Holger Badstuber, ein Name, der in der Fußballwelt für Talent, Ausdauer und Wandel steht. Doch nicht nur seine sportlichen Leistungen, sondern auch sein äußeres Erscheinungsbild, insbesondere seine Frisur, haben im Laufe der Jahre Aufmerksamkeit erregt. Von abrasierten Haaren in schwierigen Zeiten bis hin zu stylischen Looks auf dem Spielfeld - Badstubers Frisuren spiegeln oft seine persönliche Entwicklung und die jeweilige Phase seiner Karriere wider.
Betrachten wir zunächst die Zeit, als Badstuber nach langer Leidenszeit zurückkehrte. Es war allen Anwesenden klar, als der Verteidiger des FC Bayern vor rund einem halben Jahr den Mediensaal des noblen Mannschaftshotels in Doha betrat: Da setzte sich kein junger, cooler Kerl mit stylischer Frisur und Baseball-Cap auf das Sofa.
Es trat Holger Badstuber vor die Medien, ein Mann mit abrasierten Haaren, dem man ansah, dass er viel hat durchmachen müssen. Es war ihm in diesem Moment ganz egal, wie er auf andere wirkte. Badstuber war Badstuber, so wie er sich fühlte. Als gereifter Sportler. Als Vollprofi. Als jemand, der in einer am Ende 19-monatigen Leidenszeit gelernt hat, was für ihn persönlich wichtig ist.
Man hat sich im Umfeld des FC Bayern inzwischen doch etwas gewöhnt an den „neuen Badstuber“, wie der 25-Jährige sich selbst nennt. Seit Januar, seit dem Auftritt im Trainingslager in Katar, ist er wieder täglich in der Nähe der Mannschaft. Erst in individuellen Laufeinheiten, seit dem Start der Vorbereitung in jedem Mannschaftstraining - und seit Freitag auch als vollwertig einsetzbarer Profi.
Das Comeback nach 593 Tagen Verletzungspause infolge von zwei Kreuzbandrissen nahm Badstuber die letzten Zweifel am Erfolg seiner Reha. „Ich bin gesund, ich habe keine Hemmungen, ich fühle mich sicher. Das war das A und O“, sagte er nach dem 3:0 im Testspiel gegen eine Fanauswahl in seiner Heimatstadt Memmingen.
58 Minuten hatte Badstuber als zentraler Spieler der Dreierabwehrkette mitgewirkt, die Mannschaft in Abwesenheit der 14 WM-Fahrer sogar als Kapitän aufs Feld geführt („nicht wichtig“). „Relativ cool“ sei er gewesen in seinem ersten Spiel seit dem 1. Dezember 2012, dem Tag, an dem in der Partie gegen den BVB zum ersten Mal das Kreuzband im rechten Knie riss.
Er ging in jeden Zweikampf, rettete sogar einmal in Bedrängnis, gab aber dennoch zu: „Die Fehler, die mir heute noch passiert sind, passieren mir in geraumer Zeit nicht mehr. Ich muss noch viel arbeiten, um dorthin zu kommen, wo ich war.“
Es tut Badstuber gut, seine ersten Schritte zurück ins Team machen zu können, während der Großteil der Profis noch im WM-Urlaub ist. Das Training mit U23-Spielern ist ein perfekter Einstieg, genauso wie es das „Traumspiel“ am Freitag war. Schon bei den nächsten Tests, etwa heute (18.30 Uhr) beim MSV Duisburg und am Wochenende beim Telekom-Cup, warten aber andere Gegner. Und Badstuber muss den nächsten Schritt gehen.
Ansprüche habe der Nationalspieler keine, versicherte er. Dante und Jerome Boateng haben sich während seiner Absenz als Innenverteidiger etabliert. Badstuber ist derzeit, wo der Abschied von Daniel van Buyten - womöglich zu Olympaikos Piräus - besiegelt ist, die Nummer drei. Man kann den Vereinsbossen kaum übel nehmen, dass sie sich nach einem weiteren hochkarätigen Innenverteidiger umsehen. Badstuber präsentiert sich vielversprechend; das Risiko, nur ihn als Ergänzung im Kader zu haben, ist jedoch zu groß. Alternativen: Diego Godin (Atletico Madrid) oder Konstantinos Manolas (Piräus).
Für Badstuber sind all das derzeit Randnotizen. Man nimmt ihm ab, dass er sich voll auf sich selbst konzentriert. Als Mensch, der „vom Kopf her“ nun anders ist und ankündigt, auch im Vollbesitz seiner Kräfte „ein anderer Spieler zu sein als vorher“.
Nur eines soll werden wie früher: Badstuber will wieder Stammspieler sein.
Im Jahr 2012 wurde der "Offizielle Spielerfrisur" nominiert: Mannschaftliche Geschlossenheit: Holger Badstuber, Mario Götze, Mario Gómez, Benedikt Höwedes, André Schürrle und Marco Reus (von links oben im Uhrzeigersinn) legen den Frisurentrend 2012 fest.
Der neue Mannschaftshaarschnitt geht so: An den Seiten kurz, oben lang und verwegen zur Seite gegelt. Das Wort Olaseku (oben lang, seitlich kurz) machte dafür schon die Runde.
In welche Richtung die Haare gestylt werden variiert. Marco Reus gelt seine klar nach links, ebenso wie André Schürrle. Mario Götzes Haare haben einen leichten Rechtsdrall mit Tendenz nach oben. Holger Badstuber trägt sie nach rechts frisiert, ebenso wie Mario Gómez.
Undercut heißt der Schnitt, den Gomez trägt. Das Deckhaar ist dabei noch ein wenig länger als bei den jüngeren Kollegen.
So läuft der Spieler von heute auf den Platz: Gepflegt zum Lausbuben gegelt. Vorbei die Zeiten der Matten à la Günter Netzer oder Rudi Völler. Mit dem Ausfall des spanischen Haarkünstlers Puyol bei der EM verschwindet nun auch eine der letzten Mähnen von der Fußballbühne.
Seit David Beckham tragen Fußballer nicht mehr nur Haare auf dem Kopf, sondern Trends zur Schau. Beckhams aktuelle Haupthaar-Variationen ließen ganze Dorfmannschaften zum Friseur pilgern. Er stylte es vor, alle machten es nach.
Die neue Lausbuben-Einheit beendet auch die Ära eines anderen Frisurenmeisters. Vorbei ist nun das Solo für Schweinsteiger in der Nationalmannschaft. Bisher war er es, der mit seinen Variationen in Haarschnitt-und Farbe alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Von silber bis wasserstoffblond war da schon alles zu sehen.
Die neue Generation ist damit auch an ihren Haaren zu erkennen, und bildet hier schon die von Löw geforderte Einheit. Die Frisur lässt keinen herausstechen, keiner stylt sich in den Vordergrund, die neue Frisur kleidet das Haupt des Teamplayers, der sich in die Mannschaft integriert.
Die Kollektivierung der Haarschnitte ist auch ein äußerliches Zeichen von Löws Spielerphilosophie.
Holger Badstuber trug während seines Pflichtspieldebüts für den FC Schalke 04 in Königsblau eine interessante Frisur. Es war ungewohnt, ihn mit dieser neuen Frisur zu sehen, und sie trug zu seinem veränderten Erscheinungsbild bei.
Ein weiteres Beispiel ist Tanguy Coulibaly, dessen Rasta-Frisur sofort auffiel, als er zum VfB Stuttgart kam. Seine Haare wurden zu einem Markenzeichen, das ihn von anderen Spielern unterschied und seine Persönlichkeit widerspiegelte.
Auch das Thema Haarausfall bei Fußballern ist relevant. Bilder zeigen deutlich die AGA (androgenetische Alopezie) bei einigen Spielern, was zu Diskussionen über mögliche Behandlungen und den Umgang mit diesem Thema in der Öffentlichkeit führt.
Die Frisur eines Fußballers kann also viel mehr sein als nur ein modisches Statement. Sie kann ein Zeichen von Veränderung, Zugehörigkeit oder Individualität sein. Im Falle von Holger Badstuber hat jede Frisur eine Geschichte erzählt - von den Herausforderungen und Triumphen eines außergewöhnlichen Sportlers.
Viele Fußballer legen Wert auf ihr Aussehen, und die Frisur spielt dabei eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Diskussionen über Haartransplantationen, den Umgang mit Haarausfall und die besten Styling-Methoden für Fußballer.
Holger Badstuber beim Training des FC Bayern München im Jahr 2014
Die Wahl der Frisur kann auch psychologische Aspekte haben. Eine auffällige Frisur kann das Selbstbewusstsein stärken und die Aufmerksamkeit auf den Spieler lenken. Andererseits kann eine schlichte Frisur Understatement und Teamgeist signalisieren.
Der Mannschaftshaarschnitt im Jahr 2012
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