Haarausfall durch Alkohol und Zigaretten

Der ... Haarausfall betrifft Frauen und Männer jeden Alters. Es gibt viele Gründe, warum das Haar dünner wird und schließlich in großen Mengen sichtbar ausfällt. Übermäßiger und häufiger Alkoholkonsum ist eine der Ursachen, die das Haar schädigen und zu Geheimratsecken oder diffusem Haarausfall führen können.

Ebenso führen Mangelzustände wie Eisen-, Eiweiß-, Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffmangel zu Haarausfall. Diese Mangelzustände können durch Diäten, einseitige Ernährung oder Krankheiten hervorgerufen werden und verhindern eine ausreichende Versorgung der Haarfollikel, wodurch das Haarwachstum gestört und Haarausfall begünstigt wird.

Eine ungesunde Lebensweise (Rauchen, Alkohol, Drogen) kann das Risiko für Haarausfall erhöhen und bereits bestehende Haarausfallprobleme wie androgenetische Alopezie verschlimmern. Alkohol kann Haarausfall verursachen, indem er die Aufnahme von Nährstoffen im Körper stört. Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Eisen und Folsäure führen.

Zigarettenrauch enthält zahlreiche Giftstoffe, die die Durchblutung und die Versorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen beeinträchtigen können. Auch der Konsum von Drogen kann das Haarwachstum und die Haargesundheit erheblich beeinträchtigen.

Der Zusammenhang zwischen Haarausfall und Konsum von Alkohol

Führt rauchen zu Haarausfall? | Das Minoxidil Experiment Woche48

Haarausfall und Alkoholkonsum stehen in engem Zusammenhang. Denn Alkohol kann die Durchblutung der Kopfhaut vermindern, was zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln mit wichtigen Vitalstoffen führt. Auch Entzündungen der Kopfhaut können durch erhöhten Alkoholkonsum entstehen und das Haarwachstum nachhaltig beeinträchtigen.

Wer Alkohol in größeren Mengen zu sich nimmt, muss mit einer erhöhten Testosteronproduktion rechnen. Alkoholkonsum setzt den Körper unter Stress und greift in den Hormonhaushalt ein. Er schwächt das Immunsystem und fördert Mangelerscheinungen. Zudem entzieht Alkohol dem Körper Flüssigkeit und wertvolle Mineralien und Nährstoffe wie Vitamin C.

Die Haarwurzeln gehören zu den letzten Zellen, die mit lebenswichtigen Vitalstoffen versorgt werden. Ein Mangel führt unweigerlich dazu, dass die Follikel irgendwann unter der Unterversorgung leiden und absterben.

Symptome von Haarausfall durch Alkoholkonsum

Vor der vollständigen Kahlheit des Kopfes gibt es einige Symptome, die bei Haarausfall durch Alkoholkonsum auftreten können. Wenn das Haar immer dünner wird, ist es ratsam, das eigene Trinkverhalten unter die Lupe zu nehmen. Geheimratsecken sind nicht unbedingt erblich bedingt. Die Glatze ist das Endstadium, wenn man den Zusammenhang zwischen Haarausfall und Alkoholkonsum nicht erkennt und nicht umkehrt.

Schon lange vor dem Haarausfall führt übermäßiger Alkoholkonsum zu stumpfem, krausem und brüchigem Haar. Auch vorzeitiges Ergrauen kann auf Alkoholkonsum zurückzuführen sein. Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen und erkannt haben, dass Sie Alkohol in schädlichen Mengen zu sich nehmen, sollten Sie die Diagnose von einem Arzt abklären lassen.

Diagnose und Behandlung

Alkoholbedingter Haarausfall wird von einem Arzt diagnostiziert. Es ist ratsam, bei den ersten Anzeichen den Hausarzt oder direkt einen Facharzt aufzusuchen. Er wird die Kopfhaut untersuchen und Sie zu den Symptomen, aber auch zu Ihrem Alkoholkonsum befragen. In manchen Fällen wird der Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, da er im Blut den Alkoholgehalt und mögliche alkoholbedingte Störungen feststellen kann.

Ein erhöhter Alkoholkonsum geht immer mit einem Mangel an Nährstoffen und Vitaminen einher. Die medizinische Diagnose ist auch die Basis für eine erfolgreiche Behandlung, wenn es zu Haarausfall durch Alkoholkonsum kommt. Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an und verheimlichen Sie nicht, welche Art von Alkohol Sie trinken und in welchen Mengen.

Die beste und wichtigste Behandlung von alkoholbedingtem Haarausfall ist die Abstinenz von der Ursache. Wenn Sie Ihren Alkoholkonsum reduzieren oder ganz aufhören zu trinken, können Ihre Haare nach einiger Zeit wieder wachsen. Dies dauert eine Weile, da der Körper die Giftstoffe abbauen und sich vom Alkohol erholen muss.

Voraussetzung ist aber auch, dass Sie Ihren Alkoholkonsum vorübergehend ganz einschränken und später mäßig oder gar nicht mehr trinken. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die eingepflanzten Haarwurzeln wieder ausfallen und sich eine Glatze bildet. Vor dem Eingriff und in den ersten Wochen der Heilungsphase ist Alkohol tabu.

Die beste Vorbeugung gegen alkoholbedingten Haarausfall ist der generelle Verzicht auf Alkohol oder ein mäßiger Konsum. Der Verzicht ist besonders wichtig, wenn Sie bereits unter dünnem Haar und Haarausfall leiden. Um alkoholbedingtem Haarausfall vorzubeugen, ist es wichtig, insbesondere bei bereits schütterem Haar und beginnendem Haarausfall den Körper nicht zusätzlich mit Alkohol zu belasten.

Ein erhöhter und regelmäßiger Alkoholkonsum vermindert die Versorgung des Körpers mit Vitalstoffen, was zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln führt. Außerdem kann Alkohol zu einem Anstieg des Testosteronspiegels führen.

Die beste Behandlung bei alkoholbedingtem Haarausfall ist der Verzicht auf Alkohol. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt über Ihren Haarausfall und Ihren Alkoholkonsum zu informieren.

Vitaminmangel durch Alkohol

Vitamine sind für Körper, Geist und eine starke Immunabwehr unersetzlich. Sie vernichten freie Radikale, sorgen für eine schöne und gesunde Haut und regeln den Stoffwechsel. Auch das Nervensystem profitiert von einer optimalen Vitaminversorgung.

Besteht dagegen ein Vitaminmangel - beispielsweise durch Alkohol - kann es zu den unterschiedlichsten Mangelsymptomen kommen. Bestimmte Vitamine sind besonders stark von einem hohen Alkoholkonsum betroffen und können durch ihr Defizit zu suchttypischen Folgeerkrankungen führen.

Ein Vitaminmangel durch Alkohol ist meist auf mehrere Ursachen zurückzuführen. So nimmt ein Alkoholiker zum einen durch seine fast ausschließliche Ernährung durch Alkohol von vornherein zu wenig Vitamine auf. Zum anderen kann der Organismus die Vitamine durch eine geschädigte Leber schlechter verwerten als gesunde Menschen.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der verringerte ADH-Spiegel im Blut, der dazu führt, dass vermehrt Flüssigkeit ausgeschieden wird, bevor die darin enthaltenen Nährstoffe vom Körper extrahiert und genutzt werden können.

Bei übermäßigem Alkoholkonsum kommt es häufig zu einer Unterversorgung mit den wasserlöslichen B-Vitaminen und Vitamin C (Ascorbinsäure). Die Ursache, dass gerade diese Vitamine betroffen sind, dürfte neben der gestörten Aufnahme durch die Leber hauptsächlich in ihrer hohen Wasserlöslichkeit liegen.

VitaminMögliche Folgen eines Mangels
Vitamin B1 (Thiamin)Wernicke-Enzephalopathie (Gedächtnisverlust, Desorientierung, psychotische Symptome)
Vitamin B3 (Niacin)Pellagra (raue Haut, Durchfall, Demenz)
Vitamin B6Polyneuropathie (Empfindungsstörung durch beeinträchtigte Reizweiterleitung)
Vitamin B9 (Folsäure)Blutarmut, Kurzatmigkeit, schnelle Ermüdung, Konzentrationsstörungen
Vitamin B12Müdigkeit, Blässe, Gefühlsstörungen, Bewegungseinschränkungen (bei starkem Mangel Gangunsicherheiten und Lähmungen)
Vitamin CSkorbut (Gelenkentzündungen, hohes Fieber, erhöhte Infektanfälligkeit, Wundheilungsstörungen)
Vitamin ATrockene und schuppige Haut, in seltenen Fällen Sehstörungen
Vitamin DGestörte Knochenmineralisation, erhöhte Infektanfälligkeit, Rachitis (bei Kindern)
Vitamin EAbwehrschwäche, beeinträchtigte Reflexe, unwillkürliches Zittern (Tremor)

Wie bereits erwähnt, können die meisten Vitaminspeicher kurzfristig durch Nahrungsergänzungsmittel und langfristig durch eine gesunde Ernährung und Lebensführung aufgefüllt werden. Dennoch bleibt die toxische Wirkung von Alkohol in vielen anderen Bereichen bestehen und kann besonders beim Konsum großer Mengen den Körper nachhaltig schädigen.

Ein qualifizierter Alkoholentzug ist meist die einzige Möglichkeit, um diese gesundheitliche Abwärtsspirale erfolgreich zu durchbrechen. Je nach Dauer und Ausprägung des Alkoholkonsums kann sogar eine vollständige Regeneration möglich sein.

Mit einer alleinigen Entgiftung sind Rückfälle allerdings vorprogrammiert. Ein Suchttherapie in unserer Alkoholentzugsklinik wird immer ganzheitlich durchgeführt und umfasst sowohl eine Entgiftung mit medikamentöser Unterstützung als auch eine umfassende Psychotherapie zur Bearbeitung der Suchtauslöser.

Die Auswirkungen des Rauchens auf die Haargesundheit

Neben den bereits bekannten Auswirkungen des Rauchens auf den gesamten Körper leidet auch die Haargesundheit erheblich unter dem Tabakkonsum. Verschiedene Studien, unter anderem eine Untersuchung von Lin-Hui Su et al. aus Taipeh, belegen einen starken Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Haarausfall durch Rauchen.

Der Qualm von Zigaretten enthält etwa 5.000 verschiedene Stoffe. Davon gelten rund 250 als giftig und weitere 90 als krebserregend. Auch der bekannteste Inhaltsstoff von Zigaretten, das Nikotin, ist ein starkes Gift. In den Mengen, in denen der Stoff beim Rauchen aufgenommen wird, reicht er nicht für eine akute Vergiftung aus.

Wer Zigaretten allerdings isst oder aus Versehen verschluckt, schwebt in tödlicher Gefahr. Kleine Kinder können schon durch den Verzehr einer einzigen Zigarette sterben. Über die Hälfte der Menschen, die regelmäßig rauchen, sterben vorzeitig. Zigaretten gelten zum Beispiel als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da sie die Blutgefäße schädigen und Arteriosklerose begünstigen.

Auch auf die Lunge hat der Tabakkonsum große Auswirkungen. Viele Raucher leiden an einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD), die im Verlauf zu einer Zerstörung des Lungengewebes mit Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) führen kann. Zudem lassen sich Zusammenhänge erkennen zwischen Rauchen und weiteren gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen.

Neben den bereits beschriebenen Effekten auf den ganzen Körper wirkt sich Rauchen auch negativ auf die Haargesundheit aus. In verschiedenen Studien, zum Beispiel einer Untersuchung von Lin-Hui Su et al.

Zigarettenrauch enthält über 5.000 verschiedene Chemikalien, von denen mehr als 250 als giftig und rund 90 als krebserregend gelten. Neben Nikotin befinden sich darin auch Arsen, Benzol, Teer, Blausäure und sogar radioaktives Polonium. Diese Substanzen gelangen über die Lunge in den Blutkreislauf und schädigen nahezu jedes Organ im Körper - auch Haut und Haare sind betroffen.

Durch die schlechtere Durchblutung können die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit essenziellen Mikronährstoffen versorgt werden. Gleichzeitig entstehen durch den Tabakkonsum vermehrt freie Radikale, die Zellen angreifen und den Alterungsprozess beschleunigen. Dieser oxidative Stress schwächt auch die Kopfhaut und stört den natürlichen Haarzyklus.

Der Effekt ist besonders bei genetisch vorbelasteten Menschen ausgeprägt: Haarausfall durch Rauchen kann dort schneller und intensiver verlaufen. Neben den Auswirkungen auf das Haar führt das Rauchen zu einem insgesamt schlechteren äußeren Erscheinungsbild: fahle Haut, gelbe Zähne, spröde Nägel und tiefe Falten sind typische Merkmale.

Auch chronische Erkrankungen wie COPD, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden treten bei Rauchern deutlich häufiger auf - all das schwächt den Körper zusätzlich und kann indirekt weiteren Haarausfall durch Rauchen begünstigen.

Ein Grund ist eine verschlechterte Durchblutung der Haarfollikel. Die Inhaltsstoffe der Zigaretten verengen die Blutgefäße und können zu einer Schädigung der Gefäßstruktur führen. Zusätzlich schwächt Rauchen das Immunsystem, welches uns vor verschiedenen Erkrankungen und Infektionen schützt. Ein geschwächtes Immunsystem kann die Gefahr von bakteriellen Entzündungsreaktionen oder Pilzinfektionen der Kopfhaut erhöhen.

Außerdem bedeutet Rauchen Stress für den Körper. Auch wenn viele Leute meinen, der Griff zur Zigarette würde sie entspannen, erhöht Rauchen den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Anspannung der Muskeln. Gleichzeitig kennt jeder Raucher den Stress, wenn er gerade nicht rauchen kann und Entzugserscheinungen spürt. Die Inhaltsstoffe von Zigaretten beeinflussen auch den Hormonhaushalt.

Dadurch kommt es unter anderem zu einem Anstieg des Hormons Dihydrotestosteron (DHT), was eine entscheidende Rolle bei erblich bedingtem Haarausfall spielt. Es gibt Hinweise darauf, dass Rauchen auch unser Erbgut beeinflusst. Zudem lassen sich Zusammenhänge erkennen zwischen Rauchen und weiteren gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen.

Warum ist Rauchen so schädlich für die Haare? Ein wesentlicher Grund ist die verschlechterte Durchblutung der Kopfhaut. Die im Tabak enthaltenen Stoffe verengen die Blutgefäße und beeinträchtigen die Gefäßstruktur. Die Haarfollikel erhalten dadurch weniger Sauerstoff und Nährstoffe - wichtige Bausteine für gesundes Haarwachstum fehlen.

Zudem schwächt Rauchen das Immunsystem. Dies erhöht das Risiko für bakterielle Entzündungen und Pilzinfektionen der Kopfhaut, die wiederum Haarausfall durch Rauchen verstärken können. Auch verursacht Rauchen körperlichen Stress: Herzfrequenz und Blutdruck steigen, während gleichzeitig die Entzugserscheinungen zwischen den Zigaretten zusätzlichen Stress erzeugen.

Nicht zuletzt beeinflusst Rauchen den Hormonhaushalt. Es kann die Produktion von Dihydrotestosteron (DHT) anregen - ein Hormon, das bei erblich bedingtem Haarausfall eine zentrale Rolle spielt. Bei entsprechender genetischer Veranlagung kann dies zur Miniaturisierung der Haarfollikel und letztlich zu kahlen Stellen führen.

Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Rauchen das Erbgut schädigt und dadurch wichtige Stoffwechselprozesse stört, die für gesundes Haarwachstum notwendig sind.

In der Studie wurden 351 Teilnehmer mit der Diagnose „erblich bedingter Haarausfall“ erfasst. Diese wurden in einem Gespräch u.a. auch zu ihrem Rauchverhalten und ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Die Wissenschaftler werteten die Daten von 351 Studienteilnehmern aus, die als Diagnose „androgenetische Alopezie“ erhalten hatten. Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Gründe neben den Genen bei Haarausfall eine Rolle spielen.

Zugleich wurde von den Wissenschaftlern der Grad des Haarausfalls bestimmten die Forscher mithilfe der sogenannten Ludwig- und Norwood-Klassifikation nach optischen Kriterien bestimmt. Außerdem wurden die Haare der Studienteilnehmer mithilfe einer Trichoskopie untersucht. Dabei werden Haarschaft, Haarbalgmündungen und umliegende Kopfhaut mit Hilfe einer stark vergrößerten Aufnahme beurteilt.

Worin genau der Zusammenhang des Tabakkonsums und des Übergewichts und dem Haarausfall liegt, ist noch unbekannt. Mein Tipp als Hautarzt: Wer sein Risiko für Haarausfall senken möchte, sollte mit dem Rauchen aufhören und bei Übergewicht sein Gewicht reduzieren. Beides tut der Gesundheit im allgemeinen gut - evtl.

Alternativen zum Rauchen

Manche Menschen greifen als Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten zu E-Zigaretten, da diese angeblich weniger schädlich sein sollen. Doch stimmt das? Im Unterschied zu normalen Zigaretten wird bei E-Zigaretten kein Tabak verbrannt und der entstehende Rauch eingeatmet. Vielmehr werden bestimmte Flüssigkeiten, sogenannte Liquids, mithilfe des Akkus stark erhitzt und zu einem Nebel verdampft.

Tatsächlich ist die Studienlage zu E-Zigaretten wesentlich weniger eindeutig als zum herkömmlichen Glimmstängel. Dadurch, dass sie auch deutlich kürzer auf dem Markt sind, fehlen Studien zu Langzeitfolgen. Grob lässt sich sagen, dass die schädliche Wirkung von Zigaretten in Teilen durch die Verbrennungsprodukte des Tabaks entsteht. Diese Stoffe fallen bei der E-Zigarette weg.

Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, dass eine E-Zigarette weniger schädlich ist als herkömmliches Rauchen, auch wenn insgesamt etwas weniger Schadstoffe in den Körper gelangen. Andere Zigarettenalternativen wie Pfeife oder Zigarre werden in puncto Gesundheit ebenfalls häufig unterschätzt. Sie sind jedoch hinsichtlich der Schadstofffreisetzung und der krebserregenden Wirkung nahezu genauso gefährlich wie Zigaretten.

Viele Menschen greifen als vermeintlich gesündere Alternative zur klassischen Zigarette zu E-Zigaretten, Shisha oder Zigarren. Bei E-Zigaretten wird kein Tabak verbrannt, sondern sogenannte Liquids mit Nikotin, Aromastoffen und anderen Zusatzstoffen stark erhitzt und als Aerosol inhaliert. Zwar fallen dadurch manche krebserregenden Verbrennungsprodukte weg, dennoch entstehen beim Erhitzen der Flüssigkeiten ebenfalls giftige Substanzen wie Formaldehyd oder Acrolein.

Diese können - ähnlich wie beim klassischen Rauchen - Entzündungen, Gefäßverengungen und oxidativen Stress verursachen. Auch Shishas gelten häufig als harmloser, obwohl eine Sitzung oft dem Konsum von 100 oder mehr Zigaretten entspricht. Dabei werden nicht nur Kohlenmonoxid und Schwermetalle eingeatmet, sondern auch große Mengen Nikotin - was das Risiko für Gefäßschäden, Herzkrankheiten und Haarausfall erhöht.

Darüber hinaus können E-Zigaretten spezifische Gesundheitsschäden verursachen: EVALI (eine durch E-Zigaretten verursachte Lungenerkrankung), Atemprobleme, Husten, Reizungen im Mund- und Rachenraum sowie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden bereits dokumentiert. Auch die Spermienqualität und die Gehirnentwicklung können beeinträchtigt werden.

Die Annahme, dass E-Zigaretten oder andere Alternativen harmlos seien, ist also trügerisch - vor allem, wenn man die Auswirkungen auf die langfristige Gesundheit und das Haarwachstum betrachtet.

Wie Rauchen den Haarausfall beeinflusst

Es gibt keine sichere Grenze, unterhalb der das Rauchen als unbedenklich gelten kann - jede einzelne Zigarette kann dem Körper schaden. Diffuser Haarausfall wird durch die im Tabak enthaltenen Schadstoffe begünstigt. Nikotin und Kohlenmonoxid verschlechtern die Sauerstoffversorgung der Kopfhaut, erhöhen den oxidativen Stress und schwächen das Immunsystem.

Dadurch geraten Haarfollikel aus dem Gleichgewicht, und die Haare gehen vorzeitig in die Ruhephase über. Gleichzeitig wirken sich Rauchpartikel auch äußerlich negativ aus - sie lagern sich in den Haaren ab, trocknen diese aus und können Spliss sowie Haarbruch verursachen.

Besonders relevant ist Haarausfall durch Rauchen im Zusammenhang mit erblich bedingtem Haarverlust. Studien zeigen, dass Raucher häufiger und früher unter androgenetischer Alopezie leiden. Der Grund liegt im erhöhten DHT-Spiegel, der bei Rauchern im Blut messbar ist. Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Abbauprodukt des Testosterons, das eine Miniaturisierung der Haarfollikel verursacht - vor allem bei genetisch vorbelasteten Personen.

Zudem stützen viele Haarwuchsmittel ihre Wirksamkeit auf eine verbesserte Durchblutung der Kopfhaut - genau das wird durch Rauchen jedoch verhindert.

Die gute Nachricht: Haarausfall durch Rauchen ist oft reversibel

Die gute Nachricht ist: Haarausfall durch Rauchen ist in vielen Fällen grundsätzlich reversibel. Das bedeutet: Die einzige wirkungsvolle Maßnahme gegen die schädlichen Effekte des Rauchens besteht darin, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören. Wie schnell sich die Haare erholen, hängt stark von individuellen Faktoren ab - insbesondere davon, wie lange und wie intensiv geraucht wurde.

Bei leichtem oder beginnendem Haarausfall kann der Rauchstopp eine deutliche Verbesserung bewirken. Sind jedoch bereits Haarfollikel irreversibel geschädigt oder inaktiv, können aus diesen keine neuen Haare mehr wachsen. Besonders bei einer genetischen Veranlagung für Haarausfall lässt sich das Fortschreiten durch den Rauchverzicht zwar verlangsamen, aber nicht vollständig aufhalten.

Wenn der Haarausfall auch nach dem Rauchstopp weiterhin anhält oder sich verschlechtert, sollte in jedem Fall ein Facharzt konsultiert werden.

Die wichtigste Therapie, Haarausfall durch Rauchen zu stoppen, ist das Beenden des Zigarettenkonsums. Dies sollte unbedingt Teil der Therapie sein. Vielen Menschen fällt das aber schwer und funktioniert vor allem nicht innerhalb kurzer Zeit.

Weitere Tipps für gesunde Haare

1. Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Haargesundheit deutlich verbessern. Durch das Schwitzen werden Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Ein weiterer Vorteil von Bewegung: Die Durchblutung wird angeregt, auch in der Kopfhaut.

2. Eine ausgewogene Ernährung liefert dem Körper alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe für kräftiges Haarwachstum. Zur gesunden Ernährung gehören frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und hochwertige Eiweißquellen. In bestimmten Lebenssituationen - etwa bei Schwangerschaft, intensivem Sport oder chronischen Erkrankungen - kann der Nährstoffbedarf steigen.

3. Eine moderne Methode zur Stimulation des Haarwachstums ist die PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma). Das daraus gewonnene plättchenreiche Plasma enthält zahlreiche Wachstumsfaktoren und Mikronährstoffe, die die Haarfollikel aktivieren und zur Regeneration anregen.

Sport kann der Haargesundheit sehr zuträglich sein. Durch die erhöhte Schweißproduktion werden Giftstoffe ausgespült. Außerdem reduziert Sport den Stresspegel und senkt dadurch auch die Stresshormone im Blut. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch körperliche Aktivität die Durchblutung verbessert wird. Das kommt auch der Durchblutung der Kopfhaut zugute. So werden die Haarfollikel besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und haben damit genug Substrate, um gesund zu wachsen.

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein für ein kräftiges Haarwachstum. Die darin enthaltenen Vitamine und Nährstoffe sind für das Haarwachstum essenziell. Genauso kann ein Mangel an Proteinen, Zink und Selen sowie der Vitamine A, B, C, D und E Haarausfall hervorrufen. Zu einer gesunden Ernährung gehören viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Bestimmte Lebensumstände wie Schwangerschaft und Leistungssport oder verschiedene Erkrankungen können einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen verursachen. Wer einen ärztlich festgestellten Mangel bestimmter Stoffe hat, kann diese durch Nahrungsergänzungsmittel substituieren.

Eine Möglichkeit, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und dadurch das Haarwachstum anzuregen, sind bioregenerative Therapien. Eine etablierte Methode ist zum Beispiel die PRP-Therapie. Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie, bei der dem Patienten Blut entnommen und in einem speziellen Verfahren aufbereitet wird. Dadurch entsteht ein Serum, was reich an Wachstumsfaktoren, Mikronährstoffen und Zytokinen ist. Dieses wird in die Kopfhaut injiziert. Dadurch werden die Haarfollikel aktiviert und das Wachstum neuer Haare angeregt.

Mit unseren Behandlungen erreichen wir bei über 90% unserer Patienten eine deutliche Besserung in kurzer Zeit.

Die wirksamste Maßnahme, um Haarausfall durch Rauchen zu stoppen, ist das vollständige Aufgeben des Tabakkonsums. Dies sollte immer der zentrale Bestandteil jeder Therapie sein.

Rauchen hat zahlreiche gesundheitsschädliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus - darunter auch auf die Haargesundheit.

Die wichtigste Therapie, Haarausfall durch Rauchen zu stoppen, ist das Beenden des Zigarettenkonsums. Dies sollte unbedingt Teil der Therapie sein.

Um begleitend das Haarwachstum zu unterstützen und andere Einflüsse auf die Haargesundheit zu verbessern, können Sport, gesunde Ernährung oder bioregenerative Therapien helfen.

Um die individuell beste Therapie für Sie persönlich zu finden, kann es sinnvoll sein, frühzeitig einen Experten für Haarausfallbehandlungen zu kontaktieren.

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