Haarstyling-Produkte wie Haargel und Haarwachs sollen Frisuren Halt geben.
Doch unser Test zeigt: Mit ihnen landen häufig viele problematische Stoffe im Haar.
Auch Frauen wollen mit Styling-Produkten wie Haargel und Haarwachs ihren Frisuren mehr Stabilität verleihen.
Alle wünschen sich lange, geordnete und glänzende Haare?
Nicht unbedingt.
Immer mehr moderne Frauen bevorzugen einen Look, dem der Stylingaufwand nicht auf den ersten Blick anzusehen ist.
Die Alternative zu glänzenden Hairstyles wie dem Glossing ist der sogenannte Matt-Look, bei dem die Haare ruhig etwas messy sein dürfen.
Trotzdem wirken matte Haare mit dem richtigen Styling nicht ungepflegt, sondern natürlich und unangestrengt.
Das erklärte Ziel des Matt-Effekts ist, dass man den Haaren ihr Styling nicht ansieht.
Stattdessen soll es so wirken, als hätten Sie sich keinerlei Gedanken um Ihre Haare gemacht.
Ein Long Bob mit leichten Beachwaves, bei dem auf Glanz im Haar bewusst verzichtet wird, ist eine von vielen möglichen Varianten.
Ein weiterer Pluspunkt vom Haarstyling in Matt: Durch den zurückgenommenen Glanz im Haar wird der eigene Teint noch stärker betont.
Daher passen matte Haare und extravagantes Make-up ideal zusammen.
Smokey Eyes oder knallige Lippen erzeugen einen schönen Kontrast zum schlichten Haarstyling.
Insbesondere Frauen mit angegriffenem oder kaputtem Haar profitieren davon, dass der Fokus beim Matt-Look nicht zu sehr auf den Haaren liegt.
Mattes Haarstyling soll einen Look kreieren, der zwar unangestrengt, aber nicht ungepflegt wirkt.
Die Herausforderung beim Styling ist es, auf Glanz im Haar zu verzichten, nicht aber auf Form und Struktur.
Genauso, wie Sie Strähnchen färben und so für Highlights im Haar sorgen können, lassen sich Haarpartien durch den Matt-Look betonen.
Eine Matt-Paste ist das perfekte Produkt, um einzelne Strähnen zu definieren, ohne sie zu verkleben.
Auch für mit dem Glätteisen gestylte Frisuren und Kurzhaarfrisuren bietet sich eine Matt-Paste an.
Wer sich mehr Volumen im Haar wünscht, kann auf Volumenpuder zurückgreifen.
Sowohl Hochsteckfrisuren als auch Frisuren mit Locken bekommen damit einen matten Look und die Haare gewinnen sofort an Griffigkeit.
Wenn mal keine Zeit für das Haarewaschen bleibt, ist Trockenshampoo der Retter in der Not.
Im Handumdrehen verleiht der praktische Stylinghelfer aus der Dose kraftlosem Haar neue Fülle und Volumen.
Doch nicht nur das: Trockenshampoo eignet sich auch wunderbar, um matte Haare zu stylen.
Sprühen Sie das Shampoo hierzu in kurzen Stößen auf das Haar.
Nach zwei bis drei Minuten Einwirkzeit können Sie es bereits mit den Fingerspitzen einmassieren.
Gel, Wachs oder Paste: ist doch am Ende ohnehin das gleiche, oder?
Eben nicht!
Wenn du das richtige Produkt zum Stylen benutzt, kannst du deine Haare viel leichter in die gewünschte Form bringen - und der Look hält auch gleich viel besser.
Welcher Stylinghelfer wofür gedacht ist und wie man die Haarprodukte richtig benutzt, verraten wir hier.
Haargel: Ist wasserbasiert und lässt sich leicht auswaschen.
Es macht das Haar steif, sodass sich die Frisur nicht umstylen lässt.
Haarwachs: Basiert auf natürlichen (Carnauba, Kokos) oder erdölbasierten Wachsen wie Paraffinen oder Vaseline.
Gibt dem Haar starken Halt, härtet aber nicht aus.
Die Frisur lässt sich nach dem Stylen verändern.
Haarwachs lässt sich schwerer auswaschen als Gel.
Wenn dein:e Freund:in dir zwischendurch gern mit den Händen durch die Haare fährt, ist ein Wachs ideal.
Einen erbsengroßen Klecks davon in den Handflächen verreiben und mit gespreizten Fingern die trockenen Haare in Form wuscheln.
Zum Beispiel mit der Ponypartie nach vorn oder mit Scheitel lässig aus dem Gesicht.
Ganz neu sind Wachs-Sprays, die einfach wie Haarspray aufgenebelt werden können, aber keinen Helm-Effekt verursachen.
Perfekt für: wuschelige Undone-Looks, die sich immer wieder neu formen lassen
Das Finish: leichter Glanz, mittlerer Halt
Haarpasten: Sind nicht klar definiert.
Ihre Konsistenz reicht von klebrigem Lehm bis zu dicker Zahnpasta.
Pasten geben mittleren bis starken Halt, sind matt oder leicht glänzend.
Haarpasten haben den Halt von Wachs, in der Regel aber ein mattes Finish.
Das macht sie perfekt für Männer mit feinem und glattem Haar, die sich etwas mehr Volumen wünschen.
Die Anwendung ist ähnlich wie beim Wachs: Ins handtuchtrockene oder geföhnte Haar geben und die Strähnen mit den Fingern in die gewünschte Form bringen.
Tipp: Wenn du deine Haare aus dem Gesicht stylen möchtest, kannst du eine Haarpaste auch als „Festiger“ zweckentfremden.
Dafür schon im feuchten Haar verteilen und die Haare anschließend nach hinten föhnen - So bekommen sie mehr Standkraft.
Danach noch einen zweiten Klecks in den Händen verreiben und die trockenen Haare in Form bringen.
Perfekt für: Männer mit feinem Haar, die mehr Volumen wollen
Finish: eher Matt, mittlerer bis starker Halt
Frisier-/Stylingcreme: Gibt es seit rund einhundert Jahren.
Die wasserbasierten Cremes geben leichten Halt, sind flexibel und halten sich beim Glanz zurück.
Sie sind auch für feineres Haar geeignet.
Pomade: Pomade verleiht dem Haar einen glatten, akkuraten Look, meist mit starkem Glanz.
Sie ist besonders geeignet für Kamm-Frisuren, die sich umstylen lassen.
Dann ist eine Pomade genau das richtige Styling-Produkt für dich.
Für einen eher matten Look kommen Pomaden in die trockenen Haare.
Für einen glänzenden Wet-Look solltest du die Pomade ins feuchte Haar geben.
Faustregel: Eine erbsengroße Menge reicht für feine Haare.
Bei dicken Haaren kannst du verdoppeln.
Die Haare anschließend mit einem feinzinkigen Kamm in Form legen.
Perfekt für: streng gescheitelte Frisuren und Haartollen im Retro-Look
Das Finish: je nach Anwendung matt oder wet-glänzend, mit starkem Halt
Clay: Enthält Tonerde (clay = Englisch für Lehm/Ton), meist Bentonit.
Es lässt das Haar dicker wirken und gibt ihm Halt, ohne es zu beschweren.
Ideal für Frisuren mit viel Volumen.
Kennst du das, wenn du einen Tag am Strand verbracht hast und deine Haare durchs Meerwasser so richtig gut liegen?
Sie haben mehr Griff und sehen irgendwie voller aus.
Für den Effekt musst dir nicht unbedingt einen Urlaub buchen, sondern kannst auch einfach ein paar Spritzer Salt-Spray ins feuchte Haar sprühen.
Danach föhnen oder an der Luft trocknen lassen.
Wenn du nicht willst, dass deine Haare zu gemacht aussehen, kannst du sie einfach so lassen.
Oder die Haare mit Wachs noch etwas definieren.
Weil die Strähnen jetzt schon mehr Griff haben, lassen sie sich viel besser in Form legen.
Perfekt für: alle Looks, die möglichst unfrisiert aussehen sollen
Das Finish: kein Glanz, leichter Halt
Puder sind dafür gedacht, den Haaren mehr Volumen zu geben, ohne sie zu verkleben.
Sie kommen nur in die Ansätze.
So geht’s: Wie bei einem Salzstreuer kopfüber aufstäuben oder eine kleine Menge in die Hände geben, verreiben und damit durch die Ansätze fahren.
Achtung: Der Effekt ist sehr mattierend und das Haargefühl danach nicht jedermanns Sache.
Mit etwas Wachs fühlt sich der Schopf danach wieder etwas weicher an.
Perfekt für: Männer mit sehr feinem, glattem Haar
Das Finish: besonders matt, guter Halt
Gibt den Haaren Glanz, aber nur ganz leichten Halt.
Das macht Cremes perfekt für Männer mit längeren, lockigen Haaren, die sonst schnell "explodiert" aussehen können.
Einen kirschgroßen Klecks in den Händen verreiben und ins feuchte Haar kneten.
Die Locken anschließend am besten an der Luft trocknen lassen, dabei nicht mehr rein fassen und keinesfalls kämmen, sonst plustern die Haare schnell auf.
Perfekt für: Männer mit (mittel-)langen Locken
Das Finish: leicht glänzendes, flexibles Finishing
Viele Männer stylen ihre Haare nur mit Haarspray.
Dabei ist es gar nicht dafür gedacht.
Haarsprays werden nämlich dafür konzipiert, fertige Frisuren zu fixieren, damit sie nicht sofort wieder zusammenfallen.
Beispiel: Du hast dir mit Wachs oder Paste die Haare aus dem Gesicht gestylt?
Dann kannst du danach ein paar wenige Spritzer Haarspray darüber geben, damit dir der Pony nicht gleich wieder in die Stirn fällt.
Benutzt du zu viel, verkleben die Haare zum Helm und das sieht leider immer uncool aus.
Perfekt für: alle Frisuren, um sie zu fixieren
Das Finish: je nach Produkt glänzend oder matt und mit unterschiedlich starkem Halt
Wer das passende Haarprodukt im Badezimmer stehen hat und es richtig benutzt, spart sich beim Styling viel Zeit und Ärger.
Entdecke jetzt das ultimative Haargel von L'Oréal Paris!
Ideal für zerzauste, rockige Looks.
Leicht anzuwenden und auswaschbar: Matt & Messy Fiber-Gel!
Und so einfach ist die Anwendung: Eine haselnussgroße Menge L'Oreal Studio Line Matt & Messy Mattierendes Fiber-Gel in den Handflächen verreiben und gleichmäßig im feuchten oder trockenen Haar verteilen.
Dann die Haare mit den Händen zerzausen und nach Wunsch einzelne Strähnen definieren.
Für einen richtig rockigen und zerzausten Look mit den Fingern auch den Haaransatz verstrubbeln.
Dein Go-to für Looks mit Charakter.
Verleiht intensive Textur und einen echten Matt-Effekt, ohne zu beschweren.
Inhaltsstoffe:
Sicherheitshinweise:
Für das Stylen und Modellieren der Haare braucht es aus unserer Sicht keine bedenklichen oder problematischen Stoffe - deshalb werten wir solche Substanzen ab.
Beginnen wir mit den Konservierungsstoffen.
Hier sind wir auf eine ganze Reihe von Stoffen gestoßen, die wir kritisieren.
Das Problem: Formaldehyd kann Kontaktallergien auslösen und schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizen.
Die EU plant derzeit strengere Regeln für die Warnung vor Formaldehyd in Kosmetika.
Formaldehyd/-abspalter sind aber nicht die einzigen bedenklichen Konservierer im Test.
Die Liste ist noch länger.
Propylparaben: Die EU hat Propylparaben wegen des Verdachts auf eine hormonelle Wirkung streng reglementiert und sein Einsatz ist heute sehr viel seltener geworden.
Dennoch sind wir im Test darauf gestoßen.
Ein weiterer Kritikpunkt: Einige Haarstyling-Produkte im Test sind mit Mineralöl verunreinigt.
Das liegt an den Paraffinen, die in vielen untersuchten Styling-Produkten mit höherem Fettanteil enthalten sind.
Sie können sich in Leber, Niere oder Lymphknoten sammeln und im ungünstigsten Fall mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sein.
Unter den MOAH können sich krebserregende Stoffe befinden.
In Sachen Umweltfreundlichkeit gibt es noch viel Luft nach oben: Mehr als die Hälfte der getesteten Haarstyling-Produkte kommt nicht ohne synthetische Polymere aus - da stehen einem buchstäblich die Haare zu Berge.
Synthetische Polymere sind lösliche Kunststoffe, die einen dünnen Film auf dem Haar bilden.
Aber: Das Flüssigplastik gelangt mit der Haarwäsche in die Umwelt, wo es sich zum Teil nur schwer wieder abbaut.
Dabei geht Haarstyling auch ohne aus Erdöl hergestellte Kunststoffe.
Umweltschädlich ist auch der synthetische Moschusduft Galaxolid.
Er breitet sich überall in der Umwelt aus und gilt als gewässerschädigend.
Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe:
tags: #Haargel #matter #Effekt #Anwendung
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