Für viele Frauen gehört Mascara zu den Basics des täglichen Make-ups. Um ihre Produkte an die Frau zu bringen, bewerben die Anbieter Wimperntuschen gerne mit allerlei Superlativen. Doch welche Mascara hält, was sie verspricht, und ist dabei noch tierversuchsfrei?
Foto: Tatjana Zvirblinska/Shutterstock
Im Bereich der Wimperntuschen gibt es wesentliche Unterschiede zwischen konventionellen Produkten und Naturkosmetik. Die meisten Hersteller verweisen auf ein Zusammenspiel von Inhaltsstoffen und Bürstchen. Die Naturkosmetik hingegen kommt ohne Kunststoffverbindungen aus - Zertifizierungsstandards wie Cosmos oder Natrue verbieten den Einsatz solcher Substanzen.
Vergleichbare Effekte sollen etwa Schellack oder natürliche Wachse wie Carnaubawachs oder Bienenwachs erzielen, doch durch den Verzicht auf Kunststoff hält die Tusche nicht so stabil und verwischt leichter.
Für einen Test wurden 16 schwarze Mascaras mit ausgelobtem Volumen-Effekt eingekauft, darunter sieben Mal zertifizierte Naturkosmetik.
So fand das Labor nur geringe Spuren polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) in wenigen Mascara-Proben. Und auch Arsen, das in früheren Tests noch in einigen Wimperntuschen über den vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) festgelegten Höchstgehalten für technisch vermeidbare Spuren nachgewiesen wurde, fand das Labor diesmal nicht.
Allerdings enthalten sechs Wimperntuschen Paraffine, also künstlich hergestellte Fette auf Erdölbasis. Die Laboranalysen zeigen: Alle paraffinhaltigen Mascaras im Test sind mit MOAH belastet.
Die Paraffine selbst, wie auch PEG-Verbindungen, die wir eigentlich wegen möglicher unerwünschter Einflüsse auf die Hautbarriere kritisieren, werten wir in diesem Test nicht ab. Alle konventionellen Mascaras im Test setzen umweltbelastende synthetische Polymere ein. Kritik gibt es außerdem für die Verpackungen: Denn recyceltes Plastik aus dem Wertstoffkreislauf suchten wir - bis auf wenige Ausnahmen - leider vergeblich.
Das Angebot an Wimperntusche ist beachtlich. Je dickflüssiger eine Mascaraemulsion, desto mehr Volumen liefert sie. Manche Produkte erzeugen eine zusätzliche Verlängerung durch Microfasern, die sich ans Wimpernende lagern.
In Mascara-Bürstchen sammeln sich mit der Zeit Keime an. Mascara zunächst in Zickzack-Bewegungen auf die oberen Wimpern auftragen. Für einen intensiveren Effekt können die oberen Wimpern erneut getuscht werden. Noch mehr Volumen bringt eine Wimpernzange. Diese dafür mit dem Föhn leicht erwärmen und dann für einige Sekunden am Wimpernkranz zusammendrücken. Wichtig: Die Zange immer vor dem Tuschen anwenden.
Ob bei hohen Temperaturen, beim Fitness oder einfach nach einem langen Tag: Wir alle hatten schon einmal das Phänomen der Panda-Augen. In der Beauty-Welt gibt es eine neue Wimperntusche, die sowohl hält, als auch einfach zu entfernen ist: Tubing Mascara. Das steckt hinter der Wunder-Wimperntusche.
Das liegt an der besonderen Tube-Technologie: Tubing Mascara verwendet spezielle Polymere, die beim Auftragen eine Art Röhrchen (Tube) um jede einzelne Wimper bilden. Diese „Tubes“ umschließen deine Wimpern vollständig und schaffen so eine wasser-, schweiß- und abriebfeste Schicht, die weder verschmiert noch bröckelt. Nur bei Kontakt mit warmem Wasser lösen sich diese Polymer-Röhrchen wieder auf und lassen sich so mühelos abspülen. Und damit: Bye bye panda eyes!
Besonders bei empfindlichen Augen ist das Abschminken ohne ölbasierten Make-up-Entferner ein wahrer Gewinn. Das Ergebnis: lange, klar definierte, verdichtete und klumpenfreie Lashes - ohne zu beschweren, den ganzen Tag lang. Dabei ist es egal, ob es regnet, du Tränchen bei deinem Lieblingsfilm verdrückst oder eine anstrengende Einheit im Fitnessstudio hinter dir hast.
Tubing Mascaras sind selbst für sensible Augen geeignet, da die synthetischen Polymere hypoallergen sind.
Lange, volle Wimpern wie Zendaya und das den ganzen Tag lang: Tubing Mascara lässt diesen Traum in Erfüllung gehen. Endlich lassen sich Panda-Augen vermeiden. Doch welche Mascaras setzen wirklich auf Tubing-Technologie und welche Tube Mascaras sind zu empfehlen?
Tube Mascara lässt sich wie gewohnt auftragen: Am Wimpernkranz starten und die Bürste in einer leichten Zick-Zack-Bewegung bis zu den Spitzen bewegen. Ist die erste Schicht leicht angetrocknet, kannst du bei Bedarf eine zweite auftragen.
Zum Entfernen der Tubing Mascara genügt es, ein Abschminkpad mit warmem Wasser zu tränken und es für rund 30 Sekunden auf das geschlossene Augenlid zu halten. Nun mit dem Pad von oben nach unten ziehend die Polymer-Röhrchen von den Lashes entfernen. Wiederhole den Vorgang bei Bedarf. So verzichtest du auf zu starkes Reiben und damit auch auf eventuelle Reizungen der empfindlichen Haut rund um die Augenpartie.
Hinweis: Entsorge das Abschminkpad nach der Nutzung im Restmüll. Polymere sind in der Regel nur schwer abbaubar und sollten deshalb nicht in die Umwelt gelangen, zum Beispiel durch Wasser.
Nicht jede Tubing Mascara beinhaltet im Namen den Begriff „Tube“ oder „Tubing“. Bestellst du online, achte auf die Produktbeschreibung; Hier können Hinweise wie „Tubing-Coat“-Formel, Tubing-Technologie oder auch „Easy Wash off“ versteckt sein. Zudem gibt die INCI-Liste Auskunft darüber, ob die Mascara auf Tubing-Technologie setzt. Die Endung „-polymer“ kann darauf hinweisen.
Wenn du deine meistbenutzten Make-Up-Utensilien gegen tierversuchsfreie Alternativen austauschst, ist das der perfekte erste Schritt in Richtung ethisch korrekter Beauty-Routine. Mascara gehört für viele zur Grundausstattung der Kosmetiktasche, sodass dieses Produkt sich bestens eignet, um es gegen eine tierversuchsfreie Variante einzutauschen, die genauso gut für lange und voluminöse Wimpern sorgt.
Hier sind einige der besten tierversuchsfreien Mascaras, die du in Betracht ziehen kannst:
Öko-Test hat 16 Mascaras in Schwarz mit Volumen-Effekt getestet. Unter den Produkten waren sieben naturzertifizierte Wimperntuschen sowie Drogerie-Mascaras im niedrigen und höheren Preissegment.
Das Ergebnis: Sieben der 16 Mascaras wurden von Öko-Tester mit „sehr gut“ bewertet und enthielten folglich keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Unter den klaren Testsiegern ist eine Wimperntusche von dm: Die „Nothing But Volume“ Mascara der naturkosmetischen Hausmarke Alverde bekam das Test-Ergebnis „sehr gut“.
Alverde „Nothing But Volume“: Die beste Wimperntusche von dm laut Öko-Test
Wer empfindliche Augen hat oder auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten möchte, hat inzwischen zum Glück eine große Auswahl an natürlichen Wimperntuschen, die auf bedenkliche und giftige Inhaltsstoffe verzichten.
Hier ist eine Übersicht von hypoallergenen Mascaras, die im Test gut abgeschnitten haben:
| Marke | Produkt | Bewertung |
|---|---|---|
| Clinique | High Impact Mascara | Sehr gut |
| Poppy Austin | Pamscruk Mascara | Sehr gut |
| Essence | Lash Princess Mascara | Sehr gut |
| GOSH | Catchy Eyes Mascara | Sehr gut |
| SANTE Naturkosmetik | Fresh Cucumber Volume Mascara | Sehr gut |
| Lavera | Volume Mascara | Sehr gut |
| ETHEREAL BEAUTY | Aphrodisiac Mascara | Sehr gut |
| SANTE Naturkosmetik | 40406 Mascara | Sehr gut |
| Couvrance | Couvrance Mascara | Sehr gut |
Die Wahl der richtigen Wimperntusche hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die individuellen Bedürfnisse, Vorlieben und ethischen Überzeugungen. Ob konventionell, Naturkosmetik, vegan oder Tubing Mascara - es gibt für jeden die passende Option. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe, Testergebnisse und Zertifizierungen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen und Ihre Wimpern optimal zur Geltung zu bringen.
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