Ursachen und Lösungen für dünner werdendes und brüchiges Haar

Viele Menschen bemerken, dass ihre Haare im Laufe der Zeit dünner werden oder abbrechen. Dies kann verschiedene Ursachen haben, von falscher Pflege bis hin zu gesundheitlichen Problemen. Es ist wichtig, die Ursachen zu verstehen, um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können.

Was ist Haarbruch?

Haarbruch tritt auf, wenn die Haare entlang des Schafts brechen, anstatt von der Wurzel auszufallen. Dies führt zu einem spröden und strohigen Aussehen. Mit bloßem Auge lässt sich Haarbruch anhand kleiner weißer Pünktchen erkennen, die die Bruchstellen des Haares markieren. Im Gegensatz zu Spliss, der das Haar an den Spitzen spaltet, kann Haarbruch überall auftreten.

Ursachen für Haarbruch

Die Ursachen für Haarbruch reichen von mangelhafter Ernährung bis zu alltäglichen Fehlern bei der Pflege. Hier sind einige häufige Auslöser:

  • Falsche Pflege: Zu häufiges Waschen, aggressive Shampoos, heißes Föhnen und unsachgemäßes Bürsten können die Haare schädigen.
  • Chemische Behandlungen: Intensives Färben, Blondieren und Dauerwellen schwächen die Haarstruktur.
  • Hitzestyling: Regelmäßige Anwendung von Föhn, Glätteisen oder Lockenstab entzieht dem Haar Feuchtigkeit.
  • Ernährungsmängel: Ein Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen wie Biotin, Eisen, Kalzium und B-Vitaminen kann zu Haarbruch führen.
  • Mechanischer Stress: Ständiger Zug durch straffe Frisuren wie Pferdeschwänze oder Dutts kann die Haarstruktur schädigen.
  • Umwelteinflüsse: Trockene Heizungsluft im Winter kann das Haar austrocknen und brüchig machen.

Brüchige Haare – das machen die meisten falsch

Innere Ursachen für Haarbruch

Innere Faktoren können ebenfalls zu Haarbruch beitragen. Dazu gehören:

  • Krankheiten: Schilddrüsenprobleme, chronische Darmerkrankungen oder eine Chemotherapie können die Haargesundheit beeinträchtigen.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente wie Antibiotika, Antiepileptika oder Zytostatika können Haarbruch begünstigen.
  • Hormone: Hormonelle Veränderungen, beispielsweise in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft, können die Haarstruktur beeinflussen.
  • Stress: Psychische Belastung und Stress können zu Nährstoffmängeln führen und Entzündungsprozesse im Körper begünstigen, die sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.

Was tun gegen Haarbruch?

Um Haarbruch zu stoppen, ist es wichtig, die Ursache zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Hier sind einige Tipps:

Richtige Pflege

  • Schonende Haarwäsche: Waschen Sie die Haare nicht täglich und verwenden Sie milde, rückfettende Shampoos. Konzentrieren Sie sich beim Einschäumen auf die Kopfhaut und vermeiden Sie es, das Shampoo zu stark in die Längen und Spitzen zu verteilen.
  • Sanftes Trocknen: Rubbeln Sie nasse Haare nicht mit einem Handtuch trocken, sondern schlagen Sie sie ohne größere Reibung darin ein. Noch schonender geht das mit einem Baumwoll-T-Shirt.
  • Vorsichtiges Entwirren: Bürsten Sie Ihre Haare nicht im nassen Zustand. Verwenden Sie einen grobzinkigen Kamm, am besten aus Holz, um das feuchte Haar schonend zu entwirren.
  • Hitze vermeiden: Beschränken Sie das Föhnen auf das Nötigste und verwenden Sie Hitzeschutzsprays, wenn Sie Glätteisen oder Lockenstab benutzen.
  • Sanfte Styling-Techniken: Vermeiden Sie straffe Frisuren und verwenden Sie weiche, breite Zopfgummis ohne Metallteile.

Ausgewogene Ernährung

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Besonders wichtig sind:

  • Eisen: Fleisch, Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchte
  • Biotin (Vitamin H): Rinderleber, Eigelb, Nüsse und Pilze
  • Vitamin A: Süßkartoffeln, Karotten, Spinat
  • Vitamin B: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse

Stress reduzieren

Schaffen Sie sich kleine Inseln der Auszeit und praktizieren Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder Achtsamkeitsübungen. Stresshormone wie Noradrenalin oder Cortisol können dem Haar zusetzen und Haarausfall sowie Haarbruch begünstigen.

Hausmittel gegen brüchige Haare

Verschiedene Hausmittel können helfen, die Haare mit Feuchtigkeit zu versorgen und zu stärken:

  • Olivenöl: Nach dem Waschen in die Spitzen des noch feuchten Haares einreiben.
  • Honig-Haarkur: Mischen Sie Honig, Mandelöl, Eigelb und ätherische Öle und tragen Sie die Mischung auf das Haar auf.
  • Bierwäsche: Spülen Sie Ihr Haar mit Bier, um es zu kräftigen.

Geeignete Produkte verwenden

Verwenden Sie Shampoos, Spülungen und Haarkuren, die speziell für brüchiges Haar entwickelt wurden und natürliche Öle und wichtige Inhaltsstoffe enthalten. Achten Sie darauf, dass die Produkte keine Silikone enthalten, die das Haar langfristig beschweren können.

Haaraufbau

Ein Haar besteht größtenteils aus dem Eiweiß Keratin. Das Haar ist an seiner Haarwurzel von Haut- und Bindegewebe eingehüllt, dem Haarfollikel. Von dort nimmt das Haar alle wichtigen Nährstoffe auf und wird über die Talgdrüse eingefettet und vor dem Austrocknen geschützt. Der sichtbare Haarschaft besteht aus drei Schichten: einer äußeren Schuppenschicht, einer Faserschicht (Cortex), die die Grundsubstanz des Haares bildet, und dem Mark (Medulla).

Nährstoff Funktion Lebensmittel
Eisen Wichtig für die Zellteilung und das Haarwachstum Fleisch, Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte
Biotin (Vitamin H) Beteiligt am Aufbau von Keratin Rinderleber, Eigelb, Nüsse, Pilze
Vitamin A Wichtig für das Haarwachstum Süßkartoffeln, Karotten, Spinat
Vitamin B Unterstützt das Haarwachstum und die Regeneration Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse

Indem Sie diese Tipps befolgen und auf eine gesunde Lebensweise achten, können Sie Haarbruch reduzieren und die Gesundheit Ihrer Haare verbessern.

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