Nena Frisur Anleitung: Alles über den trendigen Shag Cut

Der Shag Cut ist zurück! Was einst als Vokuhila in den wilden 70er-Jahren bekannt war, erlebt 2022 ein modernes Comeback und legt sein eingestaubtes Image endgültig ab.

Was ist der Shag Cut?

Der Shag Cut zeichnet sich durch seine vielen Stufen aus, die jedoch fließender ineinander übergehen als beim Retro-Vokuhila. Meist wird das Gesicht beim Shag Cut durch fransig geschnittene Curtain Bangs und einen langen Pony umrahmt.

Seventies-Stars wie Nena oder Mick Jagger trugen den Vokuhila vor vielen Jahren. Heutzutage wird der neue alte Haarschnitt von Stars wie Billie Eilish oder Taylor Swift in zeitgemäßen und modernen Varianten getragen.

So stylen Sie einen modernen Shag

Wie trägt man den Shag Cut?

Grundsätzlich ist der Shag Haarschnitt super vielseitig und kann von fast jeder Haarlänge und jedem Haartyp getragen werden. Vom Trend-Haarschnitt solltest du jedoch besser die Finger lassen, wenn du eine Kurzhaarfrisur hast, da der fransige Schnitt zu viel Unruhe in deinen Look bringen würde. Ob deine Haare glatt oder lockig sind, spielt beim Shag Cut keine Rolle.

  • Glatte Haare: Hier sollten nicht zu viele Stufen gesetzt werden.
  • Lockige Haare: Der durchgestufte Shag Cut könnte dir nicht besser stehen - lässiger geht's nicht!

Die klassische Variante

Der Shag Cut wird in der Mitte gescheitelt und bis zur Schulterlänge stufig geschnitten. Der lässige Schnitt verleiht einen modernen Undone-Look. Durch die ungleichmäßigen und fransigen Stufen wirkt der Cut nicht langweilig - im Gegenteil! Der Pony wird ebenfalls in der Mitte gescheitelt und umrahmt so links und rechts dein Gesicht. Natürlich kannst du ihn auch locker nach hinten fallen lassen.

Long-Bob

Auch als Long-Bob lässt sich der Shag Haarschnitt super vielseitig stylen. Der Schnitt unterscheidet sich nicht großartig von der klassischen Variante. Achte aber darauf, dass bei kürzeren Haaren viele Stufen auch viel Volumen geben, was schnell überladen aussehen kann. Deswegen solltest du hier auf weniger Stufen setzten, dafür aber auf fransige Enden! Den Pony kannst du dir locker ins Gesicht fallen lassen.

Lange Mähne

Hast du längere Haare als bis zur Schulter, steht dir ein stufiger Haarschnitt besonders gut! Das Durchstufen der langen Haare nimmt dem Haar etwas Schwere und verleiht dir den gewollten Messy-Look. Die tiefen Stirnfransen des Ponys geben deinem Gesicht einen schönen Rahmen.

Styling-Tipp: Allzu viel Styling benötigt der lässige Undone-Look gar nicht. Mit einem Salzwasser-Spray oder Schaumfestiger verleihst du deinem Haar aber noch etwas mehr Struktur!

Wem steht der Shag Cut?

Gute Nachricht: Der Shag Cut steht eigentlich jeder Gesichtsform! Der Haarschnitt kann jedoch noch individueller angepasst werden, um deine Vorzüge zu betonen:

  • Längliche und ovale Gesichter: Setzen auf Curtain Bangs, um ihr Gesicht einzurahmen.
  • Runde Gesichter: Sollten unbedingt einen Mittelscheitel ziehen. Das streckt das Gesicht optisch!
  • Kantigen Gesichtsformen: Schmeichelt der Shag ganz besonders!

Wie wird der Shag Cut gepflegt?

Durch den fransigen Schnitt des Shags und die vielen Stufen besteht bei dieser Frisur ein hohes Spliss-Risiko! Deswegen ist es wichtig, dass du regelmäßig einen Friseur besuchst und deine Spitzen schneiden lässt. Haar-Öl lässt deine Spitzen gesund aussehen und verleiht ihnen noch etwas zusätzliche Feuchtigkeit.

Die 80er Jahre: Mehr als nur Vokuhila

Die Frisuren der 80er Jahre waren wild und schrill. Eines steht fest: Die Achtziger waren alles andere als langweilig! Popikonen wie Madonna, David Bowie, Modern Talking und Nena setzten Trends, Haarspray wurde zum Dauerbegleiter und Frisur-Eskapaden wie der Vokuhila und toupierte Haare hielten sich erstaunlich lange auf den Köpfen.

Weitere 80er-Jahre-Frisuren zum Nachmachen

  • Kreppfrisur: Das Kreppeisen schien vielen Frauen der 80er Jahre in Sachen Styling nicht von der Seite gewichen zu sein. Der typische Look gekreppter Haare wurde dazu noch mit Haarspray aufgebauscht.
  • Volumen, Volumen, Volumen: Die Haarpracht wurde um jeden Preis zur Schau gestellt und umso fülliger und aufgeplusterter sie wirkte, desto besser! Ohne Haarspray geht dabei gar nichts.
  • Dauerwelle: Mittlerweile ist der Retro-Look wieder schwer im Kommen! Wer glattes Haar sein Eigen nennt, dem winkt dank Dauerwelle eine umwerfende Lockenpracht.
  • Hochsitzender Pferdeschwanz: Der Pferdeschwanz wurde dazu sehr hochgetragen und am besten noch schräg angesetzt: Das verschafft euch direkt einen sportlich dynamischen Look.
  • Side- oder Undercut: Einen rebellischen Auftritt legt ihr mit einem Side- oder Undercut hin! Falls euch die Frisur für ein einzelnes Event zu extrem ist, kämmt die seitlichen Haare streng nach hinten, befestigt sie mit Stylingprodukten und toupiere die Haare am Oberkopf zu einer wilden Mähne auf.
  • Side Flip: Das Markenzeichen dieser Trendfrisur ist ein tiefer Seitenscheitel und die zu einer Seite umgelegten Haare. Grandioses Volumen ist euch damit garantiert (zumindest einseitig).
  • Scrunchie: Hinter diesem niedlichen Namen verbirgt sich ein mit Stoff bezogener Zopfgummi, der meist wie ein kleines Krönchen auf dem Kopf der 80er-Frisuren prangte.
  • Platinblond: Es gibt wohl kaum eine Haarfarbe, die dem Haar so sehr schadet wie Platinblond, aber zugegebenermaßen sieht die Farbe schon sehr stylisch aus und ist außerdem auch ein weiteres Relikt aus den 80ern.
  • Föhnwelle: Die Föhnfrisur wurde bereits in den 70ern mit Farrah Fawcett populär ("Drei Engel für Charlie") und hielt sich so einige Jahre konsequent unter den beliebtesten Frisuren.
  • Fransenpony: Ein gerader Pony kam in den 80er Jahren kaum infrage: Fransen hingen ins Gesicht und machten den Vokuhila-Schnitt komplett!
  • Seidentücher: Am besten nutzt ihr besonders bunte und grelle Exemplare und wickelt sie getreu den 80er-Frisuren um euren extrem toupierten Kopf.
  • Stirnbänder: Neben den Schweißbändern sorgten sie mittig an der Stirn platziert für das ungemein flippige Erscheinungsbild.

Der Vokuhila: Mehr als nur ein Bad-Taste-Look

Für viele ist die „vorne kurz, hinten lang“-Frisur ein Relikt aus den 80er-Jahren, das maximal als Perücke zu Bad Taste Partys getragen werden sollte. Andere wiederum feiern das Comeback des Vokuhila, darunter Stars wie Beth Dito, Gigi Hadid oder Rihanna.

Der Vokuhila im Wandel der Zeit

Der Vokuhila zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus: Ob kurz, mittellang oder lang, er kann an verschiedene Haarlängen angepasst werden. Wichtig ist nur, dass die Haare am Hinterkopf, auch liebevoll "Nackentapete" genannt, immer mindestens fünf Zentimeter länger bleiben als die vorderen Haare inklusive Pony.

Die gute Nachricht: Der Vokuhila-Schnitt hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und ist in der modernen Variante lange nicht mehr so extrem wie in den 80er-Jahren. Bei der Light-Version - auch „Stufen-Vokuhila“ genannt - ist der Pony leicht gefranst und reicht bis zu den Augenbrauen. Statt die seitlichen Haare direkt an den Schläfen zu kürzen, werden sie gestuft.

Styling-Tipps für den Vokuhila

Wer sich für eine Vokuhila-Frisur entscheidet, braucht vor allem eines: Mut. Alle, die den Haartrend ausprobieren möchten, aber keine Lust auf eine Matte à la Nena haben, können sich für die moderate Version der Vokuhila-Frisur entscheiden: mittellanges Haar mit soften Übergängen, bei dem der Unterschied zwischen kurzen und langen Haarpartien weniger extrem wirkt.

Ein Vokuhila wirkt nicht bei jeder Gesichtsform vorteilhaft: Wer sehr schmale Gesichtszüge hat, sollte auf den Retro-Haarschnitt lieber verzichten. Denn die Ponyfrisur streckt optisch und lässt das Gesicht noch länger erscheinen. Wer ein ovales Gesicht hat, kann „vorne kurz, hinten lang“ dagegen gut tragen.

Der Mullet: Eine vielseitige Frisur

Der Mullet hat kurze Haare vorne, lange im Nacken und kommt immer mit einem Pony. Männer und Frauen lieben den Mullet gleich. Bei diesem Haarschnitt werden die Haare in Stufen geschnitten. So entstehen Volumen und Textur am Oberkopf. Auch der Shag passt zu Männern und Frauen.

Der Vokuhila passt zu jeder Haarstruktur. Allerdings kommt der Schnitt nicht so schön zur Geltung und sieht etwas langweilig aus bei zu glatten Haaren. Es sollte nur eine gewisse Grundlänge der Haare vorhanden sein, denn das Nackenhaar sollte mindestens fünf Zentimeter länger sein als vorne.

Pflegetipps für den Vokuhila

Sie müssen den Vokuhila oft schneiden, weil die Stufen schnell rauswachsen. Um die Form und Länge zu behalten, sollten Sie alle 4 bis 6 Wochen zum Friseur gehen.

Der Vokuhila ist zurück und cooler als je zuvor. Ob lockige, glatte oder wilde Haare - dieser Look passt zu allen.

Vokuhila selber schneiden?

Mit der richtigen Vorbereitung und Sorgfalt ist es möglich, einen Vokuhila selbst zu schneiden. Es erfordert Mut, Geschick und die richtigen Werkzeuge. Es ist aber empfehlenswert, das Schneiden lieber vom Friseur machen zu lassen!

Bekannte Vokuhila-Träger

Bekannte Personen wie David Hasselhoff, Nena, Patrick Swayze und Oliver Kahn haben in der Vergangenheit Vokuhila-Frisuren getragen.

Andere ähnliche Haarschnitte sind der Wolf Cut, der Shaggy oder Mullet.

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