Lange Haare sind für viele Menschen ein Schönheitsideal, doch oft auch pflegeintensiv. Wer sich von seiner Mähne trennen möchte, kann Gutes tun, indem er die Haare spendet. Denn Haare zu spenden ist eine einfache und schnelle Möglichkeit, anderen Menschen eine große Freude zu machen.
Spendest du deine Haare, kann aus ihnen eine Echthaar-Perücke hergestellt werden. Diese wird Menschen zur Verfügung gestellt, denen aufgrund von Erkrankungen keine Haare wachsen oder die viele Haare verloren haben. Gerade für Kinder, die zum Beispiel aufgrund von Krebserkrankungen oder Verbrennungen ihr Kopfhaar verloren haben, ist eine Echthaar-Perücke oftmals ein Segen. Da Perücken aus Echthaar im Fachgeschäft sehr teuer sind, können sie sich viele nicht leisten. Daher sind sie auf Menschen angewiesen, die Haare spenden. Krankenkassen zahlen oft nur einen Bruchteil, der meist gerade einmal für eine Kunsthaarperücke oder eine Kurzhaarperücke reicht.
Nicht jedes Haar eignet sich für eine Haarspende - vor allem die Länge spielt eine wichtige Rolle. Die abgeschnittenen Haare müssen eine Länge von mindestens 25 bis 30 Zentimetern aufweisen. Die geforderte Länge schwankt teilweise nach den individuellen Vorgaben der jeweiligen Organisation.
Für eine Haarspende dürfen deine Haare nicht chemisch behandelt sein und sollten möglichst gesund aussehen. Das heißt, gefärbte, blondierte, gesträhnte oder dauergewellte Haare werden zur Spende nicht angenommen. Färbst du deine Haare mit Henna, kannst du sie aber spenden. Deine Haare sollten möglichst gesund aussehen und nicht zu stark strapaziert sein, zum Beispiel durch Spliss.
Hier sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine Haarspende zusammengefasst:
Es ist wichtig zu beachten, dass die Haare beim fertigen Produkt grundsätzlich schon mal kürzer sind, da Perücken geknüpft werden.
Binde die abgeschnittenen Haare am besten am Ansatz und an den Spitzen fest zusammen. Zudem solltest du die Haare vorher ordentlich durchkämmen und dafür sorgen, dass sie möglichst alle in der gleichen Richtung liegen. Einige Organisationen schreiben auch vor, die Haare zu einem festen Zopf zu flechten. Achte darauf, dass die Haare komplett getrocknet sind, bevor du sie verschickst.
Hier sind die Schritte zur Vorbereitung der Haarspende:
Denk immer daran: Es sind nur Haare!
Willst du deine Haare spenden, solltest du diese bei einer vertrauenswürdigen Organisation tun. Mit echten Haaren lässt sich nämlich erstaunlich viel Geld verdienen. Sogar von einem Millionengeschäft ist die Rede - vor allem in ärmeren Ländern. Recherchiere dazu am besten im Internet und lese dir Erfahrungen anderer Haarspender:innen durch.
Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld überlegst, wohin genau deine Spende gehen soll. Die Möglichkeiten diesbezüglich sind nämlich extrem vielfältig. Wir können Ihnen folgende seriöse Organisationen empfehlen.
Einige Organisationen produzieren nur für Bedürftige bis 18 Jahre, andere für die gesamte Bandbreite. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten für die Spende: man kann während einer Beratung im Zweithaarstudio spenden oder bei seinem eigenen Friseur und ihn bitten, die Haarspende dann an die Organisation weiter zu senden. Es geht aber noch einfacher: auch eine Spende von Zuhause aus ist möglich. Auf den Seiten der Organisationen gibt es Anleitungen, wie man sich das Haar schneiden sollte.
Einige Friseure übernehmen das Schneiden und Versenden der Haare an die Organisationen. Es ist jedoch ratsam, die Haare selbst zu versenden, um sicherzustellen, dass sie ankommen.
Wenn du dich von deinen Haaren getrennt hast, solltest du sie unbedingt als geflochtenen Zopf - mit zwei Haargummis fixiert - versenden.
Wir werden oft gefragt, ob gespendete Haare gratis bei Krebspatientinnen und Krebspatienten ankommen. Grundsätzlich ist es so: Frauen können sich eine Perücke ärztlich verschreiben lassen. In diesem Fall zahlen gesetzliche Krankenkassen die Kosten oder einen Zuschuss für eine Perücke. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Bei Männern ist die Situation etwas anders, da manche Krankenkassen einen kurzfristigen Haarausfall während einer Chemotherapie oder einen altersbedingten Haarverlust für zumutbar bzw. ablehnend halten.
Jede Haarspende ist ein Zeichen von Mitgefühl, und ein Stück gelebte Solidarität. Haare sind mehr als nur ein Teil unseres Aussehens - sie sind ein Stück Identität. Besonders Kinder, die durch Krankheit ihr Haar verlieren, spüren das oft sehr stark.
Gesundes Haar ist kein Zufall. Es entsteht durch die richtige Pflege von außen und eine gezielte Unterstützung von innen. Wer seine Haare spenden möchte oder nach einer Haarspende das Haarwachstum fördern will, braucht eine ganzheitliche Basis.
Hier sind einige zusätzliche Tipps und Informationen:
Ich habe keine Sekunde lang gezögert, habe meinen Haaren nicht einen Moment lang nachgetrauert. Es gibt viele Wege, um anderen Menschen Gutes zu tun. Alle Infos, die ich in diesem Beitrag zur Verfügung stelle, habe ich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert.
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