Ist Rasieren gut für die Haut? Vor- und Nachteile

Sowohl für Männer als auch für Frauen ist das Thema Haarentfernung ein leidiges. Entweder bleibt nach dem Rasieren brennende Haut zurück, wachsen Haare ein, bleiben durch Unachtsamkeit beim Rasiererschwingen unschöne Stoppel stehen - oder man fügt sich aus Versehen sogar Schnittwunden zu.

Das Rasieren kann für Menschen mit empfindlicher Haut eine echte Herausforderung sein. Hautirritationen wie Rötungen und Brennen sind dabei keine Seltenheit. Empfindliche Haut reagiert oft stärker auf äußere Einflüsse, was sich auch bei der Rasur bemerkbar macht. Beim Rasieren wird die oberste Hautschicht stark beansprucht, was bei sensibler Haut häufig zu Reizungen führt.

Mit 55 Jahren hat ein Mann schon etwa 3500 Stunden seines Lebens mit Rasieren verbracht. Ob dabei Lust oder Frust aufkommt, hängt davon ab, ob sich die Rasiertechnik für die Haut- und Haarbeschaffenheit eignet. Grundsätzlich gilt: Egal ob nass oder trocken - jede Rasur stresst die Haut.

Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile der Rasur, gibt Tipps zur richtigen Technik und stellt verschiedene Methoden vor. Zusätzlich wird auf den Trend des Dermaplanings eingegangen.

Dermaplaning: Ein Trend zur Gesichtsrasur für Frauen.

Vorteile einer Rasur

Vor allem Sportler profitieren von glatter Haut, zum Beispiel Radfahrer oder Triathleten. Zum einen trocknen rasierte Beine schneller, zum anderen bleiben Staub, Dreck oder Kettenöl nicht in den Haaren hängen, sondern lässt sich mit einem Wisch von der glatten Haut entfernen. Auch Wunden können ohne die Haare am Bein wesentlich einfacher gereinigt und versorgt werden.

Nachteile einer Rasur

Da man beim Nassrasieren mit einer scharfen Klinge über die Haut fährt, wird sie gereizt und kann austrocknen. Die Folge sind Pickelchen, eingewachsene Haare oder Rasurbrand.

Wer einmal anfängt, muss regelmäßig rasieren, denn spätestens nach zwei Tagen sind die Stoppel wieder nachgewachsen - nervig!

Verschiedene Rasiererarten

Schon der Urmensch soll lästige Haare am Körper entfernt haben - das belegen Höhlenmalereien, die knapp 25.000 Jahre alt sind. Dabei griffen unsere Vorfahren auf einfachstes Werkzeug zurück - mit Feuersteinen oder Muscheln schabten sie die Haare einfach ab oder fackelten sie von der Haut, Rücksichtnahme auf darauf folgende trockene Haut, Pickel oder Kratzer: Fehlanzeige. Heute erschlägt uns das Angebot an Rasierern in Drogeriemärkten - je nachdem, ob man eine Nass- oder Trockenrasur bevorzugt.

Nassrasur

Für die Nassrasur wählen Verbraucher am häufigsten Rasierer mit drei bis fünf Klingen, die sich perfekt der Gesichtsform anpassen. Um die Haare so nah wie möglich an der Oberfläche zu kappen, lohnt es sich, gegen den Strich zu rasieren. Aber Vorsicht bei empfindlicher Haut: sie kann zickig reagieren und sogar bluten, vor allem bei einer Intimrasur! Am besten behandelst du sie vorher mit Rasiergel oder Rasieröl, damit die Klinge schön über die nasse Haut gleitet.

Trockenrasur

Wer hingegen eine Trockenrasur wählt, nimmt dazu einen Rasierapparat mit Scherkopf. Rotierende, speziell angeordnete Klingen entfernen die Bartstoppeln ohne die Haut zu verletzen und ermöglichen ein schön glattes Ergebnis. Der Scherkopf sollte allerdings alle drei bis sechs Wochen mit einer milden Speziallösung desinfiziert und gereinigt werden.

Hauttyp beachten

Die männliche Gesichtshaut ist zwar wesentlich dicker und grobporiger als bei Frauen, aber trotzdem kann sie sowohl unter der Nass- als auch der Trocken-Rasur leiden. Um Hautirritationen oder Entzündungen zu vermeiden, sollten Rasiermethode und Rasierprodukte auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein.

Bartwachstum

Barthaare wachsen auf Wangen, Oberlippe, Kinn und Hals und sind ungefähr doppelt so dick wie das Haupthaar. Wie schnell der Bart wächst, ist allerdings individuell verschieden und hängt auch vom Alter ab. Wer Wert auf eine glatte Gesichtshaut und ein gepflegtes Erscheinungsbild legt, sollte sich jeden Tag rasieren. Allerdings kann empfindliche Haut mit Rötungen auf die tägliche Rasur reagieren. Eine nicht zuletzt bei der Damenwelt beliebte Alternative ist der Drei-Tage-Bart.

Von glatt rasiert bis Vollbart: Die Vielfalt der Bartfrisuren.

Bartpflege

Ein üppiger Vollbart liegt bei Männern gerade sehr im Trend. Doch ganz so pflegeleicht ist die üppige Pracht auch nicht. Der Bart sollte regelmäßig getrimmt und in Form gebracht werden. Unerlässlich ist eine Pflege mit speziellen Produkten.

After-Shave-Produkte

Ob normale, empfindliche oder trockene Haut, nach der Rasur ist eine wohltuende Pflege erforderlich. Da die Oberfläche und damit der Schutzmantel der Haut leicht angegriffen wird, bilden sich schnell Pickel oder gerötete Stellen. Ohne Pflege spannt und brennt die Haut sowohl bei der Nass- als auch der Trockenrasur.

Traditionell wurde lange Zeit Rasierwasser mit Alkohol verwendet, um kleine Verletzungen zu desinfizieren. Der Alkohol verschließt die Poren und stoppt die Blutungen. Außerdem sorgen Produkte mit Alkohol für einen Frischekick. Allerdings reizt Alkohol die Haut und trocknet sie aus. Inzwischen gibt es sehr viele unterschiedliche After Shave Produkte mit und ohne Alkohol. Ideal ist eine Pflege, die die Haut erfrischt und mit Feuchtigkeit versorgt.

In der Naturkosmetik enthalten die Pflegeprodukte natürliche Öle wie Teebaumöl oder Jojobaöl, um die Haut mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen zu desinfizieren, zu beruhigen und zu regenerieren. Produkte mit Aloe Vera sorgen wiederum für viel Feuchtigkeit.

Nass- oder Trockenrasur?

Irgendwann stellt sich jedem Mann die Frage, ob er zur Nass- oder Trockenrasur greift. Oft orientieren sich die pubertierenden Jungen am Vorbild der Väter. Gleich vorab, das ist keine unumstößliche Entscheidung für das ganze Leben. Es kann durchaus sein, dass die gewählte Rasiermethode gar nicht mehr zum Alltag bzw. den eigenen Bedürfnissen passt.

Die Nassrasur erfolgt auf feuchter Haut. Die Bartstoppeln werden mit Rasierschaum oder -gel vorbereitet und anschließend mit einer scharfen Rasierklinge geschnitten. Für die Trockenrasur wird lediglich ein Elektrorasierer verwendet. Die Handhabung ist einfach und hautschonender.

Spätestens wenn die Haut nach der Rasur mit Rötungen reagiert, ist es Zeit, sich die Frage nach der Nass- oder Trockenrasur neu zu stellen.

Nassrasur: Vorteile und Nachteile

Viele Männer schwören auf die Nassrasur, weil auf diese Weise die Barthaare gründlich entfernt werden. Das Endergebnis ist eine glatte Haut. Auch die Konturen des Bartes lassen sich viel exakter definieren. Der größte Nachteil der Nassrasur mit einem System- bzw. Mehrklingenrasierer besteht in der Verletzungsgefahr. Die scharfen Klingen können schnell kleine Schnitte auf der Haut hervorrufen. Das ist besonders heikel, wenn die Rasur unter Zeitdruck oder Stress ausgeführt wird.

Eine Alternative ist der Rasierhobel. Bei dem Ein-Klingen-Rasierer wird die Haut nur einer Klinge ausgesetzt. Außerdem ist der sogenannte Sicherheitsrasierer sehr umweltfreundlich.

Viele Verletzungen entstehen durch abgenutzte Klingen, weil bei der Rasur mehr Kraft aufgewandt werden muss. Hier lohnt es sich auf keinen Fall zu sparen, sondern immer messerscharfes Equipment zu verwenden. Genauso wichtig ist die Hygiene. Rasierklingen sollte nach jeder Rasur gereinigt werden, um Bakterien zu entfernen.

Trockenrasur: Vorteile und Nachteile

Junge Männer greifen zunächst lieber zum Elektrorasierer, weil die Handhabung einfach und das Verletzungsrisiko minimal ist. Die modernen Geräte sind technisch so ausgefeilt, dass sie über die Haut gleiten und nur die Barthaare kürzen. Dafür ist das Ergebnis allerdings nicht so gründlich wie bei der Nassrasur, weil die Bartstoppeln an der Oberfläche abgeschnitten werden.

Die Trockenrasur ist unkompliziert und leicht zu lernen. Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis. Dermatologen empfehlen Männern mit empfindlicher und unreiner Haut die Trockenrasur, da die Hautoberfläche nicht so stark gereizt wird.

Tipps für die Rasur

Spannende Haut, Pickel und Rötungen sind nicht selten das Ergebnis einer Rasur. Hier sind einige Tipps, um dies zu vermeiden:

  • Gesicht reinigen: Waschen Sie zunächst das Gesicht mit einer milden Seife oder einem Waschgel.
  • Rasierschaum oder Rasiergel auftragen: Nehmen Sie das Produkt Ihrer Wahl auf die Fingerspitzen und verteilen Sie es auf die zu rasierenden Stellen. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise des Herstellers.
  • Rasieren: Fahren Sie mit leichtem Druck über die gespannte Haut und beginnen Sie die Rasur an den Wangen. Die Rasur gegen den Strich der Haare ist zwar gründlicher, reizt aber auch Ihre Haut.
  • Rasierklingen gründlich säubern: Waschen Sie anschließend den Rasierer mit heißem Wasser und lassen Sie ihn an der Luft trocknen.
  • Gesicht reinigen und pflegen: Waschen Sie Ihr Gesicht gründlich mit warmem Wasser und entfernen Sie Rasierschaumreste. Anschließend tragen Sie auf das getrocknete Gesicht After Shave auf.

Tipps für die Trockenrasur:

  • Gesicht reinigen: Auch bei der Rasur mit dem Elektrorasierer sollten zunächst die abgestorbenen Hautzellen entfernt werden.
  • Pre Shave auftragen: Bereiten Sie die Haare mit einem Pre Shave Produkt vor.
  • Rasieren: Die Rasur mit dem Elektrorasierer ist ziemlich unkompliziert. Es genüg ein leichter Druck und es ist auch nicht so entscheidend, ob Sie die Haare mit oder gegen den Strich rasieren.
  • Gesicht pflegen: Auch nach der Trockenrasur benötigt die Haut Pflege.
  • Rasierer reinigen: Aufgrund der Hygiene sollten Sie den Elektrorasierer nach jeder Rasur reinigen. Einige Modelle lassen sich - mit gezogenem Stecker - unter fließendem Wasser reinigen.

Alternative Haarentfernungsmethoden: Wachsen vs. Rasieren

Die Wahl zwischen Wachsen und Rasieren ist eine grundlegende Entscheidung im Bereich der Körperpflege. Beide Methoden haben ihre Vorzüge und Nachteile, die je nach Hauttyp, Schmerztoleranz und gewünschter Dauerhaftigkeit der Ergebnisse variieren können.

Wachsen: Eine langanhaltende Lösung

Das Wachsen ist eine beliebte Methode zur Haarentfernung, die für ihre langanhaltenden Ergebnisse bekannt ist. Hierbei wird Wachs auf die Haut aufgetragen und dann schnell abgezogen, wodurch die Haare samt Wurzel entfernt werden.

Vorteile:

  • Langanhaltende Ergebnisse: Da die Haare an der Wurzel entfernt werden, dauert es länger, bis sie nachwachsen, typischerweise zwischen drei und sechs Wochen.
  • Feineres Nachwachsen: Regelmäßiges Wachsen kann dazu führen, dass die nachwachsenden Haare feiner und spärlicher werden.
  • Glattere Haut: Das Entfernen des gesamten Haarschafts führt zu einer glatteren Haut als bei der Rasur.

Nachteile:

  • Schmerzhaft: Wachsen kann schmerzhaft sein, besonders in empfindlichen Bereichen.
  • Risiko von Hautirritationen: Es besteht das Risiko von Rötungen, Entzündungen oder sogar Einwachsen der Haare.
  • Kosten: Wachsen ist in der Regel teurer als Rasieren, besonders wenn es von professionellen Dienstleistern durchgeführt wird.

Rasieren: Eine schnelle und einfache Methode

Rasieren ist die am häufigsten verwendete Methode zur Haarentfernung und eignet sich besonders für diejenigen, die eine schnelle und schmerzfreie Option suchen.

Vorteile:

  • Schnelligkeit und Bequemlichkeit: Rasieren kann schnell und jederzeit zu Hause durchgeführt werden.
  • Schmerzfrei: Im Gegensatz zum Wachsen ist Rasieren schmerzfrei.
  • Kostengünstig: Rasierer und Rasierklingen sind im Vergleich zu den Kosten für regelmäßige Wachstermine preiswert.

Nachteile:

  • Kurzlebige Ergebnisse: Da die Haare nur oberflächlich geschnitten werden, wachsen sie schnell nach, oft innerhalb von ein bis drei Tagen.
  • Stoppelbildung: Rasieren kann zu rauer Stoppelbildung führen, da das nachwachsende Haar mit einer stumpfen Spitze herauskommt.
  • Risiko von Schnitten und eingewachsenen Haaren: Es besteht das Risiko, sich zu schneiden, und häufiges Rasieren kann zu eingewachsenen Haaren führen.

Welche Methode ist die richtige für Sie?

Die Wahl zwischen Wachsen und Rasieren hängt von Ihren persönlichen Präferenzen und Bedürfnissen ab. Wenn Sie eine langanhaltende, glatte Haut ohne häufige Anwendungen bevorzugen und bereit sind, für diese Ergebnisse zu zahlen und etwas Schmerz zu tolerieren, könnte Wachsen die bessere Option sein. Wenn Sie jedoch eine schnelle, schmerzfreie und kostengünstige Lösung suchen und regelmäßige Anwendungen nicht scheuen, könnte Rasieren besser zu Ihnen passen.

Tipps gegen gereizte Haut nach der Rasur

Alle Frauen kennen das Problem von gereizter Haut nach dem Rasieren, ganz egal, welcher Hauttyp man ist. Dabei lässt sich das Gröbste schon vermeiden, indem das richtige Mittel der Wahl zur Anwendung kommt. Heißt: niemals trocken oder nur unter dem Wasserstrahl rasieren, sondern entweder zu einem Rasiergel für Frauen greifen oder aber ein ölhaltiges mildes Duschgel nehmen.

Auch eine Haarspülung eignet sich übrigens für die Rasur - der rutschige Film auf der Haut sorgt dafür, dass die Klingen nicht unsanft über die obere Hautschicht kratzen und sie beschädigen. Außerdem werden die Härchen dadurch weicher und lassen sich leichter abtrennen.

Trocken- oder Nassrasierer?

Nassrasierer beanspruchen die Haut definitiv weniger. Dabei unbedingt auf Qualität und Hygiene achten. Es gibt nichts Schlimmeres, als eine stumpfe oder gar verschmutzte Rasierklinge zu verwenden, vor allem sensible Haut wird diesen Kardinalfehler niemals verzeihen. Sind die Klingen nicht mehr scharf, müssen Sie beim Rasieren mit mehr Druck zur Sache gehen, was zusätzlich reizt. Schmutzpartikel und Keime dringen in die aufgeweichte Schutzbarriere und verursachen Entzündungen, die in schmerzhaften Schwellungen, Rötungen und Pusteln münden.

Auch winzige Schnitte entzünden sich viel eher, wenn die Klingen nicht richtig sauber sind. Zwischendrin immer Schaum und Haare abspülen, so dass der Rasierer bei jedem Ansetzen wieder sauber ist. Zum Schluss den Rasierer gut reinigen, danach mit einem Tuch trocknen und am besten in einer geschlossenen Dose aufbewahren. Wer auf Nummer sichergehen will, desinfiziert den Rasierer.

Die richtige Technik

Rasieren auch Sie wie viele Frauen instinktiv entgegen der Wuchsrichtung? Dann wechseln Sie lieber die Richtung, besonders in der Bikinizone mag es die Haut wesentlich lieber entlang der Wuchsrichtung. Das ist wesentlich schonender, eingewachsene Haare lassen sich so leichter entfernen, auch wenn es andersherum effektiver erscheint. Warum ist das so? Die Haare werden sonst vor dem Abschneiden nach oben gerissen, was die Haut besonders reizt.

Feuchtigkeitspflege

Bei der Rasur wird der Haut viel Feuchtigkeit entzogen, beim Duschen sowieso! Andererseits ist warmes Wasser für ein gutes (und schonendes) Ergebnis wichtig, denn das öffnet die Poren und macht die Härchen schön weich, wodurch sie sich leichter entfernen lassen. Am Ende mit kaltem Wasser die rasierten Stellen kühlen, damit sich die Poren schließen. Tupfen (nicht rubbeln) Sie sich nach dem Rasieren mit einem frischen Handtuch vorsichtig ab.

Außerdem ist es essenziell, nach dem Rasieren die Haut mit feuchtigkeitsspendender Lotion gut einzucremen. So kann sie sich schnell erholen und Rasurbrand hat erst gar keine Chance bzw. Sollte es doch zu einer Reizung gekommen sein, helfen diese SOS-Maßnahmen: sofort gut kühlen - am besten mit einem Kühlpad und anschließend ein Pflegeprodukt mit Aloe Vera auf die betroffenen Stellen großzügig auftragen.

Auch Hausmittel wie Magerquark oder Honig können Linderung verschaffen - einfach dünn auftragen und später mit einem feuchten Tuch abnehmen. Danach heißt es: der Haut genügend Zeit geben, sich zu erholen.

Rasieren bei empfindlicher Haut

Vor allem bei wiederholtem Rasieren auf der bereits gereizten Haut kann es zu Rötungen, Spannungsgefühlen und unangenehmem Brennen kommen. Diese Reaktionen werden auch als Rasurbrand bezeichnet. In ernsteren Fällen kann sich zudem eine Follikulitis entwickeln.

Ob du deine empfindliche Haut besser trocken oder nass rasierst, hängt in erster Linie von deinen persönlichen Vorlieben sowie von der Beschaffenheit deiner Haut ab. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Auch bei der Wahl eines Rasierers für empfindliche Haut gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Wähle einen elektrischen Rasierer mit scharfen Klingen und einem leistungsstarken Motor, um ein möglichst reibungsloses Ergebnis erzielen zu können. Die Nassrasur gilt oft als gründlicher und kann bei richtiger Anwendung ebenfalls schonend für empfindliche Haut sein. Allerdings besteht ein höheres Risiko für winzige Schnitte, wenn die Klinge des Rasierers stumpf oder die Rasurtechnik nicht optimal ist.

Für die Nassrasur sind deshalb Rasierer mit einer einzelnen Klinge eine gute Wahl. Sie sind schonender zur Haut als Mehrklingenrasierer. Diese solltest du bei empfindlicher Haut meiden. Denn: Je mehr Klingen ein Rasierer hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie deiner Haut mikrofeine Schnitte zufügen. Auch für Frauen gibt es spezielle Rasierer für empfindliche Haut. Diese sind meist mit einem zusätzlich pflegenden Feuchtigkeitsstreifen versehen, um Irritationen während der Rasur vorzubeugen.

Vorbereitung der Haut

Eine sorgfältige Vorbereitung der Haut trägt wesentlich dazu bei, Hautreizungen während der Rasur zu vermeiden. Vor dem Rasieren solltest du deine Haut deshalb sorgfältig reinigen, um Schmutz, Talg und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Verwende dazu einen milden, feuchtigkeitsspendenden Reiniger für Gesicht und/oder Körper. Ein anschließendes sanftes Peeling kann dabei helfen, die Hautoberfläche zu glätten, sodass der Rasierer leichter über die Haut gleitet und die Klingen nicht mit Hautschüppchen verstopfen. Bei empfindlicher Haut wirkt ein mechanisches Peeling jedoch oft reizend. Hier kann stattdessen ein chemisches Peeling mit Wirkstoffen wie Salicylsäure oder Milchsäure sinnvoll sein.

Tipp: Rasiere dich am besten direkt nach dem Duschen. Die Wärme und der feuchte Dampf öffnen die Poren und sorgen so dafür, dass sich die Haut leichter rasieren lässt.

Die richtige Rasurtechnik

Eine sanfte Rasur ist bei empfindlicher Haut besonders wichtig.

  • Rasierschaum ohne Alkohol: Bei der Nassrasur solltest du einen Rasierschaum oder ein Rasiergel verwenden. Auf diese Weise werden die Haare weicher und der Rasierer gleitet einfacher über die Haut. Wähle ein Produkt, dass keinen Alkohol enthält.
  • In Wuchsrichtung rasieren: Vermeide es, kreuz und quer zu rasieren und rasiere stets in Wuchsrichtung der Haare.
  • Wenig Druck ausüben: Achte darauf, mit dem Rasierer nur wenig Druck auf die Haut auszuüben. Starker Druck kann die Haut verletzen und zu winzigen Schnitten führen.
  • Rasierer regelmäßig reinigen: Reinige deinen Rasierer nach jeder Verwendung gründlich, um Bakterienansammlungen zu vermeiden.

Pflege nach der Rasur

Aftershave ist eine Pflege speziell zur Anwendung nach der Rasur. Es erfrischt die beanspruchte Haut, spendet ihr Feuchtigkeit und wirkt angenehm beruhigend. Ein Aftershave für sensible Haut sollte idealerweise weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten.

Anzeichen von Trockenheit und Irritationen kommen beim Rasieren von empfindlicher Haut häufig vor. Trage daher als Ergänzung zum Aftershave eine feuchtigkeitsspendende Creme für empfindliche Haut auf.

Zusammenfassung

Das Rasieren bei empfindlicher Haut erfordert besondere Sorgfalt und die richtigen Produkte, um Hautirritationen entgegenzuwirken. Ob du dich für eine Trocken- oder Nassrasur entscheidest, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Mit einer gründlichen Vorbereitung, der richtigen Rasurtechnik und einer wohltuenden Hautpflege nach dem Rasieren kannst du Hautreizungen bestmöglich vorbeugen.

Dermaplaning: Ein spezieller Trend

Du willst dir das Gesicht rasieren, hast aber noch etwas Angst vor der Klinge? Unter Dermaplaning versteht der Experte die Rasur des gesamten Gesichts bei Frauen und Mädchen. Der Beauty-Trend ist vergleichbar mit der Behandlung der Männer beim Barbier.

10 Tipps fürs Gesicht rasieren mit einem AUGENBRAUENRASIERER

Zur Entspannung der Haut wird diese mit warmen und feuchten Handtüchern befeuchtet und dann mit einem Produkt wie Rasiergel oder Rasieröl bearbeitet. Doch was sind die Vorteile und Nachteile von der Gesichtsrasur für Frauen? Dermatologen sagen, dass diese Prozedur ein Peeling für das Gesicht darstellt. Die oberste Hornschicht wird abgetragen, regeneriert sich nach etwa drei bis vier Wochen und wird dann durch neue, frische Haut ersetzt. Ein weiterer Vorteil: Dank der Vorbehandlung der Poren könnten die Wirkstoffe im Anschluss verwendeter Pflegeprodukte besser einwirken.

Anleitung für Dermaplaning

  1. Wasche dir vor der Prozedur das Gesicht um Schmutz und Make-Up zu entfernen.
  2. Vor der Rasur solltest du das Gesicht mit warmen Wasser befeuchten oder ein feuchtes, warmes Handtuch ein paar Minuten auf das Gesicht legen.
  3. Nutze ein Rasieröl, um deine Haut zu schützen und gleichzeitig zu pflegen. Die Rasierklingen gleiten besser über eine geölte und glatte Haut. Ein Rasieröl bildet einen schützenden Film zwischen der Klinge und deiner Haut, um Reizungen zu vermeiden. Es glättet deine Haut, verhindert eingewachsene Haare und unterstützt ihre Regeneration.
  4. Benutze einen Rasierer mit scharfen Rasierklingen, beispielsweise einen Derma Razor oder ähnliche Produkte wie Augenbrauenformer oder Skalpelle.
  5. Wie kann man jetzt richtig das Gesicht rasieren? Führe die Rasur in gleichmäßigen Zügen durch. Der Dermarasierer sollte beim Rasieren der Gesichtsbehaarung in einem Winkel von 45 Grad, ohne Druck über das Gesicht geführt werden. Die Bewegung sollte in Haarwuchsrichtung gerichtet sein, um Hautirritationen zu vermeiden. Vor allem die Haare am Kinn und der Damenbart können so schonend entfernt werden.
  6. Nach dem Dermaplaning oder dem Rasieren deiner Augenbrauen benötigt deine Haut Beruhigung und Pflege. Verwende einen Parfümfreien & antibakteriellen Toner. Ein Toner schützt vor Rötungen, stellt das natürliche Gleichgewicht der Haut wieder her und spendet Feuchtigkeit. Nach Nach der Haarentfernung im Gesicht sollte ein Serum oder ein Öl auftragen werden, die Feuchtigkeit spenden, vorzugsweise alkoholfrei, um die gereizte Haut zu beruhigen. Ein Serum mit hochwirksamen Inhaltsstoffen belebt, glättet, fördert Kollagenproduktion und spendet Feuchtigkeit.

Weitere Tipps

Bereite deine Haut vor, indem du vorher den Gesichtshaarentferner benutzt. Genieße ein glattes, ebenmäßiges und jugendlich wirkendes Hautbild. Es gibt spezielle Geräte für die Entfernung der Gesichtshaare, welche das Rasur-Ergebnis optimieren. Gesichtshaarentferner für Frauen sind auf Präzision und Kontrolle für kleine Bereiche entwickelt, was zu weniger Fehleranfälligkeit, Hautreizungen und Rasierpickelchen führt.

Das die Haare nach der Rasur dicker und schneller oder dunkler nachwachsen ist ein Mythos. Die Rasierklinge erfasst das Haar an der Hautoberfläche über der Haarwurzel, das bedeutet, dass weder die Farbe noch die Struktur der Haarwurzel durch die Rasur verändert wird.

Wann sollte man auf Dermaplaning verzichten?

Nein! Dermatologen empfehlen Frauen mit empfindlicher oder erkrankter Haut (z.B. Neurodermitis, Akne, Rosazea) auf Dermaplaning zu verzichten, da bereits gereizte Haut nicht mit einem Rasierer bearbeitet werden sollte.

Wenn du dich für die Gesichtsrasur entscheidest, ist es wichtig eine scharfe Klinge zu benutzen. Wenn du Angst hast dich zu verletzen, raten Experten zu ähnlichen Methoden, die die Gesichtshaut reinigen können. Um Haare über der Oberlippe zu entfernen, kannst du Wachsstreifen ausprobieren. Die eine oder andere Frau greift auch zum Epilierer um sich die Beine zu enthaaren. Für die Entfernung vom Damenbart ist dieser aber eher ungeeignet, da die Haut im Gesicht sehr zart ist und die Rasur mit Vorsicht vorgenommen werden sollte.

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