Haar als Splitter im Fuß: Ursachen und Behandlung

Einen Moment nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Ein Splitter in der Haut kann unangenehme Schmerzen verursachen. Doch ganz gleich, wie er heißt, wir alle wissen, dass er unangenehm sein kann. Oft trifft es die Finger oder die Füße und meist handelt es sich dabei um ein kleines Stückchen Holz, Glasscherben oder Metallsplitter.

Ursachen von Splittern in der Haut

Ob beim Waldspaziergang oder bei der Gartenarbeit: Wir alle haben uns bestimmt schon mal einen Splitter eingezogen.

Bestimmte Hautbereiche - meist die behaarten - reagieren bei besonderer Beanspruchung, wie z.B. durch Rasieren oder kleine Verletzungen, schnell irritiert und überempfindlich. An der betreffenden Stelle entwickeln sich pickelartige, eitrig-entzündete Knötchen, die sich unbehandelt nicht selten bis zu einem Abszess ausweiten können.

Es gibt verschiedene Problemzonen der Haut, an denen Männer und Frauen gleich betroffen sind - etwa am Haaransatz und im Nacken oder an den Finger- und Zehennägeln (Nagelbettentzündungen). Typisch weibliche Problemzonen sind Achseln, Beine und der Intimbereich. Eine eitrige Hautentzündung im Intimbereich erregt vorerst immer große Bedenken. Generell gilt es zu unterscheiden, wie groß der Abszess ist und wie stark die Schmerzen sind.

Bei Frauen kann es sich auch um Sonderfälle wie abszessartige Bildungen, verursacht durch das Entzünden der sogenannten Bartholin-Drüsen, handeln. Diese äußern sich mit sehr großen Schmerzen und müssen von einem Gynäkologen abgeklärt werden. Meist kommt man hier nicht um eine Operation und/oder eine Antibiotika-Therapie herum.

Die Freundin meines Bruders (sie ist 31) erzählte mir am Wochenende, dass ihr aus der Fußsohle ein Haar gewachsen sei. Zuerst dachte sie, sie hätte was im Schuh oder in der Socke, weil es dauernd ziepte, aber bei genauerem Suchen nach der Ursache hat sie dann ein ca. 2 cm langes Haar entdeckt, das sie mit ´ner Pinzette rausgezogen hat, was ihr nicht weh getan hat. Nun haben wir halt gemeinsam überlegt, ob es tatsächlich sein kann, dass einem ein Haar aus der Fußsohle wächst, oder ob es sich da vielleicht versehentlich beim Barfußlaufen verfangen hat und und nur mit der Hornhaut verwachsen ist.

Mir ist das gerade passiert. Heute tat es plötzlich weh beim gehen und es sah so aus, als hätte ich mir einen Dornen reingelaufen. Der saß ziemlich tief, ich habe dann gezogen und das ziepte auch. Völlig erstaunt hielt ich dann ein ca. 2, 5cm langes Haar mit Wurzel, das ich mir auch mit Sicherheit nicht eingelaufen habe, denn die wurzel lag tief. Frage mich auch nur wie es unter der Hornhaut wachsen konnte. Kleine Rückfrage: habt ihr Kontakt zu Haustieren (Hunden).

Hallo, habe gerade bei meiner Tochter ein schwarzes Haar ca.1,5 cm aus dem Hacken gezogen. Es hat sehr geziept und sie konnte nicht richtig auftreten. Wir konnten es uns nicht erklären, zumal sie blonde Haare hat. Dachten schon das ist die Morgellon- Krankheit.

Am rechten Fuß, an der Fußsohle, am Ballen. Und ja, egal was sonst wer so geschrieben hat: Definitiv ist es daraus gewachsen. Rund 2 Jahre ist es her, da hatte ich das selbe schon einmal gehabt (hier habe ich es als seltsamen Zufall abgetan). Bislang fehlt mir auch jede Erklärung wie das passiert oder waum.

Fakt ist: 2 mal, der selbe Ablauf: Irgendwie Schmerzen dauernd geschaut und nichts gefunden (Bestimmt über 4 Wochen lang!). Dieses Mal hat sich die Stelle dann entzündet und ich habe bei längerem kucken ein durchsichtiges Haar entdeckt (ca. 0,5 cm lang). Nach dem raus ziehen mit der Pinzette war es rund 2,5 cm lang und dieses Mal hat auch das raus ziehen weh getan (das Stück was im Fuß war hat sich zusammen gezogen, gekringelt und schien dünner als das Stück außen, letztes Mal hatte es nur geziept) der lästige Schmerz ist wieder weg.

Glaube aber nicht mehr an nur einen blöden Zufall. Zumal es das letzte Mal an gleicher Stelle war!! Bin aber auch noch auf der Suche was es sein könnte. Am Fuß scheint an der Stelle wie ein kleines Loch zu sein (wie eine Hautpoore). Bei Warzen wachsen ja auch zB. Stacheln welche man normal nicht irgendwo hat etc., vielleicht ist es ja so etwas.

Dazu, zu manchen Kommentaren kann ich nur sagen: wenn ein Haar / Barthaar einwächst tut es ja auch oft weh oder / und entzündet sich. Find es schade das es so viele Blödsinn Antworten auf ernstgemeinte Fragen gibt. Wenn ich etwas nicht kenne und nichts gescheites dazu beitragen kann: halt ich mich raus....Hoffe es findet sich eine Antwort darauf, würde auch gerne wissen was es ist.

Risiken durch unbehandelte Splitter

Auch wenn die verletzte Stelle sehr klein und mit dem bloßen Auge kaum sichtbar ist, so können auch die kleinsten Wunden Schmerzen oder Infektionen verursachen.

Zieht man sich einen Splitter ein, versucht unser Immunsystem den Fremdkörper zu bekämpfen und ihn loszuwerden. Es reagiert mit Abwehrmechanismen und setzt dabei bestimmte Entzündungsstoffe frei, die folgende Symptome an der betroffenen Stelle verursachen können:

  • Rötung der Haut
  • Schwellung
  • Wärmegefühl
  • Schmerzen
  • je nach Schwere: Eiterbildung
  • Verletzung von Nerven oder Blutgefäßenetc.

Auch wenn Splitter in der Haut größtenteils ungefährlich sind und es nach dem richtigen Entfernen nur selten zu weiteren Problemen kommt, so können dennoch Komplikationen, wie Wundstarrkrampf (Tetanus) oder Blutvergiftungen entstehen.

Wundstarrkrampf (Tetanus):

Diese Erkrankung wird durch das Gift des Bakteriums Clostridium tetani verursacht, das unter anderem in der Erde oder im Tierkot zu finden ist. Durch den Kontakt mit verunreinigten Splittern, Nägeln oder Dornen kann es schließlich zur Infektion kommen. Durch das Vorhandensein einer Schutzimpfung (mit Auffrischung alle 10 Jahre) ist das Vorkommen von Tetanus aber hierzulande sehr selten geworden.

Blutvergiftung (Sepsis):

Eine nicht ungefährliche, aber sehr seltene Komplikation von eingezogenen Splittern ist die Blutvergiftung. Meistens wird sie durch eine Infektion mit Bakterien ausgelöst, aber auch Pilze und Viren kommen als Auslöser in Frage. Wenn unser Abwehrsystem nicht mehr dazu in der Lage ist, die Entzündung örtlich zu begrenzen, gelangen die Erreger in den Blutkreislauf. Das Immunsystem versucht dann eine weitere Ausbreitung einzudämmen und das führt zum eigentlichen Problem: Nicht die Erreger selbst, sondern eine Überreaktion des Immunsystems.

Folgende Symptome können in Verbindung mit einer Blutvergiftung auftreten:

  • Krankheitsgefühl
  • Kurzatmigkeit
  • Wesensveränderung
  • schneller Puls
  • kalte, feuchte Haut
  • Schüttelfrostetc.

4 clevere Methoden, um einen Splitter effektiv loszuwerden

Splitter richtig entfernen

Damit es gar nicht erst zu Infektionen oder schweren Komplikationen kommt, ist das richtige und rasche Entfernen eines Splitters sehr wichtig. Steckt er nur oberflächlich in oder unter der Haut, kann er in den meisten Fällen ohne ärztliche Hilfe entfernt werden.

So entfernen Sie einen lästigen Splitter:

  1. Waschen: Bevor Sie den Splitter entfernen, sollten Sie die betroffene Stelle mit Seife und Wasser gut reinigen.
  2. Desinfizieren: Um einer Infektion an der betroffenen Stelle vorzubeugen, ist es wichtig, die Hilfsmittel wie Pinzette und Nadel und die betroffene Stelle selbst gründlich zu desinfizieren, bevor Sie mit der Entfernung des Splitters fortfahren.
  3. Splitter entfernen: Der wichtigste Schritt ist, den Splitter langsam an die Oberfläche zu bringen. Wenn er nicht allzu tief in der Haut sitzt und die Spitze des Splitters herausragt, geht das in der Regel gut mit einer Pinzette. Bei tiefersitzenden Splittern müssen Sie gegebenenfalls zur Nadel greifen. Dies funktioniert am besten, indem Sie mit einer sterilen Nadel an der Stelle des Splitters vorsichtig in die Haut stechen und so weit vordringen, bis der Splitter freigelegt ist. Dann können Sie ihn vorsichtig mit der Nadel unterheben und langsam herausschieben. Wichtig ist, dabei keinen Druck auf die Hautstelle auszuüben, da der Splitter sonst brechen könnte, wodurch die Behandlung verkompliziert wird. Wenn die Spitze gut sichtbar an der Hautoberfläche ist, können Sie den Spreißel mit einer Pinzette herausziehen.

Weitere Tipps zur Splitterentfernung

  • Langsam & mit Bedacht: Ein wichtiger Schritt ist, den Splitter beim Entfernen langsam an die Oberfläche zu bringen. Mithilfe einer Pinzette oder Nadel kann der Splitter - falls er nicht zu tief sitzt - langsam herausgeschoben werden. Auf die Hautstelle sollte dabei möglichst kein Druck ausgeübt werden, da der Splitter ansonsten brechen könnte.
  • Eventuell mit Zugsalbe entfernen: Oft findet man den Tipp, bei der Splitterentfernung eine Zugsalbe zu verwenden. Da sie die Durchblutung fördert und daher nicht bei offenen Wunden angewendet werden sollte, ist die Zugsalbe eher nach ärztlicher Rücksprache zu verwenden.

Nachbehandlung

Zum Schluss muss die Wunde nach der Entfernung des Splitters richtig versorgt werden.

  • Infektionen vorbeugen: Nach der Entfernung des Splitters muss die Wunde unbedingt ordnungsgemäß versorgt werden. Die betroffene Stelle sollte auf alle Fälle nochmals gründlich desinfiziert und ein paar Tage beobachtet werden. Wenn es Anzeichen einer Infektion gibt, wie beispielsweise gerötete und warme Haut, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Das sollte übrigens auch gemacht werden, wenn der Splitter sehr tief in der Haut steckt.
  • Impfpass kontrollieren: Schauen Sie im Impfpass nach, ob Ihre Tetanus Impfung noch aktuell ist.

Allerdings dürfen die Salben, die die Haut weicher machen und die Durchblutung fördern, nicht bei offenen Wunden angewendet werden. Dann ist es wichtig, im Zweifel den Tetanus-Impfschutz aufzufrischen.

Beobachten Sie die Stelle in den nächsten Tagen. Wenn es nach dem Entfernen eines Splitters Anzeichen für eine Infektion gibt, wie Rötungen oder verhärtete Haut, suchen Sie einen Arzt oder eine Ärztin auf. Auch wenn der Splitter so tief in der Haut steckt, dass Pinzette oder Nadel nicht weiterhelfen, sollten ein Arzt oder eine Ärztin zu Rate gezogen werden.

Schauen Sie auch in Ihr Impfbuch und überprüfen Sie, ob Ihre Tetanus-Impfung noch aktuell ist. Diese sollte nach der Grundimmunisierung alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Denn: Auslöser von Tetanus ist das Bakterium Clostridium tetani, dessen Sporen schon durch die kleinste Verletzung, wie einem Splitter oder einem Dorn, in den Organismus geraten können.

Splitter entfernen bei Kindern: Tipps für Eltern

Das Entfernen von Splittern kann für Kinder unangenehm sein. Manchmal haben sie Angst oder sie weigern sich, für die Entfernung still zu halten. Mit diesen Tricks machen Eltern die Behandlung für ihr Kind leichter:

  • Beruhigen Sie Ihr Kind. Sprechen Sie ruhig und sanft, und versichern Sie ihm, dass Sie ihm helfen werden. Kinder spüren oft die Angst ihrer Eltern, deshalb ist es wichtig, in solchen Situationen Ruhe zu bewahren.
  • Betäuben Sie die betroffene Stelle. Wenn der Splitter tief sitzt und das Kind sehr schmerzempfindlich ist, kann eine betäubende Salbe helfen. Sprechen Sie vorher mit einem Apotheker oder einer Apothekerin, welche Salbe sich für Ihr Kind am besten eignet.
  • Stellen Sie ein Belohnung in Aussicht. Versprechen Sie Ihrem Kind ein kleines Geschenk, wenn es beim Entfernen des Splitters kooperiert. Dies kann das Kind motivieren und ihm helfen, die unangenehme Situation zu bewältigen.
  • Loben und ermutigen Sie das Kind für seine Tapferkeit.

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