Die Sorge um Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Für viele Betroffene stellt der Verlust der Haare eine erhebliche Belastung dar. In diesem Artikel beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen Morbus Bechterew, einer chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung, und Haarausfall, um Ihnen ein umfassendes Verständnis der Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.
Morbus Bechterew, auch bekannt als Spondylitis ankylosans (SpA), gehört zu den Spondyloarthritiden, einer Gruppe entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. „Die chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung Morbus Bechterew betrifft vor allem die Wirbelsäule und deren Verbindungen zum Becken. Dort können sich Entzündungen bilden und das Knochengewebe sowie die Gelenke angreifen", sagt Prof. Dr. Die Erkrankung beginnt schleichend, sodass sie oft erst nach Jahren erkannt wird.
Die genaue Ursache der Erkrankung ist weitestgehend unbekannt. Expert:innen gehen von einer Fehlfunktion des Immunsystems aus, die zu einer überschießenden Entzündungsreaktion führt. Bei einem Großteil der Erkrankten liegt eine genetische Veranlagung vor. So besitzen etwa 90 Prozent aller Erkrankten ein spezielles Eiweiß, namens HLA-B27.
Typisch für die Erkrankung ist der schleichende Beginn mit unspezifischen Schmerzen im Becken im Bereich der Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (Iliosakralgelenke). Die Betroffenen leiden an chronischen Schmerzen im Teil der betroffenen Wirbelsäule, die bis ins Gesäß oder zu den Oberschenkeln ausstrahlen können - besonders, wenn sie länger sitzen.
„Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Oft verläuft sie schleichend über Jahre und Jahrzehnte, wobei sich Entzündungsphasen mit mehr oder weniger beschwerdefreien Zeiten abwechseln“, weiß Prof. Feist. „Bis die Diagnose gestellt wird, vergehen meist mehrere Jahre", so der Chefarzt. chronische tiefsitzende Rückenschmerzen mit Beginn vor dem 45. Lebensjahr sind typisch.
Die Symptome unterscheiden sich bei Frauen nicht wesentlich. Die Bechterew-Krankheit beginnt meist zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr. Der Krankheitsverlauf ist chronisch fortschreitend und tritt in Schüben auf. Beschwerden, wie Schmerzen und Steifigkeit können plötzlich innerhalb von einigen Wochen stärker werden.
Im Vordergrund stehen zwar Beschwerden der Wirbelsäule und Gelenke, dennoch treten gehäuft auch andere Erkrankungen auf. Im Magen-Darm-Trakt kann es zu entzündlichen Veränderungen des Kolons (Dickdarm) oder Ileums (Krummdarm) kommen.
Morbus Bechterew ist nicht heilbar. Die Therapieansätze bremsen lediglich das Fortschreiten der Krankheit und lindern Beschwerden. Die rheumatische Erkrankung galt lange als Männerkrankheit. Dennoch sind Frauen etwa gleich häufig betroffen.
„Die Symptome unterscheiden sich bei Frauen nicht wesentlich. Die typische Versteifung der Wirbelsäule verläuft bei Frauen meist langsamer. Bei Frauen zeigen sich die ersten Symptome häufiger an den Gelenken außerhalb der Körperachse. Zu Beginn sind eher die Halswirbel als der untere Rücken betroffen. Auch Entzündungen von Sehnenansätzen und Schleimbeuteln treten an für Morbus Bechterew eher untypischen Körperstellen auf. Versteiftes Gewebe oder Verknöcherungen sind charakteristisch für spätere Stadien.
Ein Schub bei Morbus Bechterew ist durch tiefsitzende, dumpfe Rückenschmerzen, insbesondere im Gesäßbereich sowie der Wirbelsäule ohne Einstrahlung in die unteren Extremitäten gekennzeichnet. „Die Symptome können über mehrere Wochen anhalten und schränken die Lebensqualität sowie Leistung im beruflichen und privaten Umfeld ein. Zudem verschlechtert sich oft die Stimmungslage“, sagt Prof. Feist.
Wer bei sich typische Symptome eines Morbus Bechterew feststellt, sollte eine:n Ärzt:in aufsuchen. Zur Abklärung einer möglichen Erkrankung erfolgt die Anamnese (Krankengeschichte) der Patient:innen. Hält der Kreuzschmerz bereits länger an (mehr als drei Monate)? Sind die Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr aufgetreten?
Ausgehend von den Antworten können weitere Tests und Diagnoseverfahren durchgeführt werden, um festzustellen, ob die Wirbelsäulen-Erkrankung vorliegt. Eine frühe Diagnose ist mittels MRT möglich, da bereits im frühen Krankheitsstadium entzündliche Veränderungen in den Kreuz-Darmbein-Gelenken erkennbar sind.
Die Behandlung soll Symptome lindern und das Fortschreiten der Erkrankung bremsen. Eine Heilung gibt es bislang nicht. Prof. Dr. Bei Verläufen, die auf die Behandlung nicht anschlagen, werden Biologika oft mit sehr gutem Erfolg eingesetzt.
Haarausfall bei Rheuma: Ein Thema, das oft unterschätzt wird, doch tiefgreifende Fragen aufwirft. Warum führt gerade Rheuma zu einem Verlust der Haare? Welche Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle?
Ist es möglich, dass Rheuma zu Haarausfall führt? Diese Frage überrascht viele, doch die Antwort ist ein deutliches Ja. Rheuma, eine komplexe Erkrankung, die Entzündungen und Schmerzen in Gelenken und Geweben verursacht, kann tatsächlich Haarausfall als Nebeneffekt haben. Nicht jeder, der an Rheuma leidet, wird zwangsläufig Haare verlieren, aber es ist ein Phänomen, das häufig genug auftritt, um Beachtung zu verdienen.
Der direkte Zusammenhang zwischen diesen beiden Zuständen bleibt oft unerkannt, da das Wissen darüber nicht weit verbreitet ist. Rheuma ist ein Oberbegriff, unter dem viele verschiedene Erkrankungen gebündelt werden. Nicht jede dieser Erkrankungen muss dabei mit einem Haarschwund in Korrelation stehen. Häufiger ist eine Verbindung von genetisch bedingtem Haarschwund, der zufällig mit einem rheumatischen Schub zusammenfällt.
Bei rheumatischen Erkrankungen kann Haarverlust vielfältige Formen annehmen, von punktuellen kahlen Stellen bis hin zu einer umfassenden Ausdünnung der Haare über den ganzen Kopf. Diese Vielfalt an Erscheinungsformen macht den Umgang mit dem Problem besonders herausfordernd. Ebenso kann ein diffuser Haarverlust auftreten, der das gesamte Haarbild lichter werden lässt, ohne spezifische Muster oder Bereiche.
Selbst Augenbrauen und Körperbehaarung können betroffen sein, was die Situation für Betroffene noch belastender macht. Die Diagnose von Haarverlust im Kontext rheumatischer Erkrankungen stellt Ärzte vor komplexe Herausforderungen, da die zugrundeliegenden Mechanismen nicht immer offensichtlich sind.
Einerseits kann das Immunsystem selbst die Haarwurzeln angreifen, als wären sie fremde Eindringlinge, was direkt zum Haarausfall führt. Andererseits kann der Körper so stark mit der Bekämpfung der durch Rheuma verursachten Entzündungen beschäftigt sein, dass er Ressourcen von weniger lebenswichtigen Funktionen wie der Haarwurzelversorgung abzieht.
Darüber hinaus können bestimmte Medikamente gegen rheumatische Beschwerden Haarausfall als Nebenwirkung haben, was die Situation weiter kompliziert. Es ist daher entscheidend, die verschiedenen Ursachen zu unterscheiden, um eine genaue Diagnose zu stellen und festzustellen, ob zwischen Haarausfall und Rheuma ein direkter Zusammenhang besteht.
Die Wirksamkeit herkömmlicher Therapien bei Haarausfall, der durch Rheuma verursacht wird, stößt oft an ihre Grenzen. Der Grund liegt darin, dass Rheuma eine Autoimmunerkrankung ist, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Haarwurzeln angreift. Haarausfall und Rheuma werden jedoch häufig erst spät erkannt, zu einem Zeitpunkt, an dem die Haarwurzeln bereits erheblichen Schaden genommen haben.
Diese Schäden sind oft irreparabel, sodass betroffene Haarfollikel keine neuen Haare mehr produzieren können. Somit ist der Haarverlust nicht nur vorübergehend, sondern permanent.
Wenn herkömmliche Therapien bei Haarausfall infolge rheumatischer Erkrankungen keinen Erfolg zeigen, da die Haarwurzeln zu stark beschädigt sind, bietet sich eine spezialisierte Lösung an: die FUE Haartransplantation. Die FUE (Follicular Unit Extraction) Methode zeichnet sich durch ihre Präzision und minimale Invasivität aus, wodurch sie eine effektive und ästhetisch ansprechende Lösung für diejenigen bietet, die unter schwerem Haarverlust leiden.
Bei einer Haarverpflanzung werden Einheiten von Haarfollikeln, bekannt als Grafts, mit großer Sorgfalt entnommen, in der Regel aus dem Hinterkopf, einem Bereich, der meist von Haarausfall verschont bleibt. Diese Grafts enthalten gesunde Haarwurzeln, die das Potenzial haben, an neuen Stellen zu wachsen und Haare zu produzieren.
Nachdem die Grafts an den kahlen oder lichter werdenden Stellen eingepflanzt wurden, integrieren sie sich in ihre neue Umgebung und beginnen, neue Haare zu produzieren. Dies führt zu einer natürlichen und dauerhaften Lösung für Haarausfall, bei der kahle Stellen effektiv und ästhetisch ansprechend abgedeckt werden.
Eine wichtige Frage, die oft gestellt wird, betrifft die Stabilität der transplantierten Haare: Besteht das Risiko, dass sie wieder ausfallen? Rheuma kann das Immunsystem dazu veranlassen, nicht nur die Gelenke, sondern auch andere Körperteile, einschließlich der Haarwurzeln, anzugreifen. Deshalb ist es entscheidend, vor der Haartransplantation eine gründliche medizinische Untersuchung durchzuführen, um die spezifischen Ursachen des Haarausfalls zu identifizieren.
Sobald das Rheuma aktiv und effektiv behandelt wird, sinkt das Risiko eines erneuten Haarausfalls signifikant. Nach einer Haartransplantation beginnt der Heilungsprozess, bei dem sichtbare Spuren der Eingriffe wie Krustenbildung an den behandelten Stellen innerhalb von ungefähr 14 Tagen verschwinden. Dies ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur vollständigen Erholung.
Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Haare zunächst sehr langsam wachsen und anfänglich dünner als gewöhnlich sein können. Die Dauer, bis das finale Endergebnis der Haartransplantation sichtbar wird, kann variieren, abhängig von individuellen Faktoren wie dem Körper- und Haartyp des Patienten. Im Durchschnitt dauert es etwa 12 Monate, bis Patienten das volle Ausmaß ihrer neuen Haarpracht bewundern können.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Haarausfall bei Rheuma ein weit verbreitetes Problem darstellt, das jedoch effektiv behandelt werden kann. Eine der größten Herausforderungen liegt in der frühzeitigen Diagnose der zugrundeliegenden rheumatischen Erkrankung und des damit verbundenen Haarausfalls. Aufgrund der Komplexität beider Zustände kann es eine Weile dauern, bis eine genaue Diagnose gestellt wird. In solchen Fällen erweist sich eine Eigenhaarverpflanzung oft als einzige wirksame Lösung, um das volle Haar wiederherzustellen. Diese Maßnahme ist besonders erfolgversprechend, wenn sie mit einer gezielten Behandlung des Rheumas kombiniert wird. Dadurch lässt sich verhindern, dass die Krankheit erneut die Haarwurzeln angreift.
Nach sorgfältiger Behandlung und der Wiederherstellung des Haarwuchses durch Transplantation können Patienten erwarten, dass innerhalb von maximal 12 Monaten keine sichtbaren Spuren des einstigen Haarverlusts mehr vorhanden sind.
Neben der Behandlung des Morbus Bechterew selbst gibt es auch spezifische Ansätze zur Behandlung von Haarausfall. Hierzu gehören:
Es existiert eine Vielzahl an Autoimmunerkrankungen, die sich in den unterschiedlichen Geweben oder Organen bemerkbar machen. Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist beispielsweise eine Autoimmunerkrankung der Haut. Betroffene leiden unter juckenden, schuppenden und geröteten Entzündungen.
Die Sarkoidose, auch Morbus Boeck genannt, stellt eine Multisystemerkrankung dar, da sie verschiedene Organe und Gewebe im Körper betrifft. Meist ist die Lunge, aber auch das Herz, die Augen oder die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden häufigsten Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse sind zum einen Morbus Basedow, zum anderen die Hashimoto-Thyreoiditis. Letztere wird oft erst im späten Stadium entdeckt, wenn daraus eine Hypothyreose resultiert. Erst dann kommt es zu deutlichen Symptomen wie etwa Müdigkeit, Gewichtszunahme, Heiserkeit, trockener Haut oder Haarausfall.
Auch beim Morbus Basedow rufen spezielle Antikörper Entzündungsprozesse hervor. Die Multiple Sklerose, eine chronische Entzündung des Nervensystems, verläuft in Schüben und äußert sich durch Schmerzen, Lähmungen sowie Seh- und Gefühlseinschränkungen. Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist ebenfalls eine Autoimmunerkrankung, die schubweise auftritt.
Beim Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) stuft das Immunsystem den Knochen-Knorpel-Übergang als fremd ein. Die in Schüben auftretenden Gelenkentzündungen betreffen vorwiegend die Wirbelsäule. Eine fehlgeleitete Immunreaktion ist auch für die Zöliakie, eine entzündliche Darmerkrankung, verantwortlich. Patienten schadet das Klebereiweiß Gluten und sie reagieren darauf mit Bauchschmerzen und Diarrhö.
Eine bekannte Autoimmunerkrankung ist der Typ-1-Diabetes, der bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten kann. Hier attackiert das Abwehrsystem die Bauchspeicheldrüse, speziell die Inselzellen. Diese werden geschädigt und können kein Insulin mehr produzieren, sodass der Blutzuckerspiegel unkontrolliert ansteigt.
Haarausfall ist ein Problem, von dem nicht nur Frauen betroffen sind. Ein Thema über das sich wenig Menschen Gedanken machen, solange sie nicht darunter leiden. Doch sobald es vermehrt zu Haarausfall kommt, ist die Panik groß, dass bald alle Haare weg sein könnten. Es gibt wenige Themen, die schnell so emotional werden, wie das Verlieren von Haaren. Vor allem für Frauen ist das ein Problem. Denn während bei Männern eine Glatze durchaus schnell akzeptiert wird, haben Frauen oft das Gefühl, bei starkem Haarausfall auch einen Teil ihrer Weiblichkeit zu verlieren.
Haarausfall kann viele unterschiedliche Ursachen haben, doch geht er oft mit Autoimmunerkrankungen einher. Die Chance ist also leider sehr groß, bei einer Autoimmunerkrankung irgendwann auch von Haarausfall betroffen zu sein.
Uns erreichen immer wieder viele Fragen dazu, was die Ursachen von Haarausfall sind und wie man am besten damit umgehen kann.
Die Autoimmunhilfe-Mitgliedschaft beinhaltet unter anderem das Haarausfall-Wissenspaket und ist genau das, wonach du suchst, wenn du mehr über die Behandlung deines Haarausfalls lernen möchtest. Du erhältst hochwertiges, medizinisches Wissens, das an den neusten Studienergebnissen ausgerichtet ist. So aufgearbeitet, dass es auch für Laien gut verständlich ist. Hör auf, dein Leben von deiner Erkrankung bestimmen zu lassen und erarbeite dir das Wissen, um wieder selbst-bestimmt leben zu können.
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Lerne die Zusammenhänge und Ursachen zwischen Autoimmunerkrankungen und Haarausfall vollständig verstehen. Außerdem lernst du unterschiedliche Behandlungsansätze kennen, um Haarausfall selbst behandeln zu können.
Alopecia areata, oft auch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet, ist eine automimmune Hauterkrankung. Ein Merkmal dieser Erkrankung ist, dass der Haarausfall unvorhersehbar ist und in unterschiedlicher Weise auftreten kann. Einige Menschen erleben nur einen kleinen Haarausfall, während andere einen erheblichen Haarausfall erleiden können.
Alopecia areata ist eine Krankheit, bei der die Haare auf der Kopfhaut und möglicherweise auch an anderen Körperstellen ausfallen. Sie ist eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift und Haarausfall verursacht.
Die Alopecia areata kann sich in verschiedenen Formen präsentieren. Die häufigste Form ist die Alopecia areata monolocularis, bei der einem oder zwei kahlen Rundflächen auf dem Kopf auftreten. Bei der Alopecia areata multilocularis sind mehrere kahle Rundflächen über die Kopfhaut verteilt. In Extremfällen kann die Alopecia areata totalis (kompletter Haarverlust auf dem Kopf) oder die Alopecia areata universalis (Haarverlust am gesamten Körper) auftreten.
Ohne Behandlung kann der Haarausfall innerhalb weniger Wochen einsetzen und sich innerhalb weniger Monate ausdehnen. Die genauen Ursachen von Alopecia areata sind bis heute nicht vollständig erforscht, es steht jedoch fest, dass sowohl genetische Prädisposition als auch environmental Faktoren wie Stress eine entscheidende Rolle spielen.
Autoimmun-Erkrankungen sind Zustände, bei denen das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen des Körpers als fremd erkennt und somit angreift. Dieser Angriff auf die Haarfollikel führt dazu, dass diese aufhören zu wachsen und letztendlich ausfallen.
Alopecia areata ist daher als eine Autoimmunerkrankung klassifiziert, was bedeutet, dass das Immunsystem des Körpers seine eigenen Haarfollikel angreift. Interessanterweise haben Forschungen gezeigt, dass Menschen mit bestimmten anderen Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenstörungen oder Vitiligo, ein erhöhtes Risiko haben, an Alopecia areata zu erkranken.
Ein weiterer Faktor, der bei Alopecia Areata eine häufig besprochene Rolle spielt, ist Stress. Stress, besonders chronischer Stress, kann hormonelle Ungleichgewichte im Körper verursachen. Diese Ungleichgewichte können das Immunsystem auf verschiedene Weise beeinträchtigen, einschließlich der Stimulierung von Autoimmunreaktionen.
Die Symptome von Alopecia areata können von Person zu Person variieren, das charakteristischste Merkmal ist jedoch der plötzliche, kreisrunde Haarausfall am Kopf oder anderen Körperstellen. Es ist wichtig zu beachten, dass Alopecia Areata in vielen Fällen keinen Einfluss auf die allgemeine Gesundheit hat.
Neben der klassischen Form von Alopecia Areata, die in der Regel durch lokale kahle Stellen am Kopf gekennzeichnet ist, gibt es noch weitere, speziellere Formen dieser Erkrankung. Alopecia Areata Universalis ist die schwerste Form der Alopecia Areata. Bei dieser Form der Krankheit verliert der Patient sämtliche Haare am gesamten Körper.
Bei Alopecia Areata Universalis handelt es sich also um eine besonders eingriffsvolle Variante der Alopecia Areata. Die genauen Ursachen für diese Form der Erkrankung sind bislang unklar.
Eine weitere Form der Alopecia Areata ist die Alopecia Areata Totalis. Alopecia Areata Totalis ist eine Form von Alopecia Areata, bei der das Haar auf dem gesamten Kopf ausfällt.
Der kreisrunde Haarausfall, auch "Alopecia Areata Monocularis" genannt, ist gekennzeichnet durch das Auftreten von einem oder mehreren kreisförmigen kahlen Stellen auf der Kopfhaut. Die kahlen Stellen haben dabei in der Regel einen Durchmesser von wenigen Zentimetern.
Auch wenn Alopecia Areata sowohl Männer als auch Frauen betreffen kann, sind die Erfahrungen und Auswirkungen der Krankheit oft unterschiedlich. Frauen, die an Alopecia Areata leiden, können sich aus vielfältigen Gründen anderen Herausforderungen gegenübersehen.
Ein Hauptmerkmal von Alopecia Areata sind runde oder ovale kahle Stellen auf der Kopfhaut. Bei Frauen kann es jedoch eher zu einem allgemeinen Ausdünnen der Haare kommen, bevor kahle Stellen bemerkt werden. Das Erscheinungsbild der Haare kann ebenfalls variieren.
Manchmal kann Alopecia Areata mehrere Jahre andauern und dann plötzlich in Remission gehen, was bedeutet, dass das Haar wieder nachwächst. Auch wenn Alopecia Areata nicht schmerzhaft ist, können einige Frauen über ein brennendes oder juckendes Gefühl auf der Kopfhaut klagen. Alopecia Areata bei Frauen kann zudem durch andere Symptome begleitet sein, die in direktem Zusammenhang mit dem Haarausfall stehen.
Die Behandlung von Alopecia Areata kann eine Herausforderung sein, da es derzeit keine Heilung für diese Krankheit gibt. Das Hauptziel der Behandlung ist es deshalb eher, das Haarwachstum zu stimulieren, den Haarausfall zu verlangsamen und die psychologischen Auswirkungen der Erkrankung abzumildern.
Die erste Option sind topische Steroide, die direkt auf die betroffenen Bereiche der Haut aufgetragen werden. Ein Beispiel für eine solche Behandlung ist die Verwendung einer Creme oder eines Gels, die auf die kahlen Stellen aufgetragen wird. Dies kann einmal täglich oder laut Empfehlung des Spezialisten erfolgen. Andere Möglichkeiten sind Injektionen mit Kortikosteroiden oder die systemische Verabreichung von Kortikosteroiden.
Die Behandlung von Alopecia Areata sollte immer durch einen qualifizierten medizinischen Spezialisten erfolgen. Für eine umfassende Betreuung kann das Behandlungsteam auch andere Spezialisten umfassen. Zum Beispiel können Psychologen oder Psychiater hinzugezogen werden, um den Patienten bei der Bewältigung der psychischen Auswirkungen der Krankheit zu unterstützen. Ernährungsberater können hilfreiche Ratschläge geben, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, die das Haarwachstum fördern kann.
Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Mensch anders ist und die Behandlung individuell angepasst werden sollte. Ein Patient beispielsweise hat nur geringem Haarausfall und leidet stark unter den psychischen Auswirkungen der Alopecia Areata. In diesem Fall kann der Hauptfokus auf psychologischer Beratung und Unterstützung liegen.
Alopecia areata ist eine Erkrankung des Immunsystems, die zu plötzlichem Haarverlust führt. Alopecia Areata wird häufig mit topischen Steroiden, Injektionen von Kortikosteroiden, Lichttherapie oder oralen Medikamenten behandelt. Die genauen Ursachen von Alopecia Areata sind nicht bekannt, es handelt sich jedoch um eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift fälschlicherweise die Haarfollikel an, was zu Haarausfall führt.
Ja, Alopecia Areata kann wieder auftreten, selbst nach erfolgreicher Behandlung. Es gibt derzeit keine bekannten Möglichkeiten, Alopecia Areata zu verhindern, da die genaue Ursache der Erkrankung unbekannt ist.
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