Für eine glatte, weiche und haarlose Haut nehmen viele Frauen und Männer auch schmerzhafte, langwierige und teure Prozeduren in Kauf. Volles, dichtes Haar. Was auf dem Kopf und für den Vollbart wünschenswert ist, gilt nicht zwangsläufig für den restlichen Körper. Ob die Behaarung am Körper stark oder schwächer ausgeprägt ist, legen die Erbanlagen fest. Auch die Hormone, insbesondere männliche Geschlechtshormone, beeinflussen, wie üppig die Haare sprießen.
Verschiedene Methoden der Haarentfernung
Es gibt zahlreiche Methoden, um unerwünschte Haare zu entfernen. Viele Methoden lassen sich problemlos zu Hause durchführen - es gibt aber auch Formen der Haarentfernung, die besser in die Hände einer Fachkraft gehören. Hier stellen wir die wichtigsten Methoden vor.
Beim Epilieren kann sich die Hautdecke über dem herausgerissenen Haar verfestigen. Das behindert das nachwachsende Haar, sodass es unter der Hautoberfläche weiterwächst, manchmal zusammengerollt. Das Problem: Vom Organismus werden Abwehrzellen auf den Plan gerufen, um den Störfall zu beseitigen. So entwickeln sich Entzündungen.
Eingewachsene Haare nach der Epilation
Auch beim Epilieren kann es möglicherweise ebenfalls zu eingewachsenen Haaren kommen. Um das Einwachsen abgerissener Härchen zu vermeiden, ist ein anschließendes (Körper-)Peeling sinnvoll.
Mit jedem Zupfen wird der Haarfollikel und das umliegende Gewebe geschädigt. Rotfleckige Haut, Schwellungen, dunkle Verfärbungen, eingewachsene Haare, Entzündungen und Narben sind nur die äußerlichen Zeichen der ständig strapazierten Haut.
Jede Methode hat also ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und eignet sich dementsprechend für verschiedene Ansprüche.
Hier ist eine Tabelle, die die Vor- und Nachteile der verschiedenen Haarentfernungsmethoden zusammenfasst:
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Rasieren | Schnell, unkompliziert, günstig | Haare wachsen schnell nach, Risiko von eingewachsenen Haaren und Schnittverletzungen |
| Wachsen | Hält länger als Rasieren (3-4 Wochen) | Kann schmerzhaft sein, Risiko von eingewachsenen Haaren |
| Sugaring | Weniger schmerzhaft als Wachsen, da Haare in Wuchsrichtung entfernt werden | Nicht ganz schmerzfrei |
| Epilieren | Hält länger als Rasieren (2-4 Wochen), langfristig kostengünstig | Kann schmerzhaft sein, Risiko von eingewachsenen Haaren |
| Laser | Dauerhafte Haarentfernung möglich | Teuer, nicht für alle Haartypen geeignet |
| IPL | Dauerhafte Haarentfernung möglich, Geräte für den Heimgebrauch erhältlich | Teuer, Risiko von Verbrennungen und Narben bei unsachgemäßer Anwendung |
Um unerwünschten Haarwuchs dauerhaft oder zumindest lange anhaltend zu vermindern, werden Laser oder intensiv gepulste Lichtquellen (IPL-Geräte = Intense Pulsed Light, auch als "Blitzlampen" bezeichnet) verwendet. Bei diesen Verfahren werden die für das Haarwachstum verantwortlichen Strukturen im Haarfollikel durch starkes Erhitzen in ihrer Funktion beeinträchtigt oder zerstört.
Am besten funktioniert die Methode, wenn das Haar viel, die Haut hingegen wenig Melanin enthält - also bei dunklen Haaren und hellen bis mittleren Hauttönen. Rote, hellblonde, graue oder weiße Haare enthalten nur wenig Melanin. Je dunkler die Haut ist, desto höher ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen oder Schäden. Denn das Gerät macht keinen Unterschied zwischen dem Melanin im Haar und dem Melanin in der Haut.
Laser- und Lichtepilation wirkt sich sehr unterschiedlich aus, entsprechend lang ist die Liste der möglichen Nebenwirkungen. In einigen Fällen kommt es nach einer Laser- oder Lichtepilation zu einer extrem unerfreulichen Nebenwirkung, der sogenannten paradoxen Hypertrichose (verstärkter Haarwuchs). Die häufigste Nebenwirkung ist die Wachstumsverzögerung der Haare. Was sich zunächst gut anhört, bedeutet leider in Wirklichkeit, dass nicht erfolgreich behandelte Haarfollikel regenerieren und nach einiger Zeit wieder Haare wachsen.
Auch das Verhalten der Kunden*innen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen beitragen, beispielsweise wenn Vorsichtsmaßnahmen oder Pflegehinweise nicht beachtet oder Substanzen eingenommen oder aufgetragen werden, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. So sollte die Haut vor der Behandlung nicht gebräunt sein.
Für viele gehört die Intimrasur mittlerweile zur normalen Körperpflege dazu. "Nach der Rasur gibt es häufig Hautreizungen, die Haut brennt, es bilden sich Pickelchen und Pusteln", sagt die Hautärztin, die Sprecherin des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen ist. "Gerade im Intimbereich sind schnell Infektionen möglich, die dringend behandelt werden müssen." Denn aus Pickeln können Furunkel oder Abszesse werden, aus einem eingewachsenen Haar schlimmstenfalls eine Wundrose oder eine Blutvergiftung.
"Wer zu eingewachsenen Haaren neigt, sollte statt der Rasur etwa das Lasern wählen", empfiehlt Schlossberger. Der Dermatologin zufolge birgt vor allem die Selbstrasur ein Verletzungsrisiko, über das Mikroorganismen eintreten können. Auch beim Waxing könne es schlimme Entzündungen geben, wenn es unsauber zugehe.
Selbst-Enthaarung mit IPL liegt im Trend. Entsprechend sind im Beauty-Markt inzwischen vermehrt Blitzlampen mit Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie zur Selbst-Enthaarung erhältlich. Zentrales Problem bei solchen Heimgeräten ist, dass jede Kontrolle fehlt. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer zu Unterdosierung als auch einer Überdosierung. Darüber hinaus fehlt die ärztliche Diagnostik, so dass ggf. krankhafte Ursachen der (übermäßigen) Behaarung übersehen werden oder Hautstellen bzw.
Ich rate vom Kauf und der Nutzung von IPL-Heimgeräten grundsätzlich ab. Falls Sie sich trotz der genannten Risiken in einem Kosmetikstudio mit IPL behandeln lassen möchten, stellen Sie unbedingt sicher, dass das behandelnde Personal tatsächlich ausreichend qualifiziert ist. Seien Sie diesbezüglich ruhig kritisch, denn es geht um Ihre Gesundheit.
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