Hormonelle Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Frauen betrifft. Während die Ursachen vielfältig sein können, spielen hormonelle Veränderungen oft eine entscheidende Rolle. Dieser Artikel beleuchtet die hormonellen Ursachen von Haarausfall bei Frauen, die verschiedenen Lebensphasen, in denen er auftreten kann, sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Hormone und Haarwachstum

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden und zahlreiche Körperfunktionen steuern, einschließlich des Haarwachstums. Vereinfacht ausgedrückt, werden die Haarfollikel und damit auch die Haarwurzeln über die Hormone gesteuert. Hormonelle Veränderungen haben deshalb auch unmittelbare Auswirkungen auf die Haare.

Haarausfall ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Diesem Phänomen wird in der medizinischen Forschung viel Aufmerksamkeit geschenkt. Zu den möglichen Mit-Ursachen zählen die zu frühe oder zu lange Einnahme der Anti-Baby-Pille oder auch Hormonrückstände in Nahrungsmitteln und im Trinkwasser.

Häufige Ursachen hormonell bedingten Haarausfalls

Hormoneller Haarausfall tritt auf, wenn hormonelle Schwankungen oder ein Ungleichgewicht im endokrinen System den natürlichen Wachstumszyklus der Haare beeinträchtigen. Diese Form des Haarausfalls betrifft sowohl Männer als auch Frauen und tritt häufig in hormonell sensiblen Lebensphasen auf: etwa während der Pubertät, der Schwangerschaft, nach der Geburt, beim Absetzen hormoneller Verhütungsmittel oder während der Menopause.

In vielen Fällen liegt eine genetische Disposition vor, bei der die Haarwurzeln besonders empfindlich auf Androgene reagieren. Androgenetische Alopezie betrifft etwa jeden zweiten Mann bis zum 60. Lebensjahr. Bei Frauen ist etwa jede fünfte betroffen.

Es handelt sich dabei nicht um eine hormonelle Überproduktion, sondern vielmehr um eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber bestimmten Hormonen. Darüber hinaus kann hormonell bedingter Haarverlust auch durch andere medizinische oder physiologische Zustände ausgelöst werden.

Wichtige Hormone und ihre Rolle

Verschiedene Hormone beeinflussen den Haarwachstumszyklus, insbesondere die Anagen- (Wachstums-), Katagen- (Übergangs-) und Telogenphase (Ruhephase). Kommt es zu Störungen in diesem fein abgestimmten System, reagieren die Haarfollikel empfindlich - was letztlich zu vermehrtem Haarausfall führen kann.

  • DHT (Dihydrotestosteron): DHT ist ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron und spielt eine zentrale Rolle beim androgenetischen Haarausfall. Bei genetischer Veranlagung reagieren Haarfollikel überempfindlich auf DHT - sie schrumpfen, produzieren dünnere Haare und stellen schließlich das Wachstum ein.
  • Östrogen und Progesteron: Diese weiblichen Geschlechtshormone fördern die Wachstumsphase der Haare und schützen vor vorzeitigem Ausfall. Während der Menopause oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel - was häufig zu diffusem Haarausfall führt.
  • Schilddrüsenhormone: Die Schilddrüse reguliert über ihre Hormone zahlreiche Stoffwechselvorgänge, darunter auch den Haarwuchs. Sowohl eine Hypothyreose (Unterfunktion) als auch eine Hyperthyreose (Überfunktion) können zu Haarproblemen führen.
  • Prolaktin: Ein erhöhter Prolaktinspiegel, wie er z. B. nach der Geburt oder bei bestimmten Medikamenteneinnahmen vorkommt, kann den natürlichen Haarzyklus beeinträchtigen.
  • Kortisol: Das sogenannte Stresshormon Kortisol ist bei chronischem Stress dauerhaft erhöht.

Zusätzlich versorgt man sich mit hochwertigen Fetten. Omega-6-reiche Fette/Öle werden gemieden (Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl und Distelöl), stattdessen wählt man neutrale Öle wie Olivenöl und Kokosöl. Für die Omega-3-Versorgung entscheidet man sich für Hanföl und Leinöl oder auch für das Krillöl in Kapseln bzw. Bestimmte Substanzen, die den TNF-a-Spiegel senken bzw.

Hormonelle Veränderungen in verschiedenen Lebensphasen

Der hormonell bedingte Haarausfall bei Frauen ist eng mit bestimmten Lebensphasen verknüpft, in denen der Hormonhaushalt erheblichen Schwankungen unterliegt.

  • Pubertät: Während der Pubertät kommt es zu einem starken Anstieg der Sexualhormone, insbesondere der Androgene. Bei genetischer Veranlagung kann dies bereits in jungen Jahren eine androgenetische Alopezie auslösen.
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft befindet sich der Östrogenspiegel auf einem konstant hohen Niveau, was das Haarwachstum fördert und oft zu kräftigerem, vollerem Haar führt. Viele Frauen erfreuen sich in dieser Lebensphase an besonders glänzenden und gesunden Haaren.
  • Nach der Geburt: Nach der Entbindung sinken die Hormonspiegel abrupt, insbesondere Östrogen. Dies führt häufig zu einem plötzlichen und massiven Haarausfall - dem sogenannten postpartalen Effluvium. Obwohl dieser Zustand meist vorübergehend ist, kann er für viele Frauen psychisch belastend sein. Das Hormon Prolactin, das zur Milchbildung beiträgt, verkürzt die Wachstumsphase der Haare.
  • Absetzen der Antibabypille: Die Absetzung der Antibabypille führt zu einem hormonellen „Reset“, bei dem der Körper seine natürliche Hormonproduktion wieder aufnimmt.
  • Menopause: Im Klimakterium verändert sich die hormonelle Zusammensetzung im weiblichen Körper grundlegend. In der Menopause nimmt die Produktion von Östrogen und Progesteron stark ab. Diese Hormone wirken normalerweise schützend auf den Haarwuchs. Ihr Rückgang ermöglicht es den Androgenen, dominanter zu wirken - was zu einer Verkürzung der Haarwachstumsphase führt.

Symptome hormonell bedingten Haarausfalls

Die Anzeichen eines hormonell bedingten Haarausfalls können je nach Geschlecht und Art des hormonellen Ungleichgewichts variieren. Bei Frauen äußert sich hormoneller Haarausfall meist durch ein diffuses Ausdünnen der Haare entlang des Scheitels, ohne dass es zu völliger Kahlheit kommt. Die Kopfhaut wird zunehmend sichtbar, insbesondere beim Scheiteln der Haare.

Wenn mehrere dieser Symptome gemeinsam mit Haarausfall auftreten, ist eine hormonelle Untersuchung durch einen Facharzt dringend zu empfehlen.

Diagnoseverfahren

Frauen, die sich unsicher sind, woher ihr Haarverlust kommt, sind in einer Dermatologiepraxis an der richtigen Adresse. Die Fachleute können bestimmen, ob der Haarausfall erblich bedingt ist oder beispielsweise eine Entzündung der Kopfhaut dahintersteckt. Wie bereits erwähnt, unterstützen auch Gynäkolog*innen bei der Ursachenforschung. Je nach Form des Haarausfalls kann es nötig sein, weitere Ärzt*innen hinzuzuziehen, zum Beispiel Endokrinolog*innen.

Die Diagnose hormonell bedingten Haarausfalls erfolgt durch eine Kombination aus ärztlicher Untersuchung, Anamnese und gezielten Blutanalysen.

Übliche Diagnoseverfahren

  • Haarzähltest: Dieser Test hilft der Dermatologin oder dem Dermatologen, sich ein Bild über die Menge des Haarausfalls zu verschaffen. Die eigentliche Arbeit leistet die oder der Betroffene im Voraus: Zähle dazu täglich die beim Waschen oder Bürsten ausgefallenen Haare über einen festgelegten Zeitraum hinweg.
  • Zupftest: Um festzustellen, wie leicht sich die einzelnen Haare aus der Kopfhaut lösen, zupft die Hautärztin oder der Hautarzt an unterschiedlichen Stellen des Kopfes sanft an den Haaren - ohne sie mit Gewalt herauszuziehen. Ähnlich wie beim Haarzähltest erlaubt es diese Methode, das Ausmaß und zusätzlich die Verteilung des Haarausfalls über den Kopf einzuschätzen.
  • Trichogramm: Mögliche Veränderungen im Haarzyklus lassen sich mithilfe eines sogenannten Trichogramms herausfinden. Das Analyseverfahren dient der Haarwurzeluntersuchung. Dabei werden Haarsträhnen an verschiedenen Stellen des Kopfs in eine Klemme gespannt und ausgezogen. Die Auswertung erfolgt unter dem Lichtmikroskop.
  • Computergestützte Analyse: Eine computergestützte Analyse ist weniger schmerzvoll als das klassische Trichogramm, da dazu keine Haare ausgezupft werden müssen. Die Ärztin oder der Arzt rasiert einen kleinen Bereich hinter der Stirnhaargrenze, färbt diese Stelle mit einem Haarfarbstoff und macht eine Aufnahme. Nach wenigen Tagen werden die eingefärbten Haare dann erneut fotografiert und digital analysiert.
  • Blutuntersuchungen: Auch Blutuntersuchungen können dabei helfen, mögliche Ursachen für den Haarausfall herauszufinden. So kommen beispielsweise auffällige Eisen- oder Schilddrüsenwerte ans Licht.
  • Hormonstatus: Untersuchung der Androgene (z. B.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie hormonell bedingten Haarausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und sollte stets individuell erfolgen. Um den Haarausfall zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Wahl.

Medikamentöse Therapien

Bei hormonell bedingtem Haarausfall kommen oft speziell entwickelte Medikamente zum Einsatz, die gezielt in den Haarwachstumszyklus eingreifen. Zu den bewährten Wirkstoffen zählt Minoxidil, ein topisches Präparat, das die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und das Haarwachstum stimulieren kann.

Für Frauen mit hormonellem Ungleichgewicht, etwa in den Wechseljahren oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel, können Antiandrogene oder bestimmte hormonelle Präparate hilfreich sein. Diese regulieren das Verhältnis von Östrogen und Androgenen im Körper und können dadurch den Haarausfall positiv beeinflussen.

Ästhetische Behandlungen

Neben medikamentösen Therapien gewinnen moderne ästhetische Behandlungen zunehmend an Bedeutung im Kampf gegen hormonell bedingten Haarausfall. Bei der PRP-Behandlung werden patienteneigene Wachstumsfaktoren aus dem Blut extrahiert und direkt in die betroffenen Areale injiziert - ein natürlicher Stimulus für Zellregeneration und stärkeres Haarwachstum.

Die Mesotherapie versorgt die Kopfhaut gezielt mit Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren.

Ernährung und Nahrungsergänzung

Ein Mangel an Biotin, Zink, Eisen oder Vitamin D kann hormonellen Haarausfall verstärken. Wird der Körper über die Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt, werden die Haarwurzeln zusätzlich gestärkt.

Für eine natürliche und gut verträgliche Behandlung von hormonell erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen empfiehlt sich die Einnahme von Priorin® Kapseln im Rahmen des Diätmanagements. Sie versorgen die Haarwurzel mit wichtigen Mikronährstoffen und unterstützen ihren Zellstoffwechsel.

Die Basis der Kapseln bildet Hirse. Sie enthält essenzielle Vitamine und Mineralstoffe. Vitamin B5 (Pantothensäure)Das wasserlösliche B-Vitaminübernimmt wichtige Aufgaben im Körper. L-CystinDer Eiweißbaustein zählt zu den natürlichen Bestandteilen der Haarsubstanz (Keratin).

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Haartransplantation

In fortgeschrittenen Fällen, in denen medikamentöse und unterstützende Therapien nicht ausreichen, kann eine Haartransplantation eine dauerhafte Lösung darstellen. Dabei werden eigene Haarfollikel vom Hinterkopf entnommen und in kahle Bereiche transplantiert.

Weitere Tipps zur Haarpflege

  • Indem man eine übermäßige Belastung des Haars vermeidet!
  • Verzichten Sie auf aggressive Produkte oder überlassen Sie Colorationen und Haarglättungsbehandlungen lieber dem Fachmann.
  • Ziehen Sie nicht zu stark an den Haaren (Vorsicht bei Haarbändern, Haargummis, usw.) und verwenden Sie geeignete Bürsten.
  • Wenn Sie sich die Haare gerne glätten oder föhnen, vermeiden Sie zu hohe Temperaturen!
  • Tragen Sie nährende Öle auf, um die Haarfaser zu schützen und zu reparieren, tauschen Sie Ihr klassisches Shampoo gegen eine Waschcreme zur Bekämpfung von Haarspliss ein.

Hausmittel und alternative Heilmethoden

Die Schulmedizin hat bei hormonell bedingtem Haarausfall meist nur Hormontherapien zu bieten. Doch immer mehr Frauen besinnen sich auf alte Heilmittel und wagen den Blick über den kulturellen Tellerrand.

Zu den wichtigsten Hormonpflanzen zählen Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze. Die Heilpflanzen können als Tee getrunken oder als Tinktur bzw. Sud in die Kopfhaut einmassiert werden. Auf diese Weise kann die Durchblutung gefördert und das Haarwachstum angeregt werden.

Weitere Tipps:

  • Zu diesem Zweck ist die Verwendung von hochwertigen Produkten aus der Sägepalme zu empfehlen. Dies dient der Ausbalancierung des Hormonhaushaltes.
  • Andere das DHT hemmende Lebensmittel und Nährstoffe sind zum Beispiel Extrakte des Grünen Tees und sogenannte systemische Enzyme.
  • Ist im Organismus dagegen nur ein niedriger Antioxidantienspiegel vorhanden, so kommt es zu einem Anstieg des Kinase C-Spiegels.
  • Cytokine fungieren als molekulare Botenstoffe, die verschiedene entzündliche Prozesse steuern.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Hormonell bedingter Haarausfall ist ein komplexes Problem, das viele Frauen betrifft. Die Ursachen sind vielfältig und oft mit spezifischen Lebensphasen oder hormonellen Ungleichgewichten verbunden. Eine frühzeitige Diagnose und individuelle Therapie sind entscheidend, um den Haarausfall zu verlangsamen oder zu stoppen. Neben medikamentösen und ästhetischen Behandlungen können auch eine ausgewogene Ernährung und alternative Heilmethoden unterstützend wirken.

Tabelle: Übersicht über hormonelle Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Ursache Hormonelle Veränderung Behandlungsmöglichkeiten
Androgenetische Alopezie Überempfindlichkeit gegenüber DHT Minoxidil, Antiandrogene, PRP-Behandlung
Schwangerschaft Abfall des Östrogenspiegels nach der Geburt Abwarten (normalisiert sich meist), ausgewogene Ernährung
Menopause Sinkender Östrogen- und Progesteronspiegel Hormontherapie, Minoxidil, pflanzliche Mittel
Schilddrüsenerkrankungen Sowohl Unter- als auch Überfunktion Hormoneinstellung durch Medikamente

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