Viele Menschen wünschen sich eine Veränderung ihrer Haarfarbe, sei es, um graue Haare abzudecken, die natürliche Haarfarbe aufzufrischen oder einen komplett neuen Look zu kreieren. Das Gefühl frisch gefärbter Haare ist einfach herrlich.
Hier erfährst Du, wie das Haarefärben einfach gelingt und bringst Dein Wissen auf den neusten Stand, damit das Ergebnis wirklich mit der Vorstellung übereinstimmt. Ob beim Friseur oder zu Hause: Haarfärbemittel sollten immer erst gemischt werden, nachdem die Haarstruktur analysiert wurde.
Der erste Schritt ist, dir zu überlegen, welche Haarfarbe du haben möchtest. Deine Zielhaarfarbe sollte zu deinem Typ passen. Beachte dafür auch die Farbe deiner Augen und Augenbrauen. Wenn du deine Haare selber färben möchtest, ist es außerdem wichtig, keine zu große Veränderung anzustreben.
Schritt 1: Allergietest durchführenBeachte, dass du nach Möglichkeit einen Allergietest machen solltest, bevor du deine Haare färbst. Wie ein solcher Test funktioniert, wird meist in der Packungsbeilage beschrieben und sollte 48 Stunden vor dem Färben durchgeführt werden.
Schritt 2: Haare waschen?Ob du deine Haare vor dem Färben waschen sollst oder nicht, steht in der Packungsbeilage. Manche Farben werden auf trockenem, andere auf nassem Haar angewendet. Die Anwendung von Haarfarbe auf ungewaschenem Haar ist zwar schonender, bietet sich aber nur an, wenn dein Haar keine Rückstände von Styling-Produkten wie Haargel aufweist. Andernfalls kann es sinnvoll sein, die Haare vor dem Färben zu reinigen, um sie von allen Resten zu befreien.
Schritt 3: Alles bereitlegenLege dir alles zurecht, was du zum Haare färben benötigen wirst. Meist sind Pinsel oder Applikator, Handschuhe und Mischschale in der Packung enthalten. Lediglich einen Kamm, mit dem du die Haarpartien abtrennen kannst und ein altes Handtuch, um deine Kleidung zu schützen, musst du selbst zu Hause haben.
Schritt 4: Haut schützenDamit bei der Haarfärbung keine unschönen Verfärbungen im Gesicht und an den Ohren entstehen, solltest du auf diese Flächen eine fetthaltige Creme wie Vaseline auftragen.
Schritt 5: Farbe anmischenMische nun die Farbe an. Halte dich dabei unbedingt an die Vorgaben in der Packungsbeilage.
Prinzipiell ist die Haarfarbe in der gewünschten Nuance schnell gemischt und aufgetragen. Allerdings gibt es gerade beim Mischen der Haarfarbe viel zu berücksichtigen und zu bedenken, damit das Ergebnis wirklich mit der Vorstellung übereinstimmt.
Individuelle Haareigenschaften beachtenWird beispielsweise eine dunkle Farbe auf feinem Haar angewendet, so entsteht ein deutlich dunkleres Ergebnis, als wenn die gleiche Coloration auf dickem Haar eingesetzt wird. Auch Laien, die zu Hause Ihre Farbe mischen möchten, sollten das berücksichtigen. Denn die Farbe, die bei der besten Freundin ein tolles Ergebnis verschafft hat, kann bei Ihnen eine ganz andere Wirkung erzielen.
Beim Mischen der Haarfarbe kommt es also immer auf die individuellen Haareigenschaften an:
Bevor mit dem Mischen der Haarfarbe begonnen wird, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es danach auf Schnelligkeit ankommt. Planen Sie also ausreichend Zeit zum Auftragen der Haarfarbe ein.
OxidationsvorgangWenn eine Alkalie wie Ammoniak mit Wasserstoffperoxid in Kontakt kommt, beginnt sofort ein Oxidationsvorgang. Der Oxidationsvorgang ist jedoch zeitlich begrenzt, weshalb Farben, die einmal gemischt wurden, möglichst schnell verwendet werden müssen. Wenn Sie das nicht berücksichtigen, ist es nicht möglich, die gewünschte Farbe zu erzielen.
Spezielle MischungenWenn zum Färben Henna oder andere pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet werden sollen, ist es wichtig, sie mit heißem Wasser zu mischen. So entsteht eine Paste, die sich gut im Haar verteilen lässt und je nach gewünschtem Farbergebnis und Haartyp bis zu einer Stunde im Haar bleiben kann.
Sogenannte semi-permanente Farben sind normalerweise gebrauchsfertig, sodass sie nicht mit einer Wasserstoffperoxid-Lösung gemischt werden müssen. Sie haben aber die Möglichkeit, verschiedene semi-permanente Farbtöne untereinander zu mischen, um spezielle Farben zu erzielen. Wichtig ist lediglich, dass daraus kein oxidativer Prozess entsteht.
Permanente oxidative Farben müssen vor der Anwendung mit Wasserstoffperoxid gemischt werden. Sie sind also generell nicht gebrauchsfertig. In der Regel mischt man sie zu gleichen Teilen mit Colorationscreme und Peroxid. Die Komponenten werden mit einem Farbpinsel aus Kunststoff vermischt. Wichtig ist, dass die richtige Wasserstoffperoxid-Konzentration eingesetzt wird.
Schritt 6: Farbe auftragenEiner der wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Haare Färben ist das Auftragen der Haarfarbe. Nimm dir Zeit und trage die Haarfarbe Strähne für Strähne auf. Ein Stielkamm hilft dir beim Teilen der einzelnen Partien. Beim Haare selber Färben ist der Hinterkopf oft ein Problem. Verwende einen kleinen Handspiegel, um dich selbst von hinten sehen zu können.
Für ein gleichmäßiges Ergebnis, die Farbe partieweise, also Scheitel für Scheitel, auftragen. Wenn Du nur Deinen Ansatz nachfärben möchtest und regelmäßig Deine Haare färbst (alle 4-6 Wochen) oder Deine restliche Haarfarbe einem ähnlichen Farbton entspricht, lass die Farbmischung 20 Minuten auf dem Ansatz einwirken. Im Anschluss verteilst Du die restliche Farbcreme auf den Längen und Spitzen und lässt sie erneut 10 Minuten einwirken.
Schritt 7: Einwirkzeit beachtenDie Farbe muss nun einwirken. Halte dich auch bei der Einwirkzeit unbedingt an die Angaben in der Packungsanleitung.
Schritt 8: Farbe ausspülenNun kannst du die Haarfarbe ausspülen. Das machst du mit lauwarmem Wasser so lange, bis keine Farbreste mehr aus dem Haar kommen.
Dein Haaransatz stört Dich? Ob beim Kaschieren grauer Haare, beim Aufpeppen der natürlichen Haarfarbe oder ganz allgemein beim Haarefärben - immer wieder kommt der Haaransatz zum Vorschein.
Tipp 1: Wie oft sollte der Haaransatz nachgefärbt werden?Haare wachsen durchschnittlich circa 12,7 mm im Monat, manche deutlich langsamer, andere dafür doppelt so schnell. Graue Haare fallen ab circa 10-12 mm auf. Wachsen die Haare also durchschnittlich schnell, muss der Ansatz einmal pro Monat nachgefärbt werden.
Tipp 2: Sollte eine spezielle Ansatzfarbe verwendet werden?Es braucht nicht unbedingt eine spezielle Farbe zum Nachfärben des Ansatzes - eine kleine Menge der normalen Haarfarbe ist völlig ausreichend. Mithilfe eines unauffälligen Patch-Tests kann sichergestellt werden, dass die Ansatzfarbe zur restlichen Haarfarbe passt. Um den Ansatz einfach nachfärben zu können, bietet sich eine Farbe an, die sich leicht auftragen lässt - zum Beispiel Garnier Nutrisse.
Tipp 3: Wie kann ein fleckiges Ergebnis vermieden werden?Um problemlos den kompletten Haaransatz abzudecken, sollte eine ölbasierte Formel wie Garnier Olia verwendet werden. Die Coloration enthält 60 % natürliche Pflanzenöle und garantiert intensive Farbergebnisse. Nutrisse enthält ebenfalls natürliches Shea-, Avocado Oliven- und Cranberryöl und liefert satte Farben.
Tipp 4: Wie kann die Zeit bis zum Nachfärben hinausgezögert werden?Wird die Haarfarbe mit Köpfchen gewählt, kann die Zeit zwischen dem Nachfärben hinausgezögert werden. Ähnelt die Farbe beispielsweise der natürlichen Haarfarbe oder ist es eine Pastellfarbe, ist der nachwachsenden Ansatz unauffälliger und muss nicht sofort nachgefärbt werden.
Gefärbtes Haar ist immer pflegebedürftiger als natürliches. Auch wenn du darauf achtest, deine Haare schonend zu färben, solltest du danach spezielle Color-Haarpflegeprodukte verwenden.
Es gibt zwei sehr wichtige Tricks, um Ihre Haarfarbe langfristig schön und gepflegt aussehen zu lassen. Zum einen sollten Sie stets den Conditioner für nach dem Färben verwenden, der in all unseren Kits (Casting, Excellence und Préférence) enthalten ist. Er versiegelt die Haarkutikula, sodass die Farbpartikel geschützt werden und nicht verblassen.
Zusätzlich zu farbschützenden Shampoos und Masken sollten Sie Ihr Styling anpassen, um die Farbe bestmöglich zu schützen. Ob Föhn, Glätteisen oder Lockenstab: Verwenden Sie immer einen Hitzeschutz, da Hitze Farbpartikel schneller verblassen lassen kann. Ein guter Hitzeschutz legt sich wie eine Art Schutzschild ums Haar und verlängert die Farbintensität.
Diese Frage ist pauschal schwierig zu beantworten. Die Haarstruktur und der Allgemeinzustand deiner Haare spielen dafür genauso eine große Rolle wie die verwendeten Produkte. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Haare beim Färben strapaziert werden und es daher so selten wie möglich passieren sollte. Möchtest du deine Haare oft färben, ist die richtige Pflege mit regelmäßiger Haarkur ein Muss.
Farbe zu hell gewählt?Falls Sie lediglich Ihren Ansatz nachgefärbt haben, kann die Haarfarbe etwas heller wirken und unter umständen weißer als der Rest erscheinen. In diesem Fall sollten Sie ebenfalls auf eine dunklere Nuance setzen.
Unerwünschter Gelbstich?Um den unerwünschten Gelbstich zu vermeiden, sollten Sie eine möglichst kühle Nuance wählen. Dazu gehören vor allem die Nummern 1, 2 und 7. 1 für Aschefarbtöne, 2 für schillernde und 7 für matte Farben.
Aktuelle Trend-Haarfarben suchen Sie in der Drogerie oft vergebens. Umso besser also, dass Sie Ihre Wunsch-Haarfarbe einfach selbst mischen können.
Grundprinzipien der FarblehreRichtig kombiniert, können kühle und warme Töne Ihr Haar zum Strahlen bringen oder unerwünschte Nuancen neutralisieren. Um die Nachteile schnell aus dem Weg zu räumen, tauchen wir als erstes in die Grundprinzipien der Farblehre ein.
Der FarbcodeDie erste Zahl (1-10) gibt dabei den Grundton an - von Tiefschwarz (1) bis Hellblond (10).
Das perfekte MischverhältnisOb intensives Schokobraun oder zartes Pastell - das richtige Verhältnis entscheidet, wie intensiv oder sanft die Farbe am Ende wirkt. Wünschen Sie sich ein intensives, sattes Farbergebnis, ist das 1:1-Verhältnis Ihr bester Freund. Mögen Sie es etwas dezenter, eignet sich das Mischverhältnis mit zwei Teilen Entwickler und einem Teil Farbcreme perfekt für sanfte, natürliche Farbübergänge. Mischen Sie drei Teile Entwickler mit einem Teil Farbcreme, schwächen Sie die Farbe stark ab - perfekt für trendige Pastelltöne und sehr zarte Nuancen.
Haarfarbe mit Pflegeprodukten mischenSelbst Profis schwören auf die Technik, Haarfarbe mit Spülung, Shampoo oder Haarmasken zu mischen. Die Methode zaubert Ihnen nicht nur sanfte Pastelltöne oder eine dezente Farbauffrischung ins Haar. Ihre Mähne profitiert außerdem in nur einem Schritt von Pflege und Farbe. Aber Achtung: Die Deckkraft bleibt hier eher sanft, also keine Option für dramatische Farbveränderungen.
Mischen mit Conditioner: Mischen Sie Conditioner und Haarfarbe wie unsere Casting Creme Gloss im Verhältnis 1:1 oder passen Sie die Menge des Conditioners je nach Bedarf an.
Mischen mit Shampoo: Mischen Sie ein möglichst transparentes Shampoo im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit Ihrer Haarfarbe und schäumen Sie die Mischung im feuchten Haar auf.
Mischen mit Haarmaske: Mischen Sie eine farblose Haarmaske im Verhältnis 1:1 mit Ihrer Haarfarbe.
Mit der richtigen Vorbereitung, sorgfältigem Mischen und Auftragen der Haarfarbe sowie der passenden Pflege danach steht einem perfekten Farbergebnis zu Hause nichts mehr im Wege. Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Haare und wählen Sie die Produkte entsprechend aus, um Ihre Traumhaarfarbe zu erzielen.
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