Viele Menschen sind der Meinung, dass Delfine Fische sind. Drei Merkmale zeigen jedoch besonders gut, dass Delfine Säugetiere sind, wie alle Wale: Sie müssen auftauchen, um zu atmen. Sie haben keine Schuppen, sondern eine glatte Haut. Delfine leben in allen Meeren der Erde.
Hunde und Delfine sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt, doch auf den ersten Blick scheinen sie rein gar nichts Gemeinsames zu haben. Aber nur auf den ersten Blick! Denn wenn die Tiere durchsichtig wären, würde man sehen, dass sich das Skelett des Land- und des Wassertieres sehr ähneln.
Im Folgenden sollen die anatomischen Eigenheiten der Meeresakrobaten beleuchtet werden. Dabei wird der Delfin-Körper von außen nach innen betrachtet. Es geht also zunächst um die "Hülle" der Meeressäuger, die zum einen ganz im Dienste der schnellen Fortbewegung steht, zum anderen eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Den "Sensibelchen" unter uns wird oft geraten, sie sollten sich eine dicke Haut zulegen, damit sie den unangenehmen Dingen im Leben besser entgegentreten könnten und nicht auf Kränkungen usw. Kein Lebewesen hat eine dickere Haut als die Großwale. Bei manchen Exemplaren misst die äußere Hülle mehr als 40 cm! Aber auch die Delfine sind mit einer dicken gummiartigen äußeren Schicht gut gegen die rauen Umwelteinflüsse geschützt.
Doch sensibel im eigentlichen Sinn des Wortes sind die "Dickhäuter" trotzdem. Ihre Haut ist nämlich durchzogen von vielen Nervenendigungen, die auf kleinste Druck- bzw. Temperaturunterschiede reagieren.
Die Haut der Delfine dient Schiffsbauern als Modell für eine widerstandsvermindernde Rumpfbeschichtung. Mehr dazu findet ihr unter Delfinhaut als Vorbild für Schiffe.
In der Haut der Delfine gibt es aber nicht nur über 20 verschiedene Hautrezeptoren, sondern Günther Behrmann konnte außerdem 22 unterschiedliche Farbkörperchen (Chromatozyten) in der Haut der Waltiere nachweisen: "Durch Melaninkörnchen entsteht die dunkle Hautfarbe der Wale. Davon haben aber die Schweinswale oft sehr wenig, deshalb sind sie in Verbindung mit roten Chromatophoren (das sind die Farberzeuger) braun.
Dass die Wale und Delfine nicht nur eine eintönig graue Farbe haben, drückt sich auch in der Namensgebung der Meeressäuger aus: Blauwal, Weißwal, Braunfisch (= Schweinswal). Der Chinesische Weiße Delfin weist einen kräftigen, grau bis rosa gefärbten Körper auf.
Ein Sotalia fluviatilis (Tucuxi)
Was man kaum für möglich hält, ist, dass Wale auch Haare haben. "Schnurrhaare sind häufig zu finden, brechen aber, weil sie viel Silizium enthalten und sehr hart sind, nach der Geburt bald ab. So richtig sind sie nur bei Embryonen oder jungen Walen zu sehen.
Sehr selten werden aber behaarte Wale gefunden. Die meisten embryonal noch angelegten Körperhaare werden resorbiert, bevor sie die Oberfläche durchbrochen haben. Wenn die weichen Körperhaare aber herauswachsen, brechen sie bald ab. Durch den Haarkanal dringen dann mit dem Wasser Bakterien ein, was zu einer akneartige Hautentzündung führt. Weil schon mehrere Schweinswale mit Aknenarben gefunden wurden, weiß man, dass sie diese Krankheit also überstanden haben."
Nachtrag Juni 2017: Über die kleinen Haargruben an der Schnauze nehmen die Delfine elektrische Reize wahr. Im Nürnberger Tiergarten gibt es ein Studienprojekt, in welchem diese Sensoren erforscht werden.
Wenn ein Stück Holz lange im Wasser liegt, wird es früher oder später verfaulen. Ebenso verändert sich Eisen, wenn es lange Zeit dem Wasser ausgesetzt ist, da es zu rosten beginnt. Es gibt kaum ein Material, das dem Wasser standhält. Auch wir Menschen merken, dass es uns nicht allzu gut tut, wenn wir uns zum Beispiel eine Stunde lang im Wasser tummeln. Die Haut quillt auf und wird ganz weich.
Die Bewohner des nassen Elementes kennen derartige Reaktionen aber offenbar nicht. Delfine haben eine gelartige Substanz auf der Haut, die sich immer wieder erneuert und es dem Delfin ermöglicht, sein ganzes Leben im Wasser zu verbringen.
Verschiedene Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei jedem Sprung aus dem Wasser etwas von dem Gel, das sich direkt auf der Haut der Delfine befindet, abgewaschen wird. Kleinste Mikroorganismen werden dabei sofort entfernt.
Übertragen auf die „Menschen-Welt“ und deren Bedürfnisse wäre solch ein selbstregenerierendes Gel der perfekte Schutz gegen Zerfalls- und Korrosionsprozesse unter Wasser.
Nicht nur durch die gummiartige Hautbeschaffenheit und durch die dünne Schleimschicht auf der Haut ist es den Meeressäugern möglich, wie ein Torpedo durchs Wasser zu schnellen. Die horizontale Schwanzflosse (bzw. Fluke) verändert die Strömungsrichtung des Wassers beim Rudern nur um 30 Grad und vermindert so die Turbulenz und den Wasserwiderstand.
Delfine sind sehr schlaue Tiere, die sich leicht Kunststücke merken können. Deshalb werden sie gern in Zoos vorgeführt, so einen Zoo nennt man oft Delfinarium.
Delfine können sehr schnell schwimmen. Sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 55 Kilometern pro Stunde. Dies ist etwas mehr, als in unseren Städten mit einem Fahrzeug erlaubt ist. Delfine schwimmen auch jeden Tag sehr weit. Es ist deshalb unnatürlich, sie in einem künstlichen Becken zu halten.
Delfine leben in Gruppen, die „Schulen“ genannt werden. Untereinander verständigen sie sich auch mit dem Echo. Beim Delfin schläft immer nur die eine Hälfte des Gehirns. Die andere Hälfte sorgt für die Atmung.
Eine natürliche Gefahr ist die Wassertiefe oder Schlamm auf dem Meeresgrund. Dann können Delfine ihr eigenes Echo manchmal nicht wahrnehmen. Deshalb kann es passieren, dass sie stranden. Zu ihren Feinden gehören große Haie und Schwertwale. Der Schwertwal frisst also auch andere Delfine.
tags: #haben #delfine #schuppen
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