Birgit Schrowange: Mut zur Natürlichkeit mit grauen Haaren

Die deutsche Moderatorin Birgit Schrowange hat sich von ihrem braunen Bob verabschiedet und präsentiert nun stolz ihre natürliche graue Haarfarbe. Nach über 20 Jahren des Haarefärbens überraschte sie ihr Publikum mit diesem mutigen Schritt.

Birgit Schrowange präsentiert ihre grauen Haare (Quelle: MG RTL D / Stephan Pick)

Ein starkes Statement gegen den Jugendwahn

Schrowange selbst sagt dazu: "Ich wollte einfach mal wissen, wie ich wirklich aussehe. Und ich wollte allen zeigen: Guckt! Graue Haare können auch bei Frauen attraktiv sein." Sie setzt damit ein starkes Statement gegen den Jugendwahn und ermutigt Frauen, zu ihrer natürlichen Schönheit zu stehen.

Die 59-Jährige ist den Zuschauern bisher mit brünetten Haaren vertraut. Bei RTL erklärt die Moderatorin, bereits seit mehr als 20 Jahren ihre Haare zu färben. Sie habe nun allen zeigen wollen: «Guckt! Graue Haare können auch bei Frauen attraktiv sein.»

Im Sommer trug Birgit Schrowange noch ihre braune Perrücke.

Der Weg zum natürlichen Grau

Allerdings könne man sich die Haare nicht einfach grau färben, sondern müsse sich die grauen Haare rauswachsen lassen. "Diese Übergangsphase ist nicht einfach. Vor allem nicht, wenn man täglich in der Öffentlichkeit steht", erklärt Schrowange.

Für das Format fasste sie vor einem Jahr den Entschluss zu der radikalen Typveränderung. "Diese Show wird mich zu einem anderen Menschen machen. Ein Jahr lang musste Schrowange ihr neues Aussehen kaschieren. Keine leichte Aufgabe.

Sie ließ sich zunächst das Haar raspelkurz schneiden und trug dann zwölf Monate lang eine Perücke.

Grau als Trendfarbe

In der Mode ist das Silbergrau längst angekommen. Seit einigen Jahren werden zunehmend Models mit mit grauen Haaren verpflichtet. Models wie Yasmina Rossi oder Eveline Hall - Letztere machte 2011 als grauhaariges Model während der Show des Berliner Designers Michael Michalsky von sich reden.

Es ist wohl keine gute Idee, spontan bei einem Friseur in der Nähe einer Suizidklippe einzukehren. Aber ich ging nun mal an einer berüchtigten Steilküste in Sydney spazieren, als ich diesen hübschen Laden entdeckte. Schon saß ich drin, Hubschraubergeräusche über mir. „Ein Selbstmörder“, sagte die Friseurin, Typ Morticia (die aus der Addams Family) mit gelangweilter Stimme. „Gleich kommt noch der Krankenwagen.” Dann, viel aufgeregter, widmete sie sich meinem Bob, am Ansatz teilweise grau, an den Spitzen künstlich braun.

Die Frauen, die sich die Mühe machen, ihre Haare zu färben, halten freundlicherweise die Illusion vom jugendlichen Farbreichtum lebendig, der das Bild der Gesellschaft prägen möge, wie es sich in den Straßen, den Büros, den Bussen und Bahnen, den Cafés und Restaurants, den Theatern oder sonst wo zeigt. Farben von Hell-, Mittel- und Kupferblond über alle Rottöne bis Mahagoni-, Kastanien-, Mokkabraun oder Schwarz.

Naturgrau: So gelingt der Übergang

Reaktionen und Zuspruch

Mit ihrem neuen Look wird die Moderatorin zur echten Grande Dame. Stars, wie eben die 59-Jährige, beweisen, dass grau nicht gleich alt bedeutet. Prominente Persönlichkeiten wie Jamie Lee Curtis oder Meryl Streep stehen schon lange zu ihrer natürlichen Farbe.

Ihr neuer Look verleiht ihr jetzt Selbstbewusstsein und Klasse. Das Beste: Laut Grazia heißt mein grau-brauner Haarton „warm gray“ - und sei „Trendhaarfarbe 2019”.

Außerdem bin ich öfter mit rotem Lippenstift sowie knalliger Kleidung unterwegs, mein Grau und ich wollen leuchten. Ist schließlich ein Statement. Dafür, dass man das Alter nicht mit einem gigantischen Anti-Aging-Programm beballern muss.

Sogar begehrt fühlen darf ich mich. Nur eins wundert mich zunehmend: Warum färben Menschen überhaupt noch? Und sogar immer mehr Männer?

Für ihre Looks hat Birgit Schrowange schon immer viel Lob von ihren Fans bekommen. Auf einmal waren da die grauen Haare. Und das Thema, das den Klatsch beschäftigte: Warum tut sich diese Frau das an?

Es gehört wohl eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und eine gewisse Gelassenheit dazu, wenn man als Frau so viele Jahre erfolgreich im Fernsehgeschäft sein will - und damit leben muss, so oft auf Äußerlichkeiten angesprochen zu werden.

Birgit Schrowange: Eine beeindruckende Karriere

Seit fast 40 Jahren arbeitet Birgit Schrowange in der Fernsehbranche. Einem breiten Publikum ist sie durch den Moderations-Job bei dem RTL-Magazin "Extra" bekannt geworden. Diese Sendung moderierte sie von 1994 bis 2019. Im Laufe der Jahre hat sie eine krasse Verwandlung durchlebt.

Dass sie vor die Kamera will, war für Birigt Schrowange schon früh klar. Die Tochter eines Fliesenlegers und einer Schneiderin, die in einem 400-Einwohner-Dorf im Sauerland aufwuchs, kletterte als Kind am liebsten auf Bäume - oder spielte im Pappkarton Moderatorin. Nebenher absolvierte sie Präsentationslehrgänge und Sprechtraining. 1983 klappte es mit dem Job als Ansagerin beim ZDF. Seit 24 Jahren ist sie das Gesicht des RTL-Boulevard-Magazin „Extra“ - vor allem im Privatfernsehen eine ungewöhnlich lange Zeit.

tags: #haarfarbe #birgit #schrowange

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