Für viele Menschen gehört die regelmäßige Haarentfernung im Gesicht, unter den Achseln, an den Beinen oder im Intimbereich zu einem gepflegten Äußeren dazu. Die einfachste Methode ist es, die störenden Haare zu rasieren. Nicht selten ist die Haut nach der Rasur gereizt oder gerötet. Unter dem sogenannten Rasurbrand leiden nicht nur Männer. Auch Frauen kennen das Problem.
Manchmal betrifft es deine Achseln, deine Beine, oder deinen Intimbereich: Jucken nach der Rasur kann ganz schön unangenehm sein. Es ist frustrierend, wenn dir allein beim Gedanken ans Rasieren die Haut juckt, denn eigentlich sollte die Rasur ja ein simpler Teil deiner persönlichen Schönheitspflege sein. Aber keine Sorge! Hier erfährst du, wie du Juckreiz nach dem Rasieren vermeiden kannst und hoffentlich nie wieder unter roter, trockener Haut leiden musst.
Unter einem Rasurbrand sind die unangenehmen Begleiterscheinungen zu verstehen, die mit der regelmäßigen Rasur einhergehen. Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den betroffenen Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen.
Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich, denn diese ist besonders empfindlich.
Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen.
Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.
Weitere Ursachen für Juckreiz nach der Rasur können sein:
Normalerweise beruhigt sich die Haut nach ein paar Tagen wieder und Rötungen oder Pickelchen klingen ab. Im schlimmsten Fall können daraus aber auch Entzündungen entstehen, die sehr groß und schmerzhaft sind.
Rasurbrand muss nicht sein. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen. Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen.
Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten. Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.
Sofern einige wichtige Punkte beachtet werden, können Sie einem Rasurbrand problemlos vorbeugen. Wir erklären Ihnen nachfolgend was Sie dazu beachten sollten:
Die richtige Technik ist für eine glatte Rasur ohne Rötungen wichtig. Dabei ist es nötig, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken. Menschen, die sehr empfindliche Haut haben oder zu Rasurbrand neigen, sollten eher auf eine Trockenrasur setzen. Diese ist zwar nicht so gründlich wie die Nassrasur, aber schonender. Am besten eignen sich dazu Elektrorasierer.
Sauberkeit ist ein absolutes Muss, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden. Dies gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher. Dort befinden sich oft besonders viele Keime, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen. Dies fördert Entzündungen in der Haut. Aus diesem Grund ist es wichtig, frisch gewaschene Handtücher zu verwenden und die benutzten Klingen nach jeder Rasur zu säubern und eventuell sogar zu desinfizieren. Das Wechseln der Rasierklinge hängt davon ab, wie oft Sie diese verwenden. Bei einer täglichen Rasur sollten Sie die Klingen alle ein bis zwei Wochen wechseln.
Nach der Rasur ist die Haut angegriffen und benötigt besonders viel Pflege. Bestens dafür geeignet sind Cremes, die weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten. Diese verstärken nämlich unangenehme Reaktionen wie ein Brennen auf der Haut und reizen diese zusätzlich. Die Pflegeprodukte sollten idealerweise nicht zu viel Fett enthalten. Denn dies kann die Poren verstopfen und Entzündungen fördern.
Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Insbesondere im Intimbereich und an den Beinen können Sie die Entstehung von Rasurbrand vermeiden. Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide sind hautfreundlich und eignen sich somit bestens. Auf Materialien wie Polyester oder Mikrofaser sollten Sie dagegen verzichten. Diese sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen der Entzündungen erschweren. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kleidungsstücke nicht zu eng sitzen und an den rasierten Hautstellen reiben.
Ist es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Rasurbrand gekommen, kann mit einigen Tipps und Tricks Abhilfe geschaffen werden. Mit folgenden Hilfestellungen können Sie die entstandenen Hautirritationen nach der Rasur behandeln.
Falls du ein Jucken nach der Intimrasur verspürst oder deine Beine nach der Rasur jucken, dann kannst du deine Haut beruhigen, um das Jucken zu lindern. Das hilft gegen Jucken nach dem Rasieren:
Diese Hausmittel helfen nicht? In der Apotheke erhältst du rezeptfrei Cremes gegen Juckreiz, welche schnell Abhilfe leisten, wenn die Haut juckt nach der Rasur. Greife zu diesen Mitteln, falls das Jucken nicht von allein weg geht.
Wenn du empfindliche Haut hast, dann können andere Methoden zur Haarentfernung für dich in Frage kommen, um Juckreiz nach der Rasur vorzubeugen. Falls du Jucken nach der Intimrasur verspürst, dir nach dem Rasieren die Beine jucken, oder dein Gesicht von Rasurbrand betroffen ist, dann versuche es einmal mit IPL (Intense Pulsed Light) dauerhafter Haarentfernung.
Es gibt auch Epiliergeräte, welche die Haare an der Wurzel herausziehen, anstatt sie zu schneiden, wie der Satinelle Essential Epilierer. Dieses wirksame System, für deine Beine geeignet, hält deine Haut für Wochen geschmeidig und verkürzt somit die Zeit, die du zur Haarentfernung bei empfindlicher Haut aufbringen musst.
Weitere Alternativen zur Rasur sind:
Normalerweise klingt Rasurbrand von allein wieder ab und Rötungen oder Pickel verschwinden innerhalb weniger Stunden oder Tage. Manchmal kann es aber sein, dass die Haut langfristig gereizt ist oder sich schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden. Dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und die betroffenen Hautstellen mit professioneller Hilfe zu behandeln.
Ein Hautarzt kann auch klären, ob es sich dabei um die chronische Form des Rasurbrands handelt, der sogenannten Pseudofolliculitis barbae. Sie betrifft vor allem Männer mit dunklem, stark gekräuseltem Haar.
Darüber hinaus empfehlen wir dir, auch dann einen Arzt aufzusuchen, wenn dein Juckreiz nach der Rasur folgendermaßen ist:
In einer Hautarztpraxis kann man dir nach einer Untersuchung einen maßgeschneiderten Plan anfertigen, um Juckreiz nach dem Rasieren vorzubeugen oder Rasurbrand loszuwerden.
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Richtige Rasiertechnik | In Wuchsrichtung rasieren, nicht zu fest aufdrücken |
| Hygiene | Saubere Klingen und Handtücher verwenden, Klingen desinfizieren |
| Hautpflege | Feuchtigkeitscremes ohne Alkohol und Duftstoffe verwenden |
| Geeignete Kleidung | Baumwolle, Leinen oder Seide tragen, enge Kleidung vermeiden |
| Alternative Haarentfernung | IPL, Epilation, Enthaarungscremes |
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