Im Sommer ist die Haarentfernung für viele ein Muss. Ob Rasierer, Epilierer oder Waxing - die Möglichkeiten sind vielfältig. Eine bequeme Alternative zu Warmwachs oder Sugaring sind Kaltwachsstreifen.
Doppelseitige, vorgefertigte Wachsstreifen werden zwischen den Handflächen erwärmt, auf die Haut gebracht und ruckartig abgezogen. So werden die Härchen samt Wurzel entfernt und bleiben auf dem klebrigen Streifen zurück.
Im Vergleich zu Warmwachs müssen Kaltwachsstreifen weder erhitzt werden, noch kann es zu Verbrennungen kommen. Nach der Haarentfernung mit den Wachsstreifen sind die Haare für rund drei bis vier Wochen entfernt.
Für wen sind Kaltwachsstreifen geeignet?
Kaltwachsstreifen eignen sich vor allem für Frauen, die sich ein möglichst langes, haarfreies Ergebnis wünschen. Wenn du sensible Haut hast und/oder schmerzempfindlich bist, solltest du jedoch davon Abstand nehmen. Denn die Anwendung ist nicht schmerzfrei und es bleiben im Vergleich viele Wachsreste an der Haut haften, was Irritationen begünstigt.
Vorbereitung für die Anwendung
Bevor es an die Haarentfernung mit Kaltwachsstreifen geht, sollten die Haare eine Länge von etwa fünf bis sieben Millimetern haben. Am besten vor der Anwendung der Streifen die Haut mit Körperpuder bestäuben. So haftet das Wachs besser und die Haut wird weniger gereizt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Den Wachsstreifen zunächst zwischen den Handflächen erwärmen. So bleiben die Haare besser am Wachs haften.
Tipp: Wer keine Lust hat zu reiben, der erwärmt die Kaltwachsstreifen im Wasserbad oder greift einfach zum Glätteisen. Dafür das Eisen auf niedriger Temperaturstufe erwärmen und die beiden Platten so zusammendrücken, dass ein fünf Millimeter breiter Spalt offen bleibt. Durch diesen könnt ihr die Wachsstreifen ziehen.
- Den Streifen nun an der gewünschten Stelle an der Haut anbringen und sorgfältig in Haarwuchsrichtung glatt streichen.
- Nach kurzer Einwirkzeit den Streifen ruckartig entgegen der Wuchsrichtung der Haare abziehen. Andernfalls werden die Haare nicht sorgfältig entfernt.
Nachbereitung und Pflege
Anschließend Wachsreste entfernen und der Haut ausreichend Pflege gönnen. Aloe-vera-Gel oder eine parfümfreie Creme mit Panthenol oder Bisabolol beruhigen gerötete Stellen.
Direkt nach der Haarentfernung mit Wachs keine reichhaltigen Cremes auf die behandelten Hautpartien auftragen. Besser geeignet sind leichte After Shave Body Lotions: Nicht-fettende Pflegeformeln mit Panthenol beruhigen die Haut nicht nur nach der Rasur, sondern auch nach einem Waxing und beugen dadurch Hautirritationen vor.
Besonderheiten bei der Anwendung im Intimbereich
Kaltwachsstreifen eignen sich besonders gut für Haare an den Beinen. Vorsicht bei einer Anwendung in der Bikinizone und Achselhöhle. Hier kann es schnell zu Rötungen, Irritationen und Pickelchen kommen.
Der Intimbereich ist eine der sensibelsten Stellen am Körper, weshalb das Waxing dort besonders schmerzt! Mit Kaltwachsstreifen könntest du höchstens die Bikinizone enthaaren. Das geht noch gerade so!
Alternativen zur Haarentfernung im Intimbereich
Wenn du nicht rasieren willst, den Intimbereich aber komplett enthaart haben möchtest, empfiehlt es sich, Sugaring von einer Kosmetikerin machen zu lassen. Die Kosmetikerin beherrscht die richtige Technik und bereitet die Haut auch optimal vor.
Natürlich gibt es auch die traditionelle Möglichkeit des Rasierens. Jedoch wird diese nicht unbedingt als erste Wahl für die Bikinizone empfohlen, da diese Methode nämlich zu höherer juckender Stoppelbildung und mehr eingewachsenen Haaren führen kann (im Vergleich zur Haarentfernung durch Cremes oder Waxing).
Anwendung Veet Kaltwachsstreifen
Tipps zur Vermeidung von Hautirritationen
Egal für welche Methode du dich entscheidest, es ist immer wichtig, dass du sie zuerst an einer kleinen Stelle testest. Denn jeder Mensch und jede Haut ist anders und es ist wichtig zu wissen, wie deine Haut darauf reagiert. Zusätzlich empfehlen wir dir parfümierte Seifen und Feuchtigkeitscremes, bis zu 24h nach der Anwendung, zu vermeiden.
Für beste Ergebnisse lohnt es sich, deinen Körper 24h vorher zu exfolieren und kurz vor der Anwendung den betreffenden Bereich mit warmem Wasser zu waschen. So lassen sich Hautirritationen vermeiden.
Was tun bei eingewachsenen Haaren?
Einige Tage nach der Haarentfernung empfiehlt es sich, die Haut mit einem Luffaschwamm leicht zu peelen. Die Anwendung mit dem Naturschwamm entfernt abgestorbene Hautschüppchen - so bleiben die Wachstumskanäle der Haare frei. Die beste Voraussetzung dafür, dass eingewachsene Haare ausbleiben.
Wann sollte man auf Waxing verzichten?
Bei Neurodermitis, Narben oder starken Krampfadern sollten Sie auf eine Haarentfernung mit Wachs lieber verzichten, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Außerdem ist es sinnvoll, den Waxing-Termin zu vertagen, wenn Sie einen Sonnenbrand haben. Die Haut braucht dann Ruhe, um sich zu regenerieren. Waxing würde sie jedoch zusätzlich beanspruchen.
Kaltwachsstreifen versus Warmwachs
Ob Kalt- oder Warmwachs: Beide Methoden eignen sich für die Heimanwendung. Wofür Sie sich entscheiden, ist letztlich Geschmackssache. Warmwachs öffnet die Poren. Dadurch lassen sich die Haare leichter entfernen. Vorteil: weniger Schmerzen, sanfter zur Haut. Kaltwachs ist einfach anzuwenden und ideal für diejenigen, die noch wenig Erfahrung mit Waxing haben: Die Streifen mit den Händen erwärmen, aufkleben, abziehen - fertig!
Wie lange hält das Waxing an?
Eine Haarentfernung mit Wachs sorgt für glatte Haut über Wochen, kann aber auch Hautirritationen wie Rötungen und Pickelchen zur Folge haben. Gönnen Sie der Haut nach der Enthaarung mit Wachs etwas Ruhe.
Wie lang müssen Haare zum Wachsen sein?
Für ein optimales Ergebnis beim Waxing selber machen, sollten die Haare mindestens 0,5 bis 1 cm lang sein. So kann das Wachs die Haare effektiv greifen und sie zusammen mit der Wurzel entfernen. Wenn du regelmässig Waxing selber machst, wird dein Haarwuchs mit der Zeit feiner und langsamer, was bedeutet, dass die Haare nach mehreren Anwendungen oft nicht mehr so lang werden müssen, um effektiv entfernt zu werden.
Wie lange waxen, bis keine Haare mehr wachsen?
In der Regel musst du alle 3 bis 4 Wochen Waxing selber machen, da die Haare in verschiedenen Wachstumsphasen sind. Nach regelmässiger Anwendung kann das Haarwachstum langsamer und feiner werden. Es gibt keine garantierte Zeitspanne, in der alle Haare dauerhaft verschwinden, da dies von verschiedenen Faktoren wie Genetik, Hormonspiegel und Hauttyp abhängt. In einigen Fällen kann das Wachstum nachlassen, aber die Haare wachsen irgendwann wieder nach. Waxing selber zu machen, ist jedoch eine sehr effektive Methode, um relativ langfristig glatte Haut zu erzielen.
Sugaring als Alternative
Ob Sugaring oder Waxing effektiver ist, hängt von persönlichen Vorlieben und Hauttypen ab, da beide Methoden ihre Vor- und Nachteile haben. Sugaring verwendet eine Zuckerpaste bei Raumtemperatur, mit der das Haar in Haarwuchsrichtung entfernt wird. Es ist sanfter zur Haut, da die Zuckerpaste weniger an der Haut haftet und dadurch weniger Irritationen verursacht. Sugaring eignet sich besonders für empfindliche Haut und ist ideal für kleinere Flächen wie die Bikinizone oder Gesicht.
Intimbereich wachsen: Schritt für Schritt
Sie wollen Ihren Intimbereich wachsen? Das ist die gründlichste, leider aber auch die schmerzhafteste Methode, um ungeliebte Haare zu entfernen. Viele Leute raten, das Wachsen im Intimbereich im Kosmetikstudio durchführen zu lassen. Das ist aber meist sehr teuer und vor allem nicht unbedingt nötig.
Allerdings ist es ratsam, als Neuling beim Wachsen nicht sofort den Intimbereich in Angriff zu nehmen. Denn Wachsen ist eine Technik, die Wissen, Fingerspitzengefühl, Kraft und eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Schmerzen voraussetzt.
Faktoren beim Wachsen des Intimbereichs
- die richtige Art von Wachs
- die richtige Länge der Haare
- die richtige Vorbereitung
- die richtige Nachbehandlung
Die richtige Vorbereitung
Egal ob Sie sich für Kaltwachs oder Sugaring entscheiden: Die Vorbereitung bleibt gleich. Auf schmerzstillende Cremes sollten Sie allerdings verzichten, da diese in der Regel nicht wirken.
Vor dem Wachsen sollten Sie duschen und sich sorgfältig abtrocknen. Bestäuben Sie im Anschluss direkt vor dem Wachsen Ihre Haut mit Babypuder. Das nimmt die Feuchtigkeit auf und das Wachs kann sich besser mit den Haaren verbinden.
Planen Sie zudem genügend Zeit ein, denn für das Wachsen im Intimbereich brauchen Sie mindestens eine halbe Stunde. Das Badezimmer ist ideal für das Wachsen. Breiten Sie dort ein großes Bade- oder Strandtuch aus, auf dem Sie komfortabel liegen können.
Die richtige Nachbehandlung: Spülen und Peeling
Spülen Sie Ihren Intimbereich nach dem Wachsen gut ab und verwöhnen Sie die gerötete Haut mit einer kühlenden, naturreinen Creme oder einem Hautöl. Coolpads helfen ebenfalls, die gereizte Haut zu beruhigen. Falls die Haut sehr schmerzt und die Rötung nicht nachlässt, hilft auch warme Milch, die Sie mit einem Waschlappen auftragen können.
Am Tag nach dem Wachsen und in jeder folgenden Woche empfiehlt sich ein Peeling des Intimbereichs.
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#Kaltwachsstreifen #Intimbereich #Anwendung
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