Augenverletzungen können plötzlich auftreten und von leichten Reizungen bis hin zu schweren Traumata reichen. Es ist essentiell, dass Sie in solchen Momenten schnell und richtig handeln. Wenn Sie oder jemand in Ihrer Umgebung eine Augenverletzung erleidet, ist schnelles Handeln gefragt. Dennoch gilt es, Ruhe zu bewahren und die notwendigen Maßnahmen gezielt zu ergreifen.
Dieser Artikel dient als Leitfaden, um Ihnen zu zeigen, welche Sofortmaßnahmen Sie bei häufigen und typischen Augenverletzungen selbst ergreifen können und wann fachärztliche Hilfe notwendig ist. Wir gehen darauf ein, welche Schritte Sie unmittelbar nach einer Verletzung unternehmen sollten, wie Sie erste Hilfe leisten und wie Sie eine Situation einschätzen können, um zu wissen, wann ein Besuch bei einem Augenarzt oder in einer Notaufnahme unumgänglich ist.
Sollten Sie Schmerzen, eine verminderte Sehkraft oder offensichtliche Verletzungen am Auge bemerken, zögern Sie nicht, umgehend Maßnahmen einzuleiten. Kontaktieren Sie umgehend einen Augenarzt oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf. Die Zeit bis zur fachärztlichen Bewertung und Behandlung ist entscheidend, um das Risiko von langanhaltenden Schädigungen des Auges zu reduzieren.
Denken Sie auch daran, dass das Ausmaß einer Augenverletzung häufig nicht sofort ersichtlich ist. Selbst wenn keine Schmerzen vorliegen oder die Verletzung harmlos scheint, kann eine nicht erkannte innere Verletzung zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen. Daher ist eine zeitnahe Untersuchung durch einen Augenarzt unerlässlich. Informieren Sie das medizinische Personal gleich zu Beginn über das Tragen von Kontaktlinsen, da dies für die Art der Erstversorgung wesentlich sein kann.
Vor allem bei Augenverletzungen, die durch das Eindringen von Fremdkörpern oder den Kontakt mit chemischen Substanzen verursacht wurden, ist die Augenspülung ein wichtiger erster Schritt zur Schadensbegrenzung. Bei Verätzungen im Auge zählt jede Sekunde. Es handelt sich um einen Notfall, der schnelles und entschiedenes Handeln erfordert.
Sollten Sie mit Säuren oder Laugen in Kontakt kommen, ist es wichtig, sofort mit einer Augenspülung zu beginnen, um die eingedrungenen Substanzen zu verdünnen und auszuspülen. Verwenden Sie dafür am besten Leitungswasser oder, falls verfügbar, eine sterile Kochsalz- oder Ringerlösung. Öffnen Sie das Auge weit und lassen Sie die Flüssigkeit sanft über die Augenoberfläche laufen, um die ätzenden Stoffe zu entfernen. Halten Sie dabei den Kopf seitlich geneigt, sodass die Spülflüssigkeit vom inneren Augenwinkel nach außen fließt und nicht in das andere Auge gelangt.
Die Spülung sollte je nach Schwere der Verätzung für mindestens 15 Minuten fortgeführt werden. Falls Sie in der akuten Notfallsituation weit entfernt von medizinischen Einrichtungen sind oder keinen Zugang zu einer Spülflasche oder Leitungswasser haben, können Sie auch auf sauberes, flüssiges Wasser zurückgreifen - beispielsweise Mineralwasser.
Im äußersten Notfall, wenn keine andere wässrige Lösung zur Verfügung steht, können auch kohlensäurehaltige Getränke wie Limonade oder Bier - sofern diese sauber sind - verwendet werden, da die Kohlensäure in diesen Getränken zumindest bei Laugenverätzungen neutralisierend wirkt. Dennoch ist es wichtig, so bald wie möglich eine professionelle Behandlung zu suchen.
Prellungen und Blutergüsse um das Auge herum sind häufig und können beispielsweise durch einen Schlag oder Stoß verursacht werden. Auch wenn diese Verletzungen manchmal harmlos aussehen, können sie ernste Schäden verbergen. Wenn die Prellung zu Schmerzen oder Schwellungen führt oder das Auge selbst betroffen ist, sollten Sie vorsichtig sein.
Die folgenden Indikatoren können auf eine ernsthaftere Verletzung wie eine Fraktur hinweisen:
Wenn Sie eines dieser Symptome nach einem Schlag oder einem Stoß bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
Die Überprüfung der Pupillenreaktion auf Licht ist ein einfaches, aber effektives Diagnosewerkzeug, um festzustellen, ob Ihr Auge ein Trauma, beispielsweise eine Prellung, erlitten hat. Die Lichtreaktion der Pupillen können Sie wie folgt testen:
Wenn eine oder beide Pupillen sich nicht oder nur verzögert verengen, kann dies ein Indikator für ein Trauma im Auge sein.
Das Auftreten von Doppelbildern nach einer Augenverletzung ist ein ernstzunehmender Befund, der auf eine mögliche Schädigung des Auges oder der Sehnerven hinweisen kann. Wenn Sie nach einem Unfall oder Stoß Doppelbilder feststellen, ist es essentiell, umgehend einen Augenarzt zu konsultieren. Es ist möglich, dass eine schnelle Diagnostik und professionelle Intervention erforderlich sind, um dauerhafte Sehschäden zu verhindern.
Als Hyphämata werden Blutansammlungen in der vorderen Augenkammer bezeichnet, die häufig durch direkte Traumata, wie einen Schlag oder Stoß gegen das Auge, verursacht werden. Diese Verletzung kann zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit führen und erfordert eine sofortige medizinische Bewertung. Orbitabodenfrakturen sind Brüche der dünnen Knochenwände der Augenhöhle, die ebenfalls durch signifikante stumpfe Gewalteinwirkung entstehen. Diese können zu schweren Komplikationen wie Doppelbildern, Schwellungen und nicht zuletzt zu langfristigen Sehproblemen führen.
Die Ernsthaftigkeit beider Verletzungen macht eine umgehende Kontaktaufnahme mit medizinischem Personal erforderlich. Die Behandlung einer Fraktur des Orbitabodens, auch als "Blow-Out-Fraktur" bekannt, erfordert meist ein interdisziplinäres Vorgehen, bei dem häufig Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen involviert sind.
Die Vermeidung von Augenverletzungen beginnt mit proaktiven Maßnahmen, die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Insbesondere in Umgebungen, in denen Risiken für Augenverletzungen bestehen - wie auf Baustellen, in Werkstätten oder bei der Ausübung bestimmter Sportarten -, ist das Tragen von Schutzbrillen unerlässlich. Diese Brillen sollten genormten Sicherheitsstandards entsprechen und Ihre Augen vor umherfliegenden Partikeln, Spritzern von schädlichen Flüssigkeiten und intensiver Strahlung schützen.
Nachdem Sie eine Erstbehandlung bei einer Augenverletzung erhalten haben, ist der folgende Schritt der Besuch bei einem Augenarzt zur Nachsorge. Dies ist ein kritischer Bestandteil der Genesung und dient dazu, Ihre Augengesundheit sicherzustellen. Der Augenarzt wird das verletzte Auge gründlich untersuchen, um den Heilungsprozess zu beurteilen und sicherzustellen, dass sich keine Komplikationen entwickeln. Die fachärztliche Beratung und Nachsorge dient der:
Kommt es zu einem augenmedizinischen Notfall, sind häufig das Wissen und die richtige Reaktion des Betroffenen bzw. der möglicherweise sonstigen Anwesenden auf die Notsituation von immenser Bedeutung.
Wenn du wie ich gerne mal deine Haarfarbe änderst, dann hast du sicher auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass nicht nur deine Mähne etwas von der Farbe abbekommen hat, sondern auch deine Haut. Haarfarbe im Gesicht kann ziemlich lästig sein: Meist wird erstmal unnötig mit Wasser und Seife darauf herumgerieben, während sich zu den farbigen Flecken nun auch noch ein kräftiger Rotstich mischt. Dass du deine Haare frisch gefärbt hast, wird - dank deiner Farbpalette im Gesicht - am nächsten Tag definitiv niemandem entgehen. Doch ab jetzt bist du gewappnet!
Am besten bekommst du die Flecken aus dem Gesicht, wenn du sie möglichst schnell behandelst. Denn je länger sie einziehen, desto schwerer lässt sich die Haarfarbe entfernen. Vergiss nicht, deine Haut anschließend zu pflegen! Reinige die betroffen Hautstellen gründlich mit Wasser und trage eine beruhigende Creme auf, um Hautreizungen oder Ausschläge zu vermeiden. Um solche Färbeunfälle in Zukunft zu vermeiden, solltest du deine Haut vorher immer ordentlich mit Vaseline oder einem Öl schützen, so können die Farbpigmente gar nicht erst in deine Haut eindringen.
Haarfärbemittel - vor allem chemische - haben einen sehr schlechten Ruf. Es heißt, dass sie Krebs auslösen, auch von allergischen Reaktionen, Leber- und Nierenschäden ist die Rede. In der Schwangerschaft wird sogar komplett vom Färben der Haare abgeraten, da es der Gesundheit schaden soll. Doch was ist dran an diesen Behauptungen und worauf sollten Sie beim Haarefärben achten? Und wie sind eigentlich natürliche Haarfärbemittel zu bewerten?
Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Studien, die Haarfärbemittel mit der Entstehung von Krebs in Verbindung bringen. Demnach hätten Menschen, die sich regelmäßig die Haare färben (lassen), vor allem aber Friseurinnen und Friseure, ein erheblich höheres Krebsrisiko als der Rest der Bevölkerung. Allerdings wird nur selten erwähnt, dass die Studienergebnisse für moderne Haarfärbemittel keine Gültigkeit besitzen. Denn: Die Studien und damit auch die untersuchten Produkte sind mehrere Jahrzehnte alt.
Die Stoffe, die damals in Haarfärbemitteln enthalten waren, sind heute von den Zutatenlisten verbannt. Seit dem Jahr 2006 gilt eine neue EU-Vorschrift: Jetzt sind nur noch Inhaltsstoffe erlaubt, für die Sicherheitsdossiers vorliegen. Die Europäische Kommission bezeichnet die in der EU erhältlichen Haarfärbemittel als sehr sicher.
Ein bedenklicher Stoff ist jedoch zu nennen: aromatische Amine, die häufig in Haarfärbemitteln enthalten sind. Zu ihnen besteht noch Forschungsbedarf, denn sie werden ebenfalls mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht.
Auch wenn das Krebsrisiko durch eine Haarfärbung gemäß den aktuellen Erkenntnissen nicht erhöht wird, sind Haarfärbemittel auch nach heutigem Wissensstand nicht ganz ungefährlich. Viele von ihnen enthalten Chemikalien, die zum Teil schwere allergische Reaktionen - bis hin zu einem anaphylaktischen Schock - auslösen können.
Zu den Stoffen, die besonders häufig Allergien auslösen, gehören unter anderem:
Manche von ihnen sollen auch die Leber und die Nieren schädigen können. Dass diese Auswirkungen beim Haarefärben auftreten könnten, ist nicht ausgeschlossen.
Die meisten Hersteller von Mitteln, mit denen man die Haare selbst färben oder tönen kann, raten in der Gebrauchsanweisung zu einem Verträglichkeitstest. Dazu soll das Mittel zunächst in der Ellenbeuge aufgetragen und dann die Reaktion beobachtet werden. Erst wenn vierundzwanzig Stunden lang keine Allergiesymptome auftreten, sollte man die Haare tönen oder färben. Je weniger Kontakt das Haarfärbemittel mit der Haut hat, desto geringer ist auch das Allergierisiko. Daher sollten beim Selbstfärben unbedingt Handschuhe getragen werden. Diese liegen den Packungen in der Regel bei.
Achten Sie darauf, die angegebene Einwirkzeit nicht zu überschreiten, damit die Kopfhaut nicht länger als nötig mit der Haarfärbung in Berührung kommt.
Färbemethoden, bei denen das Produkt gar nicht mit der Kopfhaut in Berührung kommt, sind zu bevorzugen, um Kontaktallergien zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Strähnchen oder der sogenannte Ombre-Stil, bei dem nur die Längen und Spitzen gefärbt werden.
Einige Chemikalien, die in Haarfärbemitteln vorkommen, wirken hautreizend. So kann es beim Färben zum Beispiel zu brennender und juckender Kopfhaut und Rötungen kommen. Häufig wird davon abgeraten, die Haare in der Schwangerschaft zu färben oder zu tönen.
Sogenannte Oxidationshaarfarben, besser bekannt als Haarfärbungen (im Gegensatz zu Tönungen), bestehen aus zwei Komponenten: Die eine Komponente (zum Beispiel Wasserstoffperoxid) zerstört die natürlichen Farbpigmente des Haares. Auch Farbpigmente aus vorhergegangenen Färbevorgängen kann sie zumindest teilweise angreifen.
Die zweite Komponente schleust diejenigen Bestandteile des Mittels ins Haar ein, die für die Farbbildung zuständig sind. Durch chemische Reaktionen werden die Farbmoleküle so groß, dass sie das Haar nicht mehr verlassen können.
Nur solche Haarfärbemittel wirken dauerhaft und können auch verwendet werden, um graue Haare zu färben. Solche Produkte greifen das Haar jedoch an, weil sie dessen Schutzschicht durchlässig machen. Die Schwere der Schädigung hängt davon ab, wie viel Abstand zwischen dem Haarefärben liegt. Häufiges Färben und vor allem starkes Aufhellen sind besonders strapaziös für das Haar.
Wesentlich schonender ist eine Haartönung. Hier lagern sich die Färbepartikel außen am Haar an. Dadurch sind sie weniger haltbar und das Färbeergebnis ist nicht von Dauer. Da sich die Farbe mit der Zeit rauswaschen lässt, spricht man von einer temporären oder semipermanenten Haarfarbe.
In den letzten Jahren wurde viel über die Risiken bei der Anwendung von Haarfärbemitteln diskutiert. Infolgedessen sind zahlreiche natürliche Produkte auf den Markt gekommen. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an pflanzlichen Haarfärbemitteln, die ohne bedenkliche Stoffe auskommen und mit denen man die Haare natürlich färben kann.
Aus gesundheitlicher Sicht sind diese Mittel zu begrüßen. Sie enthalten natürliche Stoffe wie Henna, Indigo und Kamille. Die Gefahr einer allergischen Reaktion ist hier wesentlich geringer. Allerdings lassen sich mit natürlichen Haarfärbemitteln nicht die gleichen Ergebnisse erzielen wie mit konventionellen Produkten. Aufhellungen sind nicht möglich und graues Haar wird nicht vollständig abgedeckt. Wie bei Tönungen verblasst die Farbe mit jeder Haarwäsche.
Noch mehr als bei konventionellen Färbemitteln hängt das Farbergebnis von der Ausgangshaarfarbe ab. Auch ist die Anwendung natürlicher Färbemittel um einiges komplizierter als die von konventionellen. So ist die Einwirkzeit oft deutlich länger. Mitunter müssen mehrere Färbedurchgänge durchgeführt werden, bis die gewünschte Intensität erreicht ist.
Zudem kann die Konsistenz problematisch sein, gerade wenn Laien das Produkt allein zu Hause anwenden. So kann es auch schnell zu Verunreinigungen an der Kleidung oder im Badezimmer kommen.
Damit Ihre Gesundheit und Ihre Haare beim Haarefärben nicht übermäßig belastet werden, sollten Sie folgende Tipps beachten:
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