Haarausfall ist ein verbreitetes Problem, das Menschen auf der ganzen Welt beschäftigt. Auffällig ist dabei jedoch, dass Haarausfall Männer deutlich öfter betrifft als Frauen. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in der genetischen Prädisposition und dem Hormonspiegel.
Viele Betroffene leiden darunter und versuchen mit kosmetischen oder pharmazeutischen Mitteln, den Haarverlust zu stoppen. Eine Statistik der DB Research dokumentiert die verzweifelte Suche nach einem geeigneten Mittel gegen hormonell bedingten Haarausfall.
In diesem Artikel werden wir die Ursachen von Haarausfall bei Männern unter die Lupe nehmen, insbesondere die Rolle von Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT). Außerdem werden wir Behandlungsoptionen und Präventionsmaßnahmen untersuchen.
Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig. Eine große Rolle bei Haarverlust nehmen jedoch die Hormone ein, insbesondere Androgene. Die männlichen Hormone sorgen sowohl bei Männern als auch bei Frauen für lichtes Haar oder einen gänzlichen Verlust der Kopfbehaarung.
Laut einem Bericht des Onlinemagazins Focus ist der hormonell bedingte Haarausfall mit etwa 95 Prozent bei den Männern und 80 Prozent bei den Frauen die meist verbreitete Ursache. Eine erbliche Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Hormon ist für den androgenetischen Haarausfall verantwortlich.
Lange Zeit stand vor allem Testosteron im Verdacht, als Ursache für Haarausfall bei Männern verantwortlich zu sein. Doch was ist an dieser Annahme wirklich dran? Inwiefern kann Testosteron Haarausfall verursachen? Und was können Sie tun, wenn Sie von Haarausfall durch Testosteron betroffen sind?
Testosteron ist ein Hormon, das für viele Funktionen im männlichen Körper und die Entwicklung männlicher Merkmale wie Gesichts- und Körperbehaarung, Muskelmasse und eine tiefe Stimme, unerlässlich ist. Da der Hormonspiegel einen direkten Einfluss auf das Haarwachstum hat, hat sich viele Jahre lang die Annahme gehalten, dass Haarausfall Testosteron bzw. ein Ungleichgewicht im Testosteronspiegel als Ursache hat.
In diesem Zuge wurde auch ein direkter Zusammenhang zwischen einem zu hohen Testosteronspiegel und Haarausfall gelegt. Klingt logisch? Ist aber nicht so! Mittlerweile haben Studien nämlich widerlegt, dass Männer mit einem höheren Testosteronspiegel zum Beispiel eher unter Glatzenbildung leiden als Männer mit einem niedrigeren Testosteronspiegel. Damit wurde der Mythos von Testosteron als Ursache zunächst einmal widerlegt.
Testosteron scheint mit den Ergebnissen der Studie nicht mehr als direkter Haarausfall zu gelten - ganz unschuldig ist es jedoch vermutlich nicht, denn nach jahrelanger Forschung wurde ein anderer Zusammenhang aufgedeckt: das Hormon DHT.
Dihydrotestosteron, bekannt als DHT, ist ein Nebenprodukt von Testosteron und vor allem bei Männern stark vorhanden, aber auch Frauen haben geringe Mengen dieses Hormons. Es steht aktuell im Verdacht, Haarausfall bei Männern auszulösen oder zumindest zu begünstigen, da es sich an Rezeptoren in der Kopfhaut binden kann, wodurch sich die Haarfollikel verkleinern.
Dieser Prozess führt allmählich zu dünnerem, schwächerem Haar und kann sogar zu Haarverlust führen. Besonders mit zunehmendem Alter kann das Hormon deshalb zu lichterem Haar führen, erst recht wenn eine genetische Prädisposition für Haarausfall vorliegt.
Bei hormonell bedingtem Haarausfall bestimmen drei Faktoren den Verlauf der Erkrankung: die Erbanlagen, das Alter und die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber den männlichen Hormonen. Vor allem bei früh einsetzendem Haarausfall (um das 20. Lebensjahr) entwickelt sich oft ein schneller, ausgedehnter Verlust an Haaren. Beginnt der Ausfall jedoch erst zwischen 35 und 45 Jahren, ist die Prognose günstiger. Der Haarausfall hält sich dann meist in Grenzen.
Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:
Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann. Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar. Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.
Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:
Wenn der Haarausfall trotz der genannten Gegenmaßnahmen weiter fortschreitet, besprechen Sie mit Ihrem Arzt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente.
Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:
Die Forschung bedient sich gern auch bei Heilkräutern und anderen natürlichen Inhaltsstoffen, die seit Jahrhunderten gegen den Haarausfall bei Männern eingesetzt werden.
Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation für viele Männer eine dauerhafte Lösung bieten. Hierbei werden gesunde Haarfollikel in kahlen Bereiche verpflanzt.
Dem anlagebedingten Haarausfall können Männer weder mithilfe von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln noch Shampoos oder Tinkturen auf Kräuterbasis vorbeugen - schließlich bestimmt die Genetik darüber, wann das Haar ausfällt. Eine gesunde Ernährung ist aber in jedem Fall empfehlenswert, um der Haarwurzel genügend Nährstoffe für ein gutes Wachstum zu liefern.
Es ist völlig normal, dass sich die Haarstruktur und die Haardichte im Alter verändern. Der anlagebedingte Haarverlust ist auch in jungen Jahren nicht selten und stellt keine Erkrankung dar. Männer müssen also nicht automatisch zum Arzt oder zur Ärztin, wenn der Haaransatz weiter nach hinten wandert oder sich lichte Stellen bilden.
Rötungen, Juckreiz, andere Veränderungen an der Kopfhaut oder fleckenartige Haaraussparungen lassen Betroffene aber am besten von einem Dermatologen oder einer Dermatologin abklären.
Gerne steht Ihnen das KÖ-HAIR Team beratend zur Seite und informiert Sie ausführlich zu Ihren Möglichkeiten einer Haartransplantation. Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular.
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