Eine Haarveränderung kann aufregend sein, besonders wenn es ums Haarefärben geht. Bei natürlichen Afrolocken gibt es jedoch ein paar Dinge zu berücksichtigen, damit das Ergebnis optimal wird. Recherche, die richtige Beratung und die Vorbereitung sind entscheidend.
Da Afrohaare eine sehr schwache Haarstruktur haben und leicht brechen können, ist es wichtig, dass Sie das Färben Ihrer Haare gezielt vorbereiten. So gelingt es Ihnen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Der erste Schritt ist die Wahl der richtigen Farbe. Wählen Sie einen Farbton, der gut zu Ihrer Haut und Ihrer Persönlichkeit passt. Vermeiden Sie zu aufdringliche Töne, um Enttäuschungen vorzubeugen. Denken Sie daran, auch genügend Farbe für Ihre Haare zu kaufen: Je länger Ihre Haare sind, umso mehr Farbe benötigen Sie.
Es empfiehlt sich, zwei Tage vorher eine feuchtigkeitspflegende Haarkur aufzutragen. Verwenden Sie am besten kein Shampoo, bevor Sie Ihre Haare färben. Bevor Sie mit dem Färben loslegen, sollten Sie Ihre Afrohaare gründlich durchkämmen.
Haben Sie eine passende Farbe gewählt und Ihre Haare ideal vorbereitet, können Sie mit dem Färben beginnen:
Damit die Farbe auch nicht an Intensität verliert und Ihre Haare möglichst gut geschützt werden, ist die richtige Pflege wichtig.
Verwenden Sie im Anschluss an den Färbevorgang eine Haarkur. Oft ist in den Färbe-Packungen bereits eine kräftigende Kur enthalten; andernfalls sollten Sie eine andere Haarkur wählen. Um die Haare nicht unnötig zu strapazieren, ist es empfehlenswert, wenn Sie diese an der frischen Luft trocknen lassen.
Sowie üblich bei Friseurterminen, ist eine gute Beratung das A und O. Dein Stylist sieht sich deine Haartstruktur an, den Zustand deiner Kopfhaut und schlägt dir im Anschluss ein paar passende Produkte vor. Beim Haare färben, spielt allerdings der Kolorist eine wichtige Rolle. Wie blond soll das Ergebnis sein? Je nach Helligkeitsgrad, schlägt dir dein Kolorist den richtigen Färbeprozess vor. Damit du auch keine allergische Reaktion auf das Färbemittel hast, wirst du einen Patch-Test einen Tag vor deinem Termin machen müssen. Sicher ist sicher.
Wer denkt, dass der Prozess von dunkel auf hell nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, irrt. Im Gegenteil, es kann sogar ein recht langatmiger Prozess sein (und je nach Haartyp mehrere Friseurbesuche involvieren). Mit 6 Stunden im Friseurstuhl kannst du auf jeden Fall rechnen. Wenn du dein Haar noch nie zuvor gefärbt hast, kann das Ganze umso länger dauern.
Der Toner folgt als Nächstes und neutralisiert den kupfrigen Unterton. Deine natürliche Haarfarbe wird hierbei manipuliert (das natürliche Melanin gebleached), um von einem warmen Braun auf ein kühles Blond zu wechseln. Schon mal jemanden mit McDonalds gelben Haaren im Salon erspäht? Das ist das Resultat, bevor der Toner aufgetragen wird. Sobald das Haar das gewünschte Blond erreicht hat, kannst du es zu Hause (mit lila Shampoo) pflegen und erhalten.
In der Ruhe liegt das Geheimnis. Wenn du den Färbeprozess beschleunigst, tust du deinen Locken nichts Gutes. Werden deine Haare in einer Sitzung zu stark aufgehellt, kann das die Elastizität und Sprungkraft deiner schönen Locken beeinträchtigen. Schalte lieber einen Gang runter und plane genügend Zeit ein für die Transformation.
Wenn du dein Haar noch nie zuvor gefärbt hast, dann wird sich Einiges in Sachen Produktekauf ändern. Kein grab-and-go Shampoo mehr (ein spezielles lila Shampoo wird dir nach deinem Besuch empfohlen) und Finger weg von Haarprodukten die nicht sulfatfrei sind. Sulfate sind dafür bekannt, dass sie dem Haar die Feuchtigkeit entziehen und lassen deine Locken spröde und ungesund aussehen.
Leider müssen wir dir sagen, dass Bleaching auf Dauer nicht gesund für deine Haare ist. Bleichmittel entzieht deinem Haar nicht nur die Farbe sondern auch den natürlichen Ölgehalt, was zur Folge haben kann, dass deine Haare brechen. Je heller das Blond, umso mehr Melanin - kennst du vielleicht als den ‘Beschützer des Haarfolikels’- wird entzogen und dieser Prozess ist unvermeidlich. Das Endresultat ist Spliss in den Spitzen, der allerdings bei langen Haaren einfach wegzuschneiden ist. Arganöl kann hier ein wenig nachhelfen; es beugt die Trockenheit in den Spitzen vor und lässt deinen blonden Schopf gesünder aussehen.
Henna ist eine rein pflanzliche Farbe, die seit Tausenden von Jahren zum Färben von Haut und Haar verwendet wird. Das Hennapulver wird ganz natürlich aus den Blättern des Hennastrauchs hergestellt. Mittlerweile bekommst Du Henna schon in der Drogerie nebenan in ganz unterschiedlichen Farbtönen. Aber Achtung: Nicht alle Farbtöne sind reines Henna! Henna ist von Natur aus rötlich.
Chemische Haarfärbemittel dringen durch die Schuppenschicht in den Cortex ein und verändern die Haarfarbe. Henna hingegen legt sich um die Cuticula und bildet so eine zusätzliche Schutzschicht für Deine Locken und Afrohaare. Henna färbt Deine Haare dauerhaft. Zudem benötigen lockige Haare und Afrohaare je nach Haarlänge eine etwas längere Einwirkzeit. Es kann auch sein, dass Du mehr Hennafarbe benötigst. Deine Locken haben bei Henna einen großen Vorteil: Sie nehmen Henna wesentlich schneller auf als glattes Haar.
Der Schutzmantel, der durch die Hennafarbe entsteht, hat noch weitere Vorteile: Feinere Haare werden verdickt und widerstandsfähiger. Er dient außerdem als UV-Schutz.
Wie bei chemischen Farben ist auch der Grundfarbton Deiner Locken und Afrohaare für das Endergebnis ausschlaggebend. Henna hat auf grauen und weißen Haaren den gleichen Effekt wie auf hellen. Das kommt ganz auf Dich an. Denn je häufiger Du Deine Haare mit Henna färbst, desto stärker werden sie ummantelt.
Afrohaare benötigen sehr viel Feuchtigkeit und Pflege. Mit Braids ist es einfacher, deine Haare zu schützen und zu pflegen, da du sie nur einmal pro Woche waschen musst. Verwende hierzu ein feuchtigkeitsspendendes und im besten Fall durchsichtiges Shampoo, um sichtbare Rückstände in deinen Braids zu vermeiden.
Besonders gut lassen sich Afrohaare nur im feuchten Zustand mit einer groben Bürste kämmen. Vorab solltest Du eine Leave-in-Pflege ins Haar einarbeiten, was für eine bessere Kämmbarkeit sorgt. Zudem ist Vorsicht geboten. Kämme Deine Afrohaare von unten nach oben und vermeide Zerren und Reißen. Grundsätzlich reicht es aus, Afro Haare einmal die Woche zu kämmen und diese an allen anderen Tagen mit den Fingern zu entwirren.
Auch beim Waschen von Afro Haaren heißt es - weniger ist mehr. Greife auf Produkte zurück, die frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen sind. Ein Shampoo sollte Deine Afrohaare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Ebenso gut geeignet sind Öle wie Arganöl, die die Feuchtigkeit einschließen.
Am Ende der Haarwäsche arbeitest Du einen Leave-in-Conditioner auf Wasserbasis ein und lässt sie lufttrocknen, um Spliss und weiteres Austrocknen zu vermeiden. Zudem verlieren geföhnte Locken schnell ihre natürlich schöne Form.
| Produkt | Anwendungshäufigkeit | Zusätzliche Hinweise |
|---|---|---|
| Feuchtigkeitspflegende Haarkur | 2 Tage vor dem Färben | Zur Kräftigung der Haare |
| Lila Shampoo | Nach dem Blondieren | Zur Pflege und Erhaltung des Blondtons |
| Arganöl | Regelmäßig | Beugt Trockenheit vor |
| Leave-in-Pflege | Vor dem Kämmen | Sorgt für bessere Kämmbarkeit |
| Feuchtigkeitsspendendes Shampoo | 1x pro Woche | Frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen |
| Leave-in-Conditioner auf Wasserbasis | Nach dem Waschen | Fürs Lufttrocknen |
Mit den richtigen Produkten und Techniken können Sie Ihre Afrohaare erfolgreich färben und pflegen, um ein gesundes und lebendiges Ergebnis zu erzielen.
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