Haartransplantation: Erfahrungen und Heilungsprozess nach 7 Wochen

Eine Haartransplantation ist für viele Menschen ein bedeutender Schritt zu mehr Selbstbewusstsein und Lebensqualität. KÖ-HAIR informiert Sie über die verschiedenen Wachstumsphasen, die Ihre transplantierten Haare nach der Operation durchlaufen werden. Dabei basiert die Eigenhaartransplantation auf der Tatsache, dass der Haarkranz am Hinterkopf bei genetisch bedingtem Haarausfall nicht betroffen ist und somit als optimales Spenderareal dient.

Methoden der Haartransplantation: FUT und FUE

Bei der FUT-Methode (Streifentechnik) wird ein feiner Hautstreifen vom Hinterkopf entnommen, aus dem dann die einzelnen Haarfollikel (Grafts) extrahiert und in die kahlen Kopfhautpartien verpflanzt werden. Im Gegensatz dazu werden bei der FUE-Variante die einzelnen Grafts mit einem Präzisionswerkzeug vom Hinterkopf entnommen, was zu einer deutlich narbenärmeren Lösung führt.

Unabhängig von der gewählten Methode ist es wichtig zu verstehen, dass das Aussehen unmittelbar nach dem Eingriff nicht das endgültige Ergebnis darstellt. Ihre Haare werden verschiedene Phasen durchlaufen, einschließlich des vorübergehenden Ausfalls der transplantierten Haare.

Die ersten Wochen nach der Haartransplantation

In den ersten Tagen nach der Transplantation kann es zu Schmerzen, Rötungen und Schwellungen im Spender- und Empfängerbereich kommen. Die transplantierten Haarfollikel treten in eine Ruhephase ein, die als Telogenphase bezeichnet wird. Die Grafts bilden Schorf oder Krusten, die innerhalb der ersten Woche allmählich abfallen.

Innerhalb von zwei bis vier Wochen nach der Transplantation durchlaufen die transplantierten Haare eine Shedding-Phase (Effluvium), was ein normaler Teil des Prozesses ist. Die transplantierten Haarschäfte fallen aus, aber die Haarfollikel bleiben unter der Haut intakt. Nach der Shedding-Phase gehen die transplantierten Haarfollikel in eine Ruhephase über.

Etwa ein bis zwei Tage nach der Eigenhaarverpflanzung zeigen sich zwar schmerzlose, allerdings unansehnliche Schwellungen im Stirn-und Augenbereich . Nach circa 1 Woche haben sich die Schwellungen normalerweise so weit zurückgebildet, dass selbst von fremden Personen nichts Außergewöhnliches wahrzunehmen ist.

Was passiert in den ersten Tagen?

  • Die feinen Mikrokanäle, in die die entnommenen Haare implantiert wurden, schließen sich und es bilden sich Krusten. Dies gilt auch für den Spenderbereich (Hinterkopf), aus dem die Grafts entnommen wurden. Auch dort bilden sich kleine Wundkrusten, die eine schützende Funktion haben.
  • Gerade in den ersten Tagen nach einer Haarverpflanzung ist Vorsicht geboten. Noch sind die transplantierten Haare nicht hundertprozentig fest.
  • Eine Kopfbedeckung kann nach einer HT behutsam und vorsichtig getragen werden; z.B. eine großzügige Cap, ein Fischerhut oder ein Tuch.
  • Durch eine tägliche Haar-Kopfwäsche mit mildem Shampoo (z.B. Babyshampoo oder Sebamed-Shampoo) und das Einweichen der Krusten mit Hilfe einer Lotion werden die Wundkrusten weich und fallen ab. Dies geschieht nach ca. 7-14 Tagen. Diese Zeit nutzen viele Patienten für einen entspannten Urlaub, wofür normalerweise zwei Wochen ausreichen.

Es ist problematisch, wenn Patienten sich nach einer Haartransplantation den Kopf gestoßen haben. Denn die Kopfhaut ist im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung gereizt und sensibel. Äußerste Vorsicht ist in den ersten Tagen nach der Haarimplantation unverzichtbar. Blutungen drohen bei Stoßbewegungen im Spenderbereich ebenso wie im Entnahmebereich. Schlimmstenfalls wachsen die verpflanzten Haare nicht richtig an, weil Patienten sich den Kopf stoßen nach der Haartransplantation.

Was tun wenn Sie sich den Kopf stoßen nach der Haartransplantation?

  • Wenn Sie sich den Kopf stoßen nach der Haartransplantation, finden Sie keine allgemeine Diagnose für alle Fälle. Dabei sollten Sie Haarspezialisten über die Stärke des Stoßes aufklären.
  • Im Anschluss an eine Eigenhaarverpflanzung müssen transplantierte Haarfollikel zunächst anwachsen.
  • Insofern Sie sich nur leicht den Kopf stoßen nach der Haartransplantation, müssen später verlorene Haare somit nicht zwingend Anzeichen einer Katastrophe sein.
  • Sie sollten mindestens sechs Wochen lang ganz besonders vorsichtig sein, damit Sie sich nicht den Kopf stoßen nach der Haartransplantation.
  • Insofern Sie sich in den ersten beiden Wochen nach der Haartransplantation den Kopf gestoßen haben, sind dadurch auch die wichtigen Krusten gefährdet.

Haarkruste nach Haartransplantation entfernen!

Der Wachstumsverlauf nach einigen Monaten

Etwa vier bis sechs Monate nach der Transplantation beginnen die transplantierten Haarfollikel, neue Haare zu produzieren. Anfänglich kann das Haar dünn, fein und spärlich erscheinen. Zirka sechs Monate nach Ihrer Haartransplantation werden die transplantierten Haare dichter und deutlicher sichtbar. Ihre Haare wachsen weiter und bedecken einen größeren Teil des Empfängerbereichs.

Innerhalb von 3-8 Wochen nach dem Eingriff verlieren die Patienten die versetzten Haare wieder. Wie viele der transplantierten Follikel wieder ausfallen ist von Patient zu Patient unterschiedlich. In der Regel jedoch ca. 80-90%. Dieser Umstand ist kein Grund zur Sorge - die Transplantate (Grafts) erleiden einen Sauerstoffmangel, da sie im Rahmen der OP eine gewisse Zeit außerhalb ihres normalen Umfeldes verbringen. Vorübergehender Schockausfall wird diese Periode nach einer Haartransplantation in der Fachsprache auch genannt. Nur der Haarschaft fällt aus.

2-3 Monate später (ab circa 9 Wochen) bilden sich neue Haare. Innerhalb dieser Entwicklungsphase können sich eventuell minimale Pickel/Unebenheiten zeigen, da der neue Haarschaft sich durch die Haut schiebt. In seltenen Fällen kann die Kopfhaut noch etwas sensibel und leicht gerötet sein.

Darüber hinaus berichten viele Patienten von einem gewissen Taubheitsgefühl, in den ersten Monaten nach ihrer Haarimplantation. Dies bezieht sich jedoch nur auf den Empfänger- und nicht den Spenderbereich. Mit der Zeit kommt das Gefühl zurück und die Taubheit lässt komplett nach.

Die verpflanzten Haare wachsen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Einige sind nach z.B. 3-4 Monaten schon 3-4 cm lang, die meisten jedoch erst wenige Millimeter kurz. Durch einen Haarschnitt beim Friseur kann die Haarlänge in dieser Anfangszeit angeglichen werden, sodass ein homogenes Haarbild entsteht. Das Schneiden der Haare mit einer Maschine beim Friseur ist nach 2 Monaten wieder gestattet.

Das Ergebnis nach einem Jahr

Am Ende des ersten Jahres nach der Transplantation sollten Sie ein deutliches Haarwachstum und eine hohe Haardichte feststellen. Das transplantierte Haar sollte Ihrem natürlichen Haar ähneln, und seine Dicke und Qualität wird sich weiter verbessern. Nach 12 Monaten, wenn also 1 Jahr seit der Haartransplantation vergangen ist, kann das Resultat der Behandlung im Spiegel bewundert werden.

Allerdings bestehen auch hierbei manchmal spezielle Ausnahmen. So kann sich zum Beispiel bei einigen Patienten erst nach etwa sechs bis acht Monaten erheblicher Fortschritt der neuen Haare einstellen. Bei anderen zeigt sich dagegen schon nach vier bis fünf Monaten ein bemerkenswertes Ergebnis und somit eine deutliche optische Aufwertung.

Sieht man einmal von der individuellen Anwuchsrate ab, können auch im Zeitraum von zwölf bis achtzehn Monaten nach Abschluss der OP positive Veränderungen auftreten.

Was Sie selbst zum Erfolg beitragen können

Sie können jedoch selbst maßgeblich dazu beitragen, dass Ihre Haartransplantation ein voller Erfolg wird. Dazu gehört neben einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, möglichst ohne Nikotin und Alkohol, auch die richtige Haarpflege nach der Haartransplantation. Dazu gehört beispielsweise, die Haare frühestens vier Tage nach der Haar-OP zu waschen, um das Anwachsen der frisch verpflanzten Haare nicht zu gefährden. Zudem sollten Sie in den ersten Nächsten nach der Haar-OP mit einem Nackenkissen schlafen, um den Kontakt der Kopfhaut zum Kissen zu vermeiden.

Langzeitpflege und Ergebnisse

Die verpflanzten Eigenhaare wachsen in der Regel über das gesamte Leben weiter. Die neu gewonnenen Haare dürfen nach Erreichen des Endergebnisses genauso behandelt werden wie es die Patienten bisher mit ihren Haaren gewohnt waren.

Denken Sie daran, dass das Haarwachstum nach einer Transplantation ein allmählicher und kontinuierlicher Prozess ist. Dass die Menschen untereinander sehr verschieden sind, zeigt sich auch an dem Wachstum transplantierter Eigenhaare. Bei einigen Patienten ist schneller ein Erfolg zu sehen, bei anderen benötigt das Wachstum nach einer Haartransplantation etwas länger.

Bis die behandelte Haut sich wieder farblich normalisiert hat, können 1 bis 3 Monate vergehen, da dieser Prozess sehr individuell ist. Je heller und empfindlicher die Haut, desto länger ist sie gerötet. Während dieser Zeit können die Bereiche mittels eines kosmetischen Abdeckstifts (Apotheken/Drogeriemärkte) der allgemeinen Hautfarbe angepasst werden.

Wurde bei der Haartransplantation die Steifentechnik (F.U.T. Methode) angewandt, dürfen die Fäden ungefähr 2 Wochen nach dem Eingriff auch vom behandelnden Hausarzt entfernt werden.

Mögliche Komplikationen und wie man sie vermeidet

Es ist sehr wichtig sich gut über eine Haartransplantation aufklären zu lassen. Durch den starken Wettbewerb, um möglichst viele Patienten zu gewinnen, werden oft viele Dinge versprochen, die mit einer Haartransplantation nicht erfüllt werden können. Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Wunschvorstellungen von Patienten und der wirklichen Machbarkeit.

In den meisten Fällen sind nur die Patienten zufrieden, denen von Anfang an deutlich erklärt wird, was mit einer Haartransplantation realistisch erreicht werden kann. Es ist hiermit sehr wichtig sich für einen guten Arzt zu entscheiden und sich im Vorfeld durch mehrere Beratungsgespräche gut informieren zu lassen.

Bitte vertrauen Sie für Ihre Haartransplantation nur sehr erfahrenen Fachärzten.

Kosten nach der Haartransplantation

Zu den grundlegenden Ausgaben gehören spezielle Shampoos und Conditioner, die Ihre Kopfhaut schonen und das Wachstum der neuen Haare unterstützen. Sie erhalten von uns für die Anfangszeit ein Shampoo für die verpflanzten Haare.

Für weitere Behandlungen, die das Ergebnis optimieren, können gegebenenfalls Kosten anfallen. Wir bieten die PRP-Behandlung ohne OP (Platelet-Rich Plasma) an, womit das Haarwachstum weiter unterstützt wird. Diese Behandlungen können zwar zusätzliche Kosten verursachen, bieten jedoch oft erhebliche Vorteile für das Endergebnis. Kosten beginnen hier ab 650 €.

KÖ-HAIR: Ihre Experten für Haartransplantationen

Gerne stehen Ihnen die KÖ-HAIR Haarexperten für weitere Informationen rund um eine Haartransplantation in unserer Fachklinik zur Verfügung. Sie können den Termin entweder telefonisch vereinbaren unter 0211-93672290 oder Sie nutzen unsere kostenlose und unverbindliche Online-Terminvereinbarung.

Vereinbaren Sie also am besten noch heute Ihren Beratungstermin bei uns - kostenlos und unverbindlich. Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular.

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