Brüchiges Haar - wer hat das nicht schon einmal erlebt? Du stehst morgens vor dem Spiegel, kämmst Dir Die Haare, und deiner Bürste bleiben immer mehr Haare hängen. Es ist mehr als nur ein kosmetisches Ärgernis; es ist ein Zeichen dafür, dass Deinem Haar die innere Stärke fehlt. Dein Haar ächzt nach gezielter Pflege und Aufmerksamkeit!
Stell Dir vor, Du könntest diesem Ärger Adieu sagen. Und in der Tat: Das kannst Du wirklich. Es ist Zeit, das Ruder herumzureißen. Dein Haar ist mehr als nur eine optische Verzierung - es ist ein komplexes, lebendiges System.
Brüchiges Haar ist ein Zustand, der durch eine Schwächung der Haarstruktur gekennzeichnet ist, was das Haar anfällig für Schäden und Haarbruch macht. Das Haar wirkt trocken, spröde und stumpf. Es bricht schnell und entwickelt Spliss. Brüchiges Haar entsteht, wenn das natürliche Gleichgewicht des Haares gestört ist. Dies hat verschiedene Ursachen.
Die Auswirkungen von brüchigem Haar gehen oft über das rein Ästhetische hinaus. Für viele Menschen stellt brüchiges Haar eine erhebliche psychische Belastung dar, da das Aussehen und die Gesundheit des Haares eng mit dem Selbstwertgefühl und dem Wohlbefinden verbunden sind.
Brüchige Haare zeigen typische Anzeichen wie Spliss, Haarbruch oder einen Mangel an Glanz und Geschmeidigkeit. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Haar brüchig ist, führen Sie einen einfachen Test durch: Nehmen Sie ein einzelnes Haar und ziehen Sie es leicht.
Brüchiges Haar entsteht, wenn die innere Struktur des Haares stark geschädigt ist. Es stark leidet an tiefen Schäden in den Haarschichten. Brüchiges Haar erkennst Du nicht nur an gespaltenen Spitzen und abgebrochenen Haarsträhnen, sondern auch daran, dass das Haar stumpf wirkt und sich rau anfühlt. Im Gegensatz zu gesundem Haar verliert brüchiges Haar seinen Glanz, wird schwer kämmbar und neigt zu Knoten.
Trockenes Haar und brüchiges Haar werden oft verwechselt, doch die Ursachen sind unterschiedlich. Trockenes Haar fühlt sich oft spröde an, weil es Feuchtigkeit nicht richtig speichern kann, bleibt aber intakt und lässt sich durch feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte relativ schnell wieder glätten.
Wenn einzelne Haare an geschwächten Stellen willkürlich abbrechen, wird Haar als brüchig bezeichnet. Strukturschäden im Haar sind häufig als kleine weiße Punkte erkennbar. Häufig tritt Haarbruch vor allem beim Deckhaar auf und wenn viele Haarschäfte betroffen sind, wirkt das Haar stumpf und glanzlos.
Ursachen für brüchiges Haar
Für gewöhnlich ist die äußere Schuppenschicht (Kutikula) der Haare beschädigt. Warum genau Haare abbrechen, kann an äußerlichen sowie inneren Ursachen liegen.
Äußere Ursachen
Nicht nur Ernährung, Stress oder Hormone sind dafür verantwortlich, wenn die Haare brüchig werden. Auch äußere Faktoren strapazieren die Haare so sehr, dass sie abbrechen.
- Falsche Pflege und Reibung: Ungeeignete Pflege- und Reinigungsprodukte schaden den Haaren. Dazu gehören beispielsweise Shampoos mit einem positiven pH-Wert. Sie machen durch ihren hohen Säuregehalt die Haare brüchig. Wenn Sie nach dem Waschen Ihre nassen Haare mit dem Handtuch abtrocknen, gilt: Rubbeln Sie nicht zu sehr. Bürsten Sie Ihre Haare sanft und nicht zu oft. Ansonsten strapaziert die mechanische Reibung die Haare. Extremer Haarbruch ist beim Kämmen sogar manchmal spürbar: Bürste und Kamm kommen dann kaum noch durch die störrischen, verknoteten Haare.
- Chemische Einflüsse: Wenn man sich die Haare häufig tönt oder färbt, strapaziert das extrem. Haarbruch wird dadurch wahrscheinlicher. Das gilt vor allem für Blondierungen. Haarbruch tritt hier bei (zu) häufiger Anwendung auf, da die aufhellenden Chemikalien tief in die Haarstruktur eindringen und dem Haar viel Eigenfeuchtigkeit entziehen. Die Folge: Die Haare werden porös, strohig - und brüchig. Auch eine Dauerwelle schadet den Haaren und trocknet sie aus. Wer häufig in Chlor- oder Salzwasser badet, riskiert ebenfalls Haarbruch, da das Haar Feuchtigkeit verliert.
- Hitze: Haarbruch am Ansatz oder generell im Deckhaar entsteht auch durch hohe Temperaturen - etwa beim Haare föhnen. Durch die Hitze brechen sie schneller. Dasselbe gilt für die Anwendung von Glätteisen und Lockenstab. Wer im Sommer viel Zeit in der direkten Sonne verbringt, verstärkt den schädlichen Effekt ebenso.
Hitze und Styling - sei es durch Deinen Föhn, Haare glätten oder Lockenstab - schädigen die schützende Schuppenschicht Deines Haares. Insbesondere vorne brechen die Haare ab, da wir das Haar hier besonders gründlich stylen oder im Alltag oft hinter den Ohren fixieren. Doch auch starke Sonneneinstrahlung oder kalter Wind rauben Deinem Haar seine innere Stärke.
Innere Ursachen
Krankheiten, ein Nährstoffmangel und hormonelle Veränderungen sind typische innere Ursachen.
- Krankheiten: Sind Ihre Haare glanzlos und brüchig, ist manchmal eine Krankheit der Auslöser. Beispielsweise hat sowohl eine Unter- als auch Überfunktion der Schilddrüse einen negativen Einfluss auf das Haarwachstum. Ein schwerer grippaler Infekt, chronische Darmerkrankungen oder eine zurückliegende Chemotherapie können ebenfalls zu brüchigen Haaren führen.
- Ernährung: Ist der Körper ausreichend mit Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren versorgt, spiegelt sich das in einer robusten Haarstruktur wieder. Leidet man an einem Nährstoffmangel, werden die Haare entsprechend brüchig. Auch wer mit einer Essstörung kämpft, hat häufig sprödes sowie brüchiges Haar.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel haben Einfluss auf den Vitaminstatus im Körper und wirken sich entsprechend auf den Zustand der Haare aus. Manche Medikamente beeinträchtigen die Haarfollikelzellen und damit das Haarwachstum.
- Hormone: Brechen die Haare ab, können auch Hormone die Ursache sein. Die Wechseljahre bringen beispielsweise viele Veränderungen mit sich. Geht die Östrogenproduktion zurück, verschiebt sich das hormonelle Gleichgewicht. Das männliche Hormon Testosteron nimmt im Körper der Frauen zu. Sind Frauen schwanger oder stillen sie, bringt das ebenfalls hormonelle Veränderungen mit sich. Vor allem nach der Geburt und in der Stillzeit leiden viele Mütter an Haarausfall.
- Stress und physische Belastung: Haarbruch kann ebenfalls durch psychische Ursachen begünstigt werden. Wer gestresst ist oder körperlich schwer arbeitet, benötigt besonders viele Nährstoffe. Bekommt der Körper zu wenig davon, spart er sie dort ein, wo sie nicht lebensnotwendig sind. Das wirkt sich auf die Haarstruktur aus und führt dazu, dass die Haare leichter abbrechen.
5 Tipps von einem Friseur gegen Haarbruch!
Was tun gegen brüchige Haare?
Um Dein Haar wieder zu stärken, ist die richtige Pflege für brüchiges Haar entscheidend.
Die richtige Pflege
- Geeignete Shampoos: Setze auf geeignete Shampoos, die Dein Haar sanft reinigen. Pflanzliche, milde Inhaltsstoffe sind dabei besonders schonend und versorgen das Haar mit wichtigen Nährstoffen.
- Regelmäßige Feuchtigkeitsversorgung: Eine regelmäßige Feuchtigkeitsversorgung ist der Schlüssel, um brüchiges Haar wieder aufzubauen. Spülungen und Haarkuren sollten fester Bestandteil Deiner Pflegeroutine sein.
- Schonendes Trocknen: Nasse Haare sind besonders empfindlich und brechen leichter. Rubbeln Sie sie daher nicht mit einem Handtuch trocken, sondern schlagen Sie die Haare ohne größere Reibung darin ein. Noch schonender geht das zum Beispiel mit einem Baumwoll-T-Shirt, in dem Sie die Haare sanft ausdrücken können.
- Schonendes Bürsten: Verzichten Sie zudem darauf, Ihre Haare im nassen Zustand zu bürsten. Sie sollten vorher bereits leicht angetrocknet sein. Ein grobzinkiger Kamm - am besten aus Holz - hilft dabei, das feuchte Haar schonend zu entwirren. Bürsten mit Naturborsten eignen sich für das bereits getrocknete Haar besonders gut, da sie dazu beitragen, den schützenden Talg von der Kopfhaut bis in die Haarspitzen zu verteilen.
Styling und Ernährung
- Vermeide übermäßige Hitze: Wenn Du aber auf Styling-Tools wie Dein Glätteisen nicht verzichten möchtest, verwende immer hitzeschützende Produkte. Stylen Sie Ihr Haar nach Möglichkeit nicht öfter als einmal pro Woche mit Hitze und versuchen Sie, die Anwendungen kurz zu halten.
- Ausgewogene Ernährung: Die Gesundheit Deiner Haare beginnt schon beim Essen. Eine ausgewogene Ernährung, reich an essenziellen Nährstoffen, ist wichtig für kräftiges und glänzendes Haar.
- Stress vermeiden: Stress hingegen kann zu Haarverlust und brüchigen Haaren führen.
Mitunter steckt auch ein Nährstoffmangel dahinter, etwa infolge von strengen Diäten oder einer dauerhaft einseitigen Ernährung. Besonders wichtig für den gesunden Aufbau der Haare sind Biotin (Vitamin H), Eisen, Kalzium und bestimmte B-Vitamine.
Haarbruch stoppen mit Hausmitteln? Probieren Sie es aus. Verschiedene sanfte Mittel spenden Ihren Haaren Feuchtigkeit und stärken sie dadurch. Brechen die Haare am Ansatz abbrechen, oder am ganzen Haar, können Sie es mit natürlichen Gegenmaßnahmen versuchen.
Hausmittel gegen brüchige Haare
- Haarkur mit Honig: Brechen die Haare ab, ist etwas, was Sie tun können, eine Honig-Haarkur auszuprobieren. Zusammen mit Eigelb und Mandelöl lässt sich damit eine Kur für kaputtes Haar herstellen. Enthält sie Rosmarin- und Lavendelöl trägt sie außerdem zur Beruhigung der Kopfhaut bei.
- Bierwäsche: Was ebenfalls gegen Haarbruch helfen kann, ist eine Bierwäsche. Sie dient der Kräftigung des Haars. Verwenden Sie dafür ein 0,2-Liter-Glas voll Bier. Spülen Sie Ihr Haar zunächst mit warmem Wasser, dann massieren Sie das Bier in Ihre Kopfhaut ein. Lassen Sie den Gerstensaft 15 Minuten wirken. Danach spülen Sie das Haar wiederum mit warmem Wasser aus.
Weitere Tipps
- Schonend bürsten und trocknen, um Haarbruch zu vermeiden: Auch unmittelbar nach der Haarwäsche gibt es einiges zu beachten. Denn nasse Haare sind besonders empfindlich und brechen leichter.
- Bürsten und Kämme säubern: Auch Bürsten, Kämme und Glätteisen brauchen eine regelmäßige Reinigung, da sich in ihnen schnell Schuppen, Staub und Bakterien sammeln. Waschen Sie Bürsten und Kämme regelmäßig mit Seife aus und säubern Sie elektonische Utensilien mit einem Reinigungstuch.
- Styling und Hitze: Warum weniger mehr ist: Besonders bei kalter Witterung lässt es sich oft nicht vermeiden, die Haare zu föhnen. Versuchen Sie es aber nach dem Motto: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Die heiße Luft des Föhns kann das Haar schnell austrocknen und greift die sensible Kopfhaut an. Umso mehr gilt das für direkte Hitze durch Glätteisen und Lockenstäbe: Auch wenn das frisch gewellte oder geglättete Haar schön glänzt, wird es auf Dauer sehr strapaziert.
- Schonende Styling-Techniken: Der ständige Zug durch einen straffen Dutt oder Pferdeschwanz tut der Haarstruktur nicht gut. Besser ist es, wenn Sie die Haare nur locker zusammenbinden, weiche, breite Zopfgummis ohne Metallteil oder Spiralgummis verwenden und die Haare immer erst im trockenen Zustand zusammenbinden.
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