Haare schneiden nach der Haartransplantation: Was Sie wissen müssen

Haartransplantationen erfreuen sich wachsender Beliebtheit als Mittel gegen Haarausfall. Doch was müssen Sie beachten, wenn es darum geht, die Haare nach dem Eingriff zu schneiden? Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Leitfaden, wann und wie Sie Ihre Haare nach einer Haartransplantation schneiden können, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dr. Abdulaziz Balwi, Spezialist für Haartransplantationen und medizinischer Leiter bei Elithair, gibt wertvolle Einblicke.

Eine Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem einzelne Haarfollikel aus einem Bereich mit vollem Haarwuchs (Spenderbereich) in einen Bereich mit Haarausfall (Empfängerbereich) verpflanzt werden. Die Haarfollikel werden in der Regel aus dem Hinterkopf oder den Seiten des Kopfes entnommen, da diese Bereiche typischerweise eine hohe Haardichte aufweisen. Die transplantierten Haare wachsen dann anschließend nach und füllen den kahlen Bereich auf. Das Verfahren ist minimalinvasiv und sicher.

Haartransplantation Cosmedica Tag der ersten Operation , ca 5 Std nach dem Eingriff

Der medizinische Ablauf einer Haartransplantation

Zunächst müssen die Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen werden. Dazu wird heutzutage in vielen Kliniken die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) eingesetzt. Hierbei werden die Follikel, auch Grafts genannt, manuell mithilfe eines Spezialwerkzeugs einzeln am Hinterkopf gelockert und entnommen. Anschließend werden die Grafts in einer speziellen Nährlösung angereichert und final in den Empfängerbereich transplantiert.

Vor dem Verfahren wird der Patient in einen 15-minütigen Tiefschlaf versetzt - das sogenannte Sleep-Deep-Verfahren, das übrigens bei Elithair exklusiv zum Einsatz kommt, sorgt dafür, dass der Patient weniger Schmerzen bei der Betäubung hat, die vor dem Eingriff notwendig ist. Welche Methode letztlich angewandt wird, hängt von der individuellen Haarsituation des Patienten ab. Aus diesem Grund arbeiten wir bei Elithair mit dem „Pre-Test-System“, das aus sechs detaillierten Analysen besteht.

Die Dauer der Operation hängt maßgeblich von der Anzahl der zu transplantierenden Haarfollikel ab - im Durchschnitt dauert der Eingriff sieben Stunden.

Worauf muss man an den Tagen nach dem Eingriff achten?

Am Tag nach der Operation findet das Nachsorgegespräch statt. Hier erklären wir dann unseren Patienten, welche Anweisungen sie befolgen müssen. Dazu zählt zum einen, dass der Kopf nicht sofort gewaschen werden darf. Außerdem muss zunächst jegliche Belastung des Kopfs ebenso wie direktes Sonnenlicht vermieden werden. Die Wunden müssen zudem richtig gepflegt und Schmerzmittel sowie ein Antibiotikum eingenommen werden.

In der unmittelbaren Zeit nach dem Eingriff muss der Patient besonders vorsichtig mit dem transplantierten Bereich umgehen, da es sonst zu Schäden oder im schlimmsten Fall zum Ausfallen der Grafts kommen kann. Bis zum sechsten Tag nach der OP muss auf dem Rücken auf einem speziellen Nackenkissen geschlafen werden, danach und spätestens ab Tag zehn darf die Schlafposition verändert werden. Auf Salz sollte verzichtet werden - dieses trägt nämlich zur Blutverdünnung bei, was eine negative Auswirkung auf die transplantierten Grafts haben kann. Viel trinken ist wichtig. Ich denke, der Verzicht auf Nikotin und Alkohol während dieser Phase sollte klar sein.

In den ersten 30 Tagen nach dem Eingriff sollte starkes Schwitzen vermieden werden, auch auf Sport sollte in dieser Zeit verzichtet werden. Schwimmen gehen wird erst nach sechs Wochen empfohlen. Stöße gegen den Kopf sind unbedingt zu vermeiden.

Die Heilungsphase nach der Haartransplantation

Insgesamt dauert die Heilungsphase nach einem solchen Eingriff in der Regel zwei bis drei Wochen. In den ersten Tagen nach der OP können leichte Schwellungen oder Blutergüsse an der Kopfhaut auftreten - was aber völlig normal ist. Diese Symptome klingen innerhalb weniger Tage ab. Wichtig zu beachten ist: Die transplantierten Haare fallen in den ersten Wochen nach der OP aus. Das ist normal und kein Anlass zur Sorge - viele Patienten bekommen aber dennoch Angst. Man braucht Geduld - die neuen Haare beginnen innerhalb von drei bis sechs Monaten zu wachsen.

Risiken und Sicherheit

Die Transplantation birgt so gut wie keine Risiken. Natürlich sollten die Patienten sorgfältig die Klinik auswählen und prüfen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Allgemein mögliche Risiken sind Blutungen, Infektionen, Schwellungen, Schmerzen, Narbenbildung, Haarverfärbungen, ein ungleichmäßiges Haarwachstum oder Haarausfall im transplantierten Bereich. Die meisten Risiken sind jedoch gering und können mit einer sorgfältigen Planung minimiert werden.

Wer kommt für eine Haartransplantation infrage?

Ein perfektes Alter gibt es nicht: wir haben 18-Jährige, aber beispielsweise auch Patienten, die über 60 Jahre alt sind. Die Mehrzahl unserer Patienten ist zwar momentan noch männlich - aber wir beobachten einen Wandel. Auch für Frauen eignet sich der Eingriff, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Am wichtigsten ist, dass die Haare im Spenderbereich für das Auffüllen des kahlen Bereichs ausreichen. Wenn nicht genügend Spenderhaare vorhanden sind, kann die Transplantation nicht durchgeführt werden. Weil wir den Patienten ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern wollen, müssen wir auch Patienten ablehnen - bei rund 40 Prozent der Anfragen reichen die Haare im Spenderbereich nicht aus oder sie fallen aufgrund anderer Dinge durchs Raster.

Die Kosten einer Transplantation variieren natürlich je nach Klinik, der Anzahl der zu transplantierenden Grafts und der Methode. Der Durchschnitt bei Elithair liegt bei circa 2.800 Euro. Der Eingriff selbst wird in der Elithairklinik in Istanbul vorgenommen, die Vorgespräche finden in Deutschland statt und auch nach dem Eingriff haben die Patienten in Deutschland eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können. In Deutschland kosten derartige Behandlungen meist um die 10.000 Euro.

Wann ist der erste Friseurbesuch möglich?

Der erste Friseurbesuch ist sogar recht bald nach dem Eingriff möglich: Im Spenderbereich kann das Haar bereits eine Woche nach dem Eingriff mit der Schere wieder geschnitten werden - im Empfängerbereich zwei Wochen nach der Operation. Mit der Maschine muss der Friseur etwas warten: die kann im Spenderbereich zwei Wochen nach der OP, im Empfängerbereich einen Monat danach wieder zum Einsatz kommen. Ansonsten müssen Friseure darauf achten, bei Kunden mit transplantierten Haaren möglichst milde Shampoos zu verwenden. Besonders geeignet sind auch Produkte, die explizit das Haarwachstum fördern.

Haartransplantation mit oder ohne Rasur?

Wegen häufigem Wunsch der Kunden bieten einige Anbieter eine Haartransplantation ohne Rasur an. Nur in ganz wenigen Fällen funktioniert eine Transplantation ohne Rasur. Bei einer hochwertigen Haartransplantation ist es notwendig, Spenderbereich und Empfangsareal zu rasieren. Vor der Haartransplantation ist eine Rasur des Spenderbereichs erforderlich. Für die Entnahme der Grafts ist es eine wichtige Voraussetzung, dass der Arzt eine gute Übersicht hat über das Entnahmeareal. Zudem kann die Transsektionsrate deutlich höher sein - die Anzahl der zerstörten und damit nicht mehr verwertbaren Transplantate.

Der Eingriff dauert unrasiert deutlich länger als mit Rasur und die Ausbeute der Transplantate ist deutlich geringer. Zudem können sich in langen Haaren Schmutz und Keime verfangen, auch wenn sie frisch gewaschen sind. Dadurch ist ein Eingriff ohne Rasur deutlich unhygienischer.

Auch dort wo die Haare eingesetzt werden, also im Empfangsbereich, ist eine Rasur erforderlich. Auch im Empfangsbereich ist die Transplantation deutlich hygienischer, wenn die Haare dort rasiert werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass lange Haare mit den Transplantaten verkleben und diese beschädigen können. Ein wichtiger Punkt ist auch die Übersicht über das Empfangsareal. Mit unrasierten Haaren können die Übergänge zwischen dichtem und weniger dichtem Haarwuchs schlechter beurteilt werden. Selbst wenn man die Stellen, an denen die Transplantate eingepflanzt werden sollen, initial gut plant, kann es sein, dass die gesetzten Empfangskanäle von langen Haaren verdeckt und übersehen werden.

Einige Anbieter werben damit, dass sie eine Haartransplantation auch ohne Rasur durchführen. Das ist erst einmal schön, letztlich zählt unserer Meinung nach jedoch ein langfristig optimales Ergebnis mehr als eine unauffällige Frisur in den ersten Wochen nach der Transplantation.

Es gibt bei uns nur wenige Indikationen, bei denen wir eine Haartransplantation ohne Rasur des Empfängerbereichs in Betracht ziehen. Dazu gehören Haartransplantationen an Geheimratsecken. Auch Bereiche, in denen keine anderen langen Haare rundherum wachsen, müssen nicht zwingend rasiert werden. Das ist zum Beispiel bei einer Transplantation von Augenbrauen oder Wimpern der Fall.

Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert, den Eingriff immer mit einer Rasur durchzuführen, wenn der Wunsch nach einem guten und nachhaltigen Ergebnis besteht. Es ist daher immer fallbezogen abzuwägen und nie auf Kosten des Ergebnisses zu arbeiten, nur um die Transplantation für einige Wochen verdecken zu können. Eine Rasur des Spenderbereichs ist immer unabdingbar, weil nur so eine adäquate Hygiene und korrekte Entnahme der Grafts garantiert werden kann.

DHI-Methode ohne Rasur?

Einige Anbieter bieten die sogenannte DHI-Methode ohne Rasur an. DHI steht für Direct Hair Implantation. Dabei werden mit einem Implantationsstift Haarfollikel aus der Kopfhaut extrahiert und direkt im Empfängerbereich wieder eingepflanzt, ohne dass eine Zwischenlagerung erforderlich ist.

Achten Sie bei der Wahl des Anbieters auch auf Seriosität. Wie gut und seriös ist der Anbieter? Werden auch in Verruf geratene Techniken wie Kunsthaartransplantationen beworben? Ist der Arzt anerkannt? Sind Referenzen glaubwürdig? Werden Sie ausschließlich von medizinischem Personal betreut?

Das erste Haareschneiden nach der Transplantation

Das Haare schneiden nach einer Transplantation ist ein Vorgang, bei dem Sie äußerst sanft vorgehen müssen. Keinesfalls dürfen Sie dabei mit den Empfängerbereichen in Kontakt kommen. Die Haare sitzen während jenes Zeitraumes noch locker in der Kopfhaut. Schon ein leichter Zug führt zum permanenten Ausreißen derselben. In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff sollten Sie sich und Ihrer Kopfhaut Ruhe gönnen. Dabei ist auch das Schneiden des Kopfhaars untersagt. Nach diesem Zeitraum können Sie Ihr Kopfhaar zum ersten Mal kürzen.

Im Anschluss an die Behandlung wachsen die Haare noch nicht gleichmäßig. Denn schon kurze Zeit nach der Operation kommt es zu einem erneuten Ausfall des neu verpflanzten Kopfhaars. Um für ein harmonisches Gesamtbild zu sorgen, wollen viele Betroffene Ihr Haupthaar auf eine Länge zurechtschneiden. Während es in der ersten Zeit nicht möglich ist, die Haare zu rasieren, so lassen sich diese doch auf eine Länge kürzen.

Nehmen Sie das Haare schneiden nach der Transplantation selbst in Angriff, müssen Sie sich dabei ausreichend Zeit lassen. Wenden Sie beim Schneiden niemals Druck an. Auch ein Ziehen am Haupthaar ist unbedingt zu vermeiden. Setzen Sie beim Haare schneiden nach der Transplantation ausschließlich eine Schere ein.

Haben Sie in puncto Haare schneiden keine Erfahrung, erweist sich dieser Prozess für Sie als langwierig - es braucht mitunter einiges an Übung, bis Sie sich an ihn gewöhnt haben. Falls Sie sich zum Haare schneiden nach der Transplantation an eine Fachkraft wenden, sollten Sie darauf achten, dass diese erfahren ist. Idealerweise hat sie bereits mit Personen, die sich einer Eigenhaarverpflanzung unterzogen haben, gearbeitet. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Transplantationsbereiche beim Kürzen des Kopfhaars nicht beschädigt werden. Ein seriöser Experte wird im Vorfeld ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen. Er geht zudem auf Ihre Anliegen und Wünsche ein.

Auch der Spenderbereich am Hinterkopf wird im Zuge des Eingriffs gereizt. Daher sollten Sie auch hier in den ersten Wochen nach dem Eingriff auf das Rasieren verzichten. Denn im Gegensatz zum Transplantationsbereich, laufen Sie dort nicht Gefahr, die Haare auszureißen. Es geht nach der Operation ausschließlich darum, das Entzündungsrisiko einzudämmen.

Viele Patienten stellen sich die Frage, wann Sie nach der Operation wieder zum geliebten Elektrogerät greifen können. Um einen guten Heilungsprozess zu gewährleisten, sollten Sie mindestens drei Monate abwarten. Doch auch hier sollten Sie in der ersten Zeit noch sanft vorgehen. Wenden Sie keinen zu starken Druck an und versorgen Sie Ihre Kopfhaut nach der Prozedur mit Feuchtigkeit. Entdecken Sie auf Ihrer Kopfhaut eine entzündete Stelle, sollten Sie mit dem Abrasieren der Haare warten. Führen Sie den Prozess nur dann durch, wenn Sie vollkommen gesund sind.

Wollen Sie Ihre Haare schneiden nach der Transplantation, sollten Sie dabei sehr vorsichtig sein. Dies gilt vor allem für die ersten drei Monate nach dem Eingriff. Verwenden Sie in dieser Zeit ausschließlich eine Schere - dabei ist auf einen ausreichenden Abstand zur Kopfhaut zu achten. Viele Patienten wollen Ihr Kopfhaar auf eine Länge kürzen, da dieses in der ersten Phase nach der Operation noch ungleichmäßig wächst. Außerdem tragen einige Betroffene gerne eine Kurzhaarfrisur. Ein schönes Ergebnis erzielen Sie jedoch, wenn Sie sich für das Haare schneiden an einen erfahrenen Friseur wenden. Informieren Sie diesen im Vorfeld über den Eingriff.

Üben Sie sich in den ersten Monaten nach dem Eingriff in Geduld. Denn sind Sie sanft zu Ihrer Kopfhaut, gewährleisten Sie einen unkomplizierten Heilungsprozess. Bei Fragen sollten Sie sich an die Klinik wenden.

Wann ist ein Haarschnitt nach einer Haartransplantation wieder möglich?

Wird ein Haarschnitt zu früh nach der Transplantation durchgeführt, kann dies die Kopfhaut und Grafts beschädigen. Dies kann zu einem frühzeitigen Verlust der transplantierten Haarfollikel führen.

  • In der Regel kann man den Spenderbereich einen Monat nach der Eigenhaarverpflanzung vorsichtig trimmen lassen, gegeben, dass der Bereich sich vollständig erholt hat.
  • Es wird empfohlen, einen Haarschnitt nach einer Haartransplantation im Spenderbereich am Hinterkopf erst nach einem vollen Monat zu überwiegen.
  • Im Idealfall sollten Sie zumindest zwei volle Monate nach der Transplantation warten, bevor die Haare im Empfängerbereich vorsichtig geschnitten werden. Dies schützt das frisch verpflanzte Haar und gewährt optimale Ergebnisse.
  • Zum Schneiden der Haare im transplantierten Bereich sollten Sie Haarschneidemaschinen vermeiden und eine Schere verwenden, da sie ein sanftes und präzises Trimmen ermöglicht.

Es ist ratsam, sich vor einem geplanten Haarschnitt an Ihre Klinik zu wenden und zu bestätigen, dass die Kopfhaut wie erwartet verheilt. Sollte der Heilungsprozess langsamer verlaufen als erwartet, müssen Sie mit einer längeren Wartezeit rechnen, bevor Sie transplantiertes Haar schneiden lassen.

Empfohlene Haarschnitte nach einer Haartransplantation

Der Haarschnitt, für den Sie sich nach einer Haartransplantation entscheiden, hängt von der Gesichtsform und den persönlichen Styling-Vorlieben ab. Im Folgenden sind einige Haarschnitte, die Sie nach Ihrer Haartransplantation in Erwägung ziehen können.

  • Der sogenannte Crew Cut, auch Buzz Cut genannt, ist ein pflegeleichter Haarschnitt nach einer Haartransplantation.
  • Wenn Ihr Haar einige Monate nach der Transplantation an Länge und Dichte gewonnen hat, bietet sich das Zurückkämmen als elegante Styling-Option an. Mit etwas Gel oder Pomade lässt sich das Haar glätten und es entsteht ein gepflegter Look.
  • Besonders bei feinem oder dünner werdendem Haar im Scheitelbereich kann dieser Haarschnitt nach einer Haartransplantation vorteilhaft sein, da er das Haar optisch voller wirken lässt. Ein leichter Seitenscheitel oder das Kämmen zur Seite können zusätzliches Volumen erzeugen.
  • Der Caesar Cut, auch French Crop genannt, zeichnet sich durch gleichmäßige Haarlänge um den Kopf aus. Dieser Haarschnitt nach einer Haartransplantation kann an die individuelle Haarstruktur besonders gut angepasst werden.
  • Wird Ihr Haar dichter und die transplantierten Haarfollikel wachsen, können Sie einen klassischen Seitenscheitel in Betracht ziehen. Teilen Sie Ihr Haar auf einer Seite und kämmen Sie es dann zu der anderen Seite rüber. Sollte eine Seite dünner sein, können Sie dies kaschieren, indem Sie die dichtere Partie nutzen.

Achten Sie darauf, dass ein erfahrener Friseur, der sich mit Haarschnitten nach einer Eigenhaarverpflanzung auskennt, Ihre Haare schneidet.

Die Wachstumsphasen nach der Transplantation

In den Tagen und Wochen nach der Haartransplantation werden Sie gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, die transplantierten Haare zu kürzen. Die Follikel werden in Form von Grafts - also kleinen Haarinseln - in die Kopfhaut transplantiert. Während der Entnahme der Follikel wird die Versorgung der Haare mit Nährstoffen empfindlich gestört. Die Folge: Sie fallen kurz nach der Transplantation aus. Das ist aber kein Grund zur Sorge. Es fallen nicht die transplantierten Follikel, sondern lediglich die Haare aus. An dieser Stelle wachsen dann neue Haare, die sich zunächst durch einen dünnen Flaum bemerkbar machen. Diese neuen Haare sollten Sie keineswegs sofort schneiden.

Wie schnell die Haare tatsächlich nach der Transplantation wachsen, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. In der Haarchirurgie verwendet man dafür die Begriffe „fast grower“ und „slow grower“. Wachsen die Haare sehr schnell, dann ist der Behandlungserfolg schon nach 6 Monaten sichtbar. Die Slow Grower brauchen für dasselbe Ergebnis etwa 12 Monate. Bis die ersten Haare aus der Kopfhaut sprießen, dauert es etwa 3 bis 4 Monate.

Schon wenige Tage nach der Haarversetzung sind die Haarfollikel fest in der Kopfhaut verankert. Es braucht jedoch nach dem Shock Loss noch ca. 2 bis 3 Monate, bis die neuen Haare aus der Kopfhaut herausgewachsen sind und eine gewisse Länge erreicht haben. Wenn die erste Wartezeit vorbei ist, können Sie endlich die Schere ansetzen. Dieser Schritt sollte aber erst dann erfolgen, wenn sich die Krusten auf der Kopfhaut, die sich unmittelbar nach dem Eingriff bilden, vollständig von allein gelöst haben.

Zusammenfassung: Wichtige Punkte zum Haareschneiden nach einer Haartransplantation

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Punkte zum Haareschneiden nach einer Haartransplantation zusammenfasst:

Bereich Zeitpunkt Methode Besonderheiten
Spenderbereich 1 Woche nach der OP (Schere), 2 Wochen nach der OP (Maschine) Schere oder Maschine Vorsichtig vorgehen, Entzündungsrisiko beachten
Empfängerbereich 2 Wochen nach der OP (Schere), 1 Monat nach der OP (Maschine) Schere (empfohlen) Sanft vorgehen, Grafts nicht beschädigen
Allgemein - - Milde Shampoos verwenden, Haarwachstum fördernde Produkte nutzen, erfahrenen Friseur wählen

Indem Sie diese Richtlinien befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Haartransplantation ein voller Erfolg wird und Sie lange Freude an Ihrem neuen Haarwuchs haben.

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