Enthaarungswachs selber machen: Einfache Rezepte und Anleitungen

Wenn Sie mit gängigem Enthaarungswachs aus dem Handel unzufrieden sind, können Sie es auch ganz leicht selber machen. Dann wissen Sie auch genau, mit welchen Inhaltsstoffen Sie es zu tun haben.

Hier finden Sie eine einfache Anleitung für selbstgemachtes Enthaarungswachs.

Enthaarungswachs selber machen: Eine einfache Anleitung.

Warum Enthaarungswachs selber machen?

Wenn Sie Wachs für die Haarentfernung selber machen, sparen Sie nicht nur Geld, sondern brauchen sich auch keine Sorgen um künstliche Zusatzstoffe machen, die in vielen Pflegeprodukten aus dem Handel enthalten sind.

Einige dieser Stoffe können die Haut nämlich reizen oder sogar Allergien auslösen. Diesem Risiko gehen Sie aus dem Weg, indem Sie Ihr Wachs einfach selber machen. Als Grundzutaten sind Honig und Zitronensaft empfehlenswert. Honig beruhigt die Haut, während Zitrone desinfiziert. So bleiben Sie von lästigen Pickelchen verschont, die nach der Haarentfernung oft auftreten.

Anleitung für selbstgemachtes Enthaarungswachs

Für ein selbstgemachtes Waxing zur Enthaarung benötigen Sie:

  • 2 EL Honig
  • 1/2 Glas Wasser
  • Handvoll Zucker
  • Zitronensaft

Geben Sie die 2 Esslöffel Honig, das halbe Glas Wasser und die Handvoll Zucker sowie einen Schuss Zitronensaft in einen Topf. Kochen Sie die Mischung ohne Deckel auf kleiner Flamme so lange, bis sie karamellfarben und nicht mehr flüssig ist.

Haben Sie keinen Honig zur Hand? Dann funktioniert auch eine Rezeptur aus 100g Zucker, 100 ml Zitronensaft sowie einem Teelöffel Pflanzenöl. Egal, für welches Rezept Sie sich entscheiden - verwenden Sie die Masse immer warm: So öffnen sich die Poren und die Haut wird beruhigt.

Anwendung des selbstgemachten Wachses

Die fertige Masse sollten Sie so lange abkühlen lassen, bis sie lauwarm ist oder sich angenehm auf Ihrer Haut anfühlt.

Nun können Sie das Wachs in Haarwuchsrichtung der Haare auf die Haut (z.B. am Bein) auftragen. Drücken Sie einen schmalen Stoffstreifen aus Baumwolle oder Leinen auf das Wachs und ziehen Sie ihn entgegen der Wuchsrichtung schnell wieder ab. Beim ersten Mal ist besonders bei sensibler Haut Vorsicht geboten!

Bleibt Ihnen Enthaarungswachs über? Dann können Sie das übrige Wachs ganz erkalten lassen und in einem sauberen Glas mit Deckel aufbewahren. Die Masse wird bei der Lagerung fest. Vor der nächsten Verwendung erhitzen Sie sie in einem Wasserbad, bis sie wieder leicht flüssig wird.

Sind Sie dennoch unsicher, wie die richtige Enthaarung beim Waxing geht? Dann können Sie sich auch vorab in einem Waxing-Studio enthaaren und über die richtige Anwendung und Pflege beraten lassen. Dort bekommen Sie die besten Tipps und können das nächste Mal schon alleine die Enthaarung durchführen.

Vor- und Nachteile der Haarentfernung mit Wachs

Vorteile:

  • Lang anhaltendes Ergebnis (bis zu 4 Wochen)
  • Weniger Haarwuchs bei regelmäßiger Anwendung
  • Günstiger als professionelle Behandlungen

Nachteile:

  • Kann schmerzhaft sein
  • Erfordert etwas Übung
  • Nicht für alle Hauttypen geeignet

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Alternative: Haarentfernung dank Sugaring

Neben dem klassischen Wachs kann man die Haare auch mit Hilfe einer Zuckerpaste entfernen - sogenanntes Sugaring. Auch hier können Sie die Paste in ganz einfachen Schritten selber herstellen: Tatsächlich brauchen Sie dafür auch nur 3 Zutaten, nämlich Zucker, Wasser und Zitronensaft. Idealerweise sollte der Zitronensaft frisch gepresst werden oder aus biologischer Herkunft sein, denn so stellen Sie sicher, dass keine chemischen Stoffe enthalten sind. Diese Zuckerpaste nennt sich übrigens Halawa:

Zutaten für die Halawa-Paste:

  • 1 Glas Zucker
  • 1/3 Glas Wasser
  • 1/3 Glas Zitronensaft

So bereiten Sie die Zuckerpaste zu:

Geben Sie alle Zutaten in einen Topf und lassen Sie diese bei mittlerer Hitze aufkochen bis Blasen entstehen. Nehmen Sie den Topf anschließend von der Kochstelle und rühren Sie die Paste so lange bis die Blasen verschwunden sind. Wiederholen Sie diesen Vorgang ca. 15-20 mal, dann sollte eine gold-gelbe Paste entstanden sein.

Nun können Sie die Masse entweder direkt (im lauwarmen Zustand!!!) anwenden oder Sie verschließen die Zuckerpaste luftdicht und bewahren Sie im Kühlschrank auf.

So funktioniert die Enthaarung:

Zuerst sollten die zu enthaarenden Stellen desinfiziert werden (am besten mit Alkohol). Kleiner Tipp: Die Paste haftet besser, wenn Sie anschließend eine dünne Schicht Körperpuder auftragen.

Die Sugaring-Paste wird anschließend entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen, aber im Gegensatz zum Wachs in Wuchsrichtung abgezogen. So werden die Haare mit der Wurzel aus der Haut gezogen. (Die Zuckermasse sollten Sie außerdem gründlich mit den Fingern einarbeiten.)

Sugaring Paste selber machen.

Waxing oder Sugaring?

Das „Zuckern“ verspricht lange glatte Haut - fast ohne Schmerzen. Was ist der Unterschied zwischen Sugaring und Waxing? Beim Sugaring werden die Haare mithilfe einer Zuckerpaste aus der Haut gezogen. Auch, wenn es neu klingt: Diese Methode der Haarentfernung gibt es bereits seit Jahrhunderten. Seinen Ursprung hat das „Zuckern“ im Orient. Genau wie beim Waxing oder Epilieren werden die Haare beim Sugaring samt Wurzel entfernt. Dadurch hält der Effekt glatter Haut bis zu vier Wochen an. Bei regelmäßiger Behandlung wachsen die Haare im Laufe der Zeit feiner und weniger dicht nach.

Wann sollten Sie von Sugaring absehen?

Sugaring eignet sich für jeden Hauttyp und jede Körperstelle - sogar für empfindliche Haut im Gesicht. Vorsicht gilt allerdings bei Neurodermitis und Narben, da das Ausreißen der Haare dann zusätzliche Hautreizungen provozieren könnte.

Die Zuckerpaste mit den Fingern oder einem Spatel auftragen. Die Sugaring-Haarentfernung ist im Vergleich zum Waxing weitgehend schmerzlos. Eingewachsene Haare und Hautirritationen treten nur selten auf.

Keine Verbrennungsgefahr: Anders als Wachs kommt die Zuckerpaste körperwarm auf die Haut.

Zuckern ist zeitintensiv: Im Gegensatz zum Waxing lassen sich immer nur kleine Areale nacheinander enthaaren. Für beide Beine sollten Sie beim Sugaring zu Hause etwa eine Stunde Zeit einplanen. Im Kosmetikstudio nimmt die Enthaarung mit Zucker etwa 30 bis 40 Minuten in Anspruch.

Zucker, Zitronensaft und Wasser sind die Grundzutaten einer Sugaring-Paste. Die können Sie fertig gemixt in der Drogerie kaufen oder mit diesem Rezept ganz einfach selbst herstellen.

Die Sugaring-Paste besteht aus Zucker, Zitronensaft und Wasser. Die Masse verflüssigt sich zunächst und dickt nach etwa 10-15 Minuten langsam an. Damit die Masse die Haare greifen kann, sollten sie etwa 2-5 Millimeter Länge haben.

Mit den Fingern, einem Spatel oder Honiglöffel entgegen der Wuchsrichtung auf die Haut streichen. Die Zuckerpaste anschließend mit wenigen, ruckartigen Bewegung in Wuchsrichtung abziehen.

Für die Feinarbeit: Die Masse auf die Fingerkuppen geben und damit die Haare gezielt zupfen.

In der Regel treten nach einer Sugaring-Haarentfernung weniger Reizungen auf als nach dem Waxing.

Gut zu wissen: Ein Sugaring selbst wirkt wie ein leichtes Peeling, weil es abgestorbene Hautschüppchen entfernt. So lassen sich eingewachsene Haare vermeiden.

Haben Sie nach dem „Zuckern“ trotzdem trockene Haut an den Beinen, sollten Sie eine leichte After Shave Body Lotion auftragen: Pflegeformeln mit Panthenol können die Haut beruhigen und dadurch Hautirritationen vorbeugen.

Nach einem Sugaring im Gesicht oder unter den Armen empfiehlt es sich, mindestens 12 Stunden auf Make-up und alkoholhaltige Deodorants zu verzichten, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Vermeiden Sie 24 Stunden nach der Enthaarung Sonnenbäder, Saunagänge oder exzessive Sporteinheiten.

Sugaring hinterlässt ein glattes Hautgefühl - weil die Paste lästige Härchen entfernt und alte Hautschüppchen löst.

Darüber, welche Haarentfernungsmethode die richtige für Sie ist, entscheidet Ihr Hauttyp und die zu behandelnde Hautzone. Die Rasur ist die schnellste und unkomplizierteste aller Haarentfernungsmethoden.

Vorteile von Sugaring:

  • Weniger schmerzhaft: Beim Sugaring werden die Haare in Wuchsrichtung ausgerissen, was weniger schmerzhaft als Waxing ist.
  • Verlangsamung des Haarwachstums: Wendest du die Methode des Sugarings regelmäßig an, soll dies das Haarwachstum verlangsamen. Außerdem sollen die Haare nach der Behandlung dünner und heller nachwachsen.
  • 100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe: Zucker, Zitronensaft und Wasser enthalten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe.
  • Kaum Verpackungsmüll: Wachsstreifen aus der Drogerie sind oft aufwendig verpackt, von Nassrasierern ganz zu schweigen.
  • Gründliche Haarentfernung: Die winzigen Zuckermoleküle dringen in die Haaroberfläche ein und sorgen dafür, dass die Haare gründlich entfernt werden können - und dabei nicht so leicht abbrechen.

Tipps für die Anwendung

Für selbst gemachtes Sugaring brauchen Sie nur Zucker, Wasser und Zitronensaft. Sind Sie sich unsicher, ob die Konsistenz stimmt - oder vielleicht noch zu flüssig ist - geben Sie einen Löffel der Paste in ein Glas mit kaltem Wasser.

Bei gekaufter Halawa-Paste muss das Produkt zuerst erwärmt werden. Die noch heiße, selbst gemachte Zuckerpaste hingegen sollte vor der Anwendung auf Körpertemperatur abgekühlt sein, bevor es losgehen kann.

Das verwendete Stück Zuckerpaste können Sie so lange weiterbenutzen, bis es dafür zu weich ist.

Die Methode ist am Anfang etwas zeitaufwendig und braucht etwas Übung.

Bienenwachsbalsam selber herstellen

In meinem ersten Jahr als Jung-Imkerin habe ich gelernt dass man sich mit Bienen immer mindestens doppelt freut: einmal über den wunderbaren, zuckersüßen Honig und ein zweites Mal über all die kleinen und großen kostbaren Bienenwachs-Überschüsse, die sich mit der Haltung von Bienen im Laufe der Zeit so ergeben.

Bienenwachs ein kostbarer Naturschatz und zum achtlosen Wegwerfen viel zu schade.

Nachdem sich bei uns immer wieder kleinere Wabenreste, Entdeckelungswachs und Co. sammelten, beschloss ich kürzlich all die kleinen Stückchen so weiterzuverarbeiten, dass sie wieder eine sinnvolle und gebührlich wertschätzende Verwendung bekommen.

Verwendungsmöglichkeiten für Bienenwachs

Für Bienenwachs gibt es von der Möbelpolitur bis zu Christbaumkerzen allerhand Verwendungsmöglichkeiten, am interessantesten finde ich jedoch den Einsatz von Bienenwachs in der Kosmetik und Naturheilkunde.

Es gibt wohl so allerhand Alltags-Wehwehchen die mit etwas Bienenwachsbalsam wieder in Ordnung gebracht werden können. Besonders hervorzuheben sind die besonders hautschützenden, feuchtigkeitsspendenden und lindernden Faktoren.

Mischt man das Bienenwachs mit einigen anderen aus der Naturheilkunde bekannten Komponenten wie z.B. Calendula, Lavendel und Kokosöl, entsteht eine wunderbare Salbe, die sich nicht nur bei spröder und rissiger Haut, sondern auch bei Reizungen, Ekzemen und Irritationen verwenden lässt.

Bienenwachsbalsam selbst herstellen: So geht’s!

Bienenwachsbalsam selbst herstellen ist kinderleicht, dazu muss man weder Imker noch Kräuterhexe sein. Die wenigen Zutaten lassen sich problemlos sammeln, in unmittelbarer Nähe kaufen oder online bestellen und der Balsam ist schnell und einfach zusammengerührt.

Zutaten für etwa 150 g Bienenwachsbalsam:

  • 100 g Kokosöl (z.B. von dm)
  • 50 g Bienenwachs
  • eine Handvoll frische Calendula- und Lavendelblüten (ungespritzt, idealerweise aus dem Garten)
  • Cremetiegel zum Abfüllen

Zubereitung:

  1. Wasser in einem kleinen Topf erhitzen.
  2. Kokosöl und Bienenwachs in ein feuerfestes Gefäß geben und im Wasserbad vorsichtig schmelzen.
  3. Gelegentlich umrühren, damit sich alles gut miteinander vermischt.
  4. Sobald Wachs und Öl vollständig geschmolzen sind das Gefäß auf einen Untersetzer stellen und die frischen Blüten hineingeben.
  5. Das Bienenwachs-Kokosöl-Gemisch nun vollständig erkalten und fest werden lassen.
  6. Abdecken und an einem kühlen, dunklen Ort 24 - 48 Stunden ziehen lassen.
  7. Anschließend den fest gewordenen Bienenwachsbalsam auf kleiner Flamme wieder schmelzen, vom Herd nehmen und durch ein Sieb vorsichtig in die Salbentiegel gießen.
  8. Salbentiegel so lange offen stehen lassen bis das Bienenwachsbalsam wieder eine feste Konsistenz angenommen hat, anschließend fest verschließend und idealerweise an einem kühlen, licht geschützten Ort aufbewahren.

Die Creme hat eine ziemlich feste Konsistenz, in Verbindung mit warmer Haut schmilzt sie jedoch schnell, lässt sich prima verteilen und zieht gut ein.

Da Kokosöl mit 2 - 3 Jahren eine ziemlich lange Haltbarkeit hat, sollte auch der selbstgemachte Bienenwachsbalsam ohne Probleme mehrere Monate haltbar sein, hierzu habe ich jedoch noch nicht genügend persönliche Erfahrungen um verbindliche Aussagen zu machen.

Das perfekte Skin Food

Kurz nochmal zu den verschiedenen Komponenten meine Bienenwachsbalsams und Ihrer Wirkung:

  • Bienenwachs: hautschützend, feuchtigkeitsspendend, lindernd
  • Kokosöl: pflegend, antibakteriell, entzündungshemmend
  • Calendula: fördert die Wundheilung, desinfizierend, entzündunghemmend
  • Lavendel: intensiv duftend, beruhigend, antimykotisch

Die einzelnen Komponenten können ohne Weiteres ausgetauscht werden z. B. Olivenöl oder Sheabutter statt Kokosöl, Pfefferminze statt Lavendel, Gänseblümchen oder Rosenblätter anstatt Calendula etc.

Wem der Bienenwachsbalsam zu fest ist, kann den Öl-Anteil leicht erhöhen und den Wachs-Anteil dabei leicht reduzieren. Ein paar Tropfen eines ätherischen Öls sorgen auf Wunsch auch für einen angenehmen Duft in der Nase. Hier darf ganz nach Lust und Laune wenig herumexperimentiert werden.

Bei uns zu Hause findet der Bienenwachsbalsam zur Zeit besonders bei rauen Händen, trockenen Fußsohlen, spröden Lippen, fiesen Insektenstichen und leichten Schürfwunden beinahe täglich Verwendung.

tags: #Haarentfernungswachs #selber #machen #Rezept

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