser in Sachen Haarfarben aus als Haar-Profis. Sie wissen am Besten, welche Haarfarbe sie bei deinen aufgehellten Haaren einsetzen müssen, um dir deine Wunschhaarfarbe zu zaubern.
Der Wechsel von Blond auf Braun muss nicht dramatisch sein - mit den richtigen Techniken können Sie den Look individuell anpassen. Wie wäre es mit Blond auf Braun Ombre? Diese Technik kombiniert das Beste aus beiden Welten: Ein dunkler Ansatz und blonde Spitzen sorgen für einen soften, modernen Übergang. Wenn Sie es noch lebendiger mögen, können Sie blonde und braune Strähnen kombinieren - das verleiht Ihrem Haar mehr Tiefe und optisches Volumen.
Nachdem Sie nun die perfekte Braun-Nuance gefunden haben, stellt sich die nächste Frage: Haare färben oder doch lieber tönen? Tönungen sind perfekt, wenn Sie den neuen Look erstmal testen wollen. Sie sind sanfter und weniger schädlich, da sie keine aggressiven Chemikalien enthalten. Wenn Sie es intensiv und mit langfristigem Commitment möchten, ist Färben der richtige Weg. Die permanente Farbe dringt tief ins Haar ein.
Mit unseren praktischen Färbekits von L'Oréal Paris haben Sie alles, was Sie brauchen - von Handschuhen bis zum Entwickler. Für stressfreies Färben lohnt es sich jedoch, ein paar zusätzliche Tools griffbereit zu haben: Haarspangen zum Abteilen, einen Färbeumhang oder ein altes Handtuch zum Schutz Ihrer Kleidung, sowie einen Timer oder eine Uhr, um die Einwirkzeit im Blick zu behalten. Ein breiter Zahnkamm hilft Ihnen außerdem, die Farbe perfekt zu verteilen.
Teilen Sie Ihr Haar in gleichmäßige Sektionen ein und arbeiten Sie sich von den Spitzen bis zum Ansatz vor. Extra-Tipp: Nutzen Sie einen grobzinkigen Kamm, um die Farbe Strähne für Strähne einzukämmen.
Egal, ob Sie sich Haare in Platinblond wünschen oder von hellbraunem Haar zu einem Blondton wechseln möchten: In den meisten Fällen ist eine Blondierung nötig. Beim Blondieren wird zunächst die Schuppenschicht der Haare geöffnet. Ein Wasserstoffperoxid dringt ins Innere des Haars ein und baut die natürlichen Pigmente ab. So wird das Haar dauerhaft aufgehellt.
Oft ist das Blondieren auch ein notwendiger Zwischenschritt zu anderen Haarfarben. Wenn Sie etwa einen dunkelbraunen Naturton haben und von leuchtend roten Haaren träumen, kommen Sie um eine Blondierung nicht herum.
Die Bleichmittel in der Blondierung strapazieren das Haar und zerstören die Haarstruktur. Die Folgen sind: trockene Haare mit brüchigen Spitzen, die Haare verlieren ihren natürlichen Glanz und sehen oft spröde und strohig aus. Wenn der Schaden sehr groß ist, fangen die Haare an zu brechen, sodass Babyhaare entstehen. Um gebleichtes Haar gesundzupflegen, benötigen sie extra viel Pflege für blonde Haare.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Haare nach dem Blondieren wieder gesund und glänzend bekommen:
Mit etwas Planung und hochwertigen Färbe- und Pflegeprodukten verwandeln Sie Ihr blondes Haar in ein wunderschönes, sattes Braun.
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