Henriette Richter-Röhl ist eine bekannte Größe im deutschen Filmgeschäft und hat sich sowohl im Film als auch im Theater einen Namen gemacht. Ihr Durchbruch gelang ihr mit der Rolle der Laura Saalfeld in der ARD-Serie "Sturm der Liebe", in der sie die Herzen der Zuschauer eroberte. Doch auch abseits dieser Rolle hat sie sich als vielseitige Schauspielerin etabliert.
Die Ähnlichkeit zwischen Bärbel Röhl und Henriette Richter-Röhl ist unverkennbar. Obwohl sie Tante und Nichte sind, könnten sie auch als Mutter und Tochter durchgehen. Henriettes Familie ist stark im Schauspielgeschäft verwurzelt: Ihre Eltern, ihre Nichten Katja und Anna sowie ihr Bruder Fridolin sind ebenfalls Schauspieler.
Henriette, die von 1997 bis 1999 Frontfrau der Rockband „Jeden Tag anders“ war, sagt: „Vielleicht singe ich irgendwann wieder mit meiner Tante. Wir haben eben in der Küche darüber nachgedacht.“ An einem Hörspiel von Bärbel hat sie gerade erst mitgewirkt.
Henriette Richter-Röhl ist seit über 20 Jahren im Showgeschäft tätig. Ihren Durchbruch hatte Henriette Richter-Röhl, 38, am Fürstenhof: In ihrer Rolle als Laura Saalfeld eroberte sie in der ARD-Serie "Sturm der Liebe" die Herzen der Zuschauer, damals war die Schauspielerin zarte 23 Jahre alt.
Als Laura Mahler spielte sich Henriette Richter-Röhl, 43, in den Jahren 2005 bis 2007 in der Telenovela "Sturm der Liebe" in die Herzen der Zuschauer:innen. Zusammen mit Gregory B. Waldis, 57, bildete sie das erste große Liebespaar der erfolgreichen ARD-Produktion. Gelegentlich kehrte sie für Gastauftritte zurück - zum Beispiel zur 1000. Folge oder in Jubiläumsfolgen.
Nach ihrem Ausstieg aus "Sturm der Liebe" hat Henriette Richter-Röhl der TV-Branche nicht den Rücken gekehrt und ist weiterhin in zahlreichen Filmen und Serien zu sehen, zuletzt unter anderem in "Der Galicien‑Krimi: Die Tote vom Jakobsweg" und "Ich hab den Weihnachtsmann geküsst". Auch auf den Theaterbühnen fühlt sie sich zu Hause.
Im Interview mit GALA spricht Henriette Richter-Röhl über ihre Zeit bei "Sturm der Liebe", Filme, die sie heute nicht mehr drehen würde und wie sie sich das älter werden vorstellt.
GALA: Erinnern Sie sich noch gerne an Ihre Zeit bei "Sturm der Liebe"?
Henriette Richter-Röhl: Ja, ich hatte dort eine schöne Zeit. Das war wie ein Rausch, ein Leben in einer Blase. Ich hatte überhaupt kein Privatleben, es war die absolute Schule, ich war so diszipliniert wie nie mehr danach, hatte ganz viel Spaß am Set und habe tolle Leute kennengelernt. Irgendwann wurde es dann aber einfach zu viel, ich konnte am Ende nicht mehr.
Wegen des hohen Drehpensums?
Ich hatte in diesen anderthalb Jahren kaum einen Tag frei, habe am Wochenende meinen Text gelernt. Ich war stolz darauf in der Lage zu sein, so viel zu arbeiten und habe das schlussendlich gar nicht mehr hinterfragt.
Schauen Sie denn trotzdem noch?
Nein, ich komme tagsüber gar nicht mehr zum fernsehen, aber ich freue mich, dass der "Sturm" noch immer so erfolgreich ist.
Über ihre Rückkehr zu "Sturm der Liebe": "Das hat sich nicht gut angefühlt"
Als ich beim letzten Mal da war, habe ich schnell gemerkt, dass es das letzte Mal sein würde. Das hat sich nicht gut angefühlt. Für die Zuschauer ist es immer noch dasselbe Hotel, die gleiche Familie. Ich habe mich ganz anders gefühlt. Für die Zuschauer bin ich ja noch Laura, aber ich habe gemerkt, dass ich eben keine Laura mehr bin. Alle meine Leute sind weg. Alles sieht anders aus. Ich war fast ein bisschen bockig. Das Schiff hat jetzt eine andere Besatzung. Die machen das gut, die sollen das mal ohne mich machen.
Wie wählen Sie Ihre Rollen aus?
Die Figur muss schon im Drehbuch etwas haben, was in mir kribbelt. Ob das jetzt eine Szene ist oder eine bestimmte Eigenschaft - sie muss etwas haben, was mich packt. In erster Linie zählt für mich sowieso meine Lebenszeit. Nicht das Resultat, sondern die Frage, ob ich beim Machen, beim Spielen eine gute Zeit habe.
Gibt es eine Produktion, bei der Sie sich im Nachhinein um Ihre Lebenszeit ärgern?
Absolut! Weil es schon so lange her ist traue ich mich auch zu verraten, bei welchem Film: "Autobahnraser“. Das war mein erster Kinofilm, direkt nach "Marienhof", da war ich ungefähr 17 Jahre alt. Das war schrecklich. Aber ich habe viel Geld verdient, also alles gut. Deswegen bereue ich im Grunde auch nichts. Wenn man mal in einen blöden Film reingerät, weiß man eben beim nächsten Mal, worauf man achten muss.
Auch privat könnte es für die sympathische Berlinerin kaum besser laufen, seit 2005 ist sie mit dem österreichischen Arzt Walter Unterweger, 43, verheiratet, das Ehepaar hat zwei Töchter.
Wie schaffen Sie es, Ihre Karriere und das Familienleben unter einen Hut zu bekommen?
Mit einem Kind war das alles noch verhältnismäßig unkompliziert. Als meine erste Tochter klein war ist sie mit meinem Mann zu Dreharbeiten mitgekommen, als sie größer wurde ist er mit ihr zuhause geblieben, manchmal kam dann auch die Oma als Verstärkung dazu. Jetzt, mit zwei Kindern, ist es mitunter schon ganz schön herausfordernd.
Inwiefern?
Ich habe immer den Anspruch an mich selber, trotz Arbeit zu hundert Prozent für meine Kinder da zu sein. Manchmal fehlen dann hier und da die Erholungspausen. Aber ich musste wegen meiner Kinder bisher noch nie beruflich zurückstecken - zum Glück. Ich habe eine ganz tolle Familie: Mein Mann, meine Schwiegereltern, meine Mutter… Die sind immer da, wenn ich arbeiten möchte. Das ist ein großer Segen.
Möchten Ihre Töchter (Anm. d. Red.: Henriette Richter-Röhls Töchter sind 12 und 3 Jahre alt) später auch Schauspielerinnen werden?
Ach ja, das zeichnet sich schon hin und wieder ab… Aber meine große Tochter ist so dermaßen intelligent, ich könnte mir auch vorstellen, dass sie die nächste Bundeskanzlerin wird. Großer Fan von Angela Merkel ist sie ja auch schon.
Wie sieht das Familienleben bei den Richter-Röhls aus?
Unser Leben sieht nicht anders aus als bei anderen. Wenn ich nicht drehe, dann mache ich den Haushalt und kümmere mich um die Kinder, mein Mann geht ins Büro. Am Wochenende machen wir dann alle was zusammen. Wie bei jeder Familie würde ich sagen. Bei uns wird aufgrund unserer kreativen Tätigkeit ganz viel geredet. Über seine Bücher, die er macht, oder über meine Filme.
Die neue Frisur habe ich seit vier Wochen. Beim Schneiden war mir erst ganz schlecht, danach habe ich aber gejubelt und mich gefragt, warum ich es nicht schon viel früher gemacht habe.
Der größte Vorteil ihres Kurzhaarschnitts: „Jetzt brauche ich in der Maske nur noch eine halbe Stunde, genauso lange wie die ganzen Jungs hier am Set.“
Für den Fernsehfilm „Katie Fforde - Vergissmeinnicht“, der kürzlich im ZDF lief, kamen sie ab. Für viele eine Überraschung, auch im Team von „In aller Freundschaft“.
Henriette Richter-Röhl spielt ihr frühes Beat-Girlie mit Bienenkorb, sexy-Lidstrich und einem Hauch Corrèges-Styling mit einer Selbstverständlichkeit, wie man diese Zeit wohl nur von heute aus spielen kann.
tags: #Henriette #Richter-Röhl #Frisur
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