Anime Haare zeichnen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Haare sind, genau wie die Augen, ein elementarer Bestandteil eines Anime-Charakters. In dieser Anleitung lernst du, wie du Schritt für Schritt in wenigen Minuten Anime Haare zeichnen kannst. Der Artikel ist in drei Abschnitte geteilt.

Als erstes erfährst du, welches Material du benötigst. Dann siehst du, wie du eine weibliche Anime Frisur zeichnest. Auch Frisureninspirationen für weibliche Figuren findest du hier. Anschließend sehen wir uns an, wie du männliche Frisuren mit derselben Vorgehensweise zeichnest.

Benötigtes Material

  • HB Bleistift
  • 2B Bleistift
  • Zeichenpapier
  • Knetradiergummi

Das Zeichnen von Haaren oder die Darstellung einer Frisur in einer Porträtzeichnung ist nicht ganz einfach. Damit Du von Beginn an dieser besonderen Herausforderung, zumindest theoretisch, nicht völlig unvorbereitet gegenüberstehst, widmet sich die vorliegende Anleitung ganz speziell diesem Thema. Für die möglichst natürliche Darstellung von Haaren bzw. einer bestimmten Frisur benötigst Du eine gute Beobachtungsgabe. Die größte Schwierigkeit beim Haare zeichnen liegt darin, dass die Darstellung auf den späteren Betrachter einen möglichst realistischen Eindruck machen sollte.

EIGENE Frisuren zeichnen | Tutorial | Drawinglikeasir

Anleitung, wie du Manga Haare eines weiblichen Charakters zeichnen kannst

Anime-Haare basieren oft auf echten Frisuren, werden aber eher in Büscheln als in einzelnen Strähnen gezeichnet. Ein wichtiger Grund dafür besteht darin, dass es zu zeitaufwendig wäre, wenn du mehrere Einzelbilder eines Mangas zu detailliert zeichnest.

Ein guter Ansatz, um zu lernen, wie du zügig Anime Haare zeichnen kannst, liegt darin, die Frisur in mehrere Teile zu gliedern. Als erstes der vordere Teil der Frisur, dann die Seiten und dann Rückseite/Unterseite der Frisur (bspw. Zöpfe).

Sehen wir uns an, wie du eine typische Anime Frisur für Mädchen zeichnen kannst. Die Figur besitzt einen schrägen Pony an der Stirnseite und einen Zopf, der an der Rückseite des Kopfes herunterhängt.

1. Anime Haare zeichnen: Die Vorzeichnung

Beginne damit, zunächst eine Zeichnung des Kopfes zu erstellen. Am besten eignet sich auch hierbei die Loomis Methode, mit der du sehr zügig zu einem proportionalen Ergebnis gelangst. Mit der Loomis-Methode zeichnest du schnell den Kopf vom Kinn bis zum Haaransatz vor. So kannst du die Länge des Pony und der seitlichen Frisurabschnitte in Relation zum Gesicht besser einschätzen.

Tipp: Willst du noch genauere Proportionsregeln, solltest du dir das Tutorial zum Gesicht zeichnen und die darin enthaltenen Faustregeln ansehen.

Zeichne diese Vorarbeit nur ganz fein, damit man die Hilfslinien später nicht mehr sieht.

2. Den vorderen Bereich der Frisur zeichnen

Bei dieser Frisur wurde der vordere Teil der Haare ziemlich kurz geschnitten wurde, weshalb du nur ein paar Striche brauchst, um den Pony anzudeuten. Achte darauf, wie die Striche nun kräftiger werden, da wir nun die Umrisse der finalen Form der Anime Haare zeichnen.

Das seitliche Haar liegt entlang der Wangen und schmiegt sich an das Gesicht an.

3. Den mittleren Bereich der Frisur zeichnen

Den Bereich der Haare am Scheitel des Kopfes kannst du mit einer einzigen Linie andeuten. Orientiere dich dazu wieder an der Form des konstruierten Kopfes, um die Rundung des Schädels einigermaßen genau wiederzugeben. Am Scheitel kannst du ein bis zwei Überschneidungen der Haare zeichnen, um einen bestimmten Verlauf des Haares zu suggerieren.

Verstärke nun diesen Haarverlauf, indem du auf höhe der Stirn Hilfslinien zeichnest, die die Frisur in einzelne Strähnen untergliedern.

4. Den hinteren Bereich der Anime Haare zeichnen

Das Gleiche machst du nun mit dem Rest der Frisur. In unserem Fall muss nur noch ein Zopf gezeichnet werden. Zeichne als erstes die Umrisse der Zopfes.

Anschließend kannst du auch hier einzelne Strähnen andeuten, indem du Hilfslinien in den Haarverlauf einzeichnest.

5. Die Frisur schattieren

Zum Schluss bedarf es nur noch ein wenig Schattierung, um den Haaren mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Anstatt einzelne Haare zu zeichnen (siehe: Haare zeichnen Ratgeber), fokussieren wir uns bei Anime Frisuren auf die Betonung der Lichtreflexion mithilfe von Hell/Dunkel-Kontrasten.

Schraffiere zunächst die Haare mit einem Bleistift im Härtegrad deiner Wahl (abhängig von der gewünschten Dunkelheit). Darauf verwischt du die einzelnen Stiftstriche mit einer Estompe oder einem Papierwischer, um eine ebenmäßige Graphitflläche zu erschaffen. Dann nimmst du den Knetradiergummi zur Hand und hellst die Bereiche auf, auf die die gedachte Lichtquelle trifft. Jetzt kannst du noch die vorher schwächer eingezeichneten Strähnenllinien mit dem Bleistift nachziehen. Die Intensität der Linien sollte mit der schraffierten Fläche harmonieren.

Weibliche Anime Frisuren Inspiration

Hast du dich mit der Vorgehensweise vertraut gemacht, kannst du sämtliche Anime Frisuren zeichnen. Der Entstehungsprozess ist bei all den gezeigten Frisuren ähnlich. Sie unterscheiden sich lediglich in der Form der Striche. Experimentiere ein wenig und finde heraus, welche Frisuren sich am besten für deinen Charakter eignen.

Anime Haare eines Jungen zeichnen

Dasselbe Spiel kannst du natürlich auch mit männlichen Figuren machen. Der Ablauf unterscheidet sich bis auf die markantere Form des Gesichts und den Verlauf der Haare kaum.

1. Die Vorzeichnung erstellen

2. Den vorderen Bereich der Frisur zeichnen

3. Das Seitenhaar einzeichnen

4. Umrisslinien verstärken

Tipps und Tricks für realistischere Haardarstellung

Es gibt zwei Hauptmethoden, um Haare zu zeichnen:

  1. Du zeichnest die Haare sehr nah an der Realität und äußerst detailgetreu. Das bedeutet, beinahe jedes einzelne Haar der gesamten Frisur wird Strich für Strich zu Papier gebracht. Diese Variante ist sehr aufwendig und verlangt von Dir in erster Linie jede Menge Fleißarbeit. Einige Künstler machen es in der Tat!
  2. In der Praxis erfolgt das Haare zeichnen oft mit einem reduzierten Detaillierungsgrad, der bis hin zur abstrakten Darstellung einer ganzen Frisur reicht. Hierbei werden ganze Strähnen auf einmal gezeichnet und einige Einzelhaare lediglich angedeutet.

Welche Methode Haare zu zeichnen Du bevorzugst, ist voll und ganz Dir überlassen. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Eine detaillierte Zeichnung mag auf den ersten Blick beeindruckender sein, ist aber nicht zwangsläufig besser. Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten spielt für die Wirkung der Frisur eine ganz besonders wichtige Rolle.

Die Hell-Dunkel-Effekte beim Haare zeichnen üben überhaupt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Gelingen des gesamten Kunstwerkes aus. Besonders bei glatten Haaren solltest Du aufpassen. An den Stellen, an der die Frisur besonders glatt ist, wird nämlich ein Teil des darauf fallenden Lichtes auf besondere Art und Weise reflektiert.

Bitte bedenke, dass die Haare ganz natürlich aus der Kopfhaut wachsen. Sie sind weder am Kopf angeklebt, noch hängen sie wie Stricke schurgerade nach unten. Ganz egal, ob die Frisur aus kurzen oder langen Haaren besteht: Immer wachsen sie zuerst als kleiner Bogen aus dem Kopf heraus, es entsteht ein sichtbarer Scheitel und der Haaransatz ist zumindest an einigen Stellen gut sichtbar.

Sollte Deine Aufgabe darin bestehen, lange Haare zu zeichnen, dann achte darauf, dass sie immer in einer leichten Wellenform an der jeweiligen Person herabfließen und sich an das Gesicht und den Körper sozusagen anschmiegen. Wenn du genau beobachtest, wirst Du schnell feststellen, dass kurze Haare oftmals sehr widerspenstig sind und nach allen möglichen Richtungen wegstehen. Aber auch die Haare einer sehr gepflegten Frisur hängen nicht einfach so herunter. Das ist nicht nur wegen Styling mit Haartrockner, Spray oder Haar-Gel so, sondern weil das Haar ein natürliches Volumen hat.

Neben den genannten Hinweisen und Tipps benötigst Du zum Haare zeichnen natürlich eine gute Zeichentechnik und jede Menge Übung. Doch nur Mut, schließlich ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Realistisches Haar scheint auf den ersten Blick eine große zeichnerische Herausforderung zu sein, es sieht aber in Wirklichkeit nur schwerer aus als es ist. Wenn man die Grundlagen und charakteristische Eigenschaften verschiedener Haartypen kennt, macht es sogar richtig große Freude Haare zu zeichnen.

Ich würde empfehlen, beim Lesen einen Bleistift und Papier bereitzuhalten, damit man direkt selbst üben kann. Die Position des Glanzes ist von der Form des Kopfes bzw. der Frisur und der Lichtquelle im Bild abhängig. Wer mag, kann eine dezente Markierung mit einem hellen Bleistift dort zeichnen, wo wir den Glanz setzen möchten. Anschließend ziehen wir einzelne Linien, die wir innerhalb unserer Markierung auslaufen lassen. Hierbei können wir bereits beim Zeichnen auf helle und schattige Stellen achten.

Für unser Grundgerüst zeichnen wir gewellte Linien, deren Enden wir ein wenig geschwungener auslaufen lassen. Grund hierfür ist, dass gewelltes Haar meist aufgrund seiner Länge wie ausgehangene Locken wirkt. Wir sollten den Linienverlauf unserer verschiedenen Linien ein wenig unterschiedlich zeichnen. Bevor wir mit dem H2 Bleistift die einzelnen Haare zeichnen, sollten wir entscheiden, ob wir die Glanzlichter links oder rechts einzeichnen möchten. Dies ist wichtig, da wir auf dieser Seite Glanzlichter in die Kurve einzeichnen werden. Die Kurve auf der anderen Seite hingegen zeichnen wir ein wenig dunkler.

Haare in verschiedenen Längen können wir gleichermaßen sowohl für eine Frau, ein Mädchen, einen Mann, einen Jungen oder andere Identitäten zeichnen. Bei langem Haar empfiehlt es sich vorab wichtige Haarsträhnen in einer Skizze vorzuzeichnen.

In diesem Beispiel zeichnen wir eine Kurzhaarfrisur, bei der das Deckhaar länger ist als das Haar an den Seiten. Hierbei skizzieren wir jede einzelne Strähne einzeln, angefangen bei denen, die über dem restlichen Haar liegen. Die Strähnen sollten zwar alle einer allgemeinen Wuchsrichtung folgen, aber wenn Strähnen vereinzelt aus der Reihe tanzen und sich in eine andere Richtung biegen, wird das Haar natürlicher wirken.

So vielseitig wie die Menschen selbst, sind natürlich auch Ihre Haare und Frisuren. Die passende Frisur für das eigene Gesicht zu finden fällt im echten Leben schon schwer. Da nicht jede Frisur zu jeder Gesichtsform passt, muss man dies entweder einfach ausprobieren oder kann auf Erfahrungswerte (wie es z.B.

Dazu muss man wissen WIE und WO Haare eigentlich auf dem Kopf wachsen. Das Haar fällt nämlich nicht einfach platt vom oberen Kopf (Haaransatz) herab, es fließt entlang der Kopfform und hat in der Regel auch noch eine Eigenbewegung, welche oftmals an den Spitzen in kleine Locken bzw.

Die natürliche Fließbewegung des Haars um die Kopfform könnt Ihr anhand der oben stehenden Skizze erkennen (rote Pfeile). Generell lassen sich Haare an den Spitzen bzw. Pony in eine andere Richtung zwingen durch frisieren, als die natürliche Bewegung es vorgeben würde. Im Regen verhält sich das Haar wieder anders als im trockenen Zustand. Vor allem verliert es an Volumen, da die Luftpolster zwischen den einzelnen Haaren vom einströmenden Wasser verdrängt werden und die einzelnen Haare zudem zusammen kleben. Ja nachdem wie nass die Haare sind, desto mehr Strähnen kleben aneinander.

Haare im Wind sind einer stetigen Bewegung und einem Zwang ausgesetzt. Dabei flattern die Haarsträhnen am Ende stärker, da der Halt am Haaransatz nach unten hin immer mehr nach lässt. Die Haare flattern meist wie wild hoch und runter, immer in die Richtung gezerrt in die der Wind bläst.

Je nachdem was für Haare (glatt, gelockt) die Figur haben soll, wirkt auch die Haarfarbe anders. Glatte, blonde Haare wirken entsprechend anders als gelockte, blonde Haare. Sind die Haare nicht grade künstlich gefärbt, so verfügen sie über mehrere Farbabstufungen. Man kennt es z.B. Komplett einfarbige Haare sehen in der Regel unnatürlich und stumpf aus. Erst recht, wenn die Haare nicht einmal mehr über Glanz verfügen. Der Glanz ist also ein wesentlicher Bestandteil der Haarfarbe, wobei die Lichtreflexion unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Es gibt viele verschiedene Arten von Zöpfen. Man kann die Haare einfach zusammen binden; gerade nach hinten oder seitlich. Man kann die Haare aber auch kunstvoll flechten oder eine Steckfrisur machen. Je nach Beschaffenheit der Haare lassen sie sich unterschiedlich zu einem Zopf zusammen binden. Feine, dünne Haare lösen sich schneller aus einem Zopf heraus, mit dem Ergebnis, dass viele Härchen und einzelne Strähnen heraus schauen. Dicke Haare lassen sich zu einem stabilen und kompakten Zopf zusammen binden. Und krause bzw.

Besonders mit Buntstift lassen sich Haare und Frisuren sehr schön malen und darstellen. Man kann entweder mit einer einzelnen Farbe eine große Varianz an Farbtönen bzw.

Bei einer Kurzhaarfrisur sieht man sehr leicht den Haaransatz. Langes Haar tendiert dazu sich selbst gerade zu ziehen. Das heißt jedoch nicht, dass es langweilig nach unten fallen muss. Auch gewelltes Haar wird von seiner Schwere glatt gezogen. Bei Locken ist zu beachten, dass diese nicht einfach gerade herab fallen, sondern das sie sozusagen im Raum liegen. Meistens genügt es bei einer lockigen Frisur die Locken nur anzudeuten, besonders wenn die Frisur am Ende noch Koloriert wird.

Mit diesen Hinweisen wünsche ich Euch viel Spaß beim Manga-Frisuren kreieren und zeichnen. Haaransätze kommen in verschiedenen Variationen, aber am seltensten sind sie einfach ganz gerade am Kopf von links nach rechts. Daher zeichne Dir einmal auf, wie der Haaransatz Deiner Figur sein sollte und vergiss dabei nicht, dass die Haare auch vor den Ohren noch hinunter wachsen. Bei den meisten Männern wandert der Haaransatz Richtung Hinterkopf, je älter sie werden. Meist fängt das an den Schläfen an - das nennt man dann „Geheimratsecken“. Wenn Du eine ältere, männliche Figur erstellst, mach Dir Gedanken darüber, ob und mit wie viel Haarverlust er zu kämpfen hat.

Wenn Du Dich für einen Haaransatz entschieden hast, solltest Du Dir als nächstes Gedanken darüber machen, wo die Haare beginnen. Hat Deine Figur einen Scheitel? Wenn ja, wo? Oder starten die Haare an einem Wirbel? Du kannst Dir zur Sicherheit eine Hilfslinie ziehen, wo der Scheitel auf dem Kopf verlaufen soll. Natürlich wachsen nicht alle Haare der Figur aus dieser Linie heraus. Selbst wenn Du Dich für einen Scheitel oder Wirbel entschieden hast, kannst Du daraus viele verschiedene Variationen machen, wie die Haare von dort aus fallen. Ein Scheitel bedeutet nicht, dass man vorne eine Haarlücke hat, an der man den Ansatz sieht. Hier siehst Du einmal zwei Versionen des Seitenscheitels.

Wenn Du den Ansatz zeichnest, denk dran die Haare an der Linie vom Haaransatz entlang zu zeichnen. Du solltest auch darauf achten, dass Du die Haare mit ein klein wenig Abstand zum eigentlichen Kopf zeichnest. Genau wie beim Seitenscheitel geht die allgemeine Richtung der Haare vom Scheitel aus über den Kopf. In alle Richtungen. Auch nach hinten. Beim Mittelscheitel fallen die Haare auf beiden Seiten des Kopfes gleich, wenn sie nicht durch eine Haarspange, Haarband, Gel oder ähnliches in eine andere Richtung gezwungen werden. Das Endergebnis könnte beispielsweise so aussehen wie in Zeichnung drei. Auch beim Mittelscheitel gilt: Der Ansatz muss nicht unbedingt zu sehen sein.

Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Ausgangspunkt für einen Wirbel festzulegen. Wo genau der Wirbel auf dem Kopf liegt, entscheidest Du selbst. In diesem Fall liegt der Wirbel auf dem Hinterkopf der Figur. Hier musst Du dann wieder ein wenig dreidimensional denken. Der Kopf ist ein Ball und die Haare legen sich vom Ausgangspunkt am Hinterkopf (also in diesem Fall ein Ort, den man eigentlich gar nicht sehen kann) über die Rundung des Kopfes. Auch hier wachsen natürlich nicht alle Haare aus diesem einen Punkt.

Haare sind der Schwerkraft ausgesetzt. Das heißt, solange Du nicht nachhilfst oder sie sich im Weltall befinden, sollten sie nach unten fallen. Werden sie von einem Objekt - der Schulter, einem Tisch, einer Kapuze o.a. - daran gehindert, fallen sie über die Form dieses Objektes.

Beginne mit einer Skizze des Profils. Nachdem du das Profil skizziert hast, beginnt der Teil der Arbeit, der dem Bild Leben einverleibt. Ein gezeichnetes Gesicht wirkt erst dann real, wenn es auch Licht und Schatten auf eine Art wiedergibt, die wir auch in der Wirklichkeit vorfinden.

Details wie Wimpern oder Augen kannst du noch vernachlässigen. Wichtig ist, dass Stirn, Nase, Lippen und Kinn korrekt ausgearbeitet sind. All diese Elemente bilden eine Konturlinie, die unbedingt fertig sein muss. Idealerweise sind jetzt bereits auch schon Haarsträhnen angedeutet und Schatten. Haare glänzen und werfen Schatten. Weil du Glanz auf weißen Papier nicht zeichnen kannst, musst du Schatten zeichnen und Freiräume für Glanz lassen. Schraffiere also dunkle Bereiche unter und neben deinen Skizzierungslinien.

Führe die Arbeit an den Haaren fort und zeichne weitere Haarlinien ein. In den dunklen, schattigen Bereichen zeichnest du weitere Linien, die ein dunkleres Gesamtbild ergehen. Stell dir vor, Licht fällt von links oben ins Bild. Demnach findest du bei allen Flächen, die der Lichtquelle ausgesetzt sind helle Bereiche. Die anderen Flächen kannst du verdunkeln. Wie du erkennst, werden alle hervorstehenden Bereiche vom Licht angestrahlt und müssen daher hell bleiben. Frage dich einfach: Wo trifft Licht und Wärme direkt auf. Alle anderen Bereiche kannst du abdunkeln. Schraffiere also alle dunklen Bereiche mit feinen Linien. Je feiner du schraffierst, desto glatter erscheint die Haut.

Wenn du deine Zeichnung verwischen möchtest, ist jetzt der ideale Zeitpunkt dafür. Nimm ein sauberes Taschentuch und wische äußerst vorsichtig über das Grafit. Du musst das nicht tun! Bleistiftzeichnungen können auch die typische Struktur einer Schraffur aufweisen, meistens macht sie das sogar charakterlicher und schöner.

In der Regel benötige ich mehrere Durchgänge, bis die Schatten die richtige Dunkelheit aufweisen. Licht lässt sich nicht zeichnen. Licht entsteht auf weißem Papier nur durch dem Fehlen von Schatten. Deswegen solltest du die meiste Zeit dafür verwenden, saubere Schatten einzuzeichnen und Kontraste auszuarbeiten. Dieser Schritt kann gern länger dauern. Verwende spitze Bleistifte und drücke wenig auf. Vermeide es, zu radieren und damit die schöne glatte Hautfläche zu zerstören. Alles sollte glatt sein und ineinanderfließen.

Wenn du Anfänger bist, verwende Schatten sparsam und taste dich Schritt für Schritt an die richtigen Grautöne. Schraffiere und verwische abwechselnd (falls du Verwischen magst). Auf den Lippen hast du die stärksten Kontraste. Hier kannst du gern einen spitzen Radiergummi verwenden, um Licht anzudeuten. Lippenfältchen sind auf der einen Seite hell, auf der anderen sehr dunkel. Wie kleine Gräben ziehen sie sich durch die Haut. Zähne brauchst du im dunklen Mundraum nur andeuten. Mundraum, Nasenlöcher, Wimpern und Pupille sollten die dunkelsten Elemente werden. Vergiss die Lichtreflexion im Auge nicht.

Nachdem Schatten und Lichtflächen richtig eingezeichnet sind, kannst du dich an Details wagen. Wimpern und Augenbrauen sind gebogene, dunkle Striche. Ziehe sie vom Ansatz weg nach heraus, sodass sie schmaler werden. Übertreibe es nicht und zeichne nicht zu viele Härchen. Haare sind für gewöhnlich am aufwendigsten. Setze deine Arbeit von vorhin fort und zeichne weitere Linien in die dunklen Bereiche. Scheue dich nicht, auch lange Linien zu ziehen. Wichtig ist, jede Linie in einem Zug durchzuziehen. Wenn du möchtest, kannst du dunkle Bereiche leicht schraffieren und verwischen. Helle Strähnen radierst du dagegen mit einem Radierstift weiß.

Sei nicht frustriert! Das Zeichnen von Frisuren benötigt eine lange Zeit.

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