Die Haare sind für viele Menschen ein natürlicher Schmuck und Ausdruck der Persönlichkeit. Sie beeinflussen, wie andere uns sehen und auch stark unser Selbstbild. Haare haben aber auch schützende Eigenschaften: Sie schirmen zum Beispiel die Kopfhaut gegen Sonnenstrahlen ab. Wimpern und Augenbrauen verhindern, dass Staub, Schmutz oder Schweiß in die Augen geraten. Auch in der Nase und den Ohren schützen Haare vor Eindringlingen.
Bis auf wenige Stellen, zum Beispiel den Handinnenflächen und Fußsohlen, ist die gesamte Körperoberfläche behaart. Dabei unterscheidet man die feinen, kurzen Wollhaare am Körper und die sogenannten Lang- oder Terminalhaare. Dazu gehören die Haare am Kopf, die Barthaare, Wimpern, Augenbrauen, Schamhaare und auch die männliche Körperbehaarung, etwa an Brust oder Bauch.
Die Verteilung von Woll- und Langhaaren ist individuell unterschiedlich und alters- wie geschlechtsabhängig. Zum Beispiel ist bei Kindern der Körper vorwiegend von Wollhaaren bedeckt.
Jedes Haar besteht aus einem Haarschaft und einer Haarwurzel. Der Schaft ist der sichtbare Teil des Haares, der aus der Haut herausragt. Die Haarwurzel steckt in der Haut und reicht bis in das Unterhautgewebe. Sie ist von Haut- und Bindegewebe eingehüllt - dem Haarfollikel, in den auch eine Talgdrüse mündet.
Am unteren Ende ist die Haarwurzel kugelig verdickt und wird deshalb an dieser Stelle Haarzwiebel genannt. In die Haarzwiebel reicht von unten die sogenannte Haarpapille hinein, ein gut durchblutetes Knötchen. In der Haarzwiebel werden ständig neue Zellen gebildet, die miteinander verkleben und dabei verhornen. Aus diesem Hornstrang setzt sich das gesamte Haar zusammen.
Weil sich von unten immer neue verhornte Zellen an das Haar ankleben, schiebt es sich allmählich aus der Haut heraus. Ein Haar am Kopf wird auf diese Weise pro Monat etwa einen Zentimeter länger. Die Barthaare, aber vor allem Wimpern, Augenbrauen und die Körperbehaarung wachsen langsamer.
Die Struktur eines Haares
Ob das Haar glatt oder lockig ist, hängt mit dem Querschnitt des Haares zusammen. Ist er rund, wächst das Haar glatt aus der Haut. Je ovaler sein Querschnitt, desto lockiger sind die Haare.
Die Haarfarbe entsteht durch den unterschiedlichen Gehalt des Farbstoffs Melanin in den verhornten Zellen. Sie kann von Person zu Person stark variieren und sich im Laufe des Lebens verändern. Mit zunehmendem Alter nimmt der Melaningehalt bei den meisten Menschen ab, gleichzeitig wird vermehrt Luft in das Haar eingeschlossen - es verliert seine Farbe und wird weiß.
Solange in der Haarzwiebel immer neue Hornzellen entstehen, wächst das Haar in die Länge. Diese Wachstumsphase nennen Fachleute auch anagene Phase. Zu jedem Zeitpunkt befinden sich etwa 90 Prozent aller Haare eines Menschen in der Wachstumsphase.
Je nachdem, wo am Körper ein Haar wächst, ist die Wachstumsphase unterschiedlich lang: Bei den Haaren der Kopfhaut kann sie zum Beispiel mehrere Jahre dauern. Deshalb können Kopfhaare, wenn sie nicht abgeschnitten werden, weit über einen Meter lang werden. Besonders kurz ist die Wachstumsphase bei Wimpern, Augenbrauen oder den Haaren am Eingang von Ohr und Nase. Sie wachsen nur etwa 100 bis 150 Tage lang. Darum können diese Haare auch nicht so lang werden.
Am Ende der Wachstumsphase löst sich die Haarwurzel von der Papille ab. Dieser Abschnitt wird als Übergangsphase bezeichnet und dauert etwa 2 bis 4 Wochen. Ist das Haar gänzlich von der Papille und damit von der Blutversorgung abgetrennt, beginnt die Ruhephase des Haares - auch telogene Phase genannt. Das Haar wird dabei langsam aus der Haut gedrückt und fällt schließlich aus.
Weil immer wieder Haare in die Ruhephase übergehen und dann ausfallen, verliert ein Mensch ständig Haare. Bei einem gesunden Erwachsenen können es am Kopf etwa 70 bis 100 Haare am Tag sein. Weil aber gleichzeitig immer neue Haare nachwachsen, bleibt dieser natürliche Haarausfall unbemerkt.
Wenn die Haarwurzeln aber während der Wachstumsphase geschädigt werden oder viele Haare auf einmal in die Ruhephase übergehen, kommt es zu einem verstärkten Haarausfall (Effluvium). Wachsen keine neuen Haare mehr nach, entsteht eine kahle Stelle. Unabhängig davon, ob die Stelle klein ist, die gesamte Kopfhaut oder die Körperbehaarung betrifft, bezeichnet man diese Haarlosigkeit als Alopezie. Manche Alopezie-Formen können wieder verschwinden, und die Haare wachsen wieder nach.
Das Haarwachstum kann durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst und dadurch verlangsamt bzw. gestört werden. Mögliche Ursachen sind genetische Faktoren, Stress, Mangelernährung, Medikamenteneinnahme, Krankheiten und hormonelle Veränderungen. Der tägliche Haarausfall von bis zu 100 Haaren ist normal.
Ursachen für Haarausfall
Man kann das Haarwachstum mit einigen Maßnahmen unterstützen (Ernährung, Pflege, Stress vermeiden etc.), sodass die Wachstumsprozesse ungestört ablaufen und die Haare schön aussehen, glänzen und nicht brüchig sind - schneller wächst das Haar dadurch aber nicht.
Für ein gesundes Haarwachstum muss das Haar mit ausreichend Proteinen, Vitaminen, Spurenelementen, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und weiteren essenziellen Stoffen versorgt werden. Eine ausgewogene Ernährung und als mögliche Ergänzung eine nach ärztlicher Rücksprache zusätzliche Einnahme von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln sorgt für einen kräftigen Haarwuchs. Gesunde Ernährung ist einer der wichtigsten Punkte, um das Haarwachstum zu fördern. Wie der Rest unseres Körpers benötigen auch unsere Haarwurzeln bestimmte Nährstoffe, um richtig zu funktionieren.
Es gibt mehrere Nährstoffe, die für ein optimales Haarwachstum wichtig sind:
Eine ausreichende Zufuhr dieser Nährstoffe ist für das Haarwachstum unerlässlich, auch weil der Körper nicht alle dieser Nährstoffe selbst herstellen kann. Bei Bedarf können Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle Infusionen eingesetzt werden, um die Aufnahme dieser wichtigen Nährstoffe zu erhöhen.
Es gibt eine Vielzahl von Lebensmitteln, die wichtige Nährstoffe für gesundes Haar liefern:
Eine ausgewogene Ernährung mit diesen und anderen nährstoffreichen Lebensmitteln kann dazu beitragen, das Haar gesund zu erhalten und das Haarwachstum zu fördern.
Hier ist eine Tabelle, die einige wichtige Nährstoffe für das Haarwachstum und ihre Quellen zusammenfasst:
| Nährstoff | Funktion | Lebensmittelquellen |
|---|---|---|
| Biotin (Vitamin B7) | Aufbau von Keratin | Eier, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Sojabohnen, Pilze, Haferflocken |
| Zink | Produktion von Kollagen, Zellwachstum | Rindfleisch, Schweinefleisch, Eier, Milch, Käse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Weizenkeime, Roggenkeime |
| Eisen | Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln | Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse |
| Vitamin E | Antioxidative Wirkung, Schutz der Zellen | Nüsse, Samen, pflanzliche Öle |
Die Pflege des Haares spielt eine entscheidende Rolle für seine Gesundheit und sein Wachstum. Wie bei jedem anderen Körperteil hängt die Vitalität der Haare stark von der Pflege ab.
Die Pflege der Kopfhaut ist für das Haarwachstum genauso wichtig wie die Pflege der Haare selbst. Eine gut durchblutete und gesunde Kopfhaut bietet die besten Voraussetzungen für kräftiges und gesundes Haar.
Kopfhautmassage zur Förderung des Haarwachstums
Es gibt viele Mythen über das Haarwachstum, die nicht alle der Wahrheit entsprechen:
Neben den traditionellen Methoden gibt es auch innovative Behandlungen, die das Haarwachstum fördern können. Perfect Skin in Berlin setzt auf fortschrittliche Methoden wie:
Diese Therapien sind ideal für Menschen, die ihrem Haar neuen Lebensgeist verleihen möchten - sei es zur Vorbeugung von Haarausfall, zur Verbesserung der Haarstruktur oder zur Förderung des Haarwachstums.
Dünnes Haar kann ein Symptom für bestehende Mangelzustände im Körper sein. Bei dünnem Haar heisst es also, zuerst einmal herauszufinden, welcher Art die augenblicklichen Mangelzustände des eigenen Organismus sind. Dünnes Haar kann auf einen Mangel an Silicium, an Vitamin D, an bestimmten Aminosäuren, an manchen Spurenelementen oder an vielen anderen Vital- und Nährstoffen hinweisen. Die erste Massnahme ist daher eine Ernährungsumstellung auf eine vitalstoffreiche und basenüberschüssige Ernährung.
Ihr Haar wirkt trocken und glanzlos? Die Spitzen sind splissig und spröde? Die gute Nachricht: Sie müssen nicht gleich zur Schere greifen, um Ihr kaputtes Haar zu retten. Oft reicht es schon, die Pflegeroutine zu verändern und den Ursachen vorzubeugen.
Bevor Ihre Haare wirklich kaputt aussehen, haben sie meist eine kleine Leidensgeschichte hinter sich. Styling-Tools wie Bürste, Föhn oder Lockenstab strapazieren Ihr Haar, zu häufige Colorationen, Blondierungen oder Behandlungen wie Dauerwellen tun ihr Übriges. Ebenfalls schädlich wirken extreme Kälte oder Hitze sowie chlor- und kalkhaltiges Wasser. Und manchmal liegt es einfach an fehlender oder falscher Pflege.
Die Folgen sind deutlich sichtbar: Die natürliche Schuppenschicht wird rau, das Haar wird strohig, glanzlos, neigt zum Abbrechen und zu Spliss in den Spitzen.
A. 1. Das Wundermittel hierfür ist Olaplex. Deswegen ist es so wirksam und das Wundermittel gegen kaputtes Haar. Olaplex No. 1 und No. 2 sind einsetzbar vor, während und nach einer chemischen Behandlung und unbedingt zu empfehlen, um deine Haare optimal zu schützen. Diese beiden Produkte reparieren die gebrochenen Bindungen und verschließen danach die Haaraußenschicht.
Um die geschwächten Haarfasern wieder zu stärken, empfehlen wir die Résistance und die Thérapiste Serie von Kérastase. Deine Haare werden mit Nährstoffen versorgt, Haarschäden werden repariert und die pflegenden Inhaltsstoffe machen dein Haar geschmeidig und glänzend.
Die Tannin-Moleküle legen sich um deine Haare, werden durch Wärmezufuhr aktiviert und festigen sich.
Setze auf eine eiweißreiche Ernährung, die Fisch, Eier und Obst enthält. Achte auch auf potenziell schädliche Anti-Nährstoffe. Kollagen kann dazu beitragen, das Haar zu stärken und seine allgemeine Gesundheit zu verbessern. Die Aminosäuren im Kollagen unterstützen die Bildung von Keratin und helfen so beim Haarwachstum. Kollagen findet sich vor allem in tierischen Lebensmitteln, wie Knochenbrühe, Hühnerhaut, Fisch und Meeresfrüchten. Um dir einen Überblick über deine Ernährung zu verschaffen, empfiehlt es sich, deine Mahlzeiten vorher zu planen.
B. 1. Verwende Shampoos und Spülungen ohne Silikone, da diese Haarschäden bloß ummanteln, aber nicht reparieren. 2. Style deine Haare nie mit mehr als 180 Grad. Wenn du etwas Neues mit deinem Hitze-Styling-Tool ausprobieren möchtest, lass das Geräte vorerst ausgesteckt und übe so lange, bis du die Technik raus hast. 3. Schütze dein Haar vor schädlichen UV-Strahlen, indem du es bedeckst oder spezielle UV-Schutz Produkte verwendest, wie die Crème UV Sublime Haarcreme von Kérastase. 4. Meide zu enge Frisuren wie strenge Zöpfe und Pferdeschwänze. Verwende weiche Haargummis aus Kunststoff oder Stoff und style deine Haare in lockeren Flechtfrisuren und Haartüchern. 5. Lass dir regelmäßig die Spitzen schneiden. 6. 7. Verwende dein Shampoo auch nur am Haaransatz und beende jeden Waschgang mit Conditioner. Außerdem solltest du deine Haare am Ende immer mit kaltem Wasser ausspülen. 8. 9. In der Kopfhaut befinden sich nämlich die Haarfollikel und Haarwurzeln. Hier werden sie mit Nähstoffen und Sauerstoff versorgt. Eine gesunde und gut durchblutete Kopfhaut gewährleistet daher die Haargesundheit und das Haarwachstum. Außerdem reguliert die Kopfhaut die Produktion von Talg, einer natürlichen ölhaltigen Substanz, die dein Haar vor dem Austrocknen bewahrt und geschmeidig hält. Sie ist auch verantwortlich für die Schuppenbildung, also das Entfernen der abgestorbenen Hautzellen. 10. Setze auf Haarbürsten mit Naturhaar, wie zum Beispiel Wildschweinborsten.
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