Der Fade Cut hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Herrenfrisuren entwickelt. Seine Vielseitigkeit und die Möglichkeit, ihn individuell anzupassen, machen ihn zu einer attraktiven Wahl für viele Männer. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Aspekte des Fade Cuts beleuchten, von den Grundlagen und Varianten bis hin zu Styling-Tipps und Anleitungen zum Selbermachen.
Die Basis der meisten Übergänge ist der sogenannte Fade Cut. Die Haare werden von oben nach unten hin immer kürzer geschnitten beziehungsweise rasiert, damit es so wirkt, als würden die Haare nach unten hin verblassen. Dieser Effekt kommt durch die Kopfhaut zustande, welche aufgrund der im Verlauf kürzer werdenden Haare immer deutlicher zum Vorschein kommt.
Bei solch einem Übergang arbeitet der Friseur oder Barbier mit einem Rasierer und verblendet die Haare: Verblenden ist der Vorgang, bei dem die Haare mit unterschiedlichen Aufsätzen immer kürzer geschnitten werden, und sie somit den fließenden Übergang bilden.
Es gibt viele verschiedenen Varianten der Fade-Frisur, die nicht nur für kurze Haare geeignet sind.
Die Kunst eines guten Fade Cuts ist das Verblenden der Haare, bei dem der Friseur mithilfe eines Rasierers und einer Schere die Haare von oben nach unten immer kürzer schneidet.
Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Low Fade eine Variante des Fade Cuts. Der Low Fade zeichnet sich durch das Verblassen der Haare am unteren Teil des Kopfes aus.
Beim Medium Fade werden die Haare ab etwa der Mitte des Kopfes verblendet. Ebenso wie der Low Fade ist der Medium Fade unauffällig.
Beim High Fade ist der Schnitt ebenfalls vom Namen abzuleiten. Bei dieser Variante werden die Haare weit oben am Kopf verblendet, weshalb der Kontrast zwischen dem langen Deckhaar und den kurzen Seiten deutlich sichtbarer ist.
Der Scissor Fade wird, anders als die anderen Varianten, ausschließlich mit der Schere geschnitten. Dadurch werden die Haare nicht so kurz wie mit dem Rasier und dementsprechend auch die Haut unter den Haaren weniger stark sichtbar. Diese Art ist perfekt, wenn ihr einen unauffälligen Schnitt sucht, der sehr sauber wirkt. Wenn dir dieser Haarschnitt gefällt, dann schau dir auch mal den Taper Fade näher an!
Das typische Merkmal des Shadow Fades ist sein langgezogener Übergang: Bei diesem Fade-Haarschnitt wird über ein sehr breites Areal verblendet, weshalb der Fade wie eine Art Schatten des Deckhaares wirkt.
„Seiten auf Null mit Übergang“ klingt erstmal nach einer etwas rustikalen Beschreibung einer Frisur, doch eigentlich ist damit der sogenannte Skin Fade gemeint. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Was das Deckhaar anbelangt, sind bei diesem Übergang keine Grenzen gesetzt.
Der Undercut ist vermutlich den meisten von euch ein Begriff. Er zeichnet sich durch den abrupten Übergang vom Deckhaar zu den Seiten aus. Wir haben dem Undercut einen eigenen ausführlichen Artikel gewidmet.
Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.
Die Wahl des richtigen Fade-Cuts hängt von Ihrer Gesichtsform, Ihrem persönlichen Stil und Ihren Vorlieben ab. Hier sind einige Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
Ihr möchtet einen Fade selber schneiden? Wir raten euch davon ab. Einen wirklich sauberen Übergang als Leihe hinzubekommen, ist überaus schwierig und benötigt einiges an Fingerspitzengefühl, viel Übung und vor allem Genauigkeit. Besonders dann, wenn das Deckhaar deutlich länger als die Seiten ist, fällt ein schlecht geschnittener Fade Cut auf.
Sie möchten wissen, wie man einen Fade-Haarschnitt Schritt für Schritt kreiert? Dann bleiben Sie dran - dies ist der richtige Artikel für Sie. Der Fade ist eine Technik, die in den letzten Jahren in der Welt der Barbiere sehr beliebt geworden ist. Sie besteht darin, einen Übergang im Haar zu schaffen und mit verschiedenen Längen zu spielen: von sehr kurz bis zu länger.
Barbiere verwenden diesen Haarschnitt häufig, um die Frisur ihrer Kund*innen modern und millimetergenau zu gestalten. Sehen wir uns Schritt für Schritt an, wie man einen Fade-Haarschnitt schneidet.
Bevor Sie mit dem Schneiden beginnen, waschen Sie das Haar Ihres/Ihrer Kund*in gründlich und trocknen Sie es mit einem Handtuch. Wenn es nass ist, kann es schwieriger sein, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Verwenden Sie einen Kamm oder eine Bürste, um das Haar in die gewünschte Richtung zu kämmen. Achten Sie darauf, dass das Haar frei von Knoten oder Verfilzungen ist. Unterteilen Sie es dann in Abschnitte, damit Sie jeden Abschnitt einzeln bearbeiten können.
Außerdem raten wir Ihnen, bereits jetzt die Linie zu definieren, die die obere (längere) Partie von der unteren (kürzeren) Partie trennt. Wenn Ihr*e Kund*in sehr langes Haar hat, verwenden Sie Clips, um die obere Partie zu fixieren, während Sie mit dem Fade-Haarschnitt beginnen.
Wie bereits im vorherigen Schritt erwähnt, müssen Sie die Linie ziehen, die den Fade bestimmt. Wenn Ihr*e Kund*in einen Taper Fade wünscht, ist die Linie, bei der der Fade beginnt, höher und der Fade fällt viel subtiler aus (etwa vom Scheitel bis zu den Ohren und dem Nacken). Ist die Linie niedrig, handelt es sich um einen klassischen Fade, der an den Seiten und nach unten hin stärker „verblasst“, bis er schließlich (fast) mit der Haut im Nacken „verschmilzt“.
Markieren Sie dazu mit der Maschine, wo der Fade beginnt: Wählen Sie die passende Klingenlänge, die von der Haarlänge Ihrer/Ihres Kund*in und natürlich von dem Übergang abhängt, den Sie schaffen wollen.
Hier sind einige gängige Aufsatzlängen, die für den Fade-Haarschnitt verwendet werden:
Beachten Sie, dass dies, wie gesagt, nur Richtwerte sind und dass der tatsächliche Haarschnitt variieren kann. Es ist auch üblich, mehrere Aufsatzlängen zu verwenden, um verschiedene Bereiche des Haarschnitts zu schaffen und die Übergänge zwischen ihnen zu mischen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen (und natürlich bei Ihrem/Ihrer Kund*in).
Beginnen Sie mit dem Deckhaar und schneiden Sie es auf die gewünschte Länge. Verwenden Sie eine Schere oder einen Rasierer, um das Haar gleichmäßig zu schneiden. Stellen Sie sicher, dass das Deckhaar die längste Länge hat und dass die Übergänge zu den Seiten und dem Nacken allmählich kürzer werden. Verwenden Sie einen Rasierer oder eine Schere, um die Haarlänge an den Seiten und im Nacken zu reduzieren.
Verwenden Sie einen Kamm und einen Rasierer, um die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Haarlängen zu mischen. Beginnen Sie mit einem längeren Aufsatz und arbeiten Sie sich allmählich auf kürzere Aufsätze vor, um einen weichen und nahtlosen Übergang zu schaffen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Mischen der Übergänge vorsichtig vorgehen, um eine gleichmäßige Textur und einen sauberen Look zu erzielen.
Wenn Sie den Haarschnitt fertiggestellt haben, müssen Sie ihn nur noch perfektionieren. Verwenden Sie eine Schere, um alle verirrten „Härchen“ zu korrigieren, und stellen Sie sicher, dass die Übergänge glatt und gleichmäßig sind.
Mit diesen fünf Schritten werden Sie nun in der Lage sein, den Fade-Haarschnitt für Ihre Kund*innen zu perfektionieren. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht auf Anhieb klappt - wie alles im Leben erfordert auch das Erlernen einer neuen Friseurtechnik Geduld und viel Übung.
Beim Styling kommt es beim Fade darauf an, wie ihr euer Deckhaar tragt. Die kurzen Seiten sind sehr pflegeleicht und brauchen kaum extras. Wer seinen Fade mit einem Pompadour-ähnlichen Deckhaar trägt, sollte zunächst auf das richtige Volumen setzten. Hierbei kann ein Volumenshampoo von hochwertigen Herstellern wie GLYNT oder Kevin Murphy benutzt werden oder auch hochwertige Haartrockner, die für extra Volumen sorgen, wie der z.B. der ghd Aura.
Für besonders viel Volumen können die Haare überkopf geföhnt werden und zusätzlich mit Volumenpuder bearbeitet werden. Wer grundsätzlich kräftiges und voluminöses Haar hat, braucht jedoch auch nicht zu übertreiben.
Wenn ihr euch um das Volumen gekümmert habt, geht es nun um die richtige Auswahl des Wachs bzw. der Pomade. Je nach Länge sollte der Härtegrad erhöht werden. Wir empfehlen für kürzeres Haar und ein mattes finish Roughman von Goldwell, für längeres Haar oder extremen Halt mit mattem finish Wax von Da’Dude. Außerdem eignen sich Produkte von American Crew und Baxter of California.
Beim Haareschneiden zu Hause passieren selbst den Erfahrensten gelegentlich Patzer. Das ist völlig normal und keine Panik, Haare wachsen ja zum Glück schnell wieder nach. Damit wir Sie aber davor bewahren, den Kopf zu verlieren, warnen wir Sie vorab vor den häufigsten Fehlern. So können Sie bereits im Vorhinein einfach mehr darauf achten und sich besser vorbereiten. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
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