Olivenöl ist nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil der mediterranen Küche, sondern erfreut sich auch in der Haarpflege immer größerer Beliebtheit. Unsere südlichen Nachbarn schwören auf das Öl, da es nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund sein soll - die Haut strafft und Stimmbänder ölt.
Doch wirkt Olivenöl für die Haare genauso gut wie synthetische Pflegemittel? Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile von Olivenöl für die Haare.
Olivenöl wird aus unterschiedlichen Gründen geschätzt:
Mithilfe von Olivenöl kannst du Haut und Haaren also einer Rundum-Behandlung unterziehen.
Olivenöl ist nicht nur in der Küche sehr gesund und reichhaltig, es versorgt auch deine Haare mit allem, was sie brauchen. Das natürliche Öl pflegt und schützt nachhaltig, dient aber auch als Soforthilfe bei strapaziertem Haar. Es kommt ohne Silikone und künstliche Inhaltsstoffe aus, sodass du dein Haar und die Kopfhaut keiner unnötigen Chemiebelastung aussetzt. Enthalten sind stattdessen Antioxidantien (als Schutzmantel), Oleuropein (zur Förderung des Haarwachstums) und viele Vitamine.
Olivenöl als Rundum-Haarpflege:
Am zuverlässigsten wirkt Olivenöl für die Haare als Kur oder Maske. Ob und wie gut das Öl wirkt, ist abhängig von der Art der Pressung. Für die Pflege deiner Haare solltest du immer nur kaltgepresstes Olivenöl benutzen. Sowohl für Olivenöl als Lebensmittel, wie auch als Kosmetik, solltest du auf eine gute Qualität achten. Kaltgepresste Olivenöle gelten als hochwertig, da die schonende Herstellung die natürlichen Nährstoffe erhält. Außerdem solltest du auf die Namenszusätze wie „nativ” und „extra” sowie ein Bio-Siegel achten.
Zusatz-Info: Nicht alle Olivenöle können als vegane Kosmetik betrachtet werden. Zwar enthält das Öl keine tierischen Inhaltsstoffe, doch werden die Früchte meist nachts geerntet, was durch die Maschinen zur Gefahr für schlafende Vögel in den Olivenbäumen wird. Achte deshalb auch auf das Siegel FAO GIAHS - diese Öle bestehen aus von Hand geernteten Oliven.
In unserem Olivenöl-Test haben wir Olivenöle der höchsten Qualitätsklasse "nativ extra" überprüft. Das Ergebnis: Fast alle Olivenöle im Test sind mit Mineralöl verunreinigt - und drei erfüllen die Kriterien für die Qualitätsklasse "nativ extra" nicht. Das hat zur Folge, dass die meisten Olivenöle mit schlechten Gesamturteilen enttäuschen.
Da es sich bei Olivenöl um ein recht schweres und dickflüssiges Öl handelt, eignet es sich am besten zur Haarpflege von dickem, trockenem Haar sowie Locken. Wenn du eher feine, dünne Haare hast, kann es sein, dass das Öl diese schwer und strähnig macht. Davon sind primär hellbraune sowie blonde Haare betroffen.
Feines und schnell fettendes Haar solltest du entweder mit einem leichteren Öl pflegen oder aber etwas seltener und mit wenig Olivenöl behandeln. Hier gilt aber: Probieren geht über studieren! Taste dich vorsichtig ran und verwende anfangs nur eine kleine Menge Olivenöl. Du merkst recht schnell, wie deine Haare darauf reagieren. Schaden kann das Olivenöl aber nicht, lediglich das Haar etwas fettig wirken lassen.
Achtung bei gefärbtem Haar: Da Olivenöl aufhellend wirken kann (besonders als Haarkur mit Zitronensaft), solltest du bei gefärbtem Haar die Pflege erst an einer unauffälligen Strähne testen.
Die Anwendungsmöglichkeiten von Olivenöl als Haarpflege sind recht umfangreich und reichen von Kur über Spülung bis hin zum Frisuren-Finish. Wie gut sich die Wirkung des Olivenöls auf deinem Haar entfalten kann, hängt natürlich auch von der individuellen Haarstruktur und deinen ansonsten verwendeten Pflegeprodukte ab.
Da Shampoos mit Silikonen das Haar künstlich ummanteln, kann das Öl nicht so gut eindringen. Wenn Sie Ihr Haar mit Olivenöl pflegen möchten, sollten Sie darauf achten, dass Sie parallel keine Pflegeprodukte mit Silikonen verwenden. Du solltest daher auf silikonfreie Haarpflege zurückgreifen, die übrigens ebenfalls pflegendes Olivenöl enthalten.
Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten im Detail:
Die beliebteste Anwendungsmöglichkeit für Olivenöl als Haarpflege ist eine Haarkur oder -maske. Du kannst hierfür das Öl pur verwenden oder mit weiteren Zutaten vermischen. Beliebt sind hier Mixturen aus Olivenöl mit Honig und Eigelb, Olivenöl mit Zitronensaft oder Olivenöl mit Bananen- oder Avocadomus. Diese Kombinationen verwöhnen dein Haar noch reichhaltiger.
Anwendung:
Du kannst die Ölkur bei dünnem und fettendem Haar etwa einmal wöchentlich wiederholen. Bei dickem Haar gerne auch ein- bis zweimal pro Woche. Bei sehr trockenen und splissigen Spitzen kannst du die Kur auch als Spitzenpflege anwenden, anstatt sie im ganzen Haar zu verteilen.
Eine schnellere Anwendung bietet das Olivenöl, wenn du es als Spülung nach der Haarwäsche benutzt. Wasche dir hierzu ganz normal die Haare und gehe anschließend wie folgt vor:
Olivenöl als Haarpflege muss aber nicht immer direkt ausgespült werden. Du kannst es auch als pflegendes Leave-in Treatment bzw. Haaröl verwenden. Gehe jedoch sparsam mit dem Öl um, damit deine Haare nach der Behandlung nicht fettig wirken.
Tipp: Für feines Haar solltest du lieber eine Kur oder Maske anwenden und das Öl wieder ausspülen.
Hast du trockene, juckende Kopfhaut oder Schuppen, kann dir Olivenöl ebenfalls sehr nützlich sein - und sogar die Verwendung von Anti-Schuppen-Shampoo ersetzen. Die pflegende und schützende Wirkung des Öls ist nicht nur für Haare geeignet, sondern auch als Hautpflege.
Zu guter Letzt kannst du Olivenöl auch beim Styling verwenden. Damit deine Frisur jedoch nicht fettig wirkt, solltest du hier wirklich nur ein paar Tropfen verwenden - denn das Finish wird nicht ausgewaschen.
Auch bei brüchigen Haarfasern und Haarausfall soll Olivenöl helfen. Das liegt hauptsächlich am enthaltenen Vitamin E. Vitamin E zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und ist unter anderem für das Wachstum der Haare und Hautzellen verantwortlich. Darüber hinaus sorgt es dafür, dass die Kopfhaut besser durchblutet wird.
Ob das Öl Haarausfall vorbeugen oder aufhalten kann, ist allerdings von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Sinnvoll ist es, Olivenöl für die Haare zu verwenden, wenn dem Haarausfall tatsächlich ein Mangel an gewissen Nährstoffen zugrunde liegt.
Dem kannst du durch Haarkuren gezielt entgegenwirken. Besonders schnell entfaltet sich die Wirkung, wenn du das Öl mit Honig, Ei oder Bananen mischst.
Sowohl Oliven- als auch Kokosöl gehören zu den beliebtesten Hausmitteln im Beauty-Bereich. Doch welche Ölsorte eignet sich besser für die Pflege von Haut und Haar? Kokosöl kommt bereits seit vielen Jahren in der Haarkosmetik zum Einsatz. Das liegt daran, dass im Öl viele Vitamine und Mineralien enthalten sind, die die Haarstruktur stärken und Wurzeln regenerieren. Außerdem spendet es Feuchtigkeit. Es bietet allerdings auch Nachteile. So verträgt sich Öl im Allgemeinen nicht mit Wasser. Wenn du das Kokosöl zu oft verwendest, kann es daher sein, dass dein Haar Wasser nicht mehr speichert und infolgedessen fettig wird.
Der Hauptunterschied zwischen beiden Ölen zeigt sich beim Verzehr. Im Allgemeinen ist Letzteres also weniger gesund für den menschlichen Körper. Die gesättigten Fettsäuren können allerdings auch einen Einfluss auf deine Haarstruktur nehmen - Kokosöl fühl sich nämlich allgemein schwerer an als Olivenöl und lässt sich weniger leicht auswaschen. Das kann zu Schwierigkeiten führen, da Ölrückstände dem Haar einen fettigen Glanz verleihen können. Falls du also auf eine einfache Haarwäsche wert legst, solltest du Olivenöl für die Haare vorziehen.
Wer eine SOS-Behandlung braucht - etwa nach einem Urlaub, bei dem die Haare Salzwasser, Sand und UV-Strahlung ausgesetzt waren oder nach der dritten Blondierung in einem Monat - kann das Öl auch pur verwenden. Um gut aufgenommen werden zu können, sollte das Haar frisch gewaschen und handtuchtrocken sein.
Das Öl in den Händen verteilen, gleichmäßig in die Längen geben und circa eine Stunde einwirken lassen. Wickeln Sie sich für die Wartezeit am besten ein Handtuch um den Kopf. Das schützt nicht nur Möbel und Klamotten vor fettigen Tropfen, sondern lässt das Öl durch die entstehende Wärme besonders gut wirken.
Generell funktioniert so eine SOS-Kur bei jedem Haartyp. Allein die Menge sollte angepasst werden. Bei feinem Haar reichen wenige kostbare Tropfen aus - dickes, lockiges oder sehr strapaziertes Haar verträgt einige Tropfen mehr. Falsch machen könne Sie gar nichts! Wenn Sie sich unsicher sind, tasten Sie sich langsam ran.
Sollten Sie mit juckender Kopfhaut oder Schuppen zu kämpfen haben, massieren Sie das Öl auch sanft am Haaransatz ein. Eine Kopfmassage entspannt und ist eine Wohltat für Körper und Geist. Das Olivenöl lindert die Beschwerden sofort und repariert die Haut langfristig.
Nichtsdestotrotz ist Olivenöl für die Haare eine gesunde Alternative zu chemischen Spülungen sowie Shampoos. Doch nicht nur von innen heraus wirkt das Öl Wunder. Auch äußerlich angewendet könnte man es für eine "Zauberkur" halten. Leiden Sie unter sprödem und strapaziertem Haar? Dann verwenden Sie Haarpflege mit Olivenöl!
Egal ob in Shampoo (z.B. Olivenöl Intensiv Hair Repair Shampoo), Conditioner oder als Kur - vor allem die in dem Öl enthaltenen Antioxidantien, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen, wie z.B.Vitamin E, kommen dem Haar zugute. Die reichlich vorhandenen ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl wirken wie ein Schutzfilm. Schadstoffe aus er Umgebung prallen so einfach ab, statt ins Haar einzudringen. Ganz nebenbei wird die gespeicherte Feuchtigkeit sicher im Haar gehalten und selbst übermäßige Hitze, wie etwa beim Föhnen oder Glätten, richtet deutlich weniger Schaden an. Spliss und eine trockene Mähne können so gar nicht erst entstehen.
Übrigens: Ist die Schuppenschicht angegriffen, das Haar also trocken und rau, hat das Licht keine glatte Oberfläche, auf der es reflektiert werden könnte. Deshalb wirkt das Haar stumpf, matt und glanzlos.
Vergessen Sie das Öl in Ihrem Essen nicht. Die griechischen Fischer sind sich sicher, dass man, wenn man täglich ein Glas des flüssigen Golds trinkt, ewig lebt.
| Haartyp | Menge | Häufigkeit | Einwirkzeit |
|---|---|---|---|
| Trockenes, strapaziertes Haar | 3-4 EL | 2-3 × pro Woche | Über Nacht |
| Normales Haar | 2-3 EL | 1-2 × pro Woche | 1-2 Stunden |
| Feines Haar | 1-2 EL (nur in Längen & Spitzen) | 1 × pro Woche | 30-60 Minuten |
| Lockiges, krauses Haar | 3-5 EL | 2-3 × pro Woche | Längere Einwirkzeit |
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